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Freitag, 28. Dezember 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Dezember 2?

Ihr habt sicherlich gemerkt, dass es hier eine ungewollte Blogpause gab. Für mich war der Dezember sehr stressig. Ich habe zusätzlich zu den sowieso anfallenden Arbeiten (Kinderbetreuung, Haushalt...) und den Dezember-geschuldeten (freiwilligen) Aufgaben wie Weihnachtskarten basteln und verschicken, Geschenke besorgen etc. gearbeitet. Eine kleine Ministelle, 12 Stunden die Woche im Kaufland um die Ecke. Einfach nur Regale aufräumen, abends, wenn mein Partner zuhause ist. 

Geklappt hat das Recht gut, sowohl Mann als auch Kids haben die Situation gut gemeistert, allerdings kam ich an manchen Tagen erst heim, wenn die großen Kids schon im Bett waren. Die Organisation ist gar nicht so einfach gewesen und irgendwo musste ich letztlich Abstriche machen, damit ich nicht ins vorweihnachtliche Burn-Out verfalle. Ich denke, dafür habt Ihr ganz bestimmt Verständnis 💕 Aktuell steht die Entscheidung noch aus, ob der Vertrag verlängert wird. Ich hätte überhaupt kein Problem damit - die Arbeit macht mir Spaß - allerdings hängt das ja leider nicht von mir ab. Gestern habe ich die Verlängerung für ein Jahr unterschrieben!!! Und im Januar klappt das dann - trotzdem - mit dem Bloggen wieder 😏



Die letzte Tafeltüte war toll, allerdings habe ich in weiser Voraussicht ein bißchen was weiter gegeben. Unter anderem den Großteil an Äpfeln, Mandarinen und Orangen, ein paar Radieschen, einen Teil vom Süßkram, einmal Müsli, ein paar Joghurts und etwas Wurst. Im Kühlschrank liegen noch immer die Baked Potatoe und die Tortellini - es hat sich einfach nicht ergeben sie zuzubereiten. Spannend fand ich die Pflegeprodukte, allerdings war der Geruch "Eisbonbon" überhaupt nicht meins. Glücklicherweise fand sich über Instagram jemand, der den Geruch mag - die beiden Flaschen Creme habe ich also verschickt 😏 .

Die Milchbrötchen haben die Kids sich geschnappt und vernichtet, die Advenskalender stehen noch immer in der Speisekammer (höchstwahrscheinlich landen sie früher oder später in einem Kuchen). In der linken Ecke seht Ihr übrigens eine Tüte der Weihnachtsaktion von Rewe. Hierbei zahlt man 5 (?) €, die Tüten werden dann gesammelt und der Tafel übergeben. Enthalten sind haltbare Sachen wie Nudeln, Würste im Glas, Tomatensuppe, Schokolade und Co. von der Rewe-Eigenmarke. Ich finde die Aktion super (wer hätte das gedacht 🙈). 

Das Kochen blieb leider in den letzten zwei Wochen etwas auf der Strecke, weshalb ich gar nicht so viel zum Zeigen habe. 


Eines der wenigen Sachen ist dieser Nudelauflauf Mac and Cheese Style. Dafür hab ich einige Reste aus dem Kühlschrank genommen (Paprikalyoner, die keiner essen mochte, angeschrumpelte Paprika von der Tafel, Käsereste und zu lang gekochte Nudeln) mit einer Sauce vermischt und gebacken. Das war so gut, ob man das wieder hinbekommen würde? Schwierig bei solchen Rumfort-Essen...

Aus der Tafeltüten-Milch habe ich eine große Portion Milchreis zubereitet. Mein Schwesterchen kam zum Mittagessen vorbei - da ist das fast schon Pflicht. Wobei es den jetzt recht oft gab in letzter Zeit, wird mal wieder Zeit für Eierkuchen 😁




Kurz vor Weihnachten habe ich eine Gemüse-Weg-Aktion gestartet und mir leckeres Ofengemüse gemacht. Der Mann hat sich lieber Brote gemacht, er mag Ofengemüse immer noch nicht... Leider musste ich deshalb wieder alles allein essen 😂 Ach ja, ein paar Bratwurstbällchen hab ich noch ins Gemüse geschummelt. 

Pulled Pork habe ich in den letzten zwei Wochen gleich zweimal gemacht. Beide Male mit frisch gekauftem Fleisch (einmal allerdings mit 50 % Rabatt gekauft). Dazu gab es einmal leckere Buttermilch-Burger-Buns (ratet mal, woher die Buttermilch kam 😅) und einmal mit Brötchen. Dazu Rotkohl-Krautsalat und Salatblättchen aus der Tafeltüte. 



Und zum Abschluss - ja das war es dann wirklich schon - habe ich noch diese leckeren Spaghetti mit Kürbissauce. Die Sauce habe ich aus Zwiebel, Knoblauch, 1/2 Hokkaidokürbis, Gemüsebrühe und Creme Fraiche gemacht, der Mann hat sich eingeweckte Bolognesesauce warm gemacht (warm machen lassen) und die Kinder hatten direkt nackte Nudeln. Tja nu, wer nicht will, der hat schon. 


Ich hoffe Euch hat die - echt kurze - Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.








Freitag, 14. Dezember 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Dezember 1?

Wisst Ihr was ich total schön finde? Dass die Tafel nicht nur die Essensausgabe ist, sondern darüber hinaus immer wieder Aktionen organisiert werden, die ein schönes Miteinander auch mit wenig Geld fördern. Zur Einschulung gab es für die Schulkinder eine Zuckertüte, zu Ostern kleine Körbchen, rund ums Jahr kleine Feiern Hüpfburg und Bratwurst zu kleinem Preis und dieses Jahr gibt es auch wieder eine Weihnachtsfahrt für die Kinder. Im letzten Jahr musste die leider ausfallen, weil ein Sponsor ausgefallen ist, um so schöner, dass sie dieses Jahr wieder statt finden kann 💕 Am Sonntag geht es los, wir werden das Kindermusical Rotkäppchen in Magdeburg gucken fahren und ich bin schon sehr gespannt, wie die Kinder es finden werden 😏 Definitiv genießen werden sie bestimmt die Fahrt mit dem Bus - das war im vorletzten  Jahr schon das Highlight für die Zwerge...


Ich glaube, ich hatte noch nie so wenig Milchprodukte in einer Tafeltüte. Schlimm ist das allerdings nicht, Joghurt wird hier ja eh stiefmütterlich behandelt. Gefreut habe ich mich über die Schokorosinen. Ich habe echt eine Leidenschaft für die kleinen Dinger, aber ich kaufe sie mir eigentlich nie. Meist lande ich doch eher bei Gummibärchen. Das die Rosinen keine lange Lebensdauer hier hatten, dürfte klar sein, ne? ^^ Die Radieschen hab ich diesmal einfach so weg geknabbert - na gut, ein Bund hab ich weiter gegeben. Außerdem sind bei meiner befreundeten Familie ein Teil vom Süßkram, die Mandarinen und Äpfel, die Bananen, Rettich und die Kekse gelandet. 

Vor eine Herausforderung gestellt hat mich die 2 (?) kg Midori. Einfrieren war keine Option, weil sie angetaut war, dh. sie war eingefroren bevor ich sie bekam. Midori ist ein Fleischersatzprodukt auf Erbsproteinbasis. Es ist durchaus lecker, aber nach drei Tagen am Stück kam mir das Zeug aus den Ohren wieder heraus 😂 

Letztlich habe ich noch zwei große Portionen an Freundinnen weiter gegeben. Mittlerweile habe ich mich wieder erholt und würde es sofort wieder essen 😁 Angebraten mit frischem Gemüse und etwas Brot ist das Midori nämlich echt lecker. Ich hatte die Sorte Knoblauch & Thymian, wie andere Geschmacksrichtungen sind, kann ich leider nicht sagen. 



Auch ansonsten gab es in den letzten zwei Wochen öfter kalte Küche oder lustig zusammengestellte "Snackteller". In diesem Fall waren es eine Dose Bohnen in Tomatensauce (günstiger wegen Beulen), Leber (günstiger wegen Abend) und lecker Brot mit Hüttenkäse und Zwiebeln (aus der Tafeltüte!). Aus dem Grund kann ich Euch gar nicht soviel gekochtes zeigen. 

Sehr lecker war natürlich die Rotkohl-Hack-Pfanne mit Mini-Klößen. Statt Wein habe ich die Weintrauben aus der Tafeltüte entsaftet und als Flüssigkeit zugegeben. Das war zwar etwas mehr Aufwand, aber das Ergebnis hat absolut überzeugt. 





Ganz wundervoll geschmeckt hat natürlich auch das Hühnerfrikassee - drin sind Möhrchen von der Tafel und eine Packung von dem Hühnerfleisch habe ich noch mit reingemogelt (die hatte ich direkt eingefroren). Und ja ich weiß, dass die Sauce nicht so hell ist, wie sie sein soll. Da verzichtet man einmal auf die Mehlschwitze und bindet nur mit Sahne und Eigelb ab und schwupp brennt gleich das Internet... 

Kommen wir lieber zum Kritharaki-Hack-Salat - der ist genau so gut wie er ist. Wobei mir bei Instagram einige interessante Vorschläge gemacht wurden. Die Ergänzung mit Fetakäse klingt spannend, Tzaziki dazu zu machen ist eine klasse Idee und das Ganze mit Käse zu überbacken ist ja wohl das Nonplusultra! Da muss definitiv noch einiges ausprobiert werden! Wenn mal was überbleibt, der Mann liebt diesen Salat ja extrem 😏


Das war es tatsächlich auch schon mit der Zusammenfassung. Zum Schluss habe ich noch eine leckere One-Pot-Pasta mit Blumenkohl und Curry in der ich zwei Bund Frühlingszwiebeln aus der Tafeltüte verarbeitet habe. Die war sehr lecker und wird demnächst noch verbloggt. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 12. Dezember 2018

Nudeln mit Pak-Choi-Currysauce

Mich hat es am letzten Wochenende gesundheitlich völlig entschärft. Mit Müh und Not hat uns der Mann des Hauses mit Tiefkühlpizza, Nudeln mit eingekochter Sauce und anderem Fast Food über die Zeit gebracht. So wirklich das Wahre, ist es allerdings nicht gewesen 🙈. Ich war deshalb sehr erfreut, als ich wieder einigermaßen aufrecht stehen konnte und in die Küche zurück kehren. Da ich am Anfang nicht übertreiben wollte - und schnellstmöglich wieder auf die Couch zurückkehren - sollte es etwas einfaches geben. Gleichzeitig schrie der Pak Choi von der Tafel danach verarbeitet zu werden. Eine Kombination von beidem war also kein schlechter Gedanke 😉



300 g Nudeln
1 Packung Pak Choi
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Becher Sahne
1 Paprikaschote
1 gestrichener TL (mildes) Currypulver
Salz, Pfeffer, Chilipulver (optional)
evtl. etwas frischen Ingwer

Zuerst das Gemüse waschen und klein schneiden. Beim Pak Choi den Strunk entfernen, die weißen Stellen in dünne Streifen und die Blätter in dickere Streifen schneiden. Die Paprika entkernen und grob würfeln, die Zwiebel und den Knoblauch in feine Würfel schneiden. 

Die Nudeln in Salzwasser al dente kochen. 

Währenddessen Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln zufügen und auf niedriger Stufe mit einer Prise Zucker glasig andünsten. Dann das restliche Gemüse (bis auf die Pak Choi Blätter!) zugeben und kurz mit braten. Das Currypulver darüber verteilen und alles mit der Sahne ablöschen. Alles aufkochen und kurz köcheln lassen. Die Pak Choi Blätter zugeben und alles mit den Gewürzen abschmecken. Mit den abgetropften Nudeln vermischen und genießen. 

Das war so GUT! Ja die Kinder haben nackte Nudeln vorgezogen und der Mann war auch eher semi-begeistert, aber so war mehr für mich da! Beim Currypulver muss man für sich entscheiden, wie scharf man das Ganze haben möchte. Da der Mann hier gerade bei der geringsten Schärfe rum jammert, habe ich das mildeste Curry genommen, was ich im Haus hatte. Dafür hab ich das Ganze für mich dann noch mit etwas frischem Ingwer aufgepeppt - der ist ja eh gut für das Immunsystem 😁 Geschmacklich passt es super zusammen, also alles richtig gemacht finde ich. 


Sonntag, 9. Dezember 2018

Pikante Balkansauce

Zu besonderen Anlässen gibt es bei uns Lippische Pizza. Dieses Rezept ist schon seit Ewigkeiten im Blog (ich bin bisher nicht zu einer Aktualisierung der Bilder gekommen - die Pizza ist meist viel zu schnell aufgegessen 🙈). Aber bisher habe ich immer die Sauce dafür gekauft. Da ich aber mittlerweile immer mehr selbst mache, wollte ich austesten, ob das auch für die Sauce gilt. Und was soll ich sagen - das Ergebnis hat mich (und alle lippische-Pizza-liebenden Gäste) mehr als überzeugt. Deshalb darf es auch direkt in den Blog!



4 EL Öl
3 kleine Zwiebeln
4 Paprika (rot, gelb, grün)
100 ml weißen Balsamicoessig
100 ml Tomatensaft
4 EL Tomatenmark
1 Glas/Dose Pizzatomaten
2 EL Zucker
n. B. Salz, Pfeffer, Chili

Die Zwiebeln schälen und halbieren. Dann längs jede Hälfte 4x schneiden, sodass lange Streifen entstehen. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelstreifen zugeben und auf niedriger Stufe glasig andünsten. 

Die Paprika waschen, putzen und in 2-3 cm große Würfel schneiden. Zu den Zwiebeln geben und kurz mit dünsten. Den Zucker dazu geben und unter Rühren etwas karamellisieren lassen. Mit dem Balsamicoessig und dem Tomatensaft ablöschen. Etwa 20 Minuten auf niedriger Stufe köcheln lassen. 


Die Pizzatomaten und das Tomatenmark zugeben und mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. 




Ich hatte selbst gemachtes scharfes Tomatenmark und scharfen Tomatensaft verwendet, weshalb ich kein weiteres Chili benutzt habe. Zu scharf darf die Sauce eh nicht sein, weil meine Schwester das nicht verträgt. Wenn Ihr es allerdings schärfer wollt, könnt Ihr natürlich mehr Chili zugeben. 

Die Sauce passt natürlich nicht nur auf die Pizza, sondern ist auch eine super Sauce zu gegrilltem Fleisch und Gemüse. Probiert es einfach mal aus 😊