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Dienstag, 17. Juli 2018

Closed for Summer

Ihr Lieben - ich gönne mir mit meiner Familie nochmal eine kleine Auszeit bevor es richtig stressig wird bei uns. Im August steht die Einschulung vom Großen an, der Mann geht auf Jobsuche und aktuell wissen wir noch nicht, wie es so wirklich weiter geht. Einfach mal den Kopf frei kriegen ist deshalb der aktuelle Plan. Wir sehen uns bald wieder - mit leckeren Rezepten, tollen Inspirationen und jeder Menge Spaß 😏 Bis bald!


Freitag, 13. Juli 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Juli 1?

Die letzten zwei Wochen waren anstrengend. Sehr anstrengend. Mein Partner ist auf Fortbildung in Berlin und ich bin quasi alleinerziehend. Ich ziehe meinen Hut vor allen Mamis, die das täglich wuppen und niemanden haben, der sie zumindest stundenweise entlasten kann. Manchmal würden auch schon ein paar Minuten Ruhe genügen. Aber selbst das ist ja nur selten möglich - man kann die Kids ja schlecht allein in der Wohnung lassen und mal fix ´ne Runde um den Block gehen. 

Jetzt am Wochenende kommt mein Mann endlich für zwei Tage heim und nächste Woche fahren wir dann voraussichtlich zu Babu (die polnische Oma meines Partners) - die Kinder sind schon ganz aufgeregt, sie lieben ihre Babu sehr 💕 (obwohl es natürlich ihre Prababcia ist, also Urgroßmutter 😏). Diese Entscheidung war relativ spontan. Im August wird unser Großer eingeschult und wir wollen die letzten Tage vorher einfach noch mal genießen. Versteht dies ruhig als Ankündigung, dass es im Blog die nächsten zwei Wochen ruhig bleibt! 

Und nun zur aktuellen Tafelzusammenfassung. 



Wie Ihr seht, war die letzte Tafeltüte richtig richtig voll. Von dem ganzen Süßkram habe ich nur die Duplo White, die Mini-Schaumküsse und 2 Schokohasen behalten. Der Rest wurde bei meinen liebsten Schokoholikern verteilt 😉 Über das viele Gemüse habe ich mich sehr gefreut, weggegeben habe ich hier eigentlich nur die Bananen, die Melone und die grünen Bohnen. Von der Wurst durfte alles weiterziehen, was wir nicht essen (Sachen in Aspik zB. guckt hier niemand an) und auch vom Joghurt hab ich einiges weiter gegeben. So richtig richtig lecker fand ich übrigens diese Puddings oben links. Da hab ich sogar gegoogelt, wo man die kaufen kann - und blieb verwirrt zurück. Aldi Süd haben wir hier nämlich gar nicht 😟 Und obwohl Ihr mir total viele tolle Vorschläge für die Kichererbsen gemacht habt - ich hab die Dose (noch) nicht geöffnet. Es war einfach zu viel anderes da, was erst einmal verarbeitet werden musste, sodass ich die länger haltbare Dose erst einmal in die Vorratskammer gestellt habe. Ihr Tag wird kommen, die Kichererbsen-Ideen-Liste will schließlich irgendwann abgearbeitet werden! 


Direkt umgesetzt, hatte ich übrigens den Vorschlag "Grüner Salat mit gegrillten Aprikosen". Gut, ich hab sie halbiert und im Ofen gebacken, aber das kommt ja aufs Gleiche raus. Mitspielen durften außerdem Mozzarella, Tomaten und rote Zwiebel, dazu gabs Balsamico-Dressing. Die Aprikosen haben mich leider nicht überzeugt, sie waren bitter. Ich schätze aber, dass das an den Früchten und nicht der Zubereitungsart lag...

Die Radieschen und ein Bund Frühlingszwiebeln habe ich wieder zu Radieschendip verarbeitet. Diesmal wieder mit Crostini aus alten, trockenen Brötchen. Meine Schwester hatte übrigens auch wieder eine kleine Portion, den Rest Dip aus 5 Bund Radieschen (!!) hab ich nahezu allein weggenascht 🙈




 Den schon leicht gelb verfärbten Brokkoli habe ich in einem Brokkoli-Nudel-Gratin versteckt. Ordentlich Cheddar drüber und keiner merkt mehr, dass der Brokkoli vielleicht nicht mehr ganz so frisch wahr. Geschmeckt hat er aber immer noch gut, aber wenn die Optik nicht mehr passt, kauft es halt keiner mehr ne? 

Ja es gab oft Nudeln in den letzten zwei Wochen. Wohl zu oft, weil mein Sohn sich irgendwann Kartoffeln gewünscht hat. Während die Kids ihre Tüffeln pur gegessen haben, hatte ich meine Portion mit einem Dip aus Fetakäse (MHD 12/2017), Joghurt (Tafeltüte) und Frühlingszwiebeln (Tafeltüte) verspeist 😏



Für meine liebste Franzi von Dynamite Cakes habe ich diesen sommerlichen Nudelsalat gebastelt. Mit leckeren Wochenmarkttomaten und Tafelnektarinen, dazu Mozzarella, etwas Ingwer und viele Nudeln. Ich war selbst überrascht wie toll diese Kombination ist. Früchte und Gemüse zusammen sind ein echter Geheimtipp. 

Die restlichen Nudeln landeten in diesem Hühner-Nudel-Suppen-Topf. Ich muss zugeben, dass ich überlegt habe, ob ich das Hühnchen von der Tafel noch benutze. Das Verbrauchsdatum ist etwas anderes als das Mindesthaltbarkeitsdatum und sollte eingehalten werden. Dieses war um 3 Tage verpasst. Allerdings roch das Huhn noch gut und deshalb habe ich es einfach verarbeitet. Mit Möhrchen und Porree aus der Tafeltüte ergab das ein wirklich leckeres Abendessen. Übrigens lebe ich noch, war also nicht so schlimm 🙈




Der zweite Kopf Brokkoli ist mit Kartoffeln und Zwiebeln zu dieser Suppe geworden. Allerdings war an dem Tag eine Menge los, die Kids mies drauf, ich mies drauf und müde... Das Ende vom Lied war, dass ich kein Foto mehr gemacht habe und Ihr mit diesem miesen Küchenfoto vorlieb nehmen müsst 😉

Mehr Erfolg hatte ich da mit diesen Haselnuss-Birnen-Muffins. Die hatte ich für den Spielplatz gebacken, weil sich da Muffins durchaus bewährt haben. Die waren zwar so schnell weg, dass ich fast nicht zum fotografieren kam, aber weil meine Tochter ein begabtes Handmodel ist, entstand dieser Schnappschuss. 




Hier seht Ihr einen Versuch "gebackener Camembert im Blätterteig" 😂 Irgendwie war das etwas anders geplant, aber der Blätterteig ist recht trocken gewesen und beim Ausrollen gerissen. Dadurch ist der Käse überall rausgelaufen. Geschmeckt hat es durchaus, aber es war schon sehr sättigend. Dazu gab es einen Honig-Senf-Dip. Blätterteig, Käse und Dip war alles aus dieser oder der vorherigen Tafeltüte. 

Ein Großteil der Paprika, die Auberginen, eine Mini-Schrumpel-Zucchini und alle Tomaten aus der Tüte habe ich übrigens in diesem Ratatouille verarbeitet. Dazu gab es Reis. Und ich wurde wieder daran erinnert, warum ich dieses Gericht so sehr liebe 💕



Zum Abschluss habe ich hier noch ein Gratin mit Tortellini (fragt nicht wie lange die schon in meinem Kühlschrank liegen..), Bratwurstbrätbällchen (Tafeltüte), Zucchini (selbst gekauft), Schrumpelpaprikasauce (größtenteils Tafeltüte) und ordentlich Cheddar (muhahaha sowas von selbstgekauft!!). So ganz hat die Kombination nicht überzeugt (was vor allem an den ollen Tortellini lag), aber das Foto ist echt schön geworden 😝



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 11. Juli 2018

Scharfer Couscoussalat

Geht Euch das eigentlich auch so, dass Ihr kochen regelrecht zelebriert? Meistens freue ich mich schon richtig drauf, in die Küche zu gehen und mit meinen eigenen Händen etwas zu machen. Aus unscheinbaren Zutaten wird ein geschmackliches Meisterwerk. Die einzelnen Schritte sind nötig für das Gesamtkunstwerk und egal wie viel Zeit dafür drauf geht - am Ende hat es sich auf jeden Fall gelohnt. 

Und dann gibt es die anderen Tage. An denen mir sowieso schon alles zu viel ist und nichts gelingt und sowieso alles Mist ist. An diesen Tagen kann es in der Küche gar nicht schnell genug gehen, damit ich mich ins Bett packen kann und die Decke über den Kopf ziehen (im übertragenden Sinne, als ob die Kids mich da in Ruhe lassen würden 😝). An solchen Tagen ist Couscous eine super Sache. Das ist quasi die 5-Minuten-Terrine der Selberkocher. Und nun ja, der Tag an dem dieser Couscoussalat entstand, war eindeutig kein guter... Aber der Salat war ein Lichtblick, weshalb das Rezept auch in den Blog darf 😏


250 g Couscous
100 g Kichererbsen
100 g Kidneybohnen
1 Bund Frühlingszwiebeln
3 EL Paprikamark (bekommt man im türkischen Lebensmittelladen, alternativ Tomatenmark)
3 EL neutrales Öl
1 1/2 EL weißer Balsamicoessig
1 TL Harissapaste
2 EL TK-Petersilie
Salz und Pfeffer

Den Couscous in eine Schüssel wiegen, 1/2 TL Salz dazu und 300 ml kochendes Wasser dazugießen. Alles umrühren, abdecken und ca. 10 Minuten stehen lassen. Dann mit einer Gabel auflockern und abkühlen lassen. 

Die Bohnen und die Kichererbsen abtropfen lassen. Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. 

Den Couscous mit dem Paprikamark, der Harissa, dem Öl und dem Essig verrühren. Das abgetropfte Gemüse, die Petersilie und die Frühlingszwiebeln unterrühren. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Und weil ich den Salat so pur als etwas trocken empfand, gab es noch ein fixes Joghurtdressing dazu. 

1 Becher Joghurt (250 g) mit 1 Becher Créme Fraîche (200 g) verrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und TK-Kräuter nach Wahl unterrühren (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Dill). 


Dieser Salat holt den Geschmack von 1001 Nacht auf den Tisch. Dazu ist er echt schnell gemacht. Natürlich schmeckt er durchgezogen noch besser, aber für die oben benannten Tage, ist er auch ganz direkt und noch leicht warm perfekt 😏
Mittwoch, 4. Juli 2018

Sommerlicher Nudelsalat

Nudelsalate habe ich mittlerweile ja schon einige verbloggt, z. B. unseren Allzeitfavoriten den Tomate-Mozzarella-Nudelsalat, diese Tex-Mex-Variante oder den Männernudelsalat. Deshalb fand ich die Idee des Blogevents "AllKindsofNUDELSALAT" bei meiner lieben Dynamite Cakes zwar echt klasse, aber ich hatte keine Idee was ich ihr denn für eine Variante mitbringen sollte - unsere Favoriten sind halt alle schon im Blog. 

Lange habe ich überlegt, was ich denn nun mache. Eigentlich hatte ich an etwas mit Kritharaki, Hack und Feta gedacht. Gestern kam ich dann in die Küche, im Hinterkopf das Nudelsalatevent und da stand meine Gemüseschale - mit wundervoll aromatischen Tomaten vom Markt und direkt daneben eine Schüssel mit Nektarinen von der Tafel die dringend verarbeitet werden wollten. In meinem Kopf formte sich ein Bild. Die roten Zwiebeln (ebenfalls vom Markt) dazu und etwas Mozzarella, das konnte doch nur gut werden!


Ich machte mich frisch ans Werk und das Ergebnis war richtig lecker! Ich schreib Euch jetzt erst mal auf, wie ich ihn tatsächlich gemacht habe, danach kommen aber noch ein paar Anmerkungen was man abwandeln könnte. 

350 g Nudeln, z. B. Spirelli
4 Nektarinen
10 mittlere Tomaten (je aromatischer, desto besser)
2 rote Zwiebeln
ein kleines Stück Ingwer (ca. 1 cm) 
2 Kugeln Mozzarella
3 EL Öl ( hier Sonnenblume)
Salz, Pfeffer und Chili

Die Nudeln nach Packungsanleitung al dente kochen, abtropfen lassen und zur Seite stellen zum abkühlen. 

Die Nektarinen und die Tomaten waschen. Die Nektarinen halbieren, den Kern entfernen und achteln. Die Tomaten halbieren, den Strunk abschneiden und ebenfalls achteln. Die Zwiebeln pellen und fein würfeln. Den Mozzarella abgießen und klein schneiden. Den Ingwer schälen und ganz fein würfeln oder alternativ klein reiben. Alles in einer großen Schüssel vermischen. 

Die Nudeln unterrühren, das Öl dazu geben und mit Salz, Pfeffer und Chili abschmecken. 


Ich fand den wirklich klasse. Allerdings wollte ich eigentlich noch Curry und eventuell Joghurt dazugeben, das habe ich aber irgendwie vergessen, weil die Kiddies mich in dem Moment gefordert haben und dann das berühmt-berüchtigte Dreikugelsystem zugeschlagen hat 😜 

Den Ingwer darin fand ich persönlich sehr lecker, der gibt eine schöne frische Note. Allerdings sollte man den nur rein machen, wenn man Ingwer auch wirklich mag. Ansonsten könnte das zu extrem sein. Beim Chili habe ich Pulver genutzt, ich denke aber, dass auch frische Chili hier tolle Akzente setzen kann. 

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit diesem Nudelsalat. Das Zusammenspiel von süß, salzig und scharf ist toll und wird sicherlich nicht nur mich überzeugen. Zum Grillen kann ich mir den sehr gut vorstellen oder halt einfach so abends auf der Couch (wie bei mir) 😁