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Sonntag, 15. April 2018

Briocheknoten

So sehr ich die Backtheke in den Discountern verabscheue, so sehr lieben meine Kinder sie. Nahezu jedes Mal wenn wir einkaufen gehen, muss etwas von dort mit, meistens ein Donut oder ein Berliner. Die Kleinste im Bunde ist jetzt auch schon so weit, dass sie etwas will. Wenn man einmal damit anfängt ... Nun wollte ich ihr aber nicht direkt einen Donut oder Berliner in die Hand drücken. Meist zerpflückt sie eh noch und schmierige, klebrige Hände müssen ja nun erst recht nicht sein. Also griff ich zu Briocheknoten. Und weil ja nichts verkommen soll, habe ich die natürlich aufgegessen. Ganz schrecklich an der ganzen Sache finde ich nun, dass die echt schmecken ... 



Da hat mich nun der Ehrgeiz gepackt und ich wollte ausprobieren, ob man solche feinen buttrigen Briocheknoten auch selber backen kann. Passenderweise läuft im kochtopf aktuell das Event "Brot und Brötchen für den Brunch" in Kooperation mit Hobbybäcker. Da passen solche feinen Knoten natürlich ganz fantastisch, deshalb habe ich mich an die heimische Produktion gewagt. Ja es ist mehr Aufwand, aber der Geschmack ist fantastisch! 

Als Unterstützung hat Hobbybäcker übrigens Pakete verschickt mit Mehl, Trockenhefe und einem Teigtuch. Deshalb auch der Hinweis, dass dieser Beitrag durchaus Werbung enthält - sicher ist sicher 😁 Das Teigtuch ist dauerhaft im Einsatz und hat mich schon bei Pizzabrötchen, Monkeybread und Weizenmischbrot unterstützt. Ich mag es sehr. Die Trockenhefe ist da schon kniffliger. Ich bin ein Fan von (Bio-)Frischhefe und rechne mir zumeist die Rezepte von Trockenhefe auf Frischhefe um. Da ich aber nun 10 Päckchen der getrockneten Variante im Paket hatte, sollte die natürlich auch verwendet werden. 



Meiner Meinung nach ist der Nachteil von Trockenhefe, dass sie länger braucht um zu "starten". Wenn ich einen Teig mit Frischhefe ansetze und nach einer Stunde schaue, hat sich da schon gut was getan. Bei Trockenhefe ist dann noch nix zu sehen. Diesen Nachteil habe ich heute einfach mal zum Vorteil umgebaut. Die Briocheknoten sollte es nach dem Mittag geben (Brunch und so 😏), ich war aber vorher draußen verabredet - konnte also weder weiter verarbeiten noch danach schauen. Ich setzte den Teig also an und vertraute darauf, dass die 4 Stunden, die ich unterwegs sein würde, meinen Teig in Schwung bringen. Ich sag Euch, der war absolut perfekt als wir wieder kamen! 😍

Zutaten für 8-9 Brötchen:

150 ml Milch
1 Päckchen Trockenhefe (oder 25 g Frischhefe)
120 g Zucker
3 Eier
450 g Mehl
1 Prise Salz
200  g Butter

Die Milch mit der Hefe und dem Zucker vermischen und kurz stehen lassen. 2 Eier dazu geben, das letzte Ei trennen. Das Eigelb zur Hefemischung geben, das Eiweiß in den Kühlschrank stellen (wird später gebraucht). Das Mehl und das Salz zugeben und mit der Küchenmaschine etwa 3-5 Minuten verkneten. Nach und nach die zimmerwarme Butter in Stücken zugeben und noch einmal etwa 10 Minuten kneten, bis ein homogener, leicht klebriger Teig entstanden ist. 

Den Teig in eine Schüssel füllen und abdecken. Stehen lassen bis er sich etwa verdoppelt hat, mindestens 2 Stunden. Bei mir waren es ca. 4 Stunden. 

Den Teig auf eine bemehlte Fläche geben und in  8 gleich große Stücke teilen, die einzelnen Teigstücke sollten ungefähr 110 - 115 g haben. 

Die einzelnen Teigstücke werden nun weiter verarbeitet. Zuerst noch einmal in 4 Stücke teilen (á jeweils etwa 30 g) und zu Rollen formen. Wie Ihr die Briocheknoten formt, seht Ihr im Video: 



Die geformten Briocheknoten auf ein mit Backpapier abgedecktes Backblech legen. Mit einem Handtuch bedecken und noch mal 30 Minuten gehen lassen. Mit dem beiseite gestellten Eiweiß bestreichen und dann im vorgeheizten Backofen bei 170°C für etwa 15 Minuten backen. 


Hach ja geschmeckt haben die Briocheknoten wirklich gut. Ich muss da unbedingt noch ausprobieren, wie die mit Über-Nacht-Gare werden. Für einen Brunch könnte es sonst zeitlich echt knapp werden. Falls Ihr es vor mir ausprobiert, lasst es mich unbedingt wissen. Wir haben die Briocheknoten übrigens mit Marmelade und Nuss-Nougat-Creme (die palmölfreie Variante) weg genascht. In unserem Fall also eine schöne Abwechslung zu Kuchen 😏


Blog-Event CXL - Brot und Brötchen für den Brunch in Kooperation mit Hobbybäcker (Einsendeschluss 15. April 2018)



Kommentare:

  1. Boah, die sehen köstlich aus! Und ja ich bevorzuge auch Frischhefe, aber so wie du die Trockenhefe angewandt hast, macht sie ja doch auch Sinn. Danke fürs Mitbacken.

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    1. Sehr sehr gern liebe Zorra <3 Ich habe mir fest vorgenommen, wieder häufiger bei deinen Events dabei zu sein. Ich hab das etwas schleifen lassen in letzter Zeit...

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  2. Die sehen fantastisch aus, Brioche habe ich noch nie gebacken..wird mal Zeit.

    Lieben Gruß
    Dagmar

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    1. Noch nie? Dann wird es wirklich Zeit. Brioche ist wirklich wirklich lecker <3

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  3. 15 Minuten backen... Ober- Unterhitze oder Umluft?

    Gruß

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    1. Ober-/Unterhitze bitte - wenn die Sachen bei Umluft gebacken werden sollen, dann schreibe ich das explizit dazu :) Vielleicht mache ich es mir damit etwas zu einfach ... :/

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  4. Wenn diese Briocheknoten auch nur annähernd so lecker schmecken, wie sie aussehen... Ich bin begeistert.

    Herzlichst, Conny

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