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Donnerstag, 29. März 2018

Spaghetti-Frittata mit Tomaten

Bei uns gab es letztens Spaghetti Bolognese. Wie immer in letzter Zeit wurde ich direkt von allem zwischen 2 und 7 angemault, dass die Sauce eklig ist, der Hunger aber riesig *seufzt tief* . Nun ja, die Vorliebe meiner Kinder für nackte Nudeln ist mir durchaus bewusst und deshalb habe ich die ganze Packung Nudeln gekocht ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings war am Ende noch ca. die Hälfte der Spaghetti über, die Sauce aufgegessen und alle satt. Was macht man nun mit diesen zuviel gekochten Nudeln? Ich hatte total Lust auf Resteverwertung Deluxe: eine Frittata 💕 

Hierbei kann man gut alle möglichen Kühlschrankreste zusammenwerfen und es wird trotzdem lecker. Ich habe mich für eine italienische Linie entschieden und kombinierte die Spaghetti mit angedünsteten Zwiebeln, etwas älteren Tomaten, Oliven, einem Rest Cheddarkäse und Mozzarella. 


Für 4 Personen

300 g gekochte Nudeln vom Vortag (hier Spaghetti)
2 Zwiebeln
1 Packung Kirschtomaten (ca. 200 g)
2 EL Oliven (ohne Stein)
125 ml Milch
6 Eier
1 TL Basilikum (frisch, getrocknet oder TK)
1 Kugel Mozzarella
75 g anderen Käse z. B. Parmesan, Cheddar oder Gouda
Salz und Pfeffer

Die Zwiebeln häuten und in feine Würfel schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen, die Zwiebeln zugeben, eine großzügige Prise Zucker darüber geben und bei niedriger Temperatur glasig andünsten. 

Die Spaghetti grob zerkleinern (lässt sich hinterher leichter essen) und in eine Auflaufform geben. Die gedünsteten Zwiebeln dazu geben. Die Tomaten waschen, achteln und ebenfalls zu den Nudeln geben. Die Oliven und den Mozzarella abtropfen lassen, die Oliven klein hacken, den Mozzarella in kleine Würfel schneiden und auch in die Auflaufform geben. Mit dem Basilikum bestreuen. 

Die Eier mit der Milch verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Dem Käse reiben und ebenfalls unter die Eiermilch schlagen. Die Milch-Mischung über die restlichen Zutaten gießen und alles mit einer Gabel grob verrühren. 

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad für etwa 30 Minuten backen lassen.



Ich persönlich bin ja kein großer Olivenfan, weshalb ich die recht klein geschnitten habe. So hab ich die kaum bemerkt. Wer Oliven mag, kann sie einfach halbieren und sich daran erfreuen, wenn er auf eine drauf beißt. 

Varianten sind bei diesem Gericht einige möglich - egal ob die Nudelsorte verändert wird, das zugegebene Gemüse oder die Käsesorten. Bedenken muss man allerdings, dass die Backzeit sich eventuell etwas verlängert, wenn man zu feuchtes Gemüse nimmt. 

Freitag, 23. März 2018

Was wurde aus der Tafeltüte März 2?

Der letzte Tafeltag war sehr aufregend. Ich wurde nämlich beim Abholen der Tafeltüte von einem TV-Team gefilmt! Davor und danach haben wir auch ausführlich über meinen Blog gesprochen, über meine Tafelbeiträge und und und. Gezeigt werden sollte es eigentlich am Montag (19.03.) in der Sendung Drehscheibe im ZDF. Leider wurde der Beitrag dann kurzfristig ausgetauscht gegen einen Einspieler zum aktuellen Winterchaos 😩 Ob und ggf. wann es einen Ersatztermin gibt, weiß ich leider (noch) nicht. Es gibt allerdings eine kurze Version die für heute+ zusammengeschnitten wurde, das könnt Ihr Euch hier anschauen

Die letzten zwei Wochen waren übrigens geprägt von Gans und Krankheit - die Gans war super, die Magen-Darm-Erkrankung der gesamten Familie eher weniger. Deshalb wird die Zusammenfassung auch etwas kürzer ausfallen. 


Weitergegeben habe ich dieses Mal einiges von der Schokolade, den fertigen Tortenboden und einen Teil vom Obst, einige der Joghurts, etwas Wurst und die Fix-Tüten. Die Erdbeeren habe ich direkt gewaschen, klein geschnitten und mit etwas Zucker vermischt in den Kühlschrank gestellt. Sie haben den Freitag nicht überlebt... Das Sushi hat sich mein Freund direkt geschnappt und verputzt, ich hab nix abbekommen. 

Aus dem Spinat habe ich wieder einen Quinoa-Spinat-Topf gekocht. Allerdings habe ich es völlig verpennt ein Foto zu machen. Was solls, das von vor zwei Wochen ist so schick, dass kann ich auch nochmal zeigen *g*.

Die Paprika und ein Teil der Tomaten ist im täglichen Salat vom Liebsten gelandet. Die restlichen Tomaten und der Salat wurde in Form von leckeren Stullen gegessen. Und weil die Kombination so lecker ist, habe ich die für Euch aufgeschrieben. Glaubt mir die "Wirbelwind-Stulle" solltet Ihr ganz dringend auch einmal probieren. Sie ist einfach gemacht, aber sowas von gut!



Den Großteil der vergangenen zwei Wochen haben wir aber tatsächlich an der 5 kg Tiefkühlgans gegessen. Es war einfach so unglaublich viel! Ich hatte sie auftauen lassen und dann verarbeitet - an Tag 1 gab es Gänsefrikassee mit Kartoffeln (hier hatte ich auch das Suppengrün verarbeitet), an Tag 2 und 3 Pulled Goose Burger und an Tag 4 die gebratenen Innereien mit Nudeln. Die Gans hat einen eigenen Blogbeitrag bekommen, in welchem ich alle Rezepte aufgeschrieben habe.


Erste feste Nahrung nach MD gab es in Form meines geliebten Kartoffel-Möhren-Untereinander. Die Möhren dafür waren zwar nicht mehr die schönsten, weil sie schon eine Weile lagen, aber das hat mich herzlich wenig interessiert. Geschmeckt hat es sehr gut. 

Mein Sohn wünschte sich den einen Tag "Nudeln in Tomatensauce wie Oma das immer macht". Also mit Fleischwurst ... Glücklicherweise lag da noch eine im Kühlschrank aus der vorletzten Tafeltüte. Die Sauce ist ganz einfach gemacht und besteht aus Zwiebeln, Wurst, Tomatensauce und einem Schluck Sahne (hier die Cremefine aus der Tafeltüte). 



Und zum Abschluss gab es noch einen richtigen Kracher - ein Blooming Onion Bread. In der selbst gemachten Kräuterbutter habe ich die Frühlingszwiebeln verarbeitet aus der Tafeltüte. Dazu gab es einen Salat und fertig war die Mahlzeit. 



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 21. März 2018

Wirbelwind-Stulle

Normalerweise gibt es bei uns abends warmes Essen. Für uns Erwachsene ist es die einzige warme Mahlzeit des Tages (die Kinder essen mittags in der Kita warm). Doch an manchen Tagen treffen sich akute Kochunlust und Bock auf eine richtig leckere Stulle. Dann wird es Zeit das Brot in Scheiben zu schneiden und die Brettchen rauszuholen 😏 Nun kann man natürlich einfach Butter drauf schmieren und eine Käsescheibe und etwas Senf drauf packen - aber dafür bräuchte es natürlich keinen eigenen Blogbeitrag, Käsebrot kann ja jeder. 

Deshalb zeige ich Euch heute die "Wirbelwind-Stulle". Das Café Wirbelwind ist ein schönes Kindercafé hier im Ort, wo wir sehr gern hingehen. Es gibt Sitzplätze, Spielmöglichkeiten für die Kinder und natürlich leckeres Essen. Unter anderem steht auf der Karte ein wahnsinnig gutes Tomate-Mozzarella-Sandwich und ich gebe zu, ich habe ganz genau hingeschaut als es zubereitet wurde. Mehrmals habe ich es jetzt bereits nachgemacht und genossen. Es wird also Zeit Euch zu verraten, wie Ihr unbedingt mal Euer Brot belegen müsst!


Ihr braucht: 

2 Scheiben Brot nach Wahl (am besten natürlich Selbstgebackenes)
Hamburger Sauce
Pesto Genovese (selbstgemacht oder gekauft)
1/2 Kugel Mozzarella
1 Tomate
1 Stück Gurke
1 Salatblatt (z. B. Eisberg-, Lollo-, Kopf- oder Feldsalat)
etwas Balsamicocreme

Die eine Scheibe Brot mit Hamburger Sauce, die andere mit dem Pesto schmieren. Das Salatblatt auf die Hamburger Sauce legen. Die Tomate waschen, die Gurke schälen und den Mozzarella aus der Lake nehmen. Alles in Scheiben schneiden. Zuerst die Tomaten auf das Salatblatt legen, dann den Mozzarella darauf. Ein paar Spritzer von der Balsamicocreme über den Mozzarella geben, die Gurkenscheiben drauf legen und mit der zweiten Brotscheibe abschließen. In der Mitte durchschneiden und fertig. 


Ich liebe diese Kombination einfach. Im ersten Moment mag es etwas seltsam klingen, aber ich kann nur dazu raten, es unbedingt mal auszuprobieren. Bisher mochte jeder die "Wirbelwind-Stulle" - und es gab schon einige Testesser. 

Aktuell stört mich eigentlich nur, dass ich sowohl die Hamburger Sauce, als auch das Pesto kaufe statt selbst zu machen. Mein Plan für die Zukunft ist, zumindest das Pesto selbst zu machen. Bei Hamburger Sauce ist mir noch kein Rezept über den Weg gelaufen, das mich wirklich überzeugt hat. Falls Ihr ein gutes kennt, dann bitte her damit. Eine Erwähnung im Blog ist Euch dann sicher 😀





Sonntag, 18. März 2018

Apfelmuskuchen mit Walnüssen und Streuseln

Zum Geburtstag meiner Schwester habe ich Kuchen gebacken. Es gab einen leckeren russischen Zupfkuchen vom Blech. Allerdings hat sie so viele Gäste eingeladen, dass ein Kuchen definitiv zu wenig geworden wäre. Deshalb sprang ihre beste Freundin in die Bresche und brachte ebenfalls einen Kuchen mit. Einen göttlichen, matschigen, mega leckeren Apfelmuskuchen mit Walnüssen und Streuseln. Ich vergaß meinen eigenen Kuchen und lief zur Gegenseite über. Man muss eindeutig Prioritäten setzen - ich meine STREUSEL!! Ihr versteht das sicher. 

Weil mir der Kuchen so verdammt gut geschmeckt hat, habe ich mir natürlich direkt das Rezept geben lassen und für die Krabbelgruppe gebacken. Allerdings war ich nicht ganz zufrieden, vor allem weil ich keine Walnüsse im Haus hatte und mir so etwas fehlte. Ein zweiter Versuch ein paar Wochen später erfolgte dann mit Walnüssen - jedoch fand ich hier das Ergebnis nicht ganz überzeugend. Blöderweise soll nämlich laut Rezept ein "geschmeidiger Teig" entstehen. Bei Versuch Nummer 1 entsprach "geschmeidig" allerdings eher "klebt wie Hölle". Deshalb arbeitete ich bei Versuch Nummer 2 mit mehr Mehl. Dann war geschmeidig auch tatsächlich geschmeidig - mir war der Kuchen dann aber etwas zu trocken, kein Vergleich zu Version Nummer 1. Da ich allerdings nicht für Euch entscheiden kann, bekommt Ihr Version Nummer 1 mit Mengenangaben für Version Nummer 2 - im Zweifelsfalls könnt Ihr Euch also EUREN Apfelmuskuchen zusammen rühren 😁



Für den Boden:
125 g Butter
2 Eier
100 g Zucker
200 g Mehl (300 g für Version 2)

Für die Streusel:
100 g Butter
100 g Zucker
100 g Mehl

Außerdem:
ca. 600 g Apfelmus 
75 g Walnüsse (ohne Schale)

Die Zutaten für den Boden miteinander zu einem geschmeidigen (oder halt megaklebrigen) Teig verkneten. Eine eckige Form (hier ca. 30 x 40) mit Backpapier auskleiden oder fetten. Den Teig darauf verteilen. Das Apfelmus darauf streichen. Die Walnüsse auf dem Apfelmus verteilen. 

Die Zutaten für die Streusel miteinander verkneten und die Streusel dann über dem Kuchen verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 180°C etwa 40 Minuten backen. 




Ich bin gespannt, ob Ihr die Varianten ausprobiert und welche bei Euch gewinnt. Hier übrigens noch ein Bild von Variante 1: 





Donnerstag, 15. März 2018

Eine Gans in drei Akten

Aktuell richte ich bei Zorra im Kochtopf das monatliche Blogevent aus und passend zum Thema meines Blogs lautet es "Zu gut für die Tonne". Seit dem 19.02. sammeln wir also Ideen für Lebensmittel die andere entsorgen würden. Die Vielfalt der Kreationen finde ich überwältigend - ob Radieschengrün, 7 Jahre "überlagerte" Nudeln, trockenes Brot oder einfach die gute alte braune Banane, für alles mögliche und unmögliche wurden Rezepte verbloggt. Ich verrate Euch jetzt schon einmal: die Zusammenfassung lohnt sich definitiv! 😏



Passend zu diesem Blogevent hatte ich in der letzten Tafeltüte eine Bio-Gans! Stolze 5 kg Einwaage standen auf dem Klebezettelchen. Warum diese Gans bei der Tafel gelandet ist? Wegen dem überschrittenen Mindesthaltbarkeitsdatum. Eingefroren wurde das Tier bereits 2014, das MHD war mit Oktober 2017 angegeben. Ich gehe davon aus, dass die Tiefkühlkette nicht unterbrochen wurde und frage mich - was soll denn genau passieren, wenn die Gans 5 Monate länger eingefroren, ist als dieses Datum besagt? Im Tiefkühler kann sie ja schlecht verderben nicht wahr? Deshalb war für mich direkt klar, dass ich sie verarbeiten werde. Nur wie? Braten isst hier niemand (außer mir) und ganz ehrlich soviel Gänsebraten - no way! Ein bißchen Figur möchte ich schon ganz gern noch behalten 😀



Die Vorbereitungen


Zuerst habe ich die Gans also auftauen lassen, ganz entspannt draußen auf dem Vordach mit einem Eimer zum Auffangen des Abtropfwassers. Die Temperaturen von ungefähr 5/6 Grad draußen waren dafür perfekt. Als nächstes habe ich meinen größten Topf genommen und festgestellt, da passt die Gans nicht rein.... Also habe ich sie zerlegt und in den Topf reingeschichtet. Dabei habe ich einiges an Haut und Fett direkt abgeschnitten und entsorgt. Ich füllte dann Wasser auf, gab etwas Salz und ein paar Pfefferkörner dazu und stellte die Herdplatte an. Gut und gerne 2 Stunden köchelte das abends alles vor sich. Vorm zu-Bett-gehen schaltete ich die Platte aus und fertig. 

Am nächsten Tag sammelte ich die Gänseteile aus der Brühe heraus und ließ sie in einem großen Nudelsieb abtropfen. Nun kam der nervigste Teil - das ganze Fleisch von den Knochen absammeln. Alles nicht essbare landete im Müll und ich hatte eine Schüssel voll gekochten Gänsefleischs. Obwohl es mich interessierte, wie viel Fleisch tatsächlich über geblieben war von der vorherigen 5 kg-Gans, habe ich es nicht gewogen. Ich schätze aber etwas über 1,5 kg, vielleicht etwas weniger. 



Der erste Akt


Als erstes Gericht hatte ich mir ein Gänsefrikassee überlegt. Fun Fact - wenn man Gänsefrikassee googelt, dann bekommt man lauter Suchergebnisse für veganes "Frikassee" 🙈 Ich fand also nicht wirklich etwas und hab dann frei Schnauze gekocht, bzw. genauso wie ich mein Hühnerfrikassee koche. Im Klartext:

1 Päckchen Suppengrün
3-4 Möhren
1 Zwiebel
1 Liter Brühe (hier Gänsebrühe)
1 Ei
1 Becher Sahne
ca. 750 g abgepultes Gänsefleisch
Salz und Pfeffer

Kartoffeln oder Reis n. B. 

Das Gemüse putzen und klein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, das Gemüse und den Zucker zugeben und auf niedriger Stufe andünsten. Das Fleisch zugeben, die Brühe angießen und aufkochen. Auf mittlerer Stufe etwa 30 Minuten kochen bis das Gemüse gar ist. Das Ei mit der Sahne verschlagen und in die nicht mehr kochende Sauce rühren. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken, evtl. etwas klein gehackte Petersilie unterrühren. Dazu passen Salzkartoffeln oder Reis. 

Diese Variante fand ich sehr sehr lecker. Ich muss zugeben, ich war extrem skeptisch. Die ganze Wohnung roch nach Gänsefett. Ich hatte abgeschöpft soviel ich konnte vom Fett, alles direkt abgewaschen und dennoch es stank regelrecht danach. Meine Sorge war also, dass das Frikassee ebenso schmeckt. Doch nix da. Es ist zwar durchaus anders als Hühnerfrikassee, weil das Fleisch intensiver schmeckt, aber wirklich gut. Und wie immer hatte mein Freund - der kein Fleisch vom Knochen isst - das einzige Stück Knochen was mir durchgerutscht ist beim säubern. Glücklicherweise hat er trotzdem weiter gegessen 🙈


Der zweite Akt


Die zweite Hälfte vom Gänsefleisch hatte ich für "Pulled Goose" verplant. Den Vorschlag hat wieder jemand auf Instagram unter dem Bild gemacht - O-Ton: "Ich habe die Gänsebratenreste mit BBQ-Sauce gemischt, vielleicht geht das hier auch?". Die zweite Hälfte Fleisch mischte ich also direkt mit einer Flasche BBQ-Sauce aus dem Vorrat und stellte sie in den Kühlschrank. 

Als ich es verwenden wollte, fiel mir allerdings auf, dass das Fleisch doch noch etwas sehr zäh war. In meiner Verzweifelung kippte ich die Mischung in einen Topf, goss ein großes Glas Wasser dazu und köchelte die Masse solange ein, bis das Wasser wieder größtenteils verdunstet war. Dabei habe ich regelmäßig umgerührt, damit nichts anbrennt. Danach war das Fleisch perfekt.

Für die Burger habe ich frische Burger Buns gebacken. Allerdings diesmal in der faulen Variante - einfach alle Zutaten zusammen gekippt und verknetet. Statt Trockenhefe habe ich meine schon leicht angetrocknete Frischhefe aus dem Kühlschrank benutzt. 

Wo wir grad beim Thema sind: Diese Frischhefe hatte ich reduziert gekauft, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum fast erreicht war. Ungefähr 1 1/2 Wochen vor diesem Zeitpunkt... 😉 Sie ist ganz fein aufgegangen und das ohne Extrabehandlung. Was will man mehr?



























675 g Weizenmehl T550
75 g Grieß (hier eine Mischung aus Dinkel- und Weizengrieß)
75 ml Milch
225 ml lauwarmes Wasser
60 g Zucker
25 g Frischhefe
3 Eier
120 g weiche Butter
8 g Salz

Außerdem 1 Ei und 2 EL Milch

Alle Zutaten in die Schüssel von der Küchenmaschine wiegen und etwa 10 Minuten gut verkneten. 60 Minuten ruhen lassen. 

Den Teig auf eine mit Mehl bestreute Fläche geben. Teiglinge von ca. 100 g abwiegen, rund schleifen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Ich habe die Teiglinge dann platt gedrückt und dafür etwas größer geformt in der Hoffnung, dass die Buns etwas größer werden (hat durchaus geklappt). Noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen. 
Die Milch und das Ei miteinander verrühren und die Buns damit bestreichen. Evtl. noch mit Sesam bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 200°C für 15 Minuten backen (die erste Fuhre war 20 Minuten drin, die fand ich allerdings etwas dunkel. Mit 15 Minuten kam ich besser zurecht).

Außerdem hatte ich aus einem halben Weißkohl, den ich noch im Kühlschrank hatte, einen Krautsalat gemacht. 

1/2 Kopf Weißkohl
2 Zwiebeln
1 TL Salz
1 EL Zucker
2 EL Öl, z. B. Sonnenblume
1 1/2 EL weißer Balsamicoessig

Den Weißkohl und die Zwiebeln fein raspeln. Mit dem Salz mischen und entweder mit den Händen oder einem Stampfer kräftig bearbeiten, so tritt der Saft gut aus. Etwa eine halbe Stunde stehen lassen. Dann mit Zucker, Öl und Balsamico vermischen. Noch einmal abschmecken - die angegebenen Mengen sind Mindestmengen. Ich brauchte auch etwas mehr bis es perfekt war. 

Dann musste nur noch gestapelt werden. Burgerbrötchen, Salatblatt, Pulled Goose und Krautsalat. Himmlisch hat das geschmeckt. Es war nur echt viel - ich beglückte also Freunde und Familie mit Pulled Goose Burgern und mein Freund hat zwei Tage welche auf Arbeit mitgehabt 🙆 Er war nicht böse darüber! 


Der Dritte Akt


Zum Schluss waren nur noch die Innereien über. Diese hatte ich direkt am Anfang mit gekocht. Die garen Innereien hatte ich allerdings erst einmal nur in eine Box gepackt, Deckel drauf und ab in den Kühlschrank. Die gab es zum Abschluss - einfach klein geschnitten und mit etwas Zwiebel angebraten, Salz und Pfeffer dazu und vermischt mit gekochten Nudeln. Fertig. Das hab allerdings nur ich gegessen, der Rest der Familie hatte Nudeln pur/mit Ketchup.



Das Fazit


Gut 3 Tage haben wir von dieser einen Gans gelebt. Darauf hätte ich verzichten müssen, wenn ich Dinge weg werfen würde, nur weil ein gewisses Datum erreicht ist. Letztlich wissen die Lebensmittel ja nicht, dass sie schlecht werden müss(t)en 😏 Mein Lieblingsspruch in dem Zusammenhang ist und bleibt: "Es heißt mindestens haltbar bis" und nicht "sicher tödlich ab". Also gebt den Dingen eine Chance, vertraut auf Eure Sinne und guten Hunger. Vielleicht habt Ihr Lust in dem Zusammenhang auch mal in meine Beiträge zum Thema "Das Mindesthaltbarkeitsdatum" und "10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung" reinzulesen. Denn das unnötige Entsorgen von genießbaren Lebensmitteln geht uns alle etwas an. 






Freitag, 9. März 2018

Was wurde aus der Tafeltüte März 1?

Hach die ersten Ausläufer des Frühlings waren in den letzten Tagen zu spüren. Was habe ich das genossen. Ich habe mir direkt die Jüngste ins Tuch gepackt und einen langen schönen Spaziergang gemacht. Das war sowas von toll. Direkt am nächsten Tag war dann alles mit Schnee bedeckt... Der Winter gibt also noch nicht auf. Sehnt Ihr Euch auch so nach dem Frühling? Am Wochenende habe ich geplant mal nach dem Bärlauch schauen zu gehen. Vielleicht ist schon genug da um das erste Bärlauchpesto des Jahres zu machen 😍

Um die Frühlingssehnsucht erträglicher zu gestalten, behelfe ich mir aktuell übrigens mit frischen Blumen. Und natürlich damit, Euch von den letzten zwei Tafelwochen zu erzählen:


Weggegangen sind diesmal der Tortenboden, die Fruchtriegel (ich habe noch welche liegen), die Fix-Tüten, die grünen Bohnen, die Müslibites, der Kuchen und die Radieschen. Die Pizza hat mein Freund direkt probiert, aber er mag Pilzpizza nicht so gern (ich fand sie sehr lecker!). Die Tigerentenkekse haben die Kids inhaliert und der Senf und die Kohlrouladen stehen noch in der Vorratskammer. 


Die erste Sache die ich gekocht habe, war der bunte Reistopf. Den habe ich so ähnlich sogar bereits verbloggt, allerdings habe ich diesmal die Sahne weggelassen und den Frischkäse aus der Tafeltüte statt Creme Fraiche benutzt. Auf jeden Fall ein Gericht was schnell auf dem Tisch steht und richtig lecker schmeckt. 

Den frischen Spinat habe ich zeitnah verarbeitet zu diesem leckeren Quinoa-Spinat-Topf. Beim letzten Mal hatte ich TK-Spinat genommen, aber mit frischem Spinat empfand ich das Gericht noch leckerer irgendwie. Und fotogener - das Foto im Beitrag habe ich direkt ersatzlos ausgetauscht. 😀


Mit dem Pizzateig aus der Tafeltüte habe ich wieder den Zwiebelkuchen für Faule gemacht. So lecker wie in meiner Erinnerung - und weil ich meiner Freundin etwas davon abgegeben habe, hat der auch gleich neue Fans gewonnen 😏

Aus der letzten Tafeltüte hatte ich noch einen 3 kg Sack gekochte Kartoffeln. Auf Instagram habe ich mir ja bereits mehrmals die Frage gestellt, warum es so etwas gibt. Und ob es tatsächlich Leute gibt die der vorgeschlagenen Rezeptur (abtropfen lassen, Kartoffelsalat nach Art des Hauses zubereiten) tatsächlich folgen. Ich stelle es mir sehr unlecker vor... Statt dessen habe ich einen Teil in leckerer Kartoffel-Lauch-Suppe untergebracht. 

Den Rest der Tüte habe ich dann in den darauffolgenden Tagen verarbeitet. Ich habe versucht Kartoffelbrei draus zu machen. Mit Milch, etwas Sahne, Butter und Muskat sind da viele Aromen eingeflossen. Er war durchaus essbar, aber dieser Geschmack von alten Kartoffeln war unterschwellig dauerhaft da.. Da ist mir Brei aus frischen Kartoffeln deutlich lieber. 

Den Rest habe ich dann frittiert. Die Idee kam auf Instagram auf und hat mich sofort begeistert. Tatsächlich war das durchaus lecker. Salz, Pfeffer und Paprika gaben den frittierten Würfeln noch einmal Geschmack und alles wurde weggemampft. Nervig hierdran ist halt das frittieren. Ich habe nämlich keine Fritteuse, sondern mache das im Topf.


Eine schon echt angeschrumpelte labbrige Paprika habe ich im Szegediner Gulasch versteckt. Das gibt noch etwas Aroma dazu und nach 2 Stunden Mindestkochzeit juckt es echt keinen mehr ob die Paprika knackig oder weich war... 

Die Dose mit den Waffelröllchen haben sich die Kids gekapert und größtenteils aufgemampft. Ein paar konnte ich allerdings retten und in diesem Mango-Quark-Schichtdessert als Deko verwenden. In der Quarkschicht ist ein Becher Quark, etwas Joghurt und ein Becher Schichtkäse von der Tafel verarbeitet. Der Boden besteht aus Spekulatius, natürlich auch von der Tafel. 



Die Pilze aus der Tüte hatte ich sträflich vernachlässigt und fast 1 1/2 Wochen später erst verarbeitet. Ich bin immer wieder erstaunt wie unkaputtbar Pilze sind, wenn man sie kühl stellt... Kombiniert habe ich sie mit Gnocchis die noch im Kühlschrank rumflogen, etwas Sahne und natürlich Knoblauch, Zwiebeln, Salz, Pfeffer und etwas Thymian. Lecker lecker sag ich Euch. 

Der Blumenkohl wurde übrigens fast genauso lange vergessen 🙈 Das störte allerdings gar nicht. Zusammen mit frischen Kartoffeln und einer feinen Käsebechamel wurde daraus ein sehr sehr leckerer Auflauf nach dem ich mir die Finger geleckt habe 😍


Die Äpfel aus der Tafeltüte habe ich zu Apfelmus verkocht. Na gut, da waren auch noch 2-3 selbstgekaufte (mittlerweile-)Schrumpeläpfel dabei. Und dann habe ich daraus Apfelmuskuchen gemacht. Mein Freund hat heute seinen letzten Tag im Praktikum und wollte eine Kleinigkeit mitbringen. Und es musste Apfelmuskuchen sein, da hat er drauf bestanden... 😁

Ein Bananenbrot gab es übrigens auch noch. Die Bananen dafür hatte ich extra behalten. Darüber wie die mittlerweile ausgesehen haben, müssen wir nicht reden ne? Allerdings sind solche überreifen, braunen Bananen genau richtig für das Bananenbrot, damit schmeckt es unglaublich lecker. Und das Haselnusskrokant was ich aktuell dafür benutze (ebenfalls von der Tafel) passt echt gut. Nur leider wollte das Brot nicht aus der Form kommen...


Gestern hatten wir übrigens noch eine Kühlschrank-Leer-Aktion. Ich habe Nudeln mit MHD 10/2017 mit vegetarischem "Hack" MHD 01/2018 kombiniert. Dazu eine Tomatensauce und das ganze mit Cheddarkäse überbacken. Das war tatsächlich sehr lecker. Und ich habe etwas Platz geschaffen für die heutige neue Tüte. Ich bin schon gespannt, was heute so drin sein wird. Ihr auch?


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 4. März 2018

Fisch, Spinat und Tomatensauce - eine Kombi zum Niederknien!

Dieses Gericht gab es schon 2-3 Mal bei uns, aber zum verbloggen bin ich bisher noch nicht gekommen. Woran es genau gescheitert ist, kann ich rückwirkend gar nicht mehr genau sagen.Wichtig ist, jetzt ist es soweit und das nachkochen empfehle ich Euch wirklich 😁

Ich persönlich liebe ja Spinat sehr. Mein Partner ist da verhaltener, wenn es geht, dann lässt er den bitte komplett weg. Beim ersten Mal als ich das Gericht gekocht habe, hatte ich daher nur die Hälfte an Spinat zubereitet und nur auf dem halben Fisch verteilt. Beim nächsten Mal allerdings habe ich das gelassen und den Fisch komplett mit Spinat bedeckt. Es wurde nicht gemeckert. Nun weiß ich allerdings nicht, ob das daran lag, dass es so gut geschmeckt hat, oder ob er einfach keine Lust auf beschweren hatte 😜


Beim Fisch seid Ihr übrigens recht frei, beim letzten Mal hatte ich eine feine Seezunge verarbeitet. Aber auch Kabeljau und Tilapia gab es schon auf diese Art und alles hat sehr lecker geschmeckt. 


Für den Spinat: 

1/2 Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
300 g Spinat, hier TK
1 TL Senf
Zucker, Salz und Pfeffer

Für die Tomatensauce:

1/2 Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
1 Packung Pizzatomaten
Zucker, Salz und Pfeffer

Außerdem:

250 g frischen bzw. aufgetauten Fisch (z.B. Seezunge, Kabeljau oder Tilapia)
1 Kugel Mozzarella

Die Zwiebel und den Knoblauch pellen und klein hacken. Zuerst wird der Spinat vorbereitet, dafür Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die halbe Zwiebel und den halben Knoblauch mit einer Prise Zucker auf niedriger Stufe glasig andünsten. Den Spinat zugeben und auf geringer Stufe auftauen lassen. Dabei immer mal umrühren. Wenn der Spinat komplett aufgetaut ist, den Senf unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Es empfiehlt sich nicht noch extra Flüssigkeit zuzugeben, sonst wird das Endergebnis zu wässrig. 

Parallel dazu wird die Tomatensauce zubereitet. In einem weiteren kleinen Topf Öl erhitzen, die andere Hälfte Zwiebel- und Knoblauchwürfel dazu geben und ebenfalls mit einer Prise Zucker glasig andünsten. Mit den Pizzatomaten ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Köcheln lassen bis der Spinat fertig ist. Dann ggf. pürieren. (ich hatte schon die pürierte und die unpürierte Variante - es ist unterschiedlich aber beides lecker). 

Die Tomatensauce in eine Auflaufform gießen. Den (aufgetauten) Fisch trocken tupfen, von beiden Seiten salzen und pfeffern und auf die Tomatensauce legen. Den Spinat auf dem Fisch verteilen. Den Mozzarella in dünne Scheiben schneiden und auf dem Spinat verteilen. Den Auflauf für 20 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C überbacken. 



Bisher hatte ich zu diesem Gericht immer Basmatireis kombiniert, das war wirklich lecker. Aber diesmal hatte ich noch so komische fertig gekochte Kartoffeln von der Tafel liegen. Bei Instagram hatte jemand vorgeschlagen die einfach zu frittieren - und ich habe es ausprobiert. Frittiert, Salz, Pfeffer und etwas Paprika dran, fertig war die Beilage. Und auch das hat wirklich gut geschmeckt. Also Kartoffeln in allen Variationen und Reis passen definitiv dazu. Jetzt muss ich nur noch ausprobieren, ob auch Nudeln dazu schmecken. Wobei - Nudeln passen ja eigentlich zu allem nicht wahr?