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Sonntag, 25. Februar 2018

Eine Tinkerbell-Torte zum Geburtstag

Einen Monat ist es schon wieder her, dass mein Mittelmädchen ihren vierten Geburtstag gefeiert hat. Im Vorfeld wurde natürlich immer wieder gefragt, wie denn die Torte aussehen soll. Die junge Dame war sehr kreativ - ein Prinzessinnen-Schokoladen-Feen-Kuchen mit Apfelgeschmack. Öhm ja, entschuldige bitte mein Herz, das überfordert sogar mich 🙈 

Ich habe mich dann auf die Feen und die Schokolade konzentriert. Statt irgendwelche Figuren aus Fondant zusammenzuklöppeln die bei genauer Betrachtung mehr an das Krümelmonster als an filigrane Feen erinnern, habe ich lieber Spielfiguren gekauft. Gefallen haben mir diese hier von Bullyland - Tinkerbell* und Perrywinkle*. Als ich sie sah, hatte ich sofort Bilder einer geteilten Torte im Kopf. Die Umsetzung hat erstaunlich gut geklappt.



Für die Interessierten gibt es jetzt natürlich auch das Rezept - und wer ihn nicht nachmachen möchte, der genießt einfach die Bilder die weiter unten noch kommen 😏

Beim Kuchen habe ich nicht lange überlegen müssen, Schokolade war gewünscht, es wurde also ein Schokoladenkuchen:

6 Eier
150 g Feinkristallzucker
150 g Puderzucker
1 TL Vanillezucker
140 g Wasser
140 ml geschmacksneutrales Öl (hier Rapsöl).
260 g Mehl
1-2 EL Kakao
1/2 Pkg Backpulver
120 g Vollmilchschokolade

Die Eier trennen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und zur Seite stellen. 

Das Eiklar zu Schnee schlagen, den Feinzucker dazu rieseln lassen und gut vermischen. Die Eidotter mit dem Vanillezucker und dem Puderzucker schaumig schlagen, langsam das Öl und das Wasser zugeben und unterrühren. Danach die Schokolade einrühren. Je nach Geschmack noch Kakao zugeben. 


Das Mehl und das Backpulver sieben und abwechselnd mit dem Eischnee unter die Eigelbmasse heben. Zwei Tortenringe auf 24 einstellen (nicht einfetten!) und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech stellen. Jeweils die Hälfte des Teiges einfüllen und bei 180°C etwa 40 Minuten backen. Wenn die Stäbchenprobe gut aussieht herausnehmen und abkühlen lassen. 

Der Kuchen wird am besten am Abend vor der endgültigen Herstellung der Torte gebacken, damit er genug Zeit zum "setzen" hat. Wenn er abgekühlt ist, wird er in Frischhaltefolie gewickelt und wartet so auf seinen Einsatz. 

Als Füllung habe ich eine Bananencreme gemacht - Schokolade und Banane ist einfach eine tolle Kombination 💕

250 g Quark
250 g Mascarpone
1-2 EL Puderzucker (nach Geschmack)
1 Banane
1/2 EL Zitronensaftkonzentrat


Die Bananen mit einer Gabel klein drücken. Quark, Mascarpone, Zitrone und Puderzucker nach Geschmack dazu geben und alles mit dem Mixer verrühren. Bis zur Verarbeitung am besten kalt stellen. 

Fehlt nur noch das letzte Puzzleteilchen: wenn mit Fondant gearbeitet wird, macht sich eine Ganache immer gut, damit in der fertigen Torte nicht jeder Kuchenkrümel einen Hügel im Fondant verursacht. Ich habe eine Vollmilchganache gemacht. Jedes Mal wenn ich die mache, finde ich sie zu flüssig und fluche wie ein Bauarbeiter, bei der Herstellung der Torte.  Aber im Endeffekt sieht es dann super aus und es schmeckt wunderbar. Ob Ihr dieses Rezept für Ganache benutzt oder doch lieber nochmal anderweitig schaut, bleibt also Euch überlassen. 

200 ml Sahne und 300 g Vollmilchschokolade auf niedriger Stufe unter Rühren erwärmen. Wenn eine homogene Masse entstanden ist, an einen kühlen Ort stellen (z.B. in den Kühlschrank). Die Konsistenz sollte nutellaartig sein.  

Nun geht es ans Zusammenbauen. Mit einem Faden habe ich die beiden Kuchen in der Mitte halbiert. Dann wurde gestapelt - Kuchen, Bananencreme, Kuchen, Bananencreme ... Mit Kuchen habe ich abgeschlossen. Dann ringsherum mit der Ganache einschmieren und nochmal kalt stellen. 



Für die Torte habe ich etwas weniger als 1 kg Fondant benutzt. Die Hälfte davon habe ich mit meinen Wilton Lebensmittelfarben* in grün eingefärbt. Das Ausrollen und belegen war durchaus tricky - eine Hälfte sollte grün und die andere weiß sein. Zuerst rollte ich die eine Hälfte etwas aus, dann die zweite Hälfte, dann legte ich sie zusammen und rollte sie fertig aus. Ich glaube insgesamt habe ich 2-3 Versuche gebraucht und wirklich zufrieden bin ich damit nicht... 

Dann musste die Fondantdecke auf den Kuchen und glatt gestrichen werden. Ja auch hier ist mir die flüssige Ganache wieder zum Verhängnis geworden, ein bißchen was quoll unter der Fondantdecke hervor. Seht Ihr mich vor Euch wie ich fluchend an der Torte arbeite? 🙈 Mit viel Gefummel und einigem Wuuuzaaaaa hat es dann doch einigermaßen geklappt und ich konnte die Deko in Angriff nehmen. 



Ich rührte mir einen dünnen Zuckerguss an und klebte damit Perrywinkle (Winter) fest. Dann bestrich ich den Kuchen dünn mit dem Zuckerguss und bestreute ihn mit weißen Sprinkles in Sternform. Ein wenig Puderzucker als Schnee noch oben drüber - fertig war die Winterseite. 

Für die Sommerseite habe ich meinen Zuckerguss grün eingefärbt. Außerdem habe ich die Schneeflocke auf der Tinkerbell sitzt mit grünem Fondant abgedeckt. Hier habe ich Sprinkles benutzt die kleine Tannenbäume darstellen - weil es aber soviele sind, ähneln sie einfach Blättern. 

Wie immer wenn ich die Torten für die Kids mache, kommt irgendwann mein Partner dazu und bringt noch eigene Ideen ein. Hier war das der winterliche Baum im Hintergrund (ein Baum von Schleich, nass gemacht und mit Puderzucker bestreut, mit etwas Fondant fixiert, damit er nicht umfällt) und die kleine Schale voll Feenstaub (modelliert aus weißem Fondant, gefüllt mit zerstampften gelben Sprinkles). 

Alles in allem ist die Torte richtig super geworden. Das Mittelmädchen hat sich wahnsinnig gefreut und geschmeckt hat sie einfach fantastisch 😍 Und wie findet Ihr die Torte? 

*Affiliatelink

Freitag, 23. Februar 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Februar 2?

Die letzten zwei Wochen sind irgendwie wieder ziemlich fix vergangen. Und eine gewisse Ideenlosigkeit machte sich breit. Ich griff viel auf altbewährte Ideen zurück, war unzufrieden mit meinen Fotos und habe kaum auf Instagram gezeigt, was es bei uns kam. Irgendwie alles sehr komisch. Ich hoffe diese Unleidigkeit - anders kann ich meine aktuelle Mimimi-Stimmung nicht beschreiben - lässt wieder nach. So hab ich ja gar nix was ich verbloggen kann. Und das geht ja nun mal gar nicht! 

Aber genug gejammert, Ihr seid ja sicher wegen der Tafeltüte da :) 



Zuerst einmal - ja es ist eine Menge Joghurt. Soviel schaffen wir nicht, deshalb habe ich großzügig verteilt. 4 Packungen gingen an verschiedene Freunde und gemeinsam wurde der Joghurtberg dann bezwungen 😏 Auch die Schokolade wurde großzügig geteilt. Glücklicherweise habe ich echte Schokojunkies im Freundeskreis! Ein Teil vom Obst, die Butter und etwas Wurst habe ich auch weggegeben. Außerdem sind ein paar Sachen noch nicht verarbeitet - die Kartoffeln liegen in der Vorratskammer und der Rinderbraten ist  eingefroren. Auf Kartoffelsuppe hatte ich irgendwie keine Lust und bei dem Braten bin ich unsicher, was ich damit anfange. 

Diesmal habe ich übrigens direkt ein paar der matschigen Bananen für einen Bananenkuchen verplant - und vergessen ihn zu fotografieren. Was solls, dafür hat er mega gut geschmeckt. 


Am Tafeltag direkt gab es dieses Gyros. Meine Schwester kam zum Essen vorbei, es war eine Menge und bei meiner Mäkelbande hatte ich die Befürchtung, dass ich sonst alles alleine aufessen muss. Dazu gab es das Fladenbrot und einen selbst gemachten Zaziki mit Joghurt aus der Tüte. Alles in allem sehr sehr lecker, aber tatsächlich soviel, dass ich Abends nichts mehr gegessen habe 😉

Die vegetarischen Vürstchen auf dem unteren Bild habe ich selbst gekauft, leider haben die mir null geschmeckt. Aber mit dem Senf (irgendwann mal in der Tüte gehabt) ging es. Der ist so scharf, damit schmeckt glaube sogar Schuhsohle XD Dazu gab es einen leckeren Kartoffelbrei (mit Butter aus der Tafeltüte).



Diese kleinen Mini-Amerikaner habe ich für den Fasching im Kindergarten gebacken. Und ja ich habe Tafeleier benutzt. Die waren sogar noch innerhalb des MHD - warum also nicht. Mein Sohn fand die übrigens mega lecker. Ich hatte noch welche Zuhause für schöne Fotos - hat er alle aufgegessen bevor ich zum shooten kam 🙈

Sehr lecker fand ich diesen strammen Max - frisches Brot, Schinken, Spiegelei, so kenne ich ihn von meiner Mutter. Ich habe ganz frech noch ein Salatblatt ergänzt und den ollen Schnittlauch weggelassen. Aber ich hätte da noch kreativer werden können - Wahnsinn was es da an Variationen gibt. Mit Käse, Zwiebeln, Salami ... Da muss ich dringend nochmal rumprobieren. 




Ganz krasses Soulfood gab es hier - der Brokkoli war zwar selbst gekauft, aber der Käse für diese Brokkoli-Käse-Suppe war in der letzten Tafeltüte. Und schaute mich ständig vorwurfsvoll an. Also kam der in die Suppe und man war das gut. Leider auch sehr mächtig, weil ich etwas viel Mehlschwitze gemacht hatte. Beim nächsten Mal also besser ans Rezept halten... 

Mit der Milch aus der Tafeltüte habe ich einen großen Topf Milchreis gekocht. Und für sonnigere Stimmung gab es die Mango oben drauf. Es fühlt sich leicht nach Sommer an - solange man nicht aus dem Fenster schaut 😁





Das Suppengemüse aus der Tafeltüte fand  in diesem Gemüseeintopf seinen großen Auftritt. Den hatte ich vor einiger Zeit mal spontan zusammen geworfen und wegen dem tropfenden Zahn einer Freundin auch verbloggt. Und nun nutze ich mein eigenes Rezept und freue mich wie lecker das ist. Wieder das beste Beispiel für ganz dringend alles leckere verbloggen. 

Der Blumenkohl wurde mit ein paar Möhren zu diesem tollen Blumenkohl-Möhren-Curry. Ich habe zwar schon ein ähnliches Rezept im Blog, aber diese Variante ist puristischer und schneller gemacht. Und schärfer irgendwie, vielleicht sollte ich mal mildes Curry verwenden.




Tja und die restlichen Möhren die da noch im Kühlschrank rumflogen, habe ich kurzerhand in diesem Kartoffel-Möhren-Untereinander verarbeitet. Dazu gab es Bärentatzen - ratet was die Kinder gegessen haben... 😁



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Donnerstag, 15. Februar 2018

Blumenkohl-Möhren-Curry

Heute habe ich eines meiner Lieblingsgerichte, wenn es mal schnell gehen soll - ein Blumenkohl-Möhren-Curry. Bei uns ist es immer relativ scharf, weshalb mein Partner regelmäßig am meckern ist. Das liegt aber daran, dass ich eine recht scharfe Currymischung verwende - wenn Ihr eine mildere Variante verwendet, brennt es natürlich nicht so 😏 



Für 4 Portionen: 

1 Blumenkohl
6 Möhren
2 Zwiebeln
1 EL Curry
1/2 TL Zucker
Salz n. B. 

Basmatireis n. B. 

Die Zwiebel häuten, halbieren und in längs in Streifen schneiden. Die Möhren putzen und in feine Scheiben schneiden. Die Röschen vom Blumenkohl abschneiden und waschen. 

Öl in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln zugeben, mit dem Zucker bestreuen und auf niedriger Stufe glasig andünsten. Die Möhren dazu geben und ebenfalls kurz mitdünsten. Dann den Blumenkohl dazu geben, das Curry darüber geben und mit ca. 300 ml Brühe aufgießen. Ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. 

Parallel dazu den Basmatireis kochen (hier meist 1 - 1 1/2 Tasse/n Reis, je nach Hunger). 

Wenn der Reis fertig ist, ist auch das Curry fertig. Die Möhren und der Blumenkohl sollten noch knackig sein. Zum Schluss noch einmal mit Salz und evtl. Pfeffer abschmecken. 

Ich liebe dieses Gericht einfach. Es ist auch leicht abwandelbar, zum Beispiel in dem man statt Brühe Kokosmilch benutzt. Oder Joghurt/saure Sahne untermischt. Für eine (noch) schärfere Variante kann auch noch etwas Chili mit spielen. Oder der Blumenkohl wird durch Brokkoli ersetzt - diesen aber erst kurz vor Garende zugeben, er wird sonst zu matschig. 




Ich persönlich bevorzuge Basmatireis dazu, das ist aber jedem selbst überlassen. Ob anderer Duftreis (z.B. Jasminreis) oder ganz normaler Langkornreis - die Hauptsache es schmeckt EUCH! 
Sonntag, 11. Februar 2018

Djuvec-Reistopf (mit Fleisch)

Mein Freund liebt Djuvec-Reis mit Cevapcici. In Berlin ist er damals immer mit seiner Oma zum Jugoslawen um die Ecke gegangen und hat genau dieses Gericht bestellt. Mich konnte es leider gar nicht locken - zu knobilastig. Ich weigerte mich die Cevapcici auch nur zu probieren. Doch dann habe ich sie zum ersten Mal selbst gemacht. Mit wenig Knoblauch und trotzdem voller Geschmack! Mein Freund war glücklich. 

Nun wollte ich dieses Glück wiederholen und für uns Djuvec-Reis kochen. Weil aber im Tiefkühler noch Schweinegeschnetzeltes lag (Bio-Ware, herunter gesetzt gekauft), dachte ich mir, das kann man doch sicher kombinieren. Ich bastelte also einen Djuvec-Reistopf mit dem Schweinegeschnetzeltem (Geflügel wird sicher auch gehen). 



500 g Geschnetzeltes (hier Schweinegeschnetzeltes)
300 g Reis
2 Paprika (hier Spitzpaprika)
200 g Erbsen (hier Tiefkühlerbsen)
180 g Ajvar
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
600 ml Wasser
Salz, Pfeffer

Fett in einem großen Topf erhitzen. Das Geschnetzelte darin portionsweise anbraten und herausnehmen. Zur Seite stellen. 

Die Zwiebeln und den Knoblauch fein würfeln und in den Topf geben (evtl. noch einmal etwas Fett dazu). Etwas Zucker darüber geben und auf niedriger Stufe unter Rühren glasig andünsten. Die Paprika putzen, ebenfalls fein würfeln und zu der Zwiebel-Knoblauch-Mischung geben. Unter Rühren etwa 3-5 Minuten mit braten. Den Reis zugeben und ebenfalls kurz mit braten. 

Das Fleisch wieder in den Topf geben und mit dem Wasser ablöschen. Das Ajvar unterrühren, Salz und Pfeffer dazugeben und aufkochen lassen. 15 Minuten mit Deckel auf niedrigster Stufe köcheln lassen. Die (aufgetauten!) Erbsen dazu geben, umrühren und noch einmal mit Deckel 5 Minuten ziehen lassen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken und genießen. 

Und konnte ich mit meiner Djuvec-Reispfanne punkten? Ganz klares NEIN! Wie konnte ich mich nur erdreisten den heißtgeliebten Djuvec-Reis abzuwandeln. Feinsäuberlich wurde jedes Stück Fleisch aussortiert (und von mir gegessen - wir wollen ja nichts verkommen lassen). Seufz.... Ich hoffe, Ihr habt nicht solche Mäkler zuhause. 



PS: Wenn Ihr das Geschnetzelte weg lasst, habt Ihr ganz fantastischen Djuvecreis zu dem Cevapcici ganz toll passen 😉



Freitag, 9. Februar 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Februar 1?

Folgt Ihr mir eigentlich bei Instagram? Obwohl Instagram bei mir regelmäßig Frust hervor ruft (ein natürliches Wachstum ist kaum mehr möglich, followertechnisch stagniere ich seit etwa einem Jahr auf knapp unter 8k) liebe ich dieses soziale Medium wegen meiner Follower! Nirgends sonst ist die Resonanz auf Beiträge so groß wie dort. Hier zeige ich die Tafeltüte zuerst, hier zeige ich, was ich draus gekocht habe und hier freue ich mich auch immer über Ideen, Vorschläge und natürlich Kritik. 

Warum ich das erzähle? Weil ich in den letzten zwei Wochen durch Instagram etwas ausprobiert habe, was ich ohne nicht getan hätte... Neugierig was das war? Dann lest die Tafelzusammenfassung 😁


Zuerst einmal die komplette Tüte. Mir fällt gerade auf, dass noch einiges davon im Vorrat liegt. Unter anderem ein Großteil vom Süßkram und die Aufbackbrötchen. Weiter gegeben habe ich einiges vom Joghurt und einen Teil vom Obst/Gemüse. 

Direkt am ersten Abend habe ich aus akuter Kochunlust den fertigen Crepeteig zubereitet. Das Fazit war niederschmetternd: es schmeckte überhaupt nicht. Meine selbst gemachten Eierkuchen spielen da in einer ganz eigenen Liga. Vergleichbar ist das nicht. Vor allem kann man die Crepes gar nicht so dünn ausbacken, wie die Leute in entsprechenden Verkaufsständen wie z. B. auf dem Weihnachtsmarkt. Deshalb werden sie viel zu dick. Und nicht mal mit Marmelade und Co. wird es erträglich... 

Die Berliner haben wir direkt genascht - sie waren mit Erdbeermarmelade gefüllt. Glücklicherweise, denn Pflaumenmus mögen meine Kids gar nicht. Allerdings blieben dann doch welche über und die habe ich versucht als Auflauf zu verarbeiten. Die in Scheiben geschnittenen Berliner wurden mit den geputzen Erdbeeren und einer Milch-Ei-Mischung im Ofen gebacken. Geschmeckt hat mir das allerdings überhaupt nicht. Das Ei war viel zu penetrant. Da muss ich dann nochmal herum probieren. So war das nix. 

Der Blumenkohl aus der letzten Tafeltüte wurde mit einem Teil der Möhren zu einem Curry verkocht. Und obwohl ich mit einem Becher saurer Sahne die Schärfe etwas abmildern wollte, hat mein Mann wieder geweint 🙈

Vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, aber echt lecker - die Schweineschnitzel aus der vorherigen Tafeltüte (mittlerweile locker 3 Wochen über MHD) habe ich angebraten und mit Salat und Ketchup auf Brötchen serviert. Echt gut war das. Am Ende haben die Kinder sich beschwert, dass es zu wenig war oO 

Diesen Kritharaki-Salat mit Hackfleisch liebt mein Mann extrem. Leider mache ich ihn nicht sehr oft, weil ich beim ersten Mal zubereiten schwanger war und ihn nicht essen mochte. Diese Abneigung hat sich irgendwie erhalten... Weil er aber so Lust drauf hatte, habe ich mich erweichen lassen (und gleichzeitig die Paprikas aus der Tafeltüte verarbeitet). Ich habe sogar probiert! Ist gar nicht so schlecht 😊


So jetzt aber zu meiner Instagramgeschichte - ich hatte Schweinerippenbraten in der Tafeltüte und wusste beim besten Willen nicht, was ich damit machen soll. Mein Partner isst kein Schweinefleisch, Braten erst recht nicht und nix vom Knochen... Weitergeben hatte nicht geklappt und nu saß ich da. Auf Instagram kam dann der Vorschlag einfach Pulled Pork draus zu machen. Na Mensch, das steht doch eh schon ewig auf meiner "Ausprobierliste". Den Knochen habe ich so sparsam wie möglich abgeschnitten, dann das Fleisch im Slowcooker zubereitet nach diesem Rezept. Dazu habe ich aus dem lila Spitzkohl aus der Tafeltüte einen Krautsalat gemacht und Laugenbrötchen gebacken. Mega lecker sag ich Euch. Absolute Wiederholungsgefahr. Ich glaube Schweinefleisch darf ich in Zukunft gar nicht mehr weggeben - mein Freund der nämlich weder Schweinefleisch noch BBQ-Sauce isst, liebt Schweinefleisch in BBQ-Sauce XD


Der Wiener Boden für diese Himbeer-Joghurt-Torte war in der Tafeltüte drin. Normalerweise gebe ich sowas weiter, aber diesmal hatte ich sofort eine Vision von rosa-weißem Traum vor Augen. So konnte ich das restliche Frosting von den Einhorncupcakes verarbeiten. Die Füllung hat leider nicht ganz so geklappt wie erhofft, aber geschmeckt hat es trotzdem (eine Joghurtschicht mit Gelatine fest gemacht und eine Himbeerschicht mit rotem Wackelpudding). 

Gegessen habe ich sie übrigens mit meinem Mädels - wir versuchen uns nämlich einmal die Woche zum Frühstück zu treffen. In Woche eins gab es die Torte, in Woche zwei ein Bananenbrot. Ich liebe es Besuch zu haben 💕



Diese Tomatensauce war eine Resteverwertung vom feinsten - angegangene Tomaten, etwas Paprika und halb verschrumpelte Zucchini aus der Tafeltüte. Was solls, im gekochten Zustand sieht man das nicht mehr und es schmeckt super. 

Im Kühlschrank lag noch der Blumenkohl herum. Der wurde mit einem weiteren günstig gekauften Blumenkohl zu leckerer Suppe verarbeitet. Ich liebe Blumenkohlsuppe ja über alles 😍





Und zum Abschluss habe ich hier noch das Abendessen von vor zwei Tagen. Im Kaufland hatte ich günstig einen Brokkoli mitgenommen. Zusammen mit den Möhren aus der Tafeltüte habe ich die One-Pot-Pasta mit Möhren und Brokkoli noch mal gekocht. Und wenn ich überlege, wie sehr ich mit mir gehadert habe, dieses sehr einfache Rezept im Blog zu veröffentlichen ... Wie heißt es so schön: Wer schreibt, der bleibt. Nicht wahr? 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 7. Februar 2018

Blätterteigrolle mit Spinat-Feta-Füllung

Aus meiner "der Kühlschrank muss dringend leerer werden"-Aktion (Ihr erinnert Euch sicher) habe ich noch dieses Rezept für die Blätterteigrolle mit Spinat-Feta-Füllung liegen. Ich bin zwar unsicher, ob dafür wirklich ein Rezept nötig ist, aber auch hier steht es Euch natürlich frei, es als reine Anregung zu nehmen 😏

Die Aufgabe war den frischen Spinat von der Tafel zu verarbeiten. Alternativ funktioniert das natürlich auch genauso gut mit Tiefkühlspinat. Diesen lasst aber vorher bitte auftauen. Außerdem hatten sich diverse Rollen Blätterteig, Strudelteig und Co. angesammelt. Diese mag ich sehr, aber was hab ich davon, wenn ich sie im Kühlschrank horte, statt sie endlich zu benutzen. 



1 Packung Blätterteig (Kühlabteilung)
1/2 Packung frischer Spinat, alternativ etwa 150 g aufgetauter TK-Spinat
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
Salz
Fetakäse
1 Ei
50 ml Milch

Den Spinat waschen, verlesen und etwas klein schneiden. Die Zwiebel und die Knoblauchzehe pellen und fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel dazugeben und mit einer Prise Zucker bestreuen. Für etwa 3 Minuten glasig andünsten. Dann den Spinat dazugeben und zusammenfallen lassen. Umrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und auf niedriger Stufe die Flüssigkeit etwas verkochen lassen (bei TK-Spinat ist da mehr, bei frischem nicht ganz so viel). 

Den Blätterteig ausrollen. Den Spinat in einer Linie auf dem Blätterteig verteilen, dabei genug Platz nach oben, unten und zu den Seiten lassen. Den Fetakäse nach eigenem Ermessen darauf krümeln und dann den Blätterteig aufrollen. Das Ei mit der Milch verquirlen und den Blätterteig damit einstreichen. Für 25 Minuten bei 180°C im vorgeheizten Backofen backen. 

Ich gebe zu, ich war etwas besorgt. Der Spinat sah nicht mehr so toll aus, der Blätterteig war 3 Monate über dem Mindesthaltbarkeitsdatum, der Fetakäse lag angefangen seit 3 Tagen im Kühlschrank ... Sicherheitshalber habe ich niemand anderem was abgegeben von der Blätterteigrolle. Ok, das war nur eine Ausrede. Ich wollte nämlich nicht teilen. Die war viel zu lecker 😆 Aber verratet mich bitte nicht ok? 

Die Blätterteigrolle ist übrigens recht schnell gemacht. Das war mein Glück - länger als in der Küche stand ich danach an meinem Fotoset und habe versucht diese blöde Blätterteigrolle irgendwie ansprechend fotografiert zu bekommen. Am Ende hatte ich an jedem Bild etwas auszusetzen (zu hell, zu dunkel, zu komisch, zu irgendwas) und habe entnervt aufgegeben. Wenn Ihr Tipps habt, wie man Blätterteigrolle ansprechend fotografiert bekommt, lasst mir doch bitte einen Kommentar da. 
Sonntag, 4. Februar 2018

Szegediner Gulasch

Mittlerweile ist es schon wieder etwas her, dass wir dieses unglaublich leckere Szegediner Gulasch gegessen haben, dass Ihr auf dem Bild seht. Und so schnell wird es das auch nicht wieder geben, denn dieses Gericht ist etwas besonderes. Ein Festessen! Nichts was ich alltäglich kochen möchte. Es ist nämlich auch alles andere als günstig...


In der Vergangenheit habe ich natürlich auch schon so manches Mal Discounterfleisch verwendet für Gulasch. Aber das Fleisch darin bleibt dennoch irgendwie zäh und unangenehm - egal wie lange man es kocht. Dieses Mal war ich im Hofladen und habe jeweils 750 g Gulaschfleisch von Rind und Schwein gekauft. Das waren mal eben 15 € (!!). Aber der Geschmack war himmlisch. Das Fleisch war so zart, dass es im Mund zerfallen ist. 

Doch was braucht ein gutes Gulasch noch? Meiner Meinung nach: ZWIEBELN! Jede Menge davon. Tatsächlich habe ich mal gehört, dass man Zwiebeln und Fleisch im Verhältnis 1:1 in Gulasch packen sollte. Ganz so viel ist es bei mir nicht geworden, aber nur, weil ja auch noch Sauerkraut in den Topf passen muss. Übrigens ist so ein Gulasch auch eine feine Resteverwertung für nicht mehr so schöne Tomaten und Paprikas. Die kann man einfach mit unterrühren und durch die lange Kochzeit ist nix mehr zu sehen von ehemals unschönen Stellen. Und gerade weil es soviele Variablen gibt bei Gulasch, kann ich Euch heute nur ein ungefähres Rezept geben. Da könnt Ihr dann abwandeln, so wie Ihr es möchtet. 

1,5 kg Gulaschfleisch (hier halb/halb Rind und Schwein)
750 g Zwiebeln
1 Packung mildes Sauerkraut 
Butterschmalz, alternativ anderes Fett
1-2 Paprikas (optional)
1-2 Tomaten (optional)
1 EL Tomatenmark (optional)
Salz, Pfeffer, Zucker, Paprikapulver
200 g Saure Sahne

Zuerst die Zwiebeln abziehen und in Würfel schneiden. Das Gulaschfleisch durchgucken, größere Stücke kleiner schneiden - am Ende sollten alle Stücke ungefähr die gleiche Größe haben. 

Butterschmalz in einem Topf erhitzen. Die Fleischstücke portionsweise darin rundherum anbraten. Nicht alles auf einmal, weil dann durch das austretende Wasser das Fleisch eher gekocht als gebraten wird. Wenn alles Fleisch angebraten ist, alles wieder in den Topf geben und die Zwiebeln zugeben. Einen Teelöffel Zucker dazu und alles auf mittlerer Hitze etwa 5 Minuten braten. Das Sauerkraut zugeben und ebenfalls kurz anbraten. Salz, Paprika und Pfeffer zugeben und dann mit Wasser aufgießen, bis alles bedeckt ist. 

Die Tomaten und Paprikas waschen, säubern und klein würfeln. Das Gemüse und das Tomatenmark ebenfalls in den Topf geben und unterrühren. Alles zusammen etwa 2-3 Stunden auf kleiner Flamme köcheln lassen. Lieber etwas länger als kürzer kochen. Und zwischendurch immer mal umrühren. 

Zum Schluss die Saure Sahne unterrühren und noch einmal abschmecken mit Salz und Pfeffer, evtl. auch noch etwas Zucker. Falls die Sauce zu dünn ist, mit etwas Mehlschwitze andicken. 

Dazu passen Salzkartoffeln, Nudeln, Böhmische Knödel oder Semmelknödel sehr gut. 


Ich muss zugeben, dass mein Freund etwas enttäuscht war, als ich das Gulasch endlich servierte. Ich hatte ihm zwar gesagt, dass es Semmelknödel dazu gibt, er hatte dennoch Böhmische Knödel erwartet. Die beiden klingen einfach zu ähnlich 🙈 Was wäre Euer Favorit als Beilage?