Recent Posts

Sonntag, 29. Oktober 2017

Hackbraten mit Kartoffel-Pastinaken-Püree

Eines der wenigen Gerichte - neben nackten Nudeln - die hier immer gehen, ist Hackbraten. Mein Freund LIEBT Hackbraten. Allerdings stehe ich massivem Fleischkonsum mittlerweile recht kritisch gegenüber, deshalb kaufe ich fast nur noch im Hofladen oder alternativ Bio-Fleisch ein. Dieses Fleisch ist natürlich deutlich teurer als das Discounter-Billigfleisch und deshalb KANN es das gar nicht oft geben. 

Um so erfreuter war mein Partner, als ich endlich nach monatelangem Betteln (seine Version) nachgegeben habe und Hackfleisch für einen Hackbraten eingekauft habe... Geplant war das Ganze eigentlich für Sonntag Mittag, langes Ausschlafen und akuter Hunger gefolgt von Aufbackbrötchen sorgten allerdings dafür, dass dieser Plan sich nach hinten verschob. Aber als Abendessen ist dieses Gericht auch nicht zu verachten. 



Der Star des Abends - ein Hackbraten !


Für den Hackbraten:

1,5 kg gemischtes Hackfleisch
3 große Zwiebeln
2 Eier
1 kleine Tasse Milch (ca. 125 ml)
1 kleine Tasse Semmelbrösel 
1 TL Senf
1 EL Tomatenmark
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1 EL Paprikapulver edelsüß

Die Zwiebeln schälen und fein raspeln. Dann alle Zutaten in eine große Schüssel geben und gut miteinander verkneten. In einer Pfanne Öl erhitzen, den Hackbraten erst von der einen Seite ca. 5-8 Minuten anbraten. Dann umdrehen und von der anderen Seite ebenfalls 5-8 Minuten anbraten. 

Den Hackbraten in eine ofenfeste Form umfüllen, diese zu 2/3 mit Wasser füllen und dann im vorgeheizten Backofen bei 180°C für 2 Stunden backen. Zwischendurch immer mal wieder mit dem Wasser übergießen. Sollte der Hackbraten zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken und fertig backen. 

Ohne Sauce, ohne mich ...


Die Sauce mache ich immer aus dem Kochwasser des Hackbratens. Dafür den Hackbraten aus dem Wasser nehmen und auf eine Servierplatte legen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb geben. 

15 g Butter in einem Topf schmelzen, 15 g Mehl dazu und bei niedriger Temperatur unter Rühren etwas anbraten. Dann die abgegossene Flüssigkeit und 1/2 Becher Schlagsahne dazu geben. Alles einmal aufkochen. Sollte die Sauce zu dick sein, noch etwas Wasser (alternativ Brühe oder Wein) zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Gibt´s noch was dazu?


Aber na klar doch. Traditionell gibt es bei uns Kartoffelbrei und Erbsengemüse zum Hackbraten. Allerdings, warum nicht mal mit den Traditionen brechen? Das Erbsengemüse muss ja nun nicht unbedingt sein und der klassische Kartoffelbrei kann sicher etwas Pep vertragen - Vorhang auf für das Kartoffel-Pastinaken-Püree.

4 große Kartoffeln
3 Pastinaken
1/2 Becher Schlagsahne
50 g Butter
etwas frisch geriebenen Muskat

Die Kartoffeln und Pastinaken schälen und klein würfeln. In Salzwasser ca. 20-25 Minuten gar kochen. Das Kochwasser abgießen. Die Sahne und die Butter zugeben und alles fein stampfen. Mit etwas geriebenem Muskat abschmecken. 

Fantastisch. Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Das Kartoffel-Pastinaken-Püree hat einen leicht süßen Touch durch die Pastinake. Das harmoniert ganz wunderbar mit der Sauce. Für mich war dies ein gelungenes Sonntagsessen und schreit geradezu nach Wiederholung. 


Donnerstag, 26. Oktober 2017

Kartoffel-Wurzelgemüseauflauf mit Käsesauce

Dieser Beitrag enthält Produktwerbung für den Schweizer Käse Gruyére!

Vorgestern veröffentlichte Yvonne ein Rezept für Kartoffel-Brokkoli-Gratin mit Schinkenwürfeln. Das klang gut. Sehr gut sogar. Tatsächlich so gut, dass ich im Geiste direkt meinen Kühlschrank und die Vorratskammer durch ging. Ich hatte alles im Haus dafür, also so grundsätzlich. Ich habe nämlich die kalorienreduzierten Produkte ihrer figurfreundlichen Version durch die kalorienlastigeren "Originale" ersetzt 😁 Und Brokkoli hatte ich nicht im Haus, dafür aber noch Pastinaken und Möhren. 


800 g fest kochende Kartoffeln 
3 Pastinaken
8 Möhren
2 Zwiebeln
1 TL Butter
1 EL Mehl
300 ml Milch
75 g Kräuterfrischkäse (ca. 1/2 Packung)
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
100 g Gruyère

100 g Speck- oder Schinkenwürfel (optional)

Die Kartoffeln schälen und in ca. 1x1 cm große Würfel schneiden. Die Möhren und Pastinaken ebenfalls schälen und in ähnlich große Würfel schneiden. 

Salzwasser aufkochen, die Kartoffelwürfel dazugeben. Nach 10 Minuten die Möhren- und Pastinakenwürfel dazugeben und weitere 10 Minuten kochen. Dann das Gemüse abgießen und vom Kochwasser 200 ml auffangen. Das Gemüse in eine Auflaufform füllen. 

Die Zwiebeln schälen und fein schneiden. Die Butter in einer Pfanne erhitzen, die Zwiebeln mit einer Prise Zucker darin glasig andünsten. Das Mehl zugeben und kurz unter Rühren mit braten. Dann mit der Milch ablöschen. Den Kräuterfrischkäse unterrühren und mit dem Gemüsekochwasser verdünnen. Alles aufkochen und ca. 5 Minuten bei niedriger Temperatur köcheln lassen. 

Den Gruyère fein reiben. 30 g in die Sauce geben und schmelzen lassen. Dann die Sauce mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Die Sauce über das Gemüse geben und vorsichtig vermischen. Den restlichen geriebenen Käse darüber streuen und im vorgeheizten Backofen bei 200°C für etwa 20 Minuten überbacken. 


Die Speck- bzw. Schinkenwürfel sind optional. Wenn Ihr sie mit im Essen haben wollt, dann einfach mit den Zwiebeln anbraten und den Rest wie oben beschrieben. Alternativ könnt Ihr sie auch einfach braten und dazu reichen (so habe ich es gemacht, weil mein Partner keinen Speck oder Schinken isst) oder ihn komplett weglassen. 

Und wo wir schon bei Partner sind: Mein Freund ist ja nunmal ziemlich mäkelig - leider eine Tatsache. Ich hatte Kritik befürchtet, weil es schon wieder was vegetarisches gab. Weil Pastinake drin war. Weil es keine Spaghetti Bolognese war. Ihr wisst sicher was ich meine. Während der ersten Portion musste ich mich dann mit dem Babymädchen hinlegen, weil sie echt durch war und nur noch weinte. Sie schlief recht fix ein, ich stand wieder auf und fragte ihn "möchtest du noch was essen?" Er: "Ich bin so voll, hab drei Portionen gegessen!" Erst da registrierte ich die fast leere Auflaufform 😃 Wenn das nicht für dieses Gericht spricht, was dann? 





Der Gruyére für den Auflauf wurde mir übrigens zur Verfügung gestellt, damit ich beim Schweizer-Käse-Blogevent von Food, People, Places zum Thema #cheeselovers mitmachen kann. Ich würde ihn aber immer wieder auch selbst kaufen. Ich LIEBE Käse in allen erdenklichen Formen und Gruyère rangiert auf meiner persönlichen Hitliste ziemlich weit oben 😍 



Freitag, 20. Oktober 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Oktober 1?

Ich hatte in den letzten Tagen wieder sehr interessante Diskussionen zum Thema Containern. Ich würde das in meiner momentanen Situation nicht machen, aber was ich von meinen Bekannten erfahren habe dazu, empfinde ich als sehr erschreckend. Deshalb direkt eine Frage zu Beginn: Wollt Ihr dazu auch mehr wissen? Soll ich diesem Thema mal einen eigenen Blogpost widmen? Mich interessiert Eure Meinung sehr.

Die letzte Tafeltüte ist wieder sehr voll gewesen, seht selbst:


Abgegeben habe ich dieses Mal einen Teil der Wurst, die Bratwürste, einen Teil des Joghurts und den Salat. Die Pfannkuchen waren mit Pflaumenmus gefüllt und am Freitag meine Mahlzeit - ich bin nämlich die Einzige hier, die Berliner mit Pflaumenmus mag... Die kleinen Schokoriegel haben wir uns nebenbei gegönnt. Die Quiche Lorraine hatte ich an einem Tag als Mittagessen (ohne Beweisbild), sie war ok. Die Toppas würde ich nicht kaufen aufgrund des Herstellers, aber aufgegessen haben wir sie dennoch 😋 Die Pizzabrötchen und die Aufbackbrötchen gab es zum Abendbrot bzw. zum Frühstück. Ihr merkt vielleicht - viel zum Kochen blieb da nicht über. 

Dieses nicht sehr fotogene Gericht wurde inspiriert durch mein Rezept für Bauerntopf. Da ich kein Hackfleisch im Haus hatte, rührte ich zum Schluss eine Dose Bohnen und eine Dose Mais unter. Außerdem hatte ich noch eine Zwiebel mit reingemacht - lecker! Ich nenne es mexikanisches Kartoffelgulasch 😏

Der Blumenkohl wurde mit den Zucchinis und ein paar Möhren aus dem Vorrat zu Blumenkohl-Möhren-Curry. Das Rezept habe ich schon seit 2014 im Blog und ich sollte es wirklich öfter kochen. Das Gemüse war perfekt auf den Punkt - ein Genuss sag ich Euch.



Ich weiß nicht, ob Ihr es bei Instagram gelesen habt - die Krabbelgruppe ist umgezogen. Die bisherigen Räumlichkeiten stehen bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung, deshalb habe ich mich mit ein paar Mamas zusammengetan um eine Alternative zu finden. Natürlich backe ich auch weiterhin. Zum Einstand gab es einen leckeren Joghurt-Kirsch-Kuchen basierend auf diesem Rezept

Die Veggiebratwurst lud mich quasi dazu ein, sie mit Kartoffelbrei und Sauerkraut zu servieren. Ich muss allerdings zugeben, dass sie ziemlich durchgefallen ist im Geschmackstest. Mit meinem selbstgemachten Tomatenchutney war es ok, mit Ketchup auch, pur so gar nicht. 


Wenn der Mann die Kinder mit einer Idee ansteckt, dann gibt es bei uns Eierkuchen. Glücklicherweise liebe ich sie ebenfalls, sodass mich das nicht weiter störte. Die sind aber auch einfach zu lecker. Verarbeitet habe ich einen Teil der Eier und der Milch. Und die Marmelade aus dem Vorrat enthielt ebenfalls Tafel-Kiwi und -Äpfel. Allerdings von vor ewig 😁

Die Pilze aus der Tafeltüte wollte ich ganz unaufwändig verarbeiten. Deshalb habe ich sie klein geschnitten, mit Zwiebel und Knoblauch angebraten, einen Schuss Sahne hinein und Nudeln dazu. Fertig war das Abendessen. Und mein skeptischer Freund hatte die größte Portion 😔


Und zum Schluss: ich habe die Kürbissaison in meiner Küche eingeläutet (ich weiß, ich bin spät dran). Zusammen mit Schafskäse, den letzten Eiern aus der Tafeltüte, Yufkateig, Schwarzkümmelsamen und Chili landete mein Butternutkürbis als Kürbis-Börek auf dem Tisch. Ich musste nicht teilen. Selbst schuld, wenn die wüssten, was sie verpasst haben 😄


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Freitag, 13. Oktober 2017

Zu gut für die Tonne - 10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Mit meinem Blog zeige ich Euch regelmäßig, dass Lebensmittel die "im Müll landen" noch lange nicht für die Tonne sind. Die Lebensmittel die ich von der Tafel bekomme, dürfen meist nicht mehr verkauft werden - sei es, weil die Packung defekt ist, das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht ist oder Obst und Gemüse Druckstellen oder Schönheitsfehler haben. Essbar ist das alles noch. 

Die meisten Lebensmittel werden aber nicht durch Industrie und Handel weggeworfen, sondern in Privathaushalten. Fast jedes 8. Lebensmittel, das wir kaufen, landet in der Tonne. In Zahlen sind das etwa 235 € pro Person pro Jahr. Um es einmal bildlich darzustellen: zwei vollgepackte Einkaufswagen PRO JAHR. Das ist einfach traurig. 


Gegen diese Verschwendung setzt sich die Initiative "Zu Gut für die Tonne" des Bundesministeriums für Ernährung ein und sammelt unter dem Hashtag #Restezauber momentan Rezepte zur Resteverwertung. Da beteilige ich mich natürlich gern mit ein paar Tipps für weniger Lebensmittelverschwendung und einem leckeren Rezept für Ofengemüse (dafür ganz nach unten scrollen):



Ganz profan beginnt das Thema schon beim Einkaufen. Spontankäufe, Fehlkäufe, Lustkäufe - alles Gründe für Dinge die sich ansammeln, nicht aufgebraucht werden und im Müll landen könnten. Deshalb am besten voraus planen. 


Tipp 1: Wochenpläne erstellen 


Ich selbst tue mich damit sehr schwer, weil ich durch die Tafeltüte meist schaue, was zuerst verarbeitet werden muss. Natürlich könnte ich dennoch einen Wochenplan erstellen und planen, was ich wann verarbeite - bei mir hapert es schlichtweg an der Zeit. Wochenpläne finde ich aber grundsätzlich ganz fantastisch, im Netz gibt es dazu schöne Vorlagen.


Tipp 2: Einkaufsliste schreiben


Geht niemals ohne Einkaufsliste einkaufen und haltet Euch an Eure Liste. Das schützt vor Fehl- und Spontankäufen die dann auch aufgebraucht werden müssen. In dem Zusammenhang übrigens ganz wichtig:


Tipp 3: Niemals hungrig einkaufen gehen! 


Wer hungrig einkaufen geht, ignoriert jede Einkaufsliste. Glaubt mir, ich mache diesen Fehler viel zu oft. Dann kaufe ich mir im Laden eine "Kleinigkeit" um den Hunger damit in Schach zu halten. Und letztlich habe ich dann bis abends keinen Hunger mehr und im schlimmsten Fall fällt das Abendessen, für das man eigentlich einkaufen war, komplett aus. Alles schon gehabt und nicht wirklich empfehlenswert. 


Tipp 4: Regelmäßig die Vorräte kontrollieren. 


Ich vergesse oft, was ich noch alles in der Speisekammer stehen habe. Dann bin ich unsicher ob noch z.B. Speisestärke im Haus ist und nehme sicherheitshalber eine Packung mit, kostet ja nicht viel. Mittlerweile habe ich 3 Packungen Speisestärke im Haus und ich weiß nicht wie das passieren konnte *seufz*. Auch im Kühlschrank kann schnell etwas verloren gehen. Geöffnete Packungen deshalb immer nach Vorne stellen. Neu gekauftes nach hinten räumen und ältere Sachen zuerst verarbeiten. 

Tipp 5: Richtig Lagern


Die richtige Lagerung von Lebensmitteln ist essenziell um weniger wegzuwerfen. Die optimale Lagerung jedes einzelnen Lebensmittels zu beschreiben, würde allerdings den Rahmen dieses Posts sprengen (ich denke, diesem Thema werde ich in Zukunft noch einen eigenen Beitrag widmen). Deshalb beschränke ich mich auf ein paar Basics. Ich empfehle Euch allerdings, Euch wirklich mal mit dem Thema auseinanderzusetzen. 

Heutzutage besitzt ja nahezu jeder Haushalt einen Kühlschrank und somit die Möglichkeit Milchprodukte, Wurst, Obst und Gemüse zu kühlen. Doch nicht jedes Lebensmittel gehört in den Kühlschrank - Kartoffeln beispielsweise werden darin süß, Tomaten geschmackslos und Brot altert schneller. Außerdem ist es nicht überall im Kühlschrank gleich kühl, am kältesten ist es über dem Gemüsefach, deshalb gehören hier Wurst, Fisch und Fleisch hin. Am wärmsten ist es in den Seitenfächern, hier werden Ketchup, Eier und ähnliches aufbewahrt. 

Auch bei frischen Lebensmitteln die nicht gekühlt werden müssen oder dürfen, ist Vorsicht geboten. Einige Obst- und Gemüsesorten wie z. B. Apfel, Banane und Mango reifen nach. Dafür produzieren sie das Gas Ethylen. Obst und Gemüse das in der Nähe liegt, altert ebenfalls schneller, wenn es mit dem Gas in Berührung kommt - also getrennt lagern. 


Soviel zur Vorbeugung. Doch was tun, wenn es "zu spät" ist? In diesem Falle erst mal keine Panik. 



Tipp 6: Es heißt "mindestens haltbar bis" und nicht "sicher tödlich ab"


Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist nur ein MINDESThaltbarkeitsdatum. Es bezeichnet den Tag, bis zu dem die herstellende Firma garantiert, dass Geschmack, Konsistenz etc. in vollem Umfang gegeben sind. Da die Firmen natürlich auf Nummer sicher gehen wollen, ist dieser Tag eher eine Weile früher angegeben. Das bedeutet im Klartext ALLE Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum können meistens auch nach diesem Datum bedenkenlos verzehrt werden. Verlasst Euch einfach auf Eure Sinne - wenn das Produkt noch gut riecht und gut aussieht, dann wird es auch noch gut schmecken. Ihr verzehrt ja schließlich auch keinen Joghurt, auf dem eine dicke Schimmelschicht ist, nur weil das MHD noch nicht erreicht ist 😉. Lest zu dem Thema auch gern nochmal meinen Beitrag: Das Mindesthaltbarkeitsdatum.


Tipp 7: Obst und Gemüse verwerten


Der Hauptgrund Obst zu entsorgen, sind braune Stellen. Dabei ist es grundsätzlich kein Problem, aus solchem Obst noch leckere Sachen zu zaubern. Aus Äpfeln beispielsweise kann man feinstes Apfelmus (ein)kochen. Aus den meisten Obstsorten kann man leckere Chutneys und Marmeladen kochen. Ganz zur Not kann man alles zusammen mit etwas Zucker in einen Topf werfen und Kompott kochen, dazu Milchreis oder Grießbrei - perfekt.

Eine weitere Idee ist, solches Obst zu verbacken. Für Bananenkuchen und Bananenbrot müssen reife Bananen verwendet werden, sonst schmeckt es nicht so gut. 



Im August habe ich weiche Aprikosen in einem Kuchen verarbeitet - beim Backen wird das Obst sowieso weich, den Unterschied merkt man also überhaupt nicht. 




Ähnlich wie für Obst, gilt auch für Gemüse, dass das Aussehen nicht alles ist. Schrumpelige Kartoffeln machen sich super als Pellkartoffeln oder Kartoffelbrei. Schrumpelige Paprika schmecken gekocht genauso gut wie knackige (die beim kochen eh weich werden..). Ganz zur Not kann man in einer Suppe alle Sachen verstecken, die nicht mehr schön aussehen. Dafür schimmlige Stellen und Druckstellen großzügig weg schneiden und dann erst verarbeiten. Im Zweifel das Ganze noch pürieren. 


Eine geniale Idee um Gemüse zu verwerten ist übrigens Ofengemüse, dafür gibt es weiter unten noch ein Rezept 😉


Tipp 8: Brot verwerten


Brot ist auch schnell mal so trocken, dass man es pur kaum noch essen mag. Solches Brot kann man noch a) Rösten und genießen b) klein schneiden und als Croutons in Salat oder Suppe essen oder c) klein mahlen zu Semmelbrösel. 

Ganze Brötchen/Baguettes vom Vortag benetze ich großzügig mit Wasser und backe sie im Ofen bei 200 Grad noch einmal 5-8 Minuten auf. Die Backwaren schmecken dann wieder richtig gut, fast schon ein bißchen erschreckend. 


Tipp 9: Milchprodukte verwerten


Milchprodukte sind mit die haltbarsten Lebensmittel die ich kenne. Joghurt, Quark und Co. sind teilweise noch Monate (!) nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ohne Einschränkungen genießbar.

Zur Verwertung machen sich Muffins und andere Backwaren super. Bei den meisten Rührkuchen kann man in den Rezepten die Milchprodukte relativ beliebig austauschen, es sollte nur eine ähnliche Konsistenz haben. Also statt Joghurt saure Sahne nehmen, statt süßer Sahne Milch oder statt Mascarpone Quark. Joghurt mit Geschmack kann solchen Rezepten auch mal den richtigen Pfiff geben, beispielsweise hatte ich mal einen Rhabarberkuchen mit Haselnussjoghurt gebacken - himmlisch sage ich Euch! 


Tipp 10: Wenn Du es nicht mehr möchtest, schau ob jemand anders mag


Bevor Sachen im Müll landen, kann man als letzte Möglichkeit noch versuchen, die Sachen in regionalen Gruppen bei Facebook oder über örtliche Kleinanzeigen zu verschenken. Es gibt immer Menschen die extrem aufs Geld schauen müssen und daher die "zu verschenken" Anzeigen im Auge behalten. 


Und jetzt noch ein tolles Rezept zur Verwertung von Gemüse(resten)


Ofengemüse ist perfekt um schrumpeliges Gemüse oder Gemüsereste zu verarbeiten. Hier hatte ich bereits ein Rezept für Ofengemüse mit Kürbis und Möhren verbloggt. Heute habe ich eine mediterrane Version mit viel Knoblauch dabei. Das Gemüse kann natürlich mit dem variiert werden was im Haus ist, aber lasst bloß den Knoblauch nicht weg!



500 g Kartoffeln
2-3 Paprikaschoten
1 Packung Pilze (ca. 200 g)
150 g Tomaten - etwa 3-4 große oder eine Packung Cherrytomaten
1 Packung festen Fetakäse (200 g)
1 Zwiebel
6 Knoblauchzehen
je 1/2 TL getrockneten Thymian, Oregano, Basilikum und Majoran
1 EL Paprikapulver
Salz und Pfeffer
Olivenöl

Die Kartoffeln schälen, waschen und in Spalten schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Kartoffeln darin etwa 5 Minuten unter Schwenken anbraten. 

Das restliche Gemüse putzen, die Paprikas würfeln, die Tomaten halbieren oder vierteln (je nach Größe), die Zwiebel in Ringe schneiden und die Knoblauchzehen komplett lassen. Den Fetakäse würfeln. Das Gemüse mit den Kartoffeln und dem Käse in eine Auflaufform geben. 

Die Gewürze darüber verteilen und alles durchrühren. Mit gut Olivenöl begießen (ca. 100-150 ml) und dann bei 200°C für etwa 30 Minuten im Ofen backen, evtl. zwischendurch umrühren. Fertig. 

Wie gesagt am Gemüse kann man durchaus nach Lust und Laune ergänzen. Ich hatte noch zwei kleine Mini-Zucchini mit untergebracht, Aubergine kann ich mir sehr gut vorstellen in der Kombination oder Lauch. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Bye Bye Sommer - Grünes Tomatenchutney

Der Sommer ist um, der Herbst ist da. Dieser Tatsache müssen wir uns wohl mittlerweile stellen... Für mich sind Tomaten ja der Inbegriff des Sommers. Zu keiner anderen Zeit schmecken sie so aromatisch wie im Sommer. Dieses Jahr hatte ich auch wieder Tomaten angepflanzt, erst auf dem Vordach (Ihr erinnert Euch sicherlich) und dann musste ich mit den ganzen Pflanzen umziehen in den Garten am Haus. Ich bekam extra die Ecke mit dem Gewächshaus - meine Tomaten hatten es also warm, relativ trocken und gemütlich. Sie dankten es mir mit steter Produktion von Früchten. Mitgezählt habe ich nicht, aber ich habe viel geerntet. Ca. einmal die Woche konnte ich etwa 10-20 Früchte ernten und das über einen Zeitraum von 1 1/2 Monaten hinweg. Nun wird es aber zu kalt, ich hab Blütenendfäule an den Pflanzen entdeckt und überhaupt - ich habe also Kahlschlag gemacht, alles abgeschnitten und entsorgt. Vorher wurden allerdings alle unreifen Tomaten von mir geerntet. Zum wegwerfen sind mir die nämlich viel zu schade. 


Der Plan war, aus den unreifen Tomaten Chutney zu kochen. Hier muss man aber bedenken, dass grüne Tomaten aus Schutz vor Fressfeinden einen Giftstoff (Solanin) enthalten, der ab einer bestimmten Menge tödlich enden kann. Dieses Gift wird durch erhitzen nicht zerstört, weshalb man beim Verzehr vorsichtig sein muss. 100 g unreife Tomaten enthalten etwa 30 mg Solanin. Ab der Aufnahme von 200 mg kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen, ab 400 mg kann es tödlich enden. Einfaches Rechenbeispiel dazu: Für eine Vergiftung muss man ca. 700 g unreife Tomaten essen. Aufgrund des sauren Geschmacks ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand freiwillig eine solche Menge zu sich nimmt. 

Ich halte also fest - dieses Chutney nur in Maßen genießen. Und nun genug warnende Worte und los geht es mit dem Rezept:

500 g grüne Tomaten
1 rote Paprikaschote
2 Chili-Schoten (je nach Schärfewunsch - ich hab eine entkernt und eine mit Kernen verarbeitet)
1 Apfel
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
6 EL weißer Balsamicoessig
100 g Zucker
Salz und Pfeffer nach Geschmack
evtl. 1/2 TL Ingwer frisch gerieben (hab ich weggelassen, würde aber gut passen)

Das Gemüse waschen und putzen, dann alles in feine Würfel schneiden. Alles in einen Topf geben, den Essig, den Zucker und die Gewürze dazu geben und bei mittlerer Temperatur etwa 60 Minuten köcheln lassen. Dabei ab und zu umrühren.

Das Chutney in vorbereitete Gläser füllen, Deckel drauf und fertig. Das Chutney passt hervorragend zu Fleisch und Käse. 



Glaubt mir, dieses Chutney ist einfach nur köstlich, da tut es fast gar nicht mehr weh, dass der Nachschub an frischen Tomaten nun versiegt ist. Ich hoffe im nächsten Jahr habe ich wieder so motivierte Pflanzen 😊


Freitag, 6. Oktober 2017

Was wurde aus der Tafeltüte September 2?

Endlich ist der September vorbei. Dieser Monat ist bei uns einfach anstrengend - 3 Geburtstage im allernächsten Familienkreis, nämlich mein Partner, meine Mutter und mein Sohn. Der September ist geburtstagstechnisch also echt anstrengend 🙈 Und auch wenn ich den Monat grundsätzlich mag, denn ich liebe den Herbst - die Blätter die sich färben, das Erntedankfest, die beginnende Kürbissaison, mit einer Decke und einem schönen Tee auf dem Sofa kuscheln, während es draußen regnet und stürmt - so bin ich froh, dass der Stress jetzt rum ist. Die nächsten Monate werden da deutlich entspannter, im Oktober und November steht nur jeweils ein Geburtstag an, im Dezember ist Weihnachten und im Januar wieder ein Geburtstag. Mir fällt grad auf, warum ich den Sommer so sehr mag ... 😁

Aber genug Geschwafel, Ihr seid ja schließlich hier, weil Ihr die neueste Tafeltüte sehen wollt. Also los gehts:



Die Mischung hat mir wieder sehr gefallen. Natürlich ging auch diesmal einiges weg, unter anderem das Stück Fleisch, die Wurst, der Frühstückskuchen, ein Teil der Bananen, der Meerrettich und ein paar weitere Sachen. Um die Gummibärchen ganz unten musste ich mit den Kindern streiten - wo haben die eigentlich ihre Liebe zu Gummibärchen her??? - die Nudel-Blattsalat-Kombis haben mein Freund und ich zum Mittag gegessen, die Pfefferbeißer habe ich mir geschnappt (und sie waren so lecker, dass ich nicht geteilt habe) und das Sushi haben mein Freund und ich uns geteilt.


Was sofort weg musste, war der Fisch. Bei Fisch bin ich aufgrund des Verfallsdatums auch sehr vorsichtig, sobald das nur ein bißchen komisch riecht oder schmeckt kommt das weg. Die Matjesfilets rochen allerdings noch top und schmeckten auch so, deshalb gab es die an zwei Tagen hintereinander auf Brot. Mit selbst gemachtem Frischkäse, etwas Salat und ein paar Zwiebeln - himmlisch 💓 .

Wegen akuter Lust auf Hähnchen hatte ich Bio-Hähnchenfleisch gekauft (nicht im Angebot ...) und mit dem Mini-Pak Choi, den Möhren und ein bißchen anderem Gemüse eine Asia-Hähnchen-Gemüse-Pfanne gekocht. 



In der Geburtstagstorte für meinen Sohn sind die Eier aus der Tafeltüte gelandet. Auch einen Teil der Milch habe ich hierfür verwendet. Die Torte sah wirklich toll aus, wenn Ihr noch mehr Bilder sehen wollt, schaut doch mal auf meiner Facebookseite vorbei. Hier habe ich mehr Fotos hochgeladen



Aus den ganzen Resten, also Verschnitt vom Kuchen und der "Erde" die um das Schloss herum gekrümelt war, habe ich Cakepops gemacht. Glücklicherweise hatte ich auch ein wenig viel (SEHR VIEL) Ganache gemacht und das ging gut auf. Die Bällchen hatten die perfekte Konsistenz und schmeckten lecker schokoladig. Es waren nur so unglaublich viele, dass ich Mühe hatte sie zu verteilen. Mein Freund bekam welche mit in die Schule, ich nahm welche mit in die Krabbelgruppe und die Erzieher im Kindergarten bekamen auch eine Portion. 

Und die Kinder in der Kiga-Gruppe vom Sohnemann bekamen Maulwurfmuffins. Ich habe dafür keine extra Bananen gekauft, die aus der Tafeltüte waren nämlich perfekt vom Reifegrad her dafür. 




Im Nachgang zum Geburtstag herrschte erstmal akute Unlust auf irgendwas. Ich hab zwar gekocht, aber für ein schönes Foto hat die Lust nicht mehr gereicht. Geschmeckt hat das Tomate-Zucchini-Gratin allerdings sehr gut - wie immer eigentlich. Drin hab ich einen Teil der Sahne und natürlich Zucchini verwertet. 

Den Blumenkohl habe ich zu Suppe verarbeitet und sogar schön fotografiert - aber irgendwie hab ich verpeilt das Bild bei Instagram zu zeigen. Naja was solls. Ich überlege momentan, dieses Bild im Beitrag zur Blumenkohlsuppe zu ergänzen. Was meint Ihr? 




Abendessen in zwei Teilen: Den einen Tag gab es Nudeln mit Tomaten-Sahne-Sauce. Die Tomaten waren vom Markt und die Sahne war nur drin, weil ich die Packung aus der Tafeltüte leer bekommen wollte. Es blieb eine Menge über, weil mein Freund keinen Hunger hatte und die Kinder ihre Nudeln nackt bevorzugen. 

Als mein Freund dann am nächsten Tag Hunger auf Nudeln Bolognese bekam (Sonntag!) habe ich aus der restlichen Sauce eine vegetarische Bolognese gemacht. Zwiebeln, Möhren und Zucchini klein geraspelt, angebraten, die Tomatensauce dazu und nochmal abgeschmeckt. Resteverwertung vom feinsten quasi 😊




In dieser leckeren Remoulade habe ich Joghurt aus der Tafeltüte verarbeitet. Wusstet Ihr eigentlich, dass Remoulade total einfach herzustellen ist? Majonaise, Zwiebeln und Gurken sind die Hauptzutaten. Falls mal keine im Haus ist, empfehle ich die selbstgemachte unbedingt mal auszuprobieren. 

Und zum Abschluss gab es gestern Abend noch ein leckeres mediterranes Ofengemüse mit Kartoffeln, Tomate, Paprika und Pilzen. Dazu hatten wir Ciabatta aus irgendeiner vorherigen Tafeltüte. Krass wie lange sich sowas hält 🙈 Das Rezept für das Ofengemüse gibt es voraussichtlich nächste Woche hier. findet Ihr hier (nach ganz unten scrollen).



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 4. Oktober 2017

Remoulade

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So ging es mir letztens als ich ganz faul Brötchen mitgebracht hatte zum Frühstück/Mittagessen. Und dann erwischte mich eiskalt die Lust auf ein Backfischbrötchen. Brötchen waren da, im Tiefkühler fand ich noch eine Packung Fischstäbchen, Kopfsalat fand sich dank der Tafel im Kühlschrank - aber Remoulade hatte ich nicht da. Bisher habe ich die immer gekauft, aber nochmal los wollte ich auch nicht. Ich schaute also mal nach, woraus denn eine Remoulade eigentlich besteht. 

Von der Vielzahl der Rezepte im Netz war ich dann etwas erschlagen. So gut wie immer drin sind Majonaise, Gurken und Zwiebeln. Bei einigen ist noch etwas Gurkenwasser drin, bei anderen Senf. Ich habe mir dann aus den Ideen selbst was zusammen gebastelt. 


90 g Majonaise
90 g Joghurt (am besten mit hoher Fettstufe)
1 Zwiebel (mittlere Größe)
100 g Gewürzgurke
1 TL Senf
1 TL Kapern 
Salz und Pfeffer
1 EL TK-Schnittlauch
1 EL TK-Petersilie

Den Joghurt mit der Majonaise und dem Senf verrühren. Die Zwiebel, die Kapern und die Gurken ganz fein würfeln und unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Schnittlauch und die Petersilie unterrühren und etwa 15 Minuten durchziehen lassen.


In der Zeit wo die Remoulade durchzog, habe ich die Fischstäbchen gebraten. Und dann die Brötchen gebaut - Brötchen, Salatblatt, Fischstäbchen, Remoulade, fertig. So einfach, so lecker. 

Mittlerweile gab es die Fischbackbrötchen schon mehrmals und in verschiedenen Variationen. Zum Beispiel mit Tomate statt Salat. Oder mit roten Zwiebeln in der Remoulade. Einmal habe ich auch den Senf vergessen und es schmeckt trotzdem. Und im Kühlschrank hält sich die Remoulade auch ein paar Tage, sodass die Verwertung kein Problem ist.

Beim Joghurt habe ich übrigens festgestellt, dass eine höhere Fettstufe dafür sorgt, dass die Remoulade cremiger ist, mit niedriger Fettstufe wird die Remoulade flüssiger. Es schmeckt natürlich beides, aber vielleicht mögt Ihr die Konsistenz da etwas bestimmen 😄