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Freitag, 11. August 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Juli 2?

Die Schulferien sind um, mein Freund ist jetzt offiziell im dritten - und damit letzten - Ausbildungsjahr zum Physiotherapeut. Ich hoffe, wenn es in die heiße Phase geht, drückt Ihr im alle die Daumen. Gleichzeitig ist es nur noch ein Jahr hin, bis unser kleiner großer Sohn eingeschult wird. Es ist Wahnsinn wie die Zeit vergeht. Es kommt mir vor wie gestern, dass dieses winzige Bündel Mensch mich zur Mama gemacht hat. Um so wichtiger ist es mir, die Momente seiner Kindheit zu nutzen - sie kommen nie mehr zurück... 

So genug Melancholie. Hier geht es doch in erster Linie immer noch um die Tafeltüte. In den letzten zwei Wochen habe ich versucht, mal wieder besser und intensiver aufzubrauchen. Hier hat sich in der letzten Zeit ein ausuferndes Konsumverhalten etabliert, das mir so gar nicht gefällt. Die Gerichte wurden eher ausgewählt nach "Voll Bock drauf" mit einer Prise "was kann ich da eventuell noch rein verwerten" statt die Verwertung in den Vordergrund zu stellen. Das versuche ich jetzt wieder etwas umzustellen - back to the roots quasi 😊 



Natürlich hab ich auch diesmal wieder ein paar Dinge abgegeben - die Kokosnuss-Küsse beispielsweise und einen Teil der Wurst und der Radieschen. Ich muss zugeben, dass ich mich sehr über die Lachgummis gefreut hatte, leider musste ich sie mit allen teilen ... 😢 Die Chips hingegen hat mein Freund fast allein aufgegessen. Ich fand sie sehr salzig und habe mich deshalb arg zurückgehalten.. Das Sushi hat ebenfalls mein Freund weggemampft, ich gönne es ihm 😏

Nicht mit fotografiert habe ich übrigens die Subway-Sandwiches in der Brottüte. Die habe ich uns am nächsten Tag aufgebacken und belegt - bis auf den Mozzarella war alles aus der Tafeltüte: Tomaten, Gurke, Salat, Veggie-Wurst und Cheddarkäse. Das war schon sehr lecker sag ich Euch!




In  der Tafeltüte waren zwei Packungen Pilze. Die eine Packung habe ich mit Nudeln und meinen selbst angebauten Erbsen kombiniert. Ein wenig Ziegenkäse rundete das Ganze ab. Für dieses Gericht habe ich die kleinen Champignons benutzt, die großen Pilze gab es erst ein paar Tage später. 

Die waren so einladend groß, dass ich der Idee von Jana gefolgt bin und diese gefüllt habe. Allerdings nicht - wie von ihr angeregt - mit Hüttenkäse, sondern mit Hackfleisch. Überbacken wurde das Ganze dann noch mit dem restlichen Cheddarkäse und dazu gab es Brötchen. Ich kann mich nur wiederholen: Danke für die Anregung 😃




Für die Krabbelgruppe habe ich letzte Woche wieder gebacken. Einerseits habe ich die Pflaumen verwertet. Ich hatte die sofort geputzt und aussortiert, was nicht mehr gut war. Die "schönen" habe ich dann im Kühlschrank gelagert. Dennoch waren ein paar bis Montag dann schon sehr weich - perfekt für einen Pflaumenkuchen. Nach dem Backen sind eh alle Pflaumen matschig und weich. 

Das Highlight des Buffets an diesem Tag war allerdings die Petterson-und-Findus-Torte. Zwar hab ich die Früchte, Sahne etc. frisch gekauft, die Eier hatte ich aber nun mal noch da aus der Tafeltüte. Und ganz ehrlich - was wären Eierkuchen ohne Eier? 😏



Ein ganz faules Gericht habe ich aus den fertigen Nudeln gemacht. Die eine Sorte war gefüllt mit Steinpilzen und Champignons, die andere mit Chili, Tomate und Ricotta. Ich habe beide Sorten zusammen gekocht, dann Butter geschmolzen und die fertigen Nudeln kurz darin geschwenkt. Etwas Salz und Pfeffer noch dazu - fertig. Faule Küche deluxe!

Kloßteig liegt hier gern mal etwas länger herum. Damit sich das nicht wieder sammelt (fragt nicht), hab ich ihn diesmal ganz zeitnah verarbeitet - zu leckeren Mini-Klößen. Die brauchen nicht so lange im Wasser ziehen, werden auch von den Kindern gegessen und man ist nach einem nicht gleich satt. Dazu gab es Gemüse aus Pilzen und der einen Tüte Möhren. 



Ähnlich wie der Kloßteig liegen auch gern mal fertige Teige etwas länger. Flammkuchenteig ist ja easy peasy schnell selbst hergestellt, das hält mich immer etwas davon ab den fertigen zu benutzen. Damit der nicht letztlich im Müll landet, weil ich zu lange gewartet habe, gab es ihn direkt. Für mich mit der Creme Fraiche und dem Schinken aus der Tüte (und Zwiebeln natürlich!), für meinen Freund mit Tomatensauce, Salami und Pilzen. Er war letztlich etwas lange drin, aber geschmeckt hat es trotzdem. 

Und wo wir schon bei lange lagern sind - fragt nicht von wann die Pitataschen sind... Wahnsinn wie lange sich sowas hält 🙈 Gefüllt waren sie mit Veggie-Döner-"Fleisch", selbstgemachtem Knoblauchquark und viel Gemüse. 




Die Burgerbrötchen aus der letzten Tüte hatten mir übrigens Heißhunger auf Burger gemacht. Die ganze Zeit hab ich überlegt, womit ich sie belegen soll. Letztlich hab ich meinen Freund entscheiden lassen und er wollte klassisch mit Hack. Also war ich im Hofladen und habe Hackfleisch geholt und dann hoch gestapelt: Salat, Tomaten (frisch vom Markt), Hackfleischpatty, Käse, Zwiebeln - für mich noch ein Spiegelei und für meinen Freund gebratene Pilze 😍 

Zum Schluss habe ich noch eine Packung von den Kartoffeln verarbeitet. Gestern hat mich nämlich der lauwarme Kartoffelsalat von Jankes Soulfood so angelacht, dass ich den direkt nachmachen musste. Was soll ich sagen? Spannende Kombination, sehr lecker. 




Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 6. August 2017

Petterson und Findus Torte

Am nächsten Wochenende wird der Sohn meiner Freundin eingeschult. Sie fragte mich im Vorfeld, ob ich für die Einschulung eine Torte machen könnte. Geistig setzte ich mich schon mit Fondant-Zuckertüten auseinander, als sie weiter sprach und fragte ob ich die Petterson-und-Findus-Torte kennen würde. Leider haben meine Kinder überhaupt keinen Bezug zu diesen Büchern, so dass ich das leider verneinen musste. Allein setzte ich mich hin und schaute mir dann die Folge "Eine Geburtstagstorte für den Kater" an. Für alle die die Folge ebenfalls nicht kennen und keine Lust haben sie anzuschauen - es ist eine Pfannkuchentorte! 

Bewundert habe ich Pfannkuchentorten schon ein paar Mal bei anderen. Selber gemacht habe ich sie allerdings noch nie, deshalb musste die Krabbelgruppe wieder mal als Vorkoster/Versuchskaninchen herhalten. Bei der Zubereitung habe ich allerdings auf das selber sammeln von Eiern, das Flicken eines Fahrradschlauchs und einiges mehr verzichtet und mich lieber auf die Torte konzentriert 😛 


Für eine Torte:

5 Eier
400 ml Milch
100 ml Mineralwasser
150 g Zucker
1 Prise Salz
300 g Mehl

außerdem:

Fett zum Ausbacken
400 ml Schlagsahne
1 Glas Marmelade (hier Erdbeere)
frische Früchte zum Dekorieren

Die Eier mit dem Zucker vermischen und mit deinem Mixer/Küchenmaschine aufschlagen, die Hälfte der Milch und das Salz untermischen. Dann abwechselnd Milch und unter ständigem Rühren Esslöffelweise das Mehl zugeben. Dabei unbedingt aufpassen, dass keine Mehlklümpchen entstehen. Zum Schluss das Mineralwasser (mit Sprudel!) unterrühren und den Teig 15-20 Minuten stehen lassen. 

Fett in einer Pfanne erhitzen und die Pfannkuchen ausbacken. Pro Pfannkuchen etwa 1 Suppenkelle Teig nehmen. Am besten wird auch nur eine Pfanne verwendet, damit die Pfannkuchen alle in etwa die gleiche Größe haben. Die fertigen Pfannkuchen gut abkühlen lassen. 

Die Schlagsahne steif schlagen und das Obst waschen und putzen. Nun in dieser Reihenfolge aufstapeln: Pfannkuchen, ca. 1 EL Marmelade glatt streichen, etwa 1-2 EL Sahne darauf glatt streichen, Pfannkuchen... Mit einer etwas dickeren Sahneschicht abschließen und mit dem vorbereiteten Obst nach Belieben verzieren. 


Ich war leicht unsicher, als sie fertig war. Ehrlicherweise hätte die Sahne noch etwas länger schlagen müssen - die ist mir direkt weggelaufen. Außerdem sah die so "klitsch" irgendwie aus. Dann rutschte mir die Torte auf dem Weg zur Krabbelgruppe auch noch auseinander...

Doch alle meine Ängste waren unbegründet. Meine Freundin war begeistert. Ihr Sohn - ausnahmsweise war er auch vor Ort - ebenfalls. Genau SO muss die Torte aussehen, betonte sie immer wieder. Und dann der Anschnitt! Total interessant. 


Das Ende vom Lied war, dass die Torte unglaublich gut schmeckte und nicht mal jeder ein Stück abbekommen hatte. Das unangetastete Stück von meiner Tochter (also das Mittelmädchen, nicht das Babymädchen) habe ich dann noch weiter gegeben, weil ich es frech gefunden hätte, einfach zwei Stück zu essen 🙈 Also absolute Empfehlung - krabbelgruppengetestete Petterson und Findus Pfannkuchentorte (schmeckt auch Erwachsenen!).