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Freitag, 28. Juli 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Juli 1?

Huch, da war schon wieder eine unangekündigte Blogpause - Hände hoch, wer hat es mitbekommen? 😁 Dieses Mal lag es allerdings nicht an keine Zeit/Lust etc., sondern schlicht und ergreifend an unserem Sommerurlaub. Wir waren wieder zwei Wochen in Polen auf dem Grundstück der Oma meines Partners. Das Wetter war leider etwas durchwachsen, ungefähr die Hälfte der Zeit regnete es, die andere Hälfte war schönes Wetter. Das hat uns aber nicht davon abgehalten trotzdem zum Strand zu gehen 😏 Die Kinder waren mit ihrem Papa sogar im Wasser, da hab ich mich allerdings standhaft geweigert. Weiter als bis zur Wade war ich nicht drin XD



Eine Woche vorher war ich dennoch bei der Tafel, habe aber einen Großteil abgegeben. Es war einfach noch einiges da, was aufgebraucht werden wollte und die Freundin wo die Sachen mittlerweile hingehen, kann es auch sehr gebrauchen. 


Unter anderem bekam sie die Bananen, die Wurst, einen Teil vom Gemüse und Joghurt. Die Erdbeeren habe ich geputzt und gezuckert - schwupps waren sie weg. Die Melone haben die Kiddies fast allein weggemampft. Die Schokoküsse gab es, als eine Freundin vorm Urlaub noch zu Besuch war und eine der Milka-Tafeln habe ich ihr auch mitgegeben. Die Eier habe ich mitgenommen nach Polen, da gab es dann teilweise täglich ein Spiegel- oder Rührei zum Frühstück 😊 

Dieses Gericht ist komplett ohne Plan entstanden. Ich hab Zwiebeln, Pilze, Möhren und den Pak Choi einfach geputzt, klein geschnitten und angebraten, dann hab ich eine Packung Sweet Chili Sauce (MHD irgendwas 2015 oder 2016 abgelaufen) dazu gekippt und Wasser drauf. Dazu gab es Reis. Es war zwar etwas scharf, aber meine viel zu volle Vorratskammer dankt mir und geschmeckt hat es auch. Was will man also mehr? 

Mit diesen Käsespätzle hab ich mir ein akutes Verlangen befriedigt, als niemand außer mir Hunger hatte. Ich hab ungefähr die doppelte Menge Zwiebeln genommen als das was im Rezept angegeben war. Ich liebe Zwiebeln halt ^^ Und die mussten weg.


Der riesige Sack Möhren aus der Tafeltüte war ehrlicherweise eine kleine Herausforderung. Ich hatte soviele tolle Vorschläge auf Instagram bekommen, was man mit Möhren machen kann. Ich muss dann demnächst nochmal Möhren kaufen um die Ideen alle umzusetzen 😋 Teil 1 war dieses Möhrencouscous mit Bratwurstscheiben - damit war auch gleich die Bratwurst verarbeitet aus der Tüte. Und geschmeckt hat das fantastisch!

Ein Fall von akut Bock drauf ist übrigens dieser Fischbrötchenburger. Die Brötchen hatte ich morgens frisch gekauft, die Fischstäbchen hatte ich im Vorrat im Tiefkühler, der Salat war in der Tafeltüte und die Remoulade hab ich mit dem was da war schnell zusammengerührt. Ein Genuss! 


Das hier gibt es bei uns momentan regelmäßig - ein schöner bunter Salat 💕 In diesem Fall mit Gurke, Tomate, Paprika und Mozzarella. Und drunter versteckt ein paar Frühlingszwiebeln aus der Tafeltüte.

Ein paar weitere Frühlingszwiebeln landeten in diesem wirklich fixen Gericht: Nudeln in einer Frischkäse-Tomaten-Sauce. Da gingen noch richtig gut Vorräte weg. Und der Kühlschrank war auch gleich ein bißchen leerer. Solche Aktionen muss ich echt öfter machen, da kommen richtig leckere Sachen heraus.







Nochmal zu dem Riesensack Möhren: Die habe ich dann in einem Rundumschlag innerhalb von 2 Tagen komplett verbraucht.Den einen Tag gab es Möhrenrösti mit einem sehr knoblauchlastigen Joghurtdip dazu. 

Und den anderen Tag gab es eine Möhren-Lauch-Suppe mit Sahne, Frühlingszwiebeln und für den Crunch ein paar Cashewnüsse. Die Suppe hat übrigens auch dem Babymädchen sehr gut geschmeckt, allerdings ist kaum was in ihr gelandet. Was glaubt Ihr wie witzig sie aussah danach 😂 




Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.



Freitag, 7. Juli 2017

Meine Ernährung in der Stillzeit - 1000 Tage (Werbung)

Wie die meisten von Euch ja wissen, bereichert seit nunmehr 7 Monaten das Babymädchen unsere Familie. Ich stille jetzt also seit fast 6 Jahren nahezu dauerhaft, davon sogar 1 1/2 Jahre Tandem. 



Bei meinem Sohn war ich natürlich noch ziemlich unwissend. Gefühlt fehlen in unserer Gesellschaft einfach die Vorbilder. Wie oft sieht man tatsächlich stillende Mütter in der Öffentlichkeit? Präsenter sind irgendwie Flaschen. Und weil wir Stillen nun einmal nicht "in die Wiege gelegt bekommen", müssen wir das lernen. So ganz klappte das nicht am Anfang - 3 Monate lang haben wir mit Stillhütchen gestillt... Eine sehr anstrengende Zeit, die ich definitiv nicht vermisse! Das einzig Gute hier war meine damalige Hebamme. Auf meine Frage hin, ob ich auf irgendetwas verzichten muss in der Stillzeit, antwortete sie mir recht harsch, dass das Unsinn sei. Was sollten beispielsweise Mütter in anderen Ländern machen, deren Grundnahrungsmittel potentiell blähend sind? Komplett aufhören zu Essen? Das beruhigte mich sehr und ich aß alles worauf ich Lust hatte. 

Dass das auch komplett anders aussehen kann, erfuhr ich Monate später. Da lernte ich eine meiner heute besten Freundinnen kennen. Sie hatte ihre damals ca. 9 Monate alte Tochter gerade abgestillt, weil sie fast nur noch von Süßem gelebt hatte. Sie lebt vegetarisch und hat sicherheitshalber auf alles verzichtet, was evtl. zu irgendeiner Reaktion führen könnte... Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Bohnen, Zwiebeln, Kohl... Viel blieb da nicht mehr über und ich ärgere mich wirklich heute noch, dass wir uns quasi einen Monat zu spät kennen gelernt haben. 

Natürlich habe ich seit dieser Zeit viel gelesen, sowohl Bücher, als auch sehr viel in einschlägigen FB-Gruppen mit ähnlich denkenden Mamis. Sagen wir mal so - meine Meinung steht fest und ich lass mich da kaum noch belehren 😉. Aber was ist mit allen Bald-Mamis und Mamis, die noch nicht so weit sind, die mir vielleicht unter einem Gericht mit Porree kommentieren "Oh Gott, das arme Baby!!!" (tatsächlich so geschehen 😕)? Hier kommt die Seite "1000 Tage" ins Spiel. 












Die Aktion "1000 Tage" ist eine Initiative der Deutschen Familienstiftung und Milupa (mit denen ich so erstmal nix am Hut habe). Hier finden Bald-und Neu-Mamis Antworten auf Fragen wie z.B. Wie ernähre ich mich in der Schwangerschaft und in der Stillzeit? Welche erste Beikost ist geeignet? Was muss ich bei Allergierisiken beachten? Zusätzlich findet man Expertenhinweise, interessante Fakten und ansprechende Rezepte. Klar hab ich an der ein oder anderen Stelle andere Gedanken, aber der grundsätzliche Tenor gefällt mir gut. Ich zitiere aus dem Expertentipp "Blähungen und Verdauungsprobleme beim Baby": 

"Bei voll gestillten Kindern kann auch die Ernährung der Mutter einen Einfluss haben. Allerdings brauchen Sie nicht von vornherein auf bestimmte Lebensmittel wie Kohlgemüse oder Hülsenfrüchte zu verzichten, denn jedes Baby reagiert anders. Wenn Sie ein bestimmtes Lebensmittel im Verdacht haben, lassen Sie es für ein paar Tage weg und beobachten Sie, ob es Ihrem Baby besser geht."

Ganz genau das ist meine Meinung. Also liebe Bald-/Neu-Mamis - esst Kohl, esst Porree, esst Erdbeeren, esst Orangen! Abwechslung im Speiseplan von Anfang an, der Geschmackssinn von Babys ist nämlich sehr fein und schmeckt bereits in der Muttermilch Unterschiede. Es wird vermutet, dass ein abwechslungsreicher Speiseplan in Schwangerschaft und Stillzeit später zu einer größeren Akzeptanz unterschiedlicher Lebensmittel führt (dazu kann ich leider nix sagen, gefühlt stecken meine Großen seit ewig in der "nackte-Nudeln-sonst-nix"-Phase). 

Und falls Babys Po wund ist, muss es nicht zwangsläufig an der Ernährung liegen (das ist nur meist die einfachste Erklärung). Möglich wäre auch, dass die Windel zu lange dran war, ein Pilz, die Zähne schieben, eine Erkältung kündigt sich an ... 

Bevor ich Euch allerdings die Rezepte uneingeschränkt empfehlen kann, musste ich natürlich mindestens eines ausprobieren. Letztlich ist es aber eher eine Rezeptinspiration geworden, statt einem nachkochen... Im Original war es nämlich Möhrencouscous mit Kräuterfisch, bei mir ist Möhrencouscous mit Bratwurst draus geworden 😄




Für 4 Portionen:

600 g Möhren
200 g Couscous
2 Zwiebeln
300 ml Wasser
etwas Zucker
Salz und Pfeffer

außerdem 6 Bratwürste, alternativ Frikadellen oder ähnliches 

Die Zwiebeln und die Möhren putzen. Die Zwiebeln fein würfeln, die Möhren etwa in 0,5 cm große Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse zugeben. Mit einer großzügigen Prise Zucker bestreuen und unter Rühren etwa 8 Minuten lang dünsten. 

Den Couscous zum Gemüse geben und 300 ml Wasser angießen und einmal aufkochen. Die Platte auf niedrigste Stufe stellen, Deckel auf den Topf und dann ca. 8 Minuten lang ausquellen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. (alternativ kann auch Gemüsebrühe statt Wasser verwendet werden, dann aber weniger salzen zum Schluss). 

Die Bratwürste in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Bratwurstscheiben darin rundherum braun anbraten. 




Geschmeckt hat das wirklich gut, allerdings war der Couscous etwas trocken. Ich finde ein Zaziki oder Joghurtdip würde gut dazu passen. Ich hatte am zweiten Tag noch ein paar Reste mit Spiegelei und Remoulade, das war auch sehr empfehlenswert. 

Wer sich jetzt das originale Rezept anschaut, merkt, dass ich nicht nur den Fisch ausgetauscht habe, auch von Zwiebeln ist dort nichts zu lesen. Die Kombination Möhre und Zwiebel ist aber einfach unschlagbar - ohne wäre mir das zu langweilig gewesen. Und ich verweise gern nochmal auf das Zitat oben, also keine Angst vor Zwiebeln 😊 


Und falls doch mal der Verdacht auf Bauchweh da ist, hilft in vielen Fällen die passive Unterstützung des Verdauungstraktes durch Tragen (im Tragetuch oder einer ergonomischen Tragehilfe), Fliegergriff, Fahrrad fahren mit den Beinchen vom Baby oder eine Bauchmassage 😏