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Dienstag, 23. Mai 2017

HelloFresh - eine Probewoche mit Kochbox (Werbung)

Ich stelle jetzt einmal die Vermutung auf, dass HelloFresh mittlerweile fast jeder kennt. Es gab eine Zeit, in der in fast jedem Päckchen von Amazon und Co. eine dieser 20 € Rabatt-Karten lag... fragt nicht, wie viele dieser Gutscheine ich von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern bekommen habe 😂. Mein Interesse war durchaus geweckt. 

Zum ersten Mal näher auseinandergesetzt habe ich mich im Zuge eines Foodiemeetups in Berlin mit HelloFresh. Ein paar Mädels waren vor Ort, präsentierten Gerichte die nach einer der Rezeptkarten zubereitet worden waren und so auch in den Boxen zu finden sind. Zum Abschluss gab es als Goodie noch eine kleine Box mit einem Gericht ausgelegt für 2 Personen und der Einladung zu einem kleinen Gewinnspiel. Man sollte dieses Gericht kochen, auf Instagram mit einem entsprechenden Hashtag posten und derjenige dessen Bild die meisten Likes erhielt, durfte 3 Kochboxen unter seinen Followern verlosen. Ich bin immer noch total stolz auf meine Follower - diese Kochboxen durfte nämlich ich verlosen 😏  Ich muss zugeben, ein bißchen neidisch war ich schon auf die Gewinner...

Nun allerdings ergab sich die Gelegenheit die Box einmal in der 3-Gerichte-Variante zu testen. Da ich das Konzept sehr interessant finde, habe ich nicht lange gezögert und zugesagt. Gerade in Situationen wo man wenig Zeit hat, keine Lust hat lange in der Küche zu stehen oder man auch schlichtweg keinen Bock hat Einkaufen zu gehen, finde ich die Box sehr sinnvoll. Und obwohl wir mittlerweile 5 Personen sind, habe ich die Version für 2 Personen genommen. Die Kinder sind momentan sehr mäkelig und begnügen sich zumeist mit Toast und Würstchen. Wenn ich nicht gerade Pfannkuchen, Nudeln oder Waffeln mache, essen wir also eh allein. Außerdem sind die Portionen gerade so groß, dass bei spontan erwachendem Probier-Interesse genug da ist um zu teilen. 



So sah die Box aus. Enthalten sind drei Tüten, etwas Werbung, eine Tasche mit den Produkten die in die Kühlung müssen und die Rezeptkarten. In jeder Tüte sind die Lebensmittel für ein Gericht. Gekennzeichnet sind die Gerichte durch gleiche Farben an der Rezeptkarte und dem Aufkleber auf den Tüten. 



Ich erhielt die Box, packte die Kühlschranksachen so verpackt in den Kühlschrank, lies die Beutel mit den übrigens Zutaten so verschlossen und deponierte sie in meiner Vorratskammer (das war im Übrigen keine gute Idee, wie sich später herausstellen sollte). 

Als erstes inspizierte ich die Rezeptkärtchen und stellte dabei fest, dass ein Gericht dabei war, dass mein Partner unter gar keinen Umständen essen wird - er mag nämlich keinen Bulgur. Ich zückte sofort mein Handy und fragte meine Freundin Tina ob sie am nächsten Tag vorbeikommen wollte zum gemeinsamen Kochen und Essen. Sie war Feuer und Flamme.



 Mit Unterstützung in der Küche startete ich also mit dem ersten Gericht:






Für 2 Personen

150 g Bulgur
1 Gurke
75 g Wildkräuter (enthalten war eine Mischung, ich denke Lollo Rosso oder Eisbergsalat geht auch)
10 g Basilikum frisch
1/2 Zitrone
2 x Camembert á jeweils 125 g
25 g Preiselbeermarmelade
Salz und Pfeffer

Zuerst das Gemüse und die Kräuter waschen. 300 ml Wasser im Wasserkocher erhitzen und den Backofen auf 200°C vorheizen. 

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen, den Bulgur zugeben und 1-2 Minuten anrösten. Dann das heiße Wasser zufügen, 1/2 TL Salz dazugeben und auf niedrigster Stufe mit Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und noch 5 Minuten quellen lassen. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Camemberts drauf legen und etwa 7 Minuten im Backofen backen. 

Die Gurke längs halbieren und mit einem Löffel entkernen. Die Kerne in eine hohes Rührgefäß geben und die Gurkenhälften in ca. 1 cm breite Stück schneiden. Die Zitrone auspressen, zu den Gurkenkernen geben und mit 2 EL Öl, etwas Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab fein mixen. 

Die Basilikumblätter vom Stängel abziehen und klein hacken. Den Bulgur etwas auflockern. In einer Schüssel Bulgur, Wildkräuter, Basilikum, Gurkenscheiben und Dressing vermischen. 

Den Salat auf Tellern anrichten, je einen Camembert drauf legen und dazu die Preiselbeermarmelade genießen. 



Ein Gaumenschmaus sage ich Euch! Wir waren beide sehr begeistert vom Geschmack und meine Freundin - die von sich selbst sagt, dass sie überhaupt nicht kochen kann - war sich sicher, dass sie dieses Gericht auch allein hätte zubereiten können. Das ist doch mal eine Aussage, nicht? 

Total beschwingt von diesem leckeren Essen wollte ich am nächsten Tag direkt das zweite Gericht zubereiten. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, warum meine Faulheit sehr dumm war. Es sollte eine Spargelpasta geben und ich öffnete die Tüte voller Vorfreude. 



Man sieht es vielleicht ein kleines bißchen im Bild - eine der Tomaten war geplatzt und in den 3 Tagen seit der Lieferung angegammelt. Auch der Spargel hat mir die nicht gekühlte Lagerung nicht wirklich verziehen. Ich musste großzügig abschneiden... Wenn ich die Sachen ausgepackt hätte, wäre mir die kaputte Tomate aufgefallen. Und den Spargel hätte ich direkt gekühlt gelagert. So habe ich mich sehr über mich selbst geärgert 😩 , dann das eklige entsorgt und mit etwas weniger Gemüse das Gericht zubereitet. 



250 g Spaghetti
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 g schwarze Oliven
150 g Kirschtomaten
150 g grüner Spargel
125 g Feta
1/2 Zitrone
Salz und Pfeffer

Die Nudeln in gesalzenem Wasser al dente kochen.

Währenddessen Zwiebel und Knoblauch abziehen, die Zwiebel in Streifen schneiden, den Knoblauch fein würfeln. Die Kirschtomaten waschen und halbieren. Die Oliven ebenfalls halbieren. Den Spargel nach Bedarf schälen (normalerweise reicht es unten etwas abzuschneiden) waschen und dann in 3-4 cm lange Stücke schneiden. Den Feta grob würfeln. 

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch 1-2 Minuten glasig darin anbraten. Dann den Spargel zugeben, Deckel aufsetzen und weitere 4 Minuten braten. Anschließend Tomaten und Oliven zugeben und nochmals 1-2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Feta zugeben und leicht schmelzen lassen. 

Die Spaghetti abgießen und in den Topf zurück geben. Die Zitrone auspressen und den Saft mit den Nudeln vermischen. Spaghetti und Gemüse auf Tellern anrichten, nach Wunsch noch mit Olivenöl beträufeln. Fertig. 



Das etwas Gemüse "gefehlt" hat, störte überhaupt nicht. Das Foto ist allerdings nicht so gut geworden, das lag wohl daran, dass ich den Feta etwas lange habe schmelzen lassen. Geschmacklich war auch die Spargelpasta sehr sehr gut!.

Direkt am nächsten Tag gab es dann auch schon das letzte Gericht aus der HelloFresh-Box. Ein Foto der Zutaten habe ich hier vergessen, ist sicherlich auch besser so, die frischen Lebensmittel haben mir auch hier nicht so wirklich verziehen, dass ich sie einfach so weggestellt habe... Vom Wirsing musste ich recht viel wegschneiden 🙈 Den Speck der eigentlich dazu sollte, habe ich übrigens weggelassen, weil mein Partner keinen isst. Der mit gelieferte Speck landete einfach in einem anderen Gericht, ich war so frei 😏



1/4 Kopf Wirsing
1 Zwiebel
200 ml Sahne
250 g Spätzle (Kühlabteilung oder selbstgemacht)
5 g Schnittlauch (frisch oder TK)
75 g Bergkäse
Salz und Pfeffer

Den Strunk aus dem Wirsing entfernen und in 2 cm große Rauten schneiden. Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel mit einer Prise Zucker darin glasig andünsten. Den klein geschnittenen Wirsing dazu geben und etwa 2 Minuten mit braten. Mit der Sahne und 50 ml Wasser ablöschen. 15 Minuten bei mittlerer Stufe köcheln lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

In einer weiteren Pfanne ebenfalls Öl erhitzen. Die Spätzle dazugeben und ca. 6 Minuten unter mehrmaligem Wenden anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen und zur Seite stellen. 

Den Bergkäse grob reiben. Falls der Schnittlauch frisch ist, diesen in feine Röllchen schneiden. 

Die Spätzle mit dem Wirsing vermischen, den Bergkäse darüber geben und alles verrühren. Auf Tellern anrichten und mit den Schnittlauchröllchen bestreuen. 



Auch Gericht Nummer drei war wirklich wirklich lecker. Ich hatte übrigens Tiefkühlschnittlauch genommen, weil mein Schnittlauch mir die Lagerung richtig übel genommen hatte...


Fazit: 

Die HelloFresh-Boxen bringen Abwechslung in den Kochalltag. Wir hatten die Box "Zeit sparen" und tatsächlich waren alle Gerichte innerhalb von 30 Minuten zubereitet. Alternativ gibt es noch die Boxen "Neues entdecken", "Veggie Gerichte" und "Leichter Genuss". 

Die Rezeptkarten sind übersichtlich, die Gerichte sehr lecker. Ich denke die Rezepte werde ich sicherlich wieder kochen. Einschränken würde ich das eigentlich nur, weil nur eines von drei Gerichten für die Kids interessant war (die Spätzle musste ich teilen). 

Der größte Knackpunkt für mich bei den HelloFresh-Kochboxen ist tatsächlich der Preis. Eine Box mit 3 Gerichten für 2 Personen kostet etwas über 40 €. Man hat also einen durchschnittlichen Preis für ein Gericht von 8 €. In Ausnahmesituationen wie z. B. im Wochenbett oder wenn absehbar sehr wenig Zeit zum Kochen/Einkaufen sein wird, finde ich die Kochboxen absolut sinnvoll und eine schöne Entlastung. 

Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt die Boxen selbst mal auszuprobieren, dann habe ich noch ein kleines Geschenk für Euch. Mit dem Code HELLOLLE (gültig bis zum 31.07.2017) erhaltet Ihr insgesamt 30 € Rabatt - jeweils 15 € auf die erste Box und 15 € auf die zweite Box. Hier könnt Ihr die Boxen ansehen und online bestellen - kündbar sind die Boxen übrigens wöchentlich. Oder Ihr schaut einfach mal auf dem Facebookaccount bzw. dem Instagramaccount von HelloFresh vorbei und lasst Euch von den Rezeptideen inspirieren 😏












Freitag, 19. Mai 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Mai 2?

Wieder sind zwei Wochen um und ich frage mich wirklich, wo die Zeit hin ist. Wahrscheinlich ist die Zeit so verflogen, weil wir Besuch hatten. Die Oma meines Partners war mit ihrer Tochter (die Tante meines Partners) und deren Lebensgefährtin in Quedlinburg. Gewohnt haben sie in einer wundervollen kleinen Pension. Das Wetter war fantastisch in der Zeit und so waren wir viel draußen und schauten abends dann in der Pension vorbei. Meist aßen wir dann noch zusammen Abendbrot (vor Ort ist eine kleine kuschelige Pizzeria, bei der wir Essen holten). Einmal waren sie auch bei uns, da gab es lecker Spargel mit selbstgemachter Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Hach ja, die zwei Wochen waren wirklich schön 💕. 

Aber Ihr seid ja nicht hier um meine Ausführungen zum Urlaub der Familie zu lesen, sondern um zu sehen was aus der Tafeltüte wurde. Dazu noch kurz die Info, dass ich etwas instagrammüde war in der letzten Zeit. Viele Sachen die ich gemacht habe, haben es daher gar nicht auf meinen Instagramkanal geschafft...



Wie man sieht, war es wieder eine durchaus gut gefüllte Tüte und eine schöne Mischung. Diesmal weggegeben habe ich die fertigen Salate, das Hähnchen und die Fix-Sachen, einen Teil vom Obst, die gefärbten Eier und einen Teil vom Joghurt. 

Über die Kekse, die Schaumküsse und die Milchbrötchen haben sich die Kiddies sehr gefreut. Was ich mich den Kuschel-Rentieren mache, weiß ich noch nicht, aber niedlich sind sie 😏 Ganz spannend fand ich ja den Milchreis, der ist noch haltbar, die Packung ist nicht kaputt und normalerweise ist sowas nicht in der Tüte. Ich schätze von Weihnachten war von den Rewe-Aktions-Tüten noch ein bißchen was übrig, dass jetzt einzeln an die Leute verteilt wird. Finde ich persönlich ja super!


Die Verwertung der Tafeltüte sah einige Male so aus. Aufgebackenes Baguette mit Belag (hier Frischkäse) und etwas Gemüse (hier Radieschen) dazu. Das ist einfach, sättigt trotzdem und auch mit jammerndem müden Mecker-Babymädchen schnell machbar. Und es schmeckt. Gerade bei den warmen Temperaturen habe ich auch nicht immer Lust mich in die Küche zu stellen und aufwändig zu kochen. 

Übrigens kommt diese Kombination auch zum Frühstück super an. Da essen sogar die Kiddies gerne mit - na gut, das Mittelmädchen hat mir den Käse vom Brot geklaut und der Große hat sich die Wurstbrote geschnappt. 




Auf diesem Bild seht Ihr den Geburtstagskuchen für meinen Papa. Er ist bekennender Schokoholiker und deshalb fand ich den Zauberkuchen total passend für ihn. Die Kombination mit der Nougatcreme oben drauf war schon ordentlich kalorienreich. Spannend ist die Konsistenz vom Kuchen, unten wie dicker Pudding, dazwischen wie weicher Pudding und oben wie normaler Kuchen (schön zu sehen im Bild). Ich denke mein Paps hat sich sehr gefreut über den Zauberkuchen. Verarbeitet habe ich Milch und Schokolade aus der Tafeltüte. 


Hier nun das besagte Spargelessen. Ich gebe zu, es ist ein bißchen geschummelt in der Zusammenfassung - Spargel, Kartoffeln, Eier und Butter hatte ich nämlich komplett selbst gekauft. Aber das Eiweiß habe ich zu Rührei verarbeitet und damit das nicht komplett weiß daher kommt, habe ich noch 2 Eier aus der Tafeltüte untergemischt. *g* Die selbstgemachte Hollandaise ist übrigens immer wieder ein Genuss - trotz des Aufwands den sie macht 💕 Da kann jede Fix-Version einpacken!

Das Dessert allerdings ist fast komplett Tafeltüte. Quark und Joghurt gemischt mit Himbeermarmelade, dazu oben drauf gekrümelter Butterspekulatius und eine Waffel. Einfach aber lecker.


Den Lauch der schon ein wenig traurig aussah warf ich mit Speck und Spätzle in die Pfanne. Ein wenig Salz und Pfeffer dazu, 3 Eier drüber und alles stocken lassen - fertig. War nicht aufwändig, hat aber leider auch nicht so gut geschmeckt. Die Spätzle hätten noch ein wenig mehr gebraten werden müssen. Da müsste ich evtl. nochmal dran feilen, es war aber eine gute Resteverwertung. 

Der Kohl aus der vorherigen Tüte war immer noch nicht verarbeitet und sah ebenfalls schon ganz traurig aus. Ich hab ihn klein geschnitten, dazu Zwiebel und Gnocchi, alles angebraten, ein wenig Sahne und Frischkäse dazu, Salz und Pfeffer - das war lecker! Obwohl ein bißchen viel Pfeffer drin gelandet ist 🙈

Am Dienstag habe ich für die Krabbelgruppe ein Bananenbrot gebacken - mein erstes überhaupt! Drin waren einige Nussreste aus meiner Speisekammer, dazu Schokolade (mit Haselnusscreme gefüllte Ostereier) und Eier von der Tafel. Das Brot war wirklich gut, leider habe ich kein besseres Foto davon machen können. 

Eine absolute Empfehlung gibt es für das Ragù á la Bolognese von heute gibt es. Extra geschmortes Gemüse, feinstes Rindfleisch und Milch sind drin. Es hat ordentlich Kalorien, aber schmeckt wirklich wirklich gut. Ich bin allerdings noch am überlegen ob es besser ist als das was ich sonst koche *g* Milch und Möhren waren aus der Tafeltüte. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 14. Mai 2017

Maulwurf-Muffins

Es ist schon etwas länger her, da hatte ich unglaublich Lust auf einen Maulwurfkuchen. Zeitgleich hatte mein Mittelmädchen Geburtstag und da sie nun in den Kindergarten geht, durfte ich backen für ihre Gruppe. Ein Maulwurfkuchen direkt ist aber von Kinder wohl etwas schwer zu essen (die Gruppen sind gemischt - von 3-6 Jahren ist da alles vertreten). Es sollte etwas einfaches sein, was man in die Hand nehmen kann im Morgenkreis. Und deshalb wurde aus einem Maulwurfkuchen gut portionierbare Maulwurfmuffins 😉


Für 12 Muffins

Für den Teig:

2 Eier
120 g Zucker
1 TL Vanilleessenz
100 ml Rapsöl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
80 ml Milch
100 g Mehl
20 g Backkakao
100 g gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln oder Haselnüsse)
3 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für die Füllung:

200 g Sahne 
2 TL Puderzucker
1 Banane

Zuerst die Eier mit dem Zucker schaumig rühren, dann die Vanilleessenz, Öl und Milch unterrühren. Mehl, Backkakao, Nüsse, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermischen und vorsichtig unter die Eier-Öl-Milch-Mischung rühren. 

Eine Muffinform mit Muffinförmchen auskleiden, den Teig gleichmäßig darin portionieren und im vorgeheizten Backofen bei 180°C für etwa 25 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen (hier über Nacht). 

Für die Füllung die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Die Banane in Scheiben schneiden. Nun mit einem Teelöffel die Muffins vorsichtig etwas aushöhlen. Das Ausgelöffelte in einer Schüssel fein zerkrümeln. Etwa 2/3 der Krümel unter die Sahne mischen. 

Nun jeweils 1-2 Bananenscheiben in die ausgehöhlten Muffins geben, Sahnemischung darauf verteilen und mit den übrigens Krümeln bestreuen. Bis zum Servieren am besten kalt stellen. 


Ich hatte übrigens die doppelte Menge Schokomuffins vorbereitet, obwohl die Gruppe "nur" aus 16 Kindern und 2 Betreuern besteht. Sicher ist sicher dachte ich mir. Ohne schlechtes Gewissen mampfte ich auch einen der Mini-Kuchen - Qualitätskontrolle und so. Ohne schlechtes Gewissen schnappte sich auch mein Freund einen Muffin - Qualitätskontrolle und so. Ohne schlechtes Gewissen schnappte sich auch das Mittelmädchen 4 Stück oder so 😭 Am Ende war es wirklich knapp überhaupt noch für jedes Kind einen Muffin in die Kita zu bekommen... 

Das Feedback war auf jeden Fall sehr positiv (einen fertigen Muffin konnte ich ja leider nicht mehr probieren...) und ich denke, die Maulwurfmuffins sind ein Hit auf jedem Kindergeburtstag 😊


Freitag, 5. Mai 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Mai 1?

So langsam wünsche ich mir echt den Frühling her. Dieses kalte, nasse Wetter momentan erinnert mich eher an Herbst, als an den Wonnemonat der jetzt eigentlich startet... Kein Wunder, dass es uns bei dem schiet Wetter (wie meine Oma sagen würde) direkt wieder gesundheitlich aus den Latschen gehauen hat. Da komme ich dann irgendwie immer zu viel weniger als gehofft und am Ende der zwei Wochen ist noch viel mehr im Kühlschrank als geplant *seufz*. 


Bei Instagram hatte jemand diese Tüte ganz treffend als "nach-den-Feiertagen-Tüte" bezeichnet. Sie war richtig gut gefüllt und ein paar ganz feine Sachen fanden sich darin. Am Tafeltag direkt hatte ich eine Freundin zu Besuch. Sie schaute ganz interessiert zu, was ich so alles aus den Beuteln zog und bei der ein oder anderen Sache erwähnte sie, dass sie noch einkaufen gehen müsste 😁 Im Endeffekt hat sie einen Plastikbeutel voll mitgenommen - unter anderem den Kaffee, den Ostersüßkram, ein bißchen Obst, Joghurt und Grillsauce. Einiges anderes legte ich noch für meine sonstigen Abnehmer zur Seite - z.B. das Fleisch - und was dann im Kühlschrank landete war nicht mehr ganz so viel, aber mehr als genug für uns. 

Meine Freundin blieb dann auch recht lange, wir hatten uns viel zu erzählen und die Kids hatten Spaß und wollten nicht unterbrechen. Also gab es direkt auch Abendessen bei uns. Die Pizza aus der Tafeltüte bot sich dabei quasi von selbst an. Da haben wir quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 

Nachdem sie gegangen waren, stellte ich mich noch in die Küche und putze den Rhabarber und die Erdbeeren. Die hätten es bis zum nächsten Tag nämlich kaum noch geschafft. Ich schnitt alles was noch essbar war klein, warf es in eine Schüssel, ordentlich Zucker drauf und ab in den Kühlschrank. Am nächsten Tag kochte ich alles auf und erhielt ein leckeres Erdbeer-Rhabarber-Kompott. 

Das Kompott gab es am nächsten Tag mit Pfannkuchen die sich Sohnemann so sehr gewünscht hat. Vielleicht nicht die beste Kombination, aber mir hat es geschmeckt.

Das restliche Kompott wollte ich eigentlich mit Milchreis kombinieren. Allerdings habe ich den Fehler gemacht die Kinder zu fragen ob sie lieber Grießbrei oder Milchreis essen wollten. Es wurde dann natürlich Grießbrei - ich hab mich nicht beschwert 😜

Die fertigen Grießbrei-Becher hab ich übrigens nicht geteilt, sondern alle ganz allein gegessen. Nur den großen Grießpudding habe ich mit einer Freundin geteilt - mit gezuckerten Erdbeeren oben drauf war das richtig richtig gut!


Ein absolutes Highlight für mich war der Graved Lachs. Ich kannte bisher nur Räucherlachs und um diese Version mache ich immer einen Bogen, weil sie sehr preisintensiv ist. Und jetzt weiß ich auch wieso - Graved Lachs ist so verdammt lecker 🙈 Manchmal wäre es besser so etwas nicht zu wissen... 

Trotz dem vollen Kühlschrank war ich am Samstag noch Kleinigkeiten einkaufen und dabei ist mir der reduzierte Alaskaseelachs in den Korb gehüpft. Ohne zu wissen was ich damit anstellen würde... Für den spontan geplanten Reisauflauf hatte ich dann auch gar nicht die richtigen Zutaten im Haus und hab mir mit den Sachen die dank der Tafel da waren ausgeholfen. Drin gelandet sind angefangener Kräuterfrischkäse und Crème Fraîche aus der letzten Tafeltüte. 

Die hart gekochten Eier in der Tüte mag ich nicht. Wir essen Eier weich gekocht oder als Spiegel- bzw. Rührei. Wo ich sie aber wirklich drin liebe ist Eiersalat. Ich mach den ganz einfach mit Majonaise (Miracel Whip), einer klein geschnittenen Zwiebel, Senf und etwas Salz. Und damit ich den nicht komplett allein essen muss, hab ich Brötchen gebacken und den Salat zur Krabbelgruppe mitgenommen 😏

Die restlichen Eier, ein Teil der Möhren und eine Stange Lauch landete in diesem Eierragout mit Blumenkohl. Dieses Gericht ist also tatsächlich mal komplett aus der Tafeltüte entstanden. Low Carb ist und bleibt aber nicht meins - mir fehlte irgendwie ein Brot dazu. 


An dieser Stelle stellt Ihr Euch bitte eine jammernde, fiebernde Frau auf dem Sofa vor - nach dem Blumenkohl-Eier-Ragout war ich nämlich erstmal für fast 2 komplette Tage ausgeknockt. Als dann so langsam das Leben in mich zurückkehrte, kochte ich irgendson Reis-Gemüse-Matsch. War nicht so toll und es blieb gut was über. Am nächsten Tag ging es mir deutlich besser, aber die Reste fuchsten mich. Ich würzte also nochmal nach, knetete ein Ei unter die Masse, formte kleine Bällchen die ich in Mehl, verquirltem Ei und Paniermehl wälze und dann frittierte. Dazu gab es einen Quarkdip. Was soll ich sagen - VIEL BESSER! 


Letztlich hat mich das lange Wochenende aber kalt erwischt - mein Freund wünschte sich Nudelsalat. Ich hab dann gebastelt und herausgekommen ist diese Tex-Mex-Variante eines Nudelsalats. Durchaus lecker und zum nachbasteln empfohlen. Sicherheitshalber hab ich das Rezept direkt aufgeschrieben, bevor ich es wieder vergesse...

Zum Abschluss gibt es noch ein bißchen Soulfood. Ich hatte nämlich total Lust auf Kartoffeln - die hatte ich meinen Freund schließlich extra kaufen lassen. Außerdem war in der Tüte jede Menge Buttermilch, die immer noch im Kühlschrank stand und Eier waren auch im Haus. Es gab als Kindheitserinnerung pur -Buttermilchkartoffeln


Und noch einmal Soulfood - aus den vorgekochten Kartoffeln und dem Lauch habe ich wieder die oberleckere Kartoffel-Lauch-Suppe gekocht. Im Kühlschrank liegt jetzt noch eine halbe Packung Kartoffeln die ich für Kartoffel-Knoblauch-Suppe nutzen will. Ich esse da allerdings allein dran und brauch dann zwei Tage zum aufessen. Deshalb hatte ich mir für die Kartoffel-Lauch-Suppe schon Unterstützung eingeladen. Meiner Freundin hat es geschmeckt (und weil sie Vegetarierin ist, hab ich die Merguez-Einlage weggelassen). 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Tex-Mex-Nudelsalat

Irgendwie ist aktuell der Wurm drin bei uns, gerade erholt von einer Krankheit schon steht der nächste Mist in den Startlöchern und haut uns um... So geschehen letzte Woche, ich lag nieder mit Fieber, Watte im Kopf und Ohrenschmerzen, das Mittelmädchen zog einen Tag später mit Mittelohrentzündung nach und das lange Wochenende stand vor der Tür. Mit letzter Denkkraft schickte ich meinen Freund Kartoffeln kaufen - sicherheitshalber. Nur um dann am Montag von ihm zu hören: "Ich hab Lust auf einen Nudelsalat, machst du einen?". Öhm ja klar, aber woraus? Meine Vorräte sind momentan arg angegriffen und müssen demnächst dringend aufgefüllt werden. Ich checkte also mal, was ich überhaupt noch im Haus hatte und fand schwarze Bohnen in Chilisauce, Tomaten, Paprika und ein angefangenes Glas Miracel Whip das langsam aber sicher weg musste. Also frisch ans Werk:

1 Packung Nudeln
3 große Möhren
1 Glas Majonaise (hier Miracel Whip)
1 Dose schwarze Bohnen in Chilisauce
2 Paprika
2 Zwiebeln
4 Tomaten
Salz

Wasser in einem großen Topf aufkochen und kräftig salzen. Die Möhren schälen und grob würfeln. Nudeln und Möhren in den Topf geben und bißfest kochen (sie sind etwa zeitgleich fertig). In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen. 

Die Majonaise in eine große Schüssel geben. Die schwarzen Bohnen mit Chilisauce komplett dazu geben und verrühren. Das übrige Gemüse (Tomate, Paprika, Zwiebel) putzen und würfeln - die Zwiebeln fein, den Rest etwas grober. Das gewürfelte Gemüse dann ebenfalls in die Schüssel geben und alles gut verrühren. Zum Schluss die abgetropfte Möhren-Nudel-Mischung unterrühren. 



Die Nudeln habe ich wirklich kräftig mit Salz gekocht und durch die Chilisauce war es scharf genug - nachwürzen musste ich nicht, vielleicht ist das bei Euch ja anders, probiert auf jeden Fall. 

Geschmeckt hat der spontane Nudelsalat auf jeden Fall. Ich bin immer wieder begeistert wie wandelbar manche Gerichte sind 😏