Recent Posts

Freitag, 19. Mai 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Mai 2?

Wieder sind zwei Wochen um und ich frage mich wirklich, wo die Zeit hin ist. Wahrscheinlich ist die Zeit so verflogen, weil wir Besuch hatten. Die Oma meines Partners war mit ihrer Tochter (die Tante meines Partners) und deren Lebensgefährtin in Quedlinburg. Gewohnt haben sie in einer wundervollen kleinen Pension. Das Wetter war fantastisch in der Zeit und so waren wir viel draußen und schauten abends dann in der Pension vorbei. Meist aßen wir dann noch zusammen Abendbrot (vor Ort ist eine kleine kuschelige Pizzeria, bei der wir Essen holten). Einmal waren sie auch bei uns, da gab es lecker Spargel mit selbstgemachter Sauce Hollandaise und Kartoffeln. Hach ja, die zwei Wochen waren wirklich schön 💕. 

Aber Ihr seid ja nicht hier um meine Ausführungen zum Urlaub der Familie zu lesen, sondern um zu sehen was aus der Tafeltüte wurde. Dazu noch kurz die Info, dass ich etwas instagrammüde war in der letzten Zeit. Viele Sachen die ich gemacht habe, haben es daher gar nicht auf meinen Instagramkanal geschafft...



Wie man sieht, war es wieder eine durchaus gut gefüllte Tüte und eine schöne Mischung. Diesmal weggegeben habe ich die fertigen Salate, das Hähnchen und die Fix-Sachen, einen Teil vom Obst, die gefärbten Eier und einen Teil vom Joghurt. 

Über die Kekse, die Schaumküsse und die Milchbrötchen haben sich die Kiddies sehr gefreut. Was ich mich den Kuschel-Rentieren mache, weiß ich noch nicht, aber niedlich sind sie 😏 Ganz spannend fand ich ja den Milchreis, der ist noch haltbar, die Packung ist nicht kaputt und normalerweise ist sowas nicht in der Tüte. Ich schätze von Weihnachten war von den Rewe-Aktions-Tüten noch ein bißchen was übrig, dass jetzt einzeln an die Leute verteilt wird. Finde ich persönlich ja super!


Die Verwertung der Tafeltüte sah einige Male so aus. Aufgebackenes Baguette mit Belag (hier Frischkäse) und etwas Gemüse (hier Radieschen) dazu. Das ist einfach, sättigt trotzdem und auch mit jammerndem müden Mecker-Babymädchen schnell machbar. Und es schmeckt. Gerade bei den warmen Temperaturen habe ich auch nicht immer Lust mich in die Küche zu stellen und aufwändig zu kochen. 

Übrigens kommt diese Kombination auch zum Frühstück super an. Da essen sogar die Kiddies gerne mit - na gut, das Mittelmädchen hat mir den Käse vom Brot geklaut und der Große hat sich die Wurstbrote geschnappt. 




Auf diesem Bild seht Ihr den Geburtstagskuchen für meinen Papa. Er ist bekennender Schokoholiker und deshalb fand ich den Zauberkuchen total passend für ihn. Die Kombination mit der Nougatcreme oben drauf war schon ordentlich kalorienreich. Spannend ist die Konsistenz vom Kuchen, unten wie dicker Pudding, dazwischen wie weicher Pudding und oben wie normaler Kuchen (schön zu sehen im Bild). Ich denke mein Paps hat sich sehr gefreut über den Zauberkuchen. Verarbeitet habe ich Milch und Schokolade aus der Tafeltüte. 


Hier nun das besagte Spargelessen. Ich gebe zu, es ist ein bißchen geschummelt in der Zusammenfassung - Spargel, Kartoffeln, Eier und Butter hatte ich nämlich komplett selbst gekauft. Aber das Eiweiß habe ich zu Rührei verarbeitet und damit das nicht komplett weiß daher kommt, habe ich noch 2 Eier aus der Tafeltüte untergemischt. *g* Die selbstgemachte Hollandaise ist übrigens immer wieder ein Genuss - trotz des Aufwands den sie macht 💕 Da kann jede Fix-Version einpacken!

Das Dessert allerdings ist fast komplett Tafeltüte. Quark und Joghurt gemischt mit Himbeermarmelade, dazu oben drauf gekrümelter Butterspekulatius und eine Waffel. Einfach aber lecker.


Den Lauch der schon ein wenig traurig aussah warf ich mit Speck und Spätzle in die Pfanne. Ein wenig Salz und Pfeffer dazu, 3 Eier drüber und alles stocken lassen - fertig. War nicht aufwändig, hat aber leider auch nicht so gut geschmeckt. Die Spätzle hätten noch ein wenig mehr gebraten werden müssen. Da müsste ich evtl. nochmal dran feilen, es war aber eine gute Resteverwertung. 

Der Kohl aus der vorherigen Tüte war immer noch nicht verarbeitet und sah ebenfalls schon ganz traurig aus. Ich hab ihn klein geschnitten, dazu Zwiebel und Gnocchi, alles angebraten, ein wenig Sahne und Frischkäse dazu, Salz und Pfeffer - das war lecker! Obwohl ein bißchen viel Pfeffer drin gelandet ist 🙈

Am Dienstag habe ich für die Krabbelgruppe ein Bananenbrot gebacken - mein erstes überhaupt! Drin waren einige Nussreste aus meiner Speisekammer, dazu Schokolade (mit Haselnusscreme gefüllte Ostereier) und Eier von der Tafel. Das Brot war wirklich gut, leider habe ich kein besseres Foto davon machen können. 

Eine absolute Empfehlung gibt es für das Ragù á la Bolognese von heute gibt es. Extra geschmortes Gemüse, feinstes Rindfleisch und Milch sind drin. Es hat ordentlich Kalorien, aber schmeckt wirklich wirklich gut. Ich bin allerdings noch am überlegen ob es besser ist als das was ich sonst koche *g* Milch und Möhren waren aus der Tafeltüte. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 14. Mai 2017

Maulwurf-Muffins

Es ist schon etwas länger her, da hatte ich unglaublich Lust auf einen Maulwurfkuchen. Zeitgleich hatte mein Mittelmädchen Geburtstag und da sie nun in den Kindergarten geht, durfte ich backen für ihre Gruppe. Ein Maulwurfkuchen direkt ist aber von Kinder wohl etwas schwer zu essen (die Gruppen sind gemischt - von 3-6 Jahren ist da alles vertreten). Es sollte etwas einfaches sein, was man in die Hand nehmen kann im Morgenkreis. Und deshalb wurde aus einem Maulwurfkuchen gut portionierbare Maulwurfmuffins 😉


Für 12 Muffins

Für den Teig:

2 Eier
120 g Zucker
1 TL Vanilleessenz
100 ml Rapsöl (oder anderes geschmacksneutrales Öl)
80 ml Milch
100 g Mehl
20 g Backkakao
100 g gemahlene Nüsse (z.B. Mandeln oder Haselnüsse)
3 TL Backpulver
1 Prise Salz

Für die Füllung:

200 g Sahne 
2 TL Puderzucker
1 Banane

Zuerst die Eier mit dem Zucker schaumig rühren, dann die Vanilleessenz, Öl und Milch unterrühren. Mehl, Backkakao, Nüsse, Salz und Backpulver in einer Schüssel vermischen und vorsichtig unter die Eier-Öl-Milch-Mischung rühren. 

Eine Muffinform mit Muffinförmchen auskleiden, den Teig gleichmäßig darin portionieren und im vorgeheizten Backofen bei 180°C für etwa 25 Minuten backen. Komplett auskühlen lassen (hier über Nacht). 

Für die Füllung die Sahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Die Banane in Scheiben schneiden. Nun mit einem Teelöffel die Muffins vorsichtig etwas aushöhlen. Das Ausgelöffelte in einer Schüssel fein zerkrümeln. Etwa 2/3 der Krümel unter die Sahne mischen. 

Nun jeweils 1-2 Bananenscheiben in die ausgehöhlten Muffins geben, Sahnemischung darauf verteilen und mit den übrigens Krümeln bestreuen. Bis zum Servieren am besten kalt stellen. 


Ich hatte übrigens die doppelte Menge Schokomuffins vorbereitet, obwohl die Gruppe "nur" aus 16 Kindern und 2 Betreuern besteht. Sicher ist sicher dachte ich mir. Ohne schlechtes Gewissen mampfte ich auch einen der Mini-Kuchen - Qualitätskontrolle und so. Ohne schlechtes Gewissen schnappte sich auch mein Freund einen Muffin - Qualitätskontrolle und so. Ohne schlechtes Gewissen schnappte sich auch das Mittelmädchen 4 Stück oder so 😭 Am Ende war es wirklich knapp überhaupt noch für jedes Kind einen Muffin in die Kita zu bekommen... 

Das Feedback war auf jeden Fall sehr positiv (einen fertigen Muffin konnte ich ja leider nicht mehr probieren...) und ich denke, die Maulwurfmuffins sind ein Hit auf jedem Kindergeburtstag 😊


Freitag, 5. Mai 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Mai 1?

So langsam wünsche ich mir echt den Frühling her. Dieses kalte, nasse Wetter momentan erinnert mich eher an Herbst, als an den Wonnemonat der jetzt eigentlich startet... Kein Wunder, dass es uns bei dem schiet Wetter (wie meine Oma sagen würde) direkt wieder gesundheitlich aus den Latschen gehauen hat. Da komme ich dann irgendwie immer zu viel weniger als gehofft und am Ende der zwei Wochen ist noch viel mehr im Kühlschrank als geplant *seufz*. 


Bei Instagram hatte jemand diese Tüte ganz treffend als "nach-den-Feiertagen-Tüte" bezeichnet. Sie war richtig gut gefüllt und ein paar ganz feine Sachen fanden sich darin. Am Tafeltag direkt hatte ich eine Freundin zu Besuch. Sie schaute ganz interessiert zu, was ich so alles aus den Beuteln zog und bei der ein oder anderen Sache erwähnte sie, dass sie noch einkaufen gehen müsste 😁 Im Endeffekt hat sie einen Plastikbeutel voll mitgenommen - unter anderem den Kaffee, den Ostersüßkram, ein bißchen Obst, Joghurt und Grillsauce. Einiges anderes legte ich noch für meine sonstigen Abnehmer zur Seite - z.B. das Fleisch - und was dann im Kühlschrank landete war nicht mehr ganz so viel, aber mehr als genug für uns. 

Meine Freundin blieb dann auch recht lange, wir hatten uns viel zu erzählen und die Kids hatten Spaß und wollten nicht unterbrechen. Also gab es direkt auch Abendessen bei uns. Die Pizza aus der Tafeltüte bot sich dabei quasi von selbst an. Da haben wir quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. 

Nachdem sie gegangen waren, stellte ich mich noch in die Küche und putze den Rhabarber und die Erdbeeren. Die hätten es bis zum nächsten Tag nämlich kaum noch geschafft. Ich schnitt alles was noch essbar war klein, warf es in eine Schüssel, ordentlich Zucker drauf und ab in den Kühlschrank. Am nächsten Tag kochte ich alles auf und erhielt ein leckeres Erdbeer-Rhabarber-Kompott. 

Das Kompott gab es am nächsten Tag mit Pfannkuchen die sich Sohnemann so sehr gewünscht hat. Vielleicht nicht die beste Kombination, aber mir hat es geschmeckt.

Das restliche Kompott wollte ich eigentlich mit Milchreis kombinieren. Allerdings habe ich den Fehler gemacht die Kinder zu fragen ob sie lieber Grießbrei oder Milchreis essen wollten. Es wurde dann natürlich Grießbrei - ich hab mich nicht beschwert 😜

Die fertigen Grießbrei-Becher hab ich übrigens nicht geteilt, sondern alle ganz allein gegessen. Nur den großen Grießpudding habe ich mit einer Freundin geteilt - mit gezuckerten Erdbeeren oben drauf war das richtig richtig gut!


Ein absolutes Highlight für mich war der Graved Lachs. Ich kannte bisher nur Räucherlachs und um diese Version mache ich immer einen Bogen, weil sie sehr preisintensiv ist. Und jetzt weiß ich auch wieso - Graved Lachs ist so verdammt lecker 🙈 Manchmal wäre es besser so etwas nicht zu wissen... 

Trotz dem vollen Kühlschrank war ich am Samstag noch Kleinigkeiten einkaufen und dabei ist mir der reduzierte Alaskaseelachs in den Korb gehüpft. Ohne zu wissen was ich damit anstellen würde... Für den spontan geplanten Reisauflauf hatte ich dann auch gar nicht die richtigen Zutaten im Haus und hab mir mit den Sachen die dank der Tafel da waren ausgeholfen. Drin gelandet sind angefangener Kräuterfrischkäse und Crème Fraîche aus der letzten Tafeltüte. 

Die hart gekochten Eier in der Tüte mag ich nicht. Wir essen Eier weich gekocht oder als Spiegel- bzw. Rührei. Wo ich sie aber wirklich drin liebe ist Eiersalat. Ich mach den ganz einfach mit Majonaise (Miracel Whip), einer klein geschnittenen Zwiebel, Senf und etwas Salz. Und damit ich den nicht komplett allein essen muss, hab ich Brötchen gebacken und den Salat zur Krabbelgruppe mitgenommen 😏

Die restlichen Eier, ein Teil der Möhren und eine Stange Lauch landete in diesem Eierragout mit Blumenkohl. Dieses Gericht ist also tatsächlich mal komplett aus der Tafeltüte entstanden. Low Carb ist und bleibt aber nicht meins - mir fehlte irgendwie ein Brot dazu. 


An dieser Stelle stellt Ihr Euch bitte eine jammernde, fiebernde Frau auf dem Sofa vor - nach dem Blumenkohl-Eier-Ragout war ich nämlich erstmal für fast 2 komplette Tage ausgeknockt. Als dann so langsam das Leben in mich zurückkehrte, kochte ich irgendson Reis-Gemüse-Matsch. War nicht so toll und es blieb gut was über. Am nächsten Tag ging es mir deutlich besser, aber die Reste fuchsten mich. Ich würzte also nochmal nach, knetete ein Ei unter die Masse, formte kleine Bällchen die ich in Mehl, verquirltem Ei und Paniermehl wälze und dann frittierte. Dazu gab es einen Quarkdip. Was soll ich sagen - VIEL BESSER! 


Letztlich hat mich das lange Wochenende aber kalt erwischt - mein Freund wünschte sich Nudelsalat. Ich hab dann gebastelt und herausgekommen ist diese Tex-Mex-Variante eines Nudelsalats. Durchaus lecker und zum nachbasteln empfohlen. Sicherheitshalber hab ich das Rezept direkt aufgeschrieben, bevor ich es wieder vergesse...

Zum Abschluss gibt es noch ein bißchen Soulfood. Ich hatte nämlich total Lust auf Kartoffeln - die hatte ich meinen Freund schließlich extra kaufen lassen. Außerdem war in der Tüte jede Menge Buttermilch, die immer noch im Kühlschrank stand und Eier waren auch im Haus. Es gab als Kindheitserinnerung pur -Buttermilchkartoffeln


Und noch einmal Soulfood - aus den vorgekochten Kartoffeln und dem Lauch habe ich wieder die oberleckere Kartoffel-Lauch-Suppe gekocht. Im Kühlschrank liegt jetzt noch eine halbe Packung Kartoffeln die ich für Kartoffel-Knoblauch-Suppe nutzen will. Ich esse da allerdings allein dran und brauch dann zwei Tage zum aufessen. Deshalb hatte ich mir für die Kartoffel-Lauch-Suppe schon Unterstützung eingeladen. Meiner Freundin hat es geschmeckt (und weil sie Vegetarierin ist, hab ich die Merguez-Einlage weggelassen). 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Tex-Mex-Nudelsalat

Irgendwie ist aktuell der Wurm drin bei uns, gerade erholt von einer Krankheit schon steht der nächste Mist in den Startlöchern und haut uns um... So geschehen letzte Woche, ich lag nieder mit Fieber, Watte im Kopf und Ohrenschmerzen, das Mittelmädchen zog einen Tag später mit Mittelohrentzündung nach und das lange Wochenende stand vor der Tür. Mit letzter Denkkraft schickte ich meinen Freund Kartoffeln kaufen - sicherheitshalber. Nur um dann am Montag von ihm zu hören: "Ich hab Lust auf einen Nudelsalat, machst du einen?". Öhm ja klar, aber woraus? Meine Vorräte sind momentan arg angegriffen und müssen demnächst dringend aufgefüllt werden. Ich checkte also mal, was ich überhaupt noch im Haus hatte und fand schwarze Bohnen in Chilisauce, Tomaten, Paprika und ein angefangenes Glas Miracel Whip das langsam aber sicher weg musste. Also frisch ans Werk:

1 Packung Nudeln
3 große Möhren
1 Glas Majonaise (hier Miracel Whip)
1 Dose schwarze Bohnen in Chilisauce
2 Paprika
2 Zwiebeln
4 Tomaten
Salz

Wasser in einem großen Topf aufkochen und kräftig salzen. Die Möhren schälen und grob würfeln. Nudeln und Möhren in den Topf geben und bißfest kochen (sie sind etwa zeitgleich fertig). In ein Sieb abgießen und abkühlen lassen. 

Die Majonaise in eine große Schüssel geben. Die schwarzen Bohnen mit Chilisauce komplett dazu geben und verrühren. Das übrige Gemüse (Tomate, Paprika, Zwiebel) putzen und würfeln - die Zwiebeln fein, den Rest etwas grober. Das gewürfelte Gemüse dann ebenfalls in die Schüssel geben und alles gut verrühren. Zum Schluss die abgetropfte Möhren-Nudel-Mischung unterrühren. 


Die Nudeln habe ich wirklich kräftig mit Salz gekocht und durch die Chilisauce war es scharf genug - nachwürzen musste ich nicht, vielleicht ist das bei Euch ja anders, probiert auf jeden Fall. 

Geschmeckt hat der spontane Nudelsalat auf jeden Fall. Ich bin immer wieder begeistert wie wandelbar manche Gerichte sind 😏



Sonntag, 23. April 2017

Mohn-Birnen-Kuchen mit Schmandguss

Unvorhergesehen habe ich eine kleine Blogpause eingelegt. Mir waren die letzten beiden Wochen nämlich im realen Leben stressig genug. Ein Workshop in Berlin, Ostern mit einem großen Brunch bei dem die ganze Familie zu Besuch war und mein eigener Geburtstag. 

Dadurch, dass ich im April geboren bin, habe ich manchmal das Pech, dass Ostern und mein Geburtstag sehr nah aneinander sind. Die unglücklichste Paarung war tatsächlich einmal mein Geburtstag direkt am Ostersonntag. Hat mir nicht gefallen und seit diesem Tag habe ich (noch mehr) Mitleid mit allen Weihnachtsgeburtstagskindern. Es ist nämlich wirklich stressig. Also stressiger als ein Geburtstag ohnehin bereits ist...

Wie auch immer. In meinem noch-platt-von-Ostern-Delirium habe ich tatsächlich bis zum Mittwoch gewartet um zu entscheiden, ob ich denn nun feiern möchte oder nicht. Ich entschied mich dafür und glücklicherweise hatten zwei Freundinnen, meine Schwester und mein Vater noch nichts besseres vor 😍. 

Zum Kaffee trinken hatte ich spontan drei Kuchen geplant und zwar aus dem was ich noch da hatte, damit ich nicht groß einkaufen muss. Der Rhabarber im Kühlschrank musste weg und deshalb stand für mich schnell fest, es gibt auf jeden Fall den Rhabarber-Haselnuss-Kuchen. Ebenso schrien die Bananen in der Küche nach meinem leckeren Schokoladen-Bananen-Kuchen. Für einen dritten Kuchen wollte ich nach etwas frischem suchen, bei dem ich möglichst noch etwas von der sauren Sahne im Kühlschrank verarbeiten kann (da hat sich tafelbedingt ein bißchen was angesammelt...). 

Ich stöberte also online vor mich hin und fand dann den Mohn-Schmandkuchen mit Birnen. Ich weiß nicht warum, aber bei Mohn setzt es immer ein bißchen aus bei mir und ich will das dann unbedingt haben. SOFORT! Also musste ich doch noch einkaufen... Dosenbirnen und gemahlenen Mohn hatte ich nämlich nicht mehr im Haus. Und Schmand brauchte ich auch, nix mit Aufbrauchen von Saurer Sahne 🙈



Für den Mürbeteig

1 Ei
150 g Mehl
75 g Zucker
75 g Butter
1 Prise Salz
1 Pkg Vanillezucker
1 1/2 EL Wasser

Für die Mohnmasse

250 ml Milch
200 g Mohn, gemahlen
100 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier

Für den Schmandguss

200 g Schmand
3 Eier
1 TL Speisestärke
75 g Zucker
etwas gemahlene Vanilleschote (optional)

Außerdem

1 Dose Birnen oder 4 reife feste Birnen
ca. 2 EL Paniermehl
Puderzucker n. B. 

Zuerst den Mürbeteig ansetzen. Dafür das Ei trennen, das Eiweiß für später kühl stellen. Das Mehl mit Zucker, Salz, Vanillezucker, Eigelb und Butter zu Streuseln kneten. Dann das Wasser zugeben und alles noch einmal durchkneten. 

Eine 26-cm-Springform fetten und mit Mehl ausstreuen. Den Mürbeteig auf dem Boden verteilen (dabei KEINEN Rand hochziehen). Am besten geht das Verteilen mit leicht gemehlten Händen, weil der Teig doch recht klebrig ist. Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und für etwa 30 Minuten in den Kühlschrank stellen zum ruhen. 

Als nächstes die Milch aufkochen. Den Mohn, Salz, Zucker und Vanillezucker einrühren und unter Rühren noch einmal aufkochen und 2-3 Minuten köcheln lassen. Dabei unbedingt dabei bleiben, die Masse wird direkt sehr dick und es besteht große Gefahr dass die Mohnmasse anbrennt! Den Topf vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren. 

Wenn die Birnen frisch sind, dann diese waschen, schälen, halbieren, das Kerngehäuse heraustrennen und zur Seite stellen. Wenn Dosenbirnen verwendet werden, diese gut abtropfen lassen, der Saft wird nicht benötigt. 

Zuletzt den Schmandguss vorbereiten, dafür den Schmand mit den Eiern, der Stärke und dem Zucker verrühren. Optional kann noch etwas gemahlene Vanille zugegeben oder ein Teil des Zuckers durch Vanillezucker ersetzt werden.

Den Ofen vorheizen auf 200°C. Den Mürbeteigboden gleichmäßig mit Paniermehl bestreuen. Die abgekühlte Mohnmasse mit dem kalt gestellten Eiweiß und den 2 kompletten Eiern verrühren und auf den Boden geben. Die Masse gleichmäßig verteilen und glatt streichen. Die vorbereiteten halben Birnen im Kreis auf der Mohnmasse verteilen und leicht andrücken. Den Schmandguss vorsichtig darüber gießen. 

Auf der untersten Schiene für 55-60 Minuten backen. Aus dem Ofen herausnehmen, in der Form abkühlen lassen, den Tortenring lösen und mit Puderzucker bestreuen. 



Der Kuchen ist durch die Vorbereitung des Mürbeteiges natürlich etwas aufwändiger, aber ganz ehrlich er macht optisch und geschmacklich richtig was her! Ich war direkt beim Anschneiden verliebt. Originalton ungefähr so: "Boah guckt mal wie cool der aussieht 😍😍😍".

Übrigens eine Sache muss ich noch anmerken - das Rezept ist original von der Lecker-Seite und ich habe es mir ausgedruckt. Und fragt nicht wie ich geflucht habe, weil das Rezept gefühlt sehr umständlich geschrieben war. Ich hoffe mit meiner Aufteilung und Umschreibung ist der Kuchen leichter zu backen. Denn er lohnt auf jeden Fall, mindestens eine Freundin wartet schon auf das Rezept 😁.


Samstag, 22. April 2017

Was wurde aus der Tafeltüte April 2?

Ihr habt es sicher mitbekommen - ich habe eine spontane kleine Blogpause eingelegt. Das war so nicht beabsichtigt, normalerweise möchte ich mindestens 2-3 Rezepte veröffentlichen zwischen den Tafelzusammenfassungen. Aber die letzten zwei Wochen waren einfach voll. Direkt am Wochenende 8./9./10. April waren wir in Berlin, 2 Tage war ich zum Urban Gardening Workshop vom Foodiemeetup und einen Tag haben wir noch Ferien dran gehängt (glücklicherweise haben wir die Möglichkeit bei Verwandten zu schlafen). Die Woche waren die Kids dann Zuhause, das machen wir fast immer während der Schulferien. Dann kam schon das Osterwochenende, dass wir gammelnd, aufräumend, vorbereitend und feiernd mit meiner Familie verbrachten. Schwupps, da waren wir schon in der kurzen Woche in der mein Geburtstag (Donnerstag) anstand mit eingeladenen Freunden und Familie und da war auch diese Woche schon vorbei. Ich muss zugeben, die Dynamik dieser zwei Wochen hat mich sehr erschreckt, die Zeit rannte wirklich an mir vorbei. Aber es war einfach toll und ich möchte sie nicht missen. Und ich denke Ihr verzeiht es mir auch, dass Leben 1.0 gerade einfach mal vorging 😊


Ein paar der Sachen habe ich übrigens mitgenommen nach Berlin zu Freunden und Familie. Schließlich sind viele Sachen zum Sofortverzehr gedacht und wenn ich das erste Wochenende nicht da bin, ist das schwierig. Außerdem waren meine sonstigen Abnehmer selbst verreist. Einige Sachen habe ich aber noch liegen, wie zB. die Tortillas, das Kebab Brot und den Blumenkohl. Die tauchen dann einfach in der nächsten Zusammenfassung auf 😁

Über die TicTacs und die Eiswaffeln haben sich die Kids sehr gefreut, sie lieben beides. Die kleinen Muffins habe ich zu meinem Geburtstag mit auf den Kaffeetisch gestellt und war ein bißchen beleidigt, dass Kuchen über blieb, die Muffins allerdings am Ende leer waren. Die Pizzen haben wir uns ohne Foto einfach so mal zum Abendessen gemacht (ich popelte die Salami runter, mein Sohn die Paprika und meine Tochter alles 😆). 

Schwierig fand ich die frische Schälrippe. Da meine sonstigen Abnehmer ja wie gesagt nicht kommen konnten, musste ich sie gleich verarbeiten oder wegwerfen (mir fällt grad ein, einfrieren wäre ja auch gegangen. Bin ich in dem Moment echt nicht drauf gekommen). Wegwerfen kam für mich natürlich nicht in Frage. Also habe ich sie in einer Honig-Senf-Marinade asiatisch angehaucht eingelegt und mitgenommen nach Berlin. Abends kam der in die Auflaufform und zack - Abendessen fertig. Schade, dass es sonst keiner probieren wollte, die Rippchen waren nämlich wirklich lecker. Die Marinade muss ich unbedingt noch einmal machen. 

Um die Bananen zu verwerten, habe ich am Freitag noch schnell einen Schokoladen-Bananen-Kuchen gebacken und mitgenommen zu den Omas. Am meisten gefreut haben sich seltsamerweise die Kinder, die ungefähr den halben Kuchen allein aßen - innerhalb von 3 Tagen. Das wunderte mich, denn bisher wurde dieser Kuchen von ihnen mit Nichtachtung gestraft. Da sich dieses Phänomen allerdings auch wiederholte, als ich den Kuchen zu meinem Geburtstag noch einmal buk, scheinen sie dem Schokoladen-Bananen-Kuchen nun ebenso verfallen zu sein wie ich!



Die Möhrchen aus der Tafeltüte wurden zu einer Fischstäbchenbeilage. Kombiniert mit Kohlrabi den ich noch liegen hatte, und Kartoffelbrei aus den schrumpeligen Kartoffeln in der Vorratskammer ein perfektes Abendessen. Ihr wisst ja, bei Fischstäbchen meckert hier niemand... 😏 Das Gemüse habe ich übrigens wie beim Wurzelgemüse in Sahnesauce zu bereitet.

Der Porree, die Champignons und Créme Fraîche aus einer vorherigen Tüte durften mit Hofladenhackfleisch als Käse-Lauch-Suppe unseren Gaumen erfreuen. Ernsthaft, ich liebe diese Variante der Käsesuppe. Auch wenn sie ewig viele Kalorien hat, es lohnt sich einfach. Am besten Brot und so weglassen, dann ist es Low Carb und bestimmt nicht ganz so schlimm.


Am Ostersonntag haben wir mit meiner Familie gebruncht. Dabei habe ich einiges von der eingefrorenen Hefe aufgebraucht. Es gab ein Bärlauch-Monkeybread und Krabbelgruppenbrötchen.  























Außerdem einen Osterzopf und Würstchentornados (die nicht nur bei den Kindern super ankamen). 



Völlig übertrieben habe ich dann noch mit lecker Quarkbällchen. Da hatte sich schon wieder einiges an Quark im Kühlschrank angesammelt und ich habe eigentlich nur auf eine Gelegenheit gewartet mal wieder welche zu machen - das Frittieren hat allerdings einige Zeit in Anspruch genommen. Und zu ungeduldig war ich auch, teilweise waren sie noch roh in der Mitte. Gestört hat das aber wohl niemanden, zumindest gab es keine negativen Rückmeldungen. Ich hab mich auf jeden Fall ziemlich überfressen an den Dingern (und ich bereue nichts 😀). 


Ein schönes Schnäppchen habe ich übrigens am Ostersamstag gemacht, als ich abends noch fix was vergessenes einkaufen wollte. In der Fischtheke lag küchenfertiger Thunfisch, Verbrauchsdatum 18.4. für 50 % rabattiert. Da habe ich mich nicht lange bitten lassen und schon lagen beide vorrätigen Packungen in meinem Einkaufskorb. Ich habe ihn von allen Seiten angebraten, dann bei 150 Grad für 10 Minuten in den Ofen, gebratene rote Zwiebeln dazu und diesmal habe ich noch die Burgerbrötchen von der Tafel mit aufgebacken. So wurde da also ein ganz fixer Thunfischburger draus. Hat unglaublich gut geschmeckt und dafür gesorgt, dass ich gewiss wieder auf der Suche nach Schnöppchen um die Fischtruhe herumschleichen werde...


Die mittlerweile arg schrumpeligen Paprika habe ich mit der Zucchini und ein paar Tomaten zu einer ratatouilleartigen Sauce verkocht, da drin habe ich gekühlte Fertig-Tortellinis warm gemacht, für mich noch etwas angebratenen Speck dazu - fertig war ein fixes Abendessen. 

Und dann war auch schon mein Geburtstag ran. Bis zuletzt war ich unentschlossen ob ich überhaupt feiern werde, oder ob ich es einfach unter den Tisch fallen lasse. Allerdings finde ich es einfach schön mit Freunden und Familie diesen Tag zu genießen. Und obwohl meine Einladung sehr spontan war (nicht mal 24 Stunden vorher) war ich an diesem Tag nicht allein. Das fand ich toll!


Gebacken hatte ich wie oben schon erwähnt nochmal den Bananen-Schokoladen-Kuchen, einen Birnen-Mohn-Schmand-Kuchen und diesen Rhabarber-Haselnuss-Kuchen

Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Freitag, 7. April 2017

Was wurde aus der Tafeltüte April 1?

Beim letzten Tafelgang gab es eine kleine Änderung zu sonst - ich habe die Tüte nicht allein abgeholt. Ich war an diesem Tafelfreitag nämlich mit meiner Schwester auf der Buchmesse. Es ging kein anderer Tag, wir fahren seit Jahren regelmäßig hin und am Wochenende gehe ich nicht auf die Messe. Schon gar nicht mit dem Babymädchen dabei! Aus diesem Grund habe ich Bekannte mit demselben Tafeltag gefragt, ob sie meine Tüte mit abholen könnten. Das Geld, eine Vollmacht, meine Tafelkarte und einen Bestechungskuchen 😀 hatte ich rechtzeitig vorher hingebracht und alles abgesprochen. Am Samstag fuhren wir dann hin und holten die Tüten ab. Einfach toll, dass das so gut geklappt hat!



Die Tüte diesmal war im Vergleich zu sonst wenig. Auf Instagram wurde ich für diese Aussage kritisiert, sie ist aber nicht negativ sondern einfach objektiv gemeint. Wenn die Tüte nicht so voll ist, ist es nämlich klar, dass ich nicht soviel daraus gekocht habe. Und von dem was drin war, habe ich auch wieder was weggegeben - die Wurst, einen Teil vom Obst, die Mango-Currysauce (wir haben noch eine fast volle Packung), die Fruchtbuttermilch ... Weggeworfen habe ich den grünen Spargel, weil er unten komplett verschimmelt war. Da wollte ich nichts riskieren (ein Foto erspare ich Euch).

Die Pizza gab es direkt am Abend, sie waren durch die Nacht ohne Tiefkühlung schon aufgetaut und wieder einfrieren geht ja nicht. Ein Foto habe ich aus akuter Unlust zu dem Zeitpunkt nicht gemacht (ich lag stillend auf dem Sofa und war froh, dass mein Freund die Pizza vorm Verbrennen gerettet hat - an Fotos war da nicht zu denken 😏 ).


Ein Großteil des Gemüses wie Paprika und Rucola landete in Salaten wie diesem hier. Mein Freund macht das ernst mit dem "etwas gesünder essen" und geschnippelt schmeckt gesundes halt deutlich besser... Also Salatteller und Daily Salat gehen weiterhin gut.

Die Aufbackbrote wurden nach und nach alle weggegessen. Spezielle Fotos gab es dazu nicht, ein Brot mit Salami und Käse drauf ist nicht so interessant finde ich. Allerdings war die Version mit selbstgemachtem Bärlauchpesto, Mozzarella und Tomate so lecker und fotogen, dass ich Euch das zeige. Diese Kombination gab es in den letzten 2 Wochen öfter. 




In den letzten zwei Wochen habe ich übrigens festgestellt, dass ich mit meinem Liebsten mal "ich mag das nicht" durchdiskutieren muss. Er mag keinen Bärlauch - und mampfte mir obige Bärlauchpestobrote und selbstgemachte Bärlauchbutter weg. Und Frischkäse mag er auch nicht, deshalb hat er die Schüssel Frühlingszwiebel-Frischkäse-Dip ebenfalls fast allein weggedrückt *g*. 

Ebenfalls glücklich gemacht habe ich letzte Woche die Mamas (und Kiddies in der Krabbelgruppe. Ich habe einen ganzes Blech Zupfkuchen gebacken, so dass nach Herzenslust geschlemmt werden konnte. Und dazu gab es noch Schokoladenmuffins mit flüssigem Kern - die Weihnachtsschokolade die hier rum lag ist jetzt drastisch weniger geworden. 





Alle bisher gezeigten Gerichte waren aus der ersten Woche, am Freitag erwischte uns nämlich Magen-Darm und ich kochte kaum noch etwas. Gestern schaute ich dann, was aus der Tafeltüte überhaupt noch da ist und bis auf den Lauch und ein Aufbackbrot habe ich gar nichts mehr gefunden. Den Lauch gab es abends dann als Lauchgemüse mit selbstgemachten Pizzabrötchen dazu. 



Ich könnte jetzt noch verzweifelt versuchen diese Zusammenfassung etwas länger zu gestalten (es gab wieder Brot und auch Brötchen mit der eingefrorenen Hefe), allerdings verschone ich Euch heute damit und sage es ist wie es ist, die Tafeltüte war einfach leerer als sonst. Mal sehen wie das heute ist und was ich Euch dann in zwei Wochen für eine Zusammenfassung präsentiere 😊

Flashback: Das erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.