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Dienstag, 5. Dezember 2017

Schneller Brotauflauf zur Resteverwertung

Harte Brot und Brötchenreste haben wir regelmäßig. Meistens, weil wir von der Tafel soviel bekommen haben, dass wir es kaum alles aufessen können, bevor es anfängt hart zu werden. Meistens backe ich zuviel auf einmal auf und die Kinder wollen dann doch lieber ein Toast. Was nun also machen mit den harten Brötchen, die eigentlich zu schade für den Müll sind? Ganz einfach - ab in den Ofen mit Käse und Tomaten und einen herrlichen Brotauflauf daraus machen!


3 Brötchen oder 1 Baguette
2 milde Camemberts á jeweils 125 g
4 Tomaten
1 Becher Schmand
2 Eier
Salz und Pfeffer

Die Tomaten waschen, halbieren und den Strunk herausschneiden. Die Brötchen, die Tomaten und den Camembert in dünne Scheiben schneiden (etwa 0,5 cm dick)

Die verschiedenen Scheiben abwechselnd in eine Auflaufform schichten, Tomate, Käse, Brot - womit ihr startet und abschließt ist egal, ich fand Tomate als Start und Käse zum Abschluss toll. 

Den Becher Schmand mit den zwei Eiern verquirlen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und über das geschichtete Brot gießen. 

Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad 15 Minuten backen. Am besten mit Alufolie oder ähnlichem abdecken, damit die Brote oben nicht verbrennen. 

Als begeistertes Mitglied von TeamKäse war dies einfach nur ein absoluter Gaumenschmaus! Ich liebe ja Camembert wirklich sehr. Damit stehe ich nur leider ziemlich alleine da. Letztlich habe ich die Auflaufform nahezu alleine aufgegessen. Mein Freund fand es zwar grundsätzlich gut, aber er hätte sich einen anderen Käse gewünscht. Ich werde es also noch einmal mit Cheddar oder Mozzarella oder vielleicht sogar mit beidem ausprobieren. 



Ich hatte das Rezept übrigens von einer meiner Followerinnen bei Instagram vorgeschlagen bekommen, original hatte sie Schinken statt Tomaten vorgeschlagen. Meine Version ist also die Veggie-Variante - es steht Euch aber natürlich frei da zurückzutauschen 😉






Freitag, 1. Dezember 2017

Was wurde aus der Tafeltüte November 2?

Ohweh, ich bin ja sowas von spät dran mit der Tafelzusammenfassung. Ich muss zugeben, dass mich der beginnende Dezember etwas überrascht hat. Eben war doch noch Januar oder? Dementsprechend verplant lebe ich hier gerade - kurz vor Panik hab ich noch schnell Adventskalender für die Kids und meinen Freund gebastelt (ja völlig bekloppterweise selbst gebastelt, weil ist ja günstiger als ein fertig gekaufter *hier hysterisches Lachen einfügen*). Und fragt nicht, was noch alles erledigt werden muss vor Weihnachten. Ich lebe quasi aktuell am Rand eines Nervenzusammenbruchs, weil ich das Gefühl habe, es ist viel zu wenig Zeit bis Weihnachten um alles zu schaffen und umzusetzen... 

Dazu kommt noch der ganz alltägliche Wahnsinn einer fünfköpfigen Familie - der eine niest, der andere räumt jede Schublade aus, die in Reichweite ist, der nächste hat Hunger, braucht ein Blatt zum Malen, möchte kuscheln und und und  - Ihr kennt das sicherlich 😃 Ich werde mir wohl einen Plan machen für den Dezember, damit die nächste Tafelzusammenfassung nicht auch wieder viel zu spät kommt. Ihr wartet ja sicherlich darauf ne? 

Erstmal also die Tüte:



Da ich das Wochenende direkt weg war, habe ich etwas mehr als vielleicht nötig abgegeben. Unter anderem den Spinat (der wurde mit Thunfisch und Nudeln übrigens verspeist). Aber auch das Fleisch, ein Teil vom Obst und Gemüse sowie die Hälfte der Joghurts hinten habe ich weiter gegeben. 

Mein persönliches Highlight ist übrigens der Chilisenf - ich mag es scharf. Zu den Aoste-Würstchen hatte ich den und zu ein paar Veggie-Bratwürsten die ich noch da hatte. 


Da sich einiges an Brotbelag angesammelt hatte - unter anderem Gemüsescheiben von NOA, Leberwurst und einige Packungen Käse - gab es relativ viel Brot bzw. Brötchen in der Zeit. Diese hier hatte ich noch mit den halbgetrockneten Kirschtomaten in Kräuteröl belegt was ich sehr lecker fand. Ansonsten ergänze ich Käse auch gern mit verschiedenen Senfen oder Chutneys aus meinem Vorrat (muss ja irgendwann mal leer werden alles...). 

Und auch der Froster muss langsam aber sicher mal etwas leerer werden. Deshalb gab es ganz faul auch die Pizza aus der Tüte. Belegt ist die mit ich glaube Hackfleisch, Zwiebeln und Käse. So wirklich herausgeschmeckt hat man das nicht. Ich hab noch etwas Käse drauf getan und nach dem Backen noch ein wenig frische Zwiebel. 




Ich hatte total Lust auf Kartoffeln. Und das Rezept für Parmesankartoffeln klang total einfach, aber echt lecker. Dazu kombinierte ich den Dip aus der Backofensüßkartoffel (die war ja in der Suppe gelandet, der Dip war also noch da) und einen Salat. Vom Salat war allerdings nur die Paprika aus der Tafeltüte.

Meine Mädels hatte ich auf Waffeln eingeladen, schließlich hatte das Nicht-mehr-Babymädchen Geburtstag und das sollte auch nochmal im Freundeskreis gefeiert werden. Wir saßen also gemütlich in der Küche auf dem Boden und mampften selbstgemachte Waffeln mit Kirschgrütze - das Leben kann deutlich schlechter sein 💕




Die Eierkuchen sind auf Minis Mist gewachsen. Wenn ich ihn nämlich frage, was er zum Abendessen haben möchte, dann bekomme ich zu 80 % die Antwort "Ein Sandwich". An den anderen Abenden möchte er gern Pfannkuchen. Dieser Tag war ein solcher... Also warum nicht, ich hab mir auch einen stibitzt, ich liebe die nämlich auch sehr 😏

Dieses Curry hat sehr gut geschmeckt. Glaube ich. Es war nämlich so dermaßen scharf, dass man kaum etwas anderes geschmeckt hat. Tjoa, beim nächsten Mal also nicht das Chilipulver ins Möhren-Zucchini-Curry fallen lassen und dann kann ich da mehr zu sagen...



Ähnlich wie die Parmesankartoffeln waren diese knusprigen Knoblauchkartoffeln. Wir hatten Besuch, der unbedingt Salat mit mir machen wollte. Ich kombinierte dann diese sehr knoblauchlastigen, aber echt leckeren Kartoffeln dazu. Und nutzte die Gelegenheit die letzte Paprika aus der Tafeltüte im Salat zu verstecken *g*. 

Und auch Fischstäbchen hatten wir in der letzten Woche. Die hat mein Freund gekauft, so gern wollte er mal wieder welche haben. In der Sauce habe ich einen Großteil der letzten Tüte Milch versteckt und eine ausgepresste Zitrone aus der Tüte durfte auch noch mit rein. 




Noch einmal Waffeln - diesmal allerdings die herzhafte Variante. Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich aus dem Kloßteig nicht schon wieder Klöße oder Kloßteigpizza machen wollte. Deshalb ist der Kloßteig im Waffelteig versteckt. Dazu gab es einen selbst gemachten Kräuterquark. Leider kamen die Waffeln bei den Kids nicht so gut an, die ziehen die süße Variante eindeutig vor. 

Wo wir schon bei Quark sind. Diesen Müsli-Quark-Kuchen habe ich für die Krabbelgruppe gebacken. Ja die gibt es noch, auch wenn wir eigentlich fast jede Woche in der gleichen Konstellation dort sitzen. Was solls, ich freue mich für meine Freunde zu backen 💕



Den Abschluss in dieser Tafelzusammenfassung macht eines meiner absoluten Lieblingsgerichte - Kartoffel-Möhren-Untereinander. Hier sind fast alle Möhren aus der Tafeltüte drin gelandet (der Rest war im Curry). Und ich würde es immer wieder tun. Ich liebe dieses Essen - einfach, vegan, schnell gemacht, schmeckt gut - was will man mehr?



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 26. November 2017

Zitroniger Pudding-Keks-Kuchen

Schon eine Woche ist es her, dass das Nicht-mehr-Babymädchen Geburtstag hatte. Wir hatten einen wunderschönen Tag mit meiner Familie und meiner allerliebsten Dynamite-Cakes. Die liebe Franzi ist nämlich die Patentante unseres kleinen Mädchens und hat es sich nicht nehmen lassen mit dem Zug zum ersten Geburtstag anzureisen 💕 

Und was darf außer Gästen an einem Geburtstag nicht fehlen? Richtig! Ein Kuchen. In diesem Fall ein Familienrezept von meiner Mum, dass ich auch in meinen Urschleimbloganfängen schon einmal verbloggt habe - Ihr braucht allerdings nicht danach suchen, ich habe den entsprechenden Beitrag offline gestellt (ganz unten bekommt Ihr aber noch ein Bild aus dem alten Beitrag). Mittlerweile habe ich mich nämlich deutlich weiter entwickelt, sowohl was meine Fotoqualität betrifft, als auch was die Verwendung von Fertigprodukten angeht. Fertigpuddingpulver benutze ich heutzutage nämlich gar nicht mehr 😉

Geschmacklich hat übrigens auch die "neue" Version überzeugt - meine Mum hätte den Kuchen am liebsten allein verspeist 😃




Für eine eckige Form von ca. 30x40 cm

Für den Boden:
200 g Zucker
200 g Mehl
1 Tasse geschmacksneutrales Öl, z.B. Sonnenblumenöl
5 Eier
1/2 Pkg Backpulver

Für die Füllung:
500 ml Milch
2 Eigelb
1 Vanilleschote
1 EL Vanillezucker
1 EL Zucker
5 gehäufte TL Speisestärke
200 g Butter

Außerdem:

1 Packung Butterkekse
1 Pkg Puderzucker
1 Zitrone

Zuerst den Zucker mit den Eiern verrühren. Dann das Öl zugeben. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und zum Schluss unterrühren. Das Backblech fetten, den Teig hinein geben und im vorgeheizten Backofen bei 200°C für etwa 15-20 Minuten backen. 

Während der Kuchen im Ofen ist, wird der Vanillepudding vorbereitet. Dafür von der Milch 100 ml abnehmen und zur Seite stellen. Den Rest in einem Topf gießen. Die Vanilleschote auskratzen und sowohl Mark als auch Schote in die Milch geben und diese aufkochen. 

Den Vanillezucker, den normalen Zucker und die Speisestärke miteinander vermischen und mit der beiseite gestellten Milch verrühren bis keine Klümpchen mehr drin sind. Zum Schluss die Eigelbe unterrühren. Die Zucker-Stärke-Mischung unter Rühren in die kochende Milch gießen und noch einmal vorsichtig aufkochen. Zum Schluss die Butter zugeben, schmelzen lassen und verrühren bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Füllung auf den fertig gebackenen Boden streichen und mit den Butterkeksen belegen. 

Die Zitrone auspressen. Den Puderzucker sieben und mit dem Zitronensaft verrühren, bis eine nicht zu dicke Konsistenz entstanden ist. Evtl. noch etwas Wasser zugeben (bei mir hat der reine Zitronensaft nicht gereicht, das ist aber natürlich abhängig von der Zitrone). Den Guss auf den Keksen verteilen und den Kuchen am besten über Nacht stehen lassen, damit alles gut durchziehen kann. 

Ich liebe diesen Kuchen. Er ist saftig, nicht zu süß und durch die Zitrone auch ein wenig fruchtig. Außerdem ist er in meinen Augen leicht gemacht. Und hat doch einen Überraschungseffekt. Ich kann ihn Euch also nur ans Herz legen. 



Ich hatte den Kuchen noch mit bunten Zuckerperlen bestreut für die Optik. Hier kann man natürlich fröhlich variieren. Im Geburtstagskuchen vom Sohn war der Kuchen übrigens auch verarbeitet - allerdings mit Schachbrett-Keks-Muster und ohne Zuckerguss. Leider war der Drache am Ende etwas schwer und versank ein wenig im "Boden". Der Freude über den Kuchen hat das natürlich keinen Abbruch getan 😏



Ach ja und für die ganz Neugierigen hab ich hier noch das Bild aus dem alten Beitrag - nur so zum lachen 🙈



Freitag, 17. November 2017

Was wurde aus der Tafeltüte November 1?

Heute ist ein besonderer Tag - das Babymädchen hat heute Geburtstag 💕 Ein Jahr ist es schon her, dass sie unsere Familie vervollständigt hat und ein Leben ohne sie ist absolut nicht mehr vorstellbar. Vor allem finde ich es krass, wie schnell dieses Jahr verflogen ist. Eben noch war die Kleine kaum im Tuch zu sehen und zack, jetzt versucht sie die Welt schon auf ihren eigenen Beinen zu erkunden (mit festhalten 😏). Ich bin allerdings auch gespannt, was sich bei der Tafel jetzt für uns ändern wird. Kinder zählen nämlich bei uns erst ab dem ersten Geburtstag dazu, d. h. ab jetzt bekommen wir Tüten für 2 Erwachsene und 3 Kinder.... Ob der Unterschied sichtbar sein wird? 

Bis dahin zeige ich Euch noch fix die letzte Tafeltüte:


Es dominierten in dieser Tüte eindeutig Käse und Joghurts - von den Joghurts habe ich deshalb welche weitergegeben. Vom Käse nicht. Es ist schließlich KÄSE! 😍 Ebenfalls weggegeben habe ich das Grillbuffet, die Currywurst, einen Teil vom Obst und der Wurst. 

Mein Freund hat sich bei dieser Tüte sehr über die Balistos gefreut, die haben den Abend nicht mehr erlebt. Mein Highlight war ja das Lachs Carpaccio, was ich mir auf Brötchen mit ordentlich Rucola gegönnt habe. Lecker sag ich Euch. 


Die Backofen-Süßkartoffel habe ich mit ein paar Möhren in einer Suppe verarbeitet. (Die beigelegte Sour Creme habe ich noch im Kühlschrank liegen und wird es wohl demnächst mit Kartoffeln geben.) Die Suppe war dank Ingwer und Chili schön scharf - so mag ich das!

Auf Instagram hatte ich diesmal um Ideen gebeten, was ich mit dem Rucola machen soll. Eine der Ideen - Nudeln mit Kirschtomaten, Zwiebeln und Rucola - hat mich so angefixt, dass ich in die Küche zum kochen gegangen bin. Das Ergebnis war mega lecker. Und total easy zubereitet. Und sowohl die Kirschtomaten, als auch ein Teil des Rucolas war damit verarbeitet. 

In dieser Tafeltüte war ein Wirsing und ich hatte noch einen aus der vorherigen Tüte liegen. Es wurde also höchste Zeit den Wirsing zu verarbeiten. Zusammen mit Schupfnudeln, Crème Fraîche und viel Käse landete er im Ofen und anschließend auf unseren Tellern. Das Rezept verrate ich Euch demnächst im Blog, ich hänge gerade noch an der Einleitung fest 🙈

Die Paprikas mussten dringend weg und irgendwie hatte sich die fixe Idee von Bauerntopf in meinem Kopf verankert. Also gab es einen Bauerntopf - es hat sich niemand beschwert deswegen *g*. 



Ihr habt sicher mitbekommen, dass ich krank war letzte Woche - das erste Gericht was ich gekocht habe, nachdem ich wieder das Bett verlassen konnte, war dieser Kartoffel-Wirsing-Eintopf. Und das Rezept findet sich sogar schon im Blog, weil dieser Eintopf nämlich absolut empfehlenswert ist.

Danach ging es gesundheitlich bei mir bergauf und bei meinem Freund rapide bergab, also bin ich Hühnchen kaufen gegangen. Ein selbst gekochter Hühner-Nudel-Topf (Möhrchen aus der Tafeltüte) war das Ergebnis. 



Und zum Abschluss habe ich noch eine Schüssel Vanillepudding für Euch. Die gab es gestern Abend nur für mich! Das (eigentlich-jetzt-nicht-mehr-)Babymädchen hat sich nämlich genau gestern ausgesucht um auch krank zu werden und den ganzen Tag mit Fieber auf mir zu schlafen. Die Wohnung ist also nicht so aufgeräumt, wie ich mir das wünsche, die zu erledigenden Einkäufe für heute (Hofladenhack) sind nicht erledigt und den Geburtstagskuchen für heute habe ich gefühlt zwischen Tür und Angel gebacken. Deshalb habe ich die doppelte Menge Pudding gekocht - eine Hälfte für den Kuchen, die andere für mich. Einfach so. Und ich habe nicht geteilt!




Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 15. November 2017

Kartoffel-Wirsing-Eintopf mit Käse

Das Wochenende war mies. So richtig mies. Das lag nicht am Wetter, dem Haushalt oder anderen nervigen Dingen an denen man eh nix ändern kann, sondern schlicht und einfach daran, dass ich krank war. Kopfschmerzen, Nase zu, Husten - das volle Programm. Ich lag also das gesamte Wochenende im Bett bzw. auf der Couch und wechselte zwischen schlafen und Netflix... Die ganze Zeit wünschte ich mir dabei eine schöne heiße Suppe. Am  liebsten mit Kartoffeln und Wirsing. Aber wenn ich was selbst gekochtes haben möchte, dann muss ich allein ran (verhungert bin ich nicht, keine Sorge. Mein Freund hat mir Dosensuppe aufgewärmt und den Pizzaservice angerufen 😏).

Als ich dann wieder aufstehen konnte, ohne das Gefühl direkt wieder umzukippen, war einer meiner ersten Wege in die Küche. Wirsing und Kartoffeln sahen noch gut aus, das Abendessen war gesichert. Und weil es mir so unglaublich gut geschmeckt hat, gibt es heute direkt das Rezept für Euch. 



1 Packung Suppengrün
2 Zwiebeln
1 Kopf Wirsing
650 g Kartoffeln 
1 1/4 L Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskat
50 g geriebenen Käse (hier Gruyére)

Das Suppengrün putzen und klein schneiden, die Zwiebeln ebenfalls putzen und fein würfeln. Die Kartoffeln schälen und in ca. 1 x 1 cm große Würfel schneiden. 

Fett in einem großen Topf erhitzen. Das Gemüse zugeben und 5-7 Minuten unter gelegentlichem Rühren anbraten (Röstaromen sind erwünscht, also nicht dauerhaft rühren!). Die Gemüsebrühe zugießen, alles aufkochen lassen und etwa 15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen. 


Die äußeren Blätter vom Wirsing entfernen. Dann den Kopf vierteln, den Strunk herausschneiden und die Viertel zu feinen Streifen schneiden. In die Suppe geben, unterrühren und noch einmal etwa 10 Minuten kochen lassen. 

Den geriebenen Käse kurz vor Ende der Kochzeit unterrühren, damit er schmelzen kann. Mit Salz, Pfeffer und geriebenem Muskat abschmecken.



Ich muss zugeben, ich war selbst erstaunt, wie lecker dieser Eintopf geschmeckt hat. Im Endeffekt habe ich mich auch ganz fies daran überfressen. Und ich würde es sofort wieder tun! Wirsing ist einfach eine total leckere Kohlart und ich freue mich jedes Jahr im Herbst/Winter über Wirsing 💕 Mögt Ihr Wirsing auch so sehr wie ich? Kennt Ihr vielleicht auch mein Kartoffel-Wirsing-Untereinander? Das werde ich demnächst mal wieder kochen, der alte Beitrag braucht dringend neue Bilder 😏

PS: Wer möchte, kann diesen Eintopf übrigens noch mit Speck toppen. Schmeckt sicherlich sehr gut, mir reichte die vegetarische Variante allerdings vollkommen aus.
Freitag, 3. November 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Oktober 2?

Schon wieder sind zwei sehr ereignisreiche Wochen vorbei. Mit meinem Beitrag "10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung" habe ich eine Reise nach Berlin gewonnen. Wir werden dort verschiedene Initiativen zur Lebensmittelrettung besuchen und ich bin schon total gespannt. Mitnehmen werde ich meine liebe Franzi - und hoffe sie ist schon genau so aufgeregt wie ich. 

Das zweite große Ereignis in den letzten Tagen war die von meinem Sohn so sehr gewünschte "Halloween-Party". Knapp zwei Wochen sprach er von fast nichts anderem und ich grübelte, was er meint. Kurz vorm 31.10. machte es klick, er wollte einfach auf süßes-oder-saures-Tour. Ich tue mich damit schwer und hatte echt Fracksausen einfach so "betteln" zu gehen. Ich habe mir deshalb Unterstützung geholt und wurde durch eine Freundin begleitet. Letztlich war die Tour total toll. So viele Menschen haben ihre Tür geöffnet, freuten sich über die verkleideten Kinder und hatten Kleinigkeiten für die Kiddies da. Insgesamt war das soviel Süßkram, dass wir wohl bis Weihnachten nichts mehr zusätzlich kaufen müssen... 

Die Tafeltüte der letzten zwei Wochen war gut gefüllt, aber irgendwie habe ich es nicht geschafft wirklich viel daraus zu kochen. 


Den Schnittlauch habe ich direkt eingefroren. Die Waffeln hat sich mein Sohn geschnappt und weggegeben habe ich Fleisch, etwas Joghurt, einen Teil vom Obst und Gemüse und das Popcorn. 

Den Graved Lachs und die Leberwurst gab es natürlich aufs Brot (ohne Foto), die Säfte hat mein Freund getrunken und die White Wheaties haben mein Freund und ich geteilt - die Packung ist leer 🙈

Zwei der frischen Tomaten und ein Teil der Paprika ist in diesen vegetarischen Burritos gelandet. Also gerollte Tortillas mit Crème Fraîche, einer mexikanisch angehauchten Füllung aus Möhre, Kidneybohnen und Mais und Salat, Tomate, Paprika. Einfach toll 💕

Für die Pastinaken hatte ich bei Instagram den Tipp bekommen, dass die im Kartoffelbrei super schmecken sollen. Ich habe es ausprobiert und war begeistert. Eine leichte Süße, die unglaublich gut mit der Sauce vom Hackbraten harmonierte. Das Rezept dafür habe ich sofort verbloggt. Und es lohnt sich definitiv das nachzumachen - auch ohne Hackbraten. 



Ein fauler Tag und trotzdem Hunger führte zu diesen Kombinationen. Die Fertignudeln hatte ich noch im Kühlschrank. Die Sorte mit Pilzfüllung hatte ich in einer der letzten Tafeltüten drin. Dazu kombinierte ich eine einfache Zwiebel-Rahm-Sauce, die ich spontan zusammen geworfen habe und etwas Chili. 

Die andere Sorte war gefüllt mit Basilikumpesto, diese war in der Brandnooz Coolbox drin. Dazu kombinierte ich die letzten Tomaten aus der Tafeltüte und etwas von dem Mozzarella. Ein wenig Mozzarella-Würzsalz dazu und fertig war das Abendessen. 



Die restlichen Pastinaken landeten in diesem Kartoffel-Wurzelgemüse-Auflauf mit Käsesauce. Wahnsinnig lecker sage ich Euch. Auch dieses Rezept habe ich sofort verbloggt. Pastinake scheint gut für meine Bloglust zu sein 😜

Die Milch aus der Tafeltüte habe ich endlich mal wieder zu meinem geliebten Dinkel-Grießbrei verarbeitet. Ich habe gleich den ganzen Liter dafür benutzt - mittlerweile essen drei grießbreiliebende Kinder mit... Da bleibt nichts über für mich, wenn ich weniger mache... 




Dieses Gericht war mal wieder reines "in den Topf werfen und hoffen". Die letzte Zucchini aus meinem eigenen Anbau, Zwiebeln, Knoblauch und die Dose Tomatensuppe aus der Tafeltüte spielten dabei eine große Rolle. Das Ergebnis hat durchaus überzeugt. Allerdings war es soviel, dass wir das gleich zwei Tage hintereinander gegessen haben. 

Eigentlich sollte es am zweiten Tag Reis dazu geben, mein Freund legte aber Veto ein - er wollte wieder Nudeln. Da der Reis aber schon fertig gekocht war, habe ich kurzerhand einen Reissalat draus gemacht. Mit Joghurt und der restlichen Paprika aus der Tafeltüte. Früher war das einer meiner liebsten Salate - zu Recht wie ich finde. Es ist kein Krümel übergeblieben. 


Zum Abschluss gab es noch eine Riesen-Pizza-Party. Dabei ist die Hefe aus der Tafeltüte im Pizzateig gelandet. Und auf den Pizzen alles was noch so da war und wir Lust drauf hatten - Wurst, Pilze, Zwiebeln, Mais... Und natürlich Käse. Wenn man schon 1 kg Mozzarella bekommt, muss der natürlich eingesetzt werden! 

Tatsächlich ist am Ende nur Teig für eine Pizza übergeblieben. Daraus habe ich am nächsten Morgen noch Pizzaschnecken für meinen Freund gemacht. Der auf Arbeit dann wieder einige neidische Blicke ertragen musste 😄 Das lag bestimmt am Mozzarella, den ich auch bei den Schnecken nicht zaghaft benutzt habe ....


Und weil das herzhafte bisher doch eindeutig übermächtig ist, gibt es noch was süßes zum Schluss - einen Apfelmuskuchen mit Walnüssen und Streuseln. Ich habe den schon einmal gebacken vor 2-3 Wochen und diesmal etwas am Rezept rumgebastelt. Leider schmeckte mir die erste Version etwas besser. Dabei wollte ich doch die Fotos machen, um das Rezept zu verbloggen. Ich überlege mal noch, wie ich das jetzt mache. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Sonntag, 29. Oktober 2017

Hackbraten mit Kartoffel-Pastinaken-Püree

Eines der wenigen Gerichte - neben nackten Nudeln - die hier immer gehen, ist Hackbraten. Mein Freund LIEBT Hackbraten. Allerdings stehe ich massivem Fleischkonsum mittlerweile recht kritisch gegenüber, deshalb kaufe ich fast nur noch im Hofladen oder alternativ Bio-Fleisch ein. Dieses Fleisch ist natürlich deutlich teurer als das Discounter-Billigfleisch und deshalb KANN es das gar nicht oft geben. 

Um so erfreuter war mein Partner, als ich endlich nach monatelangem Betteln (seine Version) nachgegeben habe und Hackfleisch für einen Hackbraten eingekauft habe... Geplant war das Ganze eigentlich für Sonntag Mittag, langes Ausschlafen und akuter Hunger gefolgt von Aufbackbrötchen sorgten allerdings dafür, dass dieser Plan sich nach hinten verschob. Aber als Abendessen ist dieses Gericht auch nicht zu verachten. 



Der Star des Abends - ein Hackbraten !


Für den Hackbraten:

1,5 kg gemischtes Hackfleisch
3 große Zwiebeln
2 Eier
1 kleine Tasse Milch (ca. 125 ml)
1 kleine Tasse Semmelbrösel 
1 TL Senf
1 EL Tomatenmark
1 TL Salz
1/2 TL Pfeffer
1 EL Paprikapulver edelsüß

Die Zwiebeln schälen und fein raspeln. Dann alle Zutaten in eine große Schüssel geben und gut miteinander verkneten. In einer Pfanne Öl erhitzen, den Hackbraten erst von der einen Seite ca. 5-8 Minuten anbraten. Dann umdrehen und von der anderen Seite ebenfalls 5-8 Minuten anbraten. 

Den Hackbraten in eine ofenfeste Form umfüllen, diese zu 2/3 mit Wasser füllen und dann im vorgeheizten Backofen bei 180°C für 2 Stunden backen. Zwischendurch immer mal wieder mit dem Wasser übergießen. Sollte der Hackbraten zu dunkel werden, mit Alufolie abdecken und fertig backen. 

Ohne Sauce, ohne mich ...


Die Sauce mache ich immer aus dem Kochwasser des Hackbratens. Dafür den Hackbraten aus dem Wasser nehmen und auf eine Servierplatte legen. Die Flüssigkeit durch ein Sieb geben. 

15 g Butter in einem Topf schmelzen, 15 g Mehl dazu und bei niedriger Temperatur unter Rühren etwas anbraten. Dann die abgegossene Flüssigkeit und 1/2 Becher Schlagsahne dazu geben. Alles einmal aufkochen. Sollte die Sauce zu dick sein, noch etwas Wasser (alternativ Brühe oder Wein) zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Gibt´s noch was dazu?


Aber na klar doch. Traditionell gibt es bei uns Kartoffelbrei und Erbsengemüse zum Hackbraten. Allerdings, warum nicht mal mit den Traditionen brechen? Das Erbsengemüse muss ja nun nicht unbedingt sein und der klassische Kartoffelbrei kann sicher etwas Pep vertragen - Vorhang auf für das Kartoffel-Pastinaken-Püree.

4 große Kartoffeln
3 Pastinaken
1/2 Becher Schlagsahne
50 g Butter
etwas frisch geriebenen Muskat

Die Kartoffeln und Pastinaken schälen und klein würfeln. In Salzwasser ca. 20-25 Minuten gar kochen. Das Kochwasser abgießen. Die Sahne und die Butter zugeben und alles fein stampfen. Mit etwas geriebenem Muskat abschmecken. 

Fantastisch. Ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein. Das Kartoffel-Pastinaken-Püree hat einen leicht süßen Touch durch die Pastinake. Das harmoniert ganz wunderbar mit der Sauce. Für mich war dies ein gelungenes Sonntagsessen und schreit geradezu nach Wiederholung.