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Sonntag, 11. November 2018

Grundrezept für Frischkäse

Seit Ihr eigentlich auch so kleine Hamster wie ich? Die Mindesthaltbarkeitskiste ist regelmäßig mein Untergang... Und auch von der Tafel habe ich immer mal wieder Sachen, die ein bißchen länger liegen, weil ich die Produkte grundsätzlich verwende, aber dann eine Weile nichts damit zubereitet habe. Eines dieser Produkte die ich IMMER im Kühlschrank habe, ist Naturjoghurt. Ich benutze ihn gern beim Backen, pur esse ich ihn eigentlich so gut wie nie. Allerdings kam ich nun eine Weile nicht zum Backen und der Anteil an Naturjoghurt in meinem Kühlschrank nahm dramatisch zu ... Nun bin ich gerade in einer "alles-muss-raus"-Stimmung und was soll ich nun mit dem ganzen Naturjoghurt anfangen? 

Ganz einfach - ich hab Frischkäse draus gemacht. Das ist total einfach und Frischkäse kann man ja nun wirklich fast überall verwenden... Doch erst Mal das "Rezept".


1 kg Naturjoghurt (Fettstufe egal - ich hatte gemischt von 1,5 % - 10 %)
1 TL Salz

Den Naturjoghurt mit dem Salz verrühren. Ein Sieb mit einer Mullwindel auslegen und beides zusammen in eine Schüssel stellen. Den Joghurt einfüllen und für etwa 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die abgetropfte Flüssigkeit weg kippen (achtet drauf, dass genug Platz für neue Flüssigkeit ist, evtl. müsst Ihr zwischendurch leeren). 

Je länger Ihr den Joghurt abtropfen lasst, desto fester wird der Frischkäse. Ist er zu fest geraten, könnt Ihr 1-2 EL Schlagsahne unterrühren für eine bessere Konsistenz. 


Warum nun sollte man eigentlich Frischkäse selbst machen, der kostet ja nun wirklich nicht viel? Aus verschiedenen Gründen, wie ich finde. 


  • Dieses Rezept ergibt etwa 500 g Frischkäse. Mit Markenprodukten ist man da schnell bei ungefähr 4 € für diese Menge Frischkäse. 1 kg Joghurt hingegen kostet mit Markenprodukten etwa 1-2 € - es ist also tatsächlich günstiger, den selbst herzustellen. Wenn man den Naturjoghurt dann auch noch aus der Mindesthaltbarkeitsecke hat, spart man sogar noch mehr. 
  • Statt jeder Menge Joghurt, den keiner isst, hab ich jetzt jede Menge Frischkäse, den ich persönlich LIEBE! Er ist perfekte Grundlage für diverse Dips, z. B. meinen geliebten Radieschendip oder den tollen Frühlingszwiebeldip, man kann tolle Brotaufstriche draus machen, wie beispielsweise die Forellencreme oder Sultans Freude oder ihn einfach pur auf Brot genießen. 
  • Und der letzte Punkt für mich ist, dass man gefühlt eine Menge Plastikmüll spart. Ich kann es nicht beschwören, weil natürlich auch beim Joghurtbecher Plastik anfällt, so man keinen unverpackt-Laden in der Nähe hat. Aber ich glaube der Joghurtbecher fällt nicht so sehr ins Gewicht wie die Frischkäsebecher. Was meint Ihr dazu? Gerade wenn man viel Frischkäse verwendet, beispielsweise bei einer Frischkäsetorte, stapelt sich das immer bei mir... 

Mittwoch, 7. November 2018

Chipotle Sauce

Wisst Ihr eigentlich, dass ich diesen Blog schon seit über 5 Jahren betreibe? Eine Wahnsinnszeit nicht wahr? Über 650 Beiträge habe ich seitdem verfasst. Ich habe in dieser Zeit viel gelesen um mich weiterzubilden, verglichen und natürlich durch Fail and Error gelernt. Wie krass meine Entwicklungen sind, bemerke ich dann jedes Mal, wenn ich eines meiner ersten Rezepte im Blog auspacke. Gerade in meiner Anfangszeit hatte ich einen unglaublich hohen Beitragsoutput. Pro Woche kam ich damals teilweise auf 3-5 Beiträge (!!) - ein krasser Gegensatz zu meinen gemütlichen 6 Beiträgen im Monat, bei denen ich aktuell bin und mit denen ich mich sehr wohl fühle. 

Damals bloggte ich natürlich einen Großteil meiner Lieblingsrezepte, die mussten schließlich schnellstmöglich online sein, mit den gruseligsten häßlichsten schlecht ausgeleuchtetsten Bildern die man sich vorstellen kann. "Egal wie es aussieht, Hauptsache ist doch, dass es schmeckt" - war damals mein Credo. Dass das Auge aber immer mit isst, war eine der Lektionen die ich in meiner Bloggerzeit gelernt habe... Warum ich Euch das erzähle? Weil ich immer wieder an diese Gruselfotos erinnert werde, wenn ich eines meiner alten Rezepte nach mache und Euch zeigen will. Nur um mich dann am liebsten in eine Ecke zu verkrümeln, angesichts der Fotos die ich Euch da zumute 🙈


Erst letztens ist das wieder passiert. Ich habe nämlich meine heiß geliebte Chipotle Sauce gemacht. Vielleicht kennt Ihr die scharfe Sauce von Subway? Diese Sauce schmeckt fast genauso und wie geil ist es bitte, sich damit so richtig richtig satt zu essen?? Offensichtlich bin ich nicht die einzige, die das findet, denn das Interesse an diesem Rezept war riesig. Ich finde, das schreit geradezu danach, der Sauce einen eigenen Post zu widmen! Mit (weiterhin nicht perfekten) neuen Bildern 😏

950 g Majonaise
115 g Chipotles (geröstete Jalapenos in Sauce)
55 g Dijonsenf
2-3 Limetten (60 ml Limettensaft)
30 g Knoblauch
etwas Salz

Achtung: Es wird eine Menge Sauce. Wenn Ihr unsicher seid, ob sie Euch tatsächlich schmeckt oder Ihr soviel verarbeitet bekommt, macht lieber erst einmal nur die Hälfte oder ein Viertel der Menge. Dem Geschmack tut es keinen Abbruch, wenn die Grammzahlen nicht haargenau stimmen. Wir sind hier in der Küche und nicht im Chemieunterricht!

Die Limetten halbieren und ausdrücken, 60 ml Saft abmessen. Den Knoblauch schälen und halbieren. Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Pürierstab gut vermischen bis eine homogene Masse entstanden ist. 



Schon fertig. Am besten schmeckt sie, wenn sie 1-2 Tage durchziehen konnte, aber auch direkt verarbeitet ist sie fantastisch. Sie hält sich ohne Probleme etwa eine Woche im Kühlschrank. Füllt sie am besten in ein verschließbares Glas um. 

Genießen könnt Ihr die Sauce zum Beispiel als Grundlage für Baguettes oder Tortillas, als Salatdressing oder als Dip für Rohkost. Baut Euch Eure eigenen Sandwiches oder schleckt sie einfach pur aus dem Glas 😏

Das sind übrigens Chipotles 😏
Und für alle die ein bißchen Lachen möchten - schaut Euch ruhig den alten Post noch mal an 🙈 .... 
Freitag, 2. November 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Oktober 2?

Die letzte Tafeltüte war sehr grüne-Bohnen-lastig - ein Problem für mich, weil ich grüne Bohnen wirklich gar nicht esse (eins der wenigen Dinge die bei mit tatsächlich auf der No-Go-Liste stehen). Die habe ich komplett weitergegeben und es wurde Bohnensuppe draus gekocht. Eine kleine Schüssel zum Probieren habe ich davon bekommen - die durfte der Mann dann essen 😛 (ich hab die Brühe aber probiert, war ok. Aber hat extrem nach grünen Bohnen geschmeckt...).

Ansonsten gab die Tüte nicht viel her an Gemüse, seht selbst:



Die Samba-Schokoküsse und die Chips existieren natürlich nicht mehr 😃 Bei den Froops hat sogar mein Mann zugeschlagen, obwohl das MHD überschritten war (er hat sich da oft zimperlicher als ich...). Die Wurst im Glas ist nahezu leer, meine Mum war einen Tag zum Frühstück da und wir mussten feststellen, dass die Wurst sehr lecker mit meinem selbstgemachtem Tomatenmark schmeckt. Das Sushi haben mein Partner und ich uns geteilt. 


Die Paprika landete in diesem vegetarischen Bauerntopf. Aus der letzten Brandnooz Coolbox hatte ich noch vegetarisches Hack da, außerdem jede Menge Tomaten die weg mussten (vom Markt) und Kartoffeln hab ich eh immer im Haus. Letztlich hab ich mein normales Bauerntopf Rezept als Grundlage genommen und nur die Gemüsebrühe durch passierte Tomaten und das normale Hack durch die Veggieversion ersetzt. War übrigens sehr lecker!

Die Rinderbeinscheibe landete zusammen mit einmal Suppengrün in dieser Gaisburger Marsch. Ich hab es frei Schnauze und ohne Rezept gekocht, dabei hab ich es sogar schon mal verbloggt 😋 Die Kombination von Kartoffeln und Spätzle ist echt toll, probiert es mal aus!




Die zweite Packung Suppengrün landete in diesem Reistopf. Ich hab mir das so vorgestellt, dass die orangen Karotten und der grüne Lauch aus dem Reis herausleuchten - tja Pustekuchen! Der schwarze Reis färbt so krass, dass es einheitlich dunkellila geworden ist. Nicht sehr ansprechend und deshalb auch nicht auf Instagram gelandet XD

Mehr Glück hatte ich da mit meiner spontanen Kreation einer Nudelsauce aus roter Bete (eine Knolle war aus der Tafeltüte Oktober 1, der Rest aus eigenem Anbau). Die Sauce schmeckte warm auf Nudeln und kalt auf Brot so gut, dass ich sie direkt verbloggt habe!




Ganz ansprechend und lecker waren diese Bratwurstspieße mit Kartoffel-Kürbis-Püree. Allerdings hab ich mich gestern echt zu blöd angestellt die ordentlich zu fotografieren. Deshalb bleibt es jetzt bei diesem grenzwertigen Foto... Vielleicht mache ich die nochmal und kann sie dann besser in Szene setzen. Geschmeckt haben sie nämlich klasse. Und 2 kg Bratwurst hab ich auch noch im Kühlschrank 😀

Übrigens haben wir endlich mal wieder ein Mädelsfrühstück hinbekommen. Zur Feier des Tages wollten die Damen TORTE!!! Erzählten sie mir Mittwoch (Feiertag bei uns!). Ich hab mich mit dieser leckeren Pfannkuchentorte aus der Affäre gezogen - statt mit frischen Beeren gefüllt mit Marmelade (Mango-Maracuja-Apfel) und Schlagsahne, dekoriert mit frischer Mango. Wurde abgenickt und aufgegessen 👌



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 28. Oktober 2018

Rote Bete Pesto

So langsam aber sicher wird es Zeit hier im Blog den Herbst zu begrüßen. Letztes Wochenende habe ich im Gewächshaus Kahlschlag gemacht. Alle grünen Tomaten abgeerntet, die Pflanzen raus, die Chili komplett abgeerntet, kräftig "geschoren" und umgepflanzt in einen Topf. Sie steht jetzt im Wohnzimmer und ich hoffe wirklich, dass ich sie über den Winter bekomme - ich mag die Zitronenchili wirklich sehr! Im Zuge dieses Garten-Rundumschlag habe ich auch meine kleinen Knollen rote Bete geerntet. Da lagen sie nun 3 Tage und ich wusste nicht, was ich damit machen soll. Ofengemüse mit Kartoffeln und Roter Bete gab es nämlich erst (davon lag auch noch eine weitere Knolle im Gemüsekorb). Schließlich wünschte sich mein Sohn Nudeln mit Tomatensauce (kein Problem, Vorräte und so 😁), aber ich hatte keine Lust drauf. So kam ich auf die Idee, die rote Bete zu einer Art Nudelsauce zu verarbeiten und das Ergebnis war spitze!!!


3 große Kugeln frische rote Bete (ich hatte 4 kleine und eine große)
2 rote Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
1 TL Thymian
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl
200 ml Schlagsahne

optional 50 g Fetakäse

Die rote Bete schälen, waschen und in etwa 2x2 cm große Würfel schneiden. Die Würfel in eine kleine gefettete Auflaufform geben. Die Zwiebeln schälen und achteln. Die Knoblauchzehen schälen und halbieren. Zwiebeln und Knoblauch zu der roten Bete in die Auflaufform geben. Den Thymian darüber streuen, Salz und Pfeffer dazu geben und das Olivenöl darüber geben. Im vorgeheizten Backofen bei 200°C für etwa 30 Minuten backen, zwischendurch einmal umrühren. Probiert ob die rote Bete durch ist, falls nicht, noch etwas länger drin lassen. 

Einen Becher Sahne in ein hohes Gefäß geben. Den Inhalt der Auflaufform dazu geben und alles gut durchpürieren. Noch einmal abschmecken und zu gekochten Nudeln servieren. Den Fetakäse darüber bröckeln und genießen. 

Ich weiß, ein wirkliches Pesto ist das nicht, aber es hat die Konsistenz von Pesto und mir fiel keine bessere Beschreibung ein. Wer die Sauce etwas dünner haben möchte, kann 200-300 ml vom Nudelwasser auffangen und die Sauce damit strecken. 

Mir schmeckte das Ganze unglaublich lecker!Und obwohl ich dieses "Pesto" allein esse, wird es das garantiert nicht zum letzten Mal bei uns gegeben haben. Glücklicherweise habe ich heute nämlich festgestellt, dass sich das Pesto auch ganz wunderbar als Brotaufstrich eignet. Mehr zubereiten ist also durchaus sinnvoll, um am nächsten Tag noch lecker Stulle genießen zu können 😏


Ach ja ein kleiner Hinweis noch am Rande: Ich persönlich mochte Rote Bete jahrelang überhaupt nicht. Für mich standen die auf einer Stufe mit grünen Bohnen... Aber dann habe ich frische rote Bete probiert (davor nur vakuumierte oder eingelegte im Glas) und das war meine Versöhnung mit der roten Knolle 💕! 
Freitag, 19. Oktober 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Oktober 1?

Ich muss zugeben, heute bin ich etwas matschig im Kopf. Ich entschuldige mich deshalb im Vorfeld schon mal für eventuelle Rechtschreibfehler oder Formulierungsdopplungen 🙈 Ich bin in den letzten zwei Wochen nämlich kaum voran gekommen... Ohne diese Unterlage kann ich das nicht beantragen, ohne die Nachricht von der Stelle, geht es bei der nächsten nicht weiter. Ein Teufelskreis, der aktuell ziemlich zermürbend ist. Ich habe deshalb die Gelegenheit genutzt und habe eine kleine Auszeit genommen. Die Kinder blieben zu Hause und ich verbrachte einen wundervollen Abend in Berlin mit den Leuten von Sir Plus, Allyouneedfresh, Koawach und vielen weiteren. Neben Networking war es einfach schön mal über andere Sachen nachzudenken als Kinder und Geldsorgen - aber ich musste heute morgen wieder hier sein. Und deshalb nach der Veranstaltung noch heim fahren. Und deshalb hatte ich heute Nacht nur ungefähr 5 Stunden Schlaf XD Ich würde es sofort wieder hinfahren! 

So und jetzt zum Essen der letzten zwei Wochen 😏 


Das in den Tüten vorne sind Blätterteigtaschen mit verschiedenen Füllungen, Zimtschnecken und Oreo-Donuts (war alles sehr lecker 😋). Die Aufbackbaguettes gab es einfach so zwischen durch, die Yogurette hat sich der Mann allein einverleibt und weiter gegeben habe ich diesmal die Sojamilch, ein wenig Joghurt, Obst, den Brunch, die Pilze, den Tortenboden, die Bohnen und den Chicoree. Die Kinder haben sich wieder über die Schokoküsse hergemacht - es war also wieder für jeden was dabei! 

Der Mini-Mozzarella wurde übrigens auch recht fix vom Mann erspäht - und die Bitte um Tomate-Mozzarella ließ nicht lange auf sich warten. Es kann so einfach sein, ihn glücklich zu machen 😏 

Ähnlich einfach war es übrigens mit diesem Brot: Tomate und (großer) Mozzarella war aus dem Vorrat, Salat abends reduziert gekauft und das Brot aus der Tafeltüte (einfach nass gemacht und aufgebacken). Ein schöneres Foto habe ich leider nicht hinbekommen - dafür war es einfach zu fix aufgegessen ...




Eine andere schöne Möglichkeit nicht mehr taufrisches Brot/Brötchen zu verarbeiten, ist die Kombination mit Ofenkäse. Weil Ofenkäse einfach geil ist! Und ich mich mega über den (verdammt leckeren!!) Rougette-Käse in der Tüte gefreut habe! Und ich jetzt eine leichte Ofenkäse-Sucht entwickelt habe 😆 Kommt auch gut, wenn man das Brot anröstet in der Pfanne oder im Ofen...

Aufgebacken habe ich auch die Milchbrötchen aus der Tafeltüte - belegt mit Gyros (30 % Rabatt, Frischetheke), Salat (50 % Rabatt), Tomate und Paprika (Tafeltüte) war das ein sehr geiler "Burger". 



Diese Rosenkohl-Kartoffel-Pfanne war eine spontane Eingebung. Einfach alles gekocht und dann gebraten. Und weil mir das etwas trocken vorkam, gabs noch eine Sauce aus dem Kochwasser und einer Mehlschwitze aus Kräuterbutter (Tafeltüte) dazu. Wollt Ihr hierfür ein Rezept haben? Ich überlege noch ob Ihr das mögen würdet 😔

Ein optisches (und geschmackliches) Highlight sind meiner Meinung nach ja diese Pulled Pork Burger mit Kartoffelbrötchen als Buns. Als Fleisch hatte ich Schweinesteaks in Kräutermarinade - 10 Stück in einer Verpackung, tiefgefroren. Das isst hier definitiv keiner... Also hab ich die Marinade abgewaschen und Pulled Pork im Slowcooker draus gemacht. Das war viel geiler als das Steak jemals hätte sein können!


In den letzten zwei Wochen habe ich übrigens auch gelernt, dass Zucchini bitter sein kann und dann in den Mülleimer gehört, weil sie in diesem Fall giftig ist. Glücklicherweise gab es noch eine zweite Zucchini die in Ordnung war. In die Sauce durften außerdem Knoblauch, Zwiebel, Tomaten und der Sud vom Pulled Pork. Eine feine spontane Nudelsauce!

Mir fällt grad auf, dass die letzte Zeit relativ fleischlastig war. Einen großen Topf Bolognese habe ich nämlich auch noch zubereitet. Mitspielen durften hier die Möhrchen die ich noch da hatte, ein Knollensellerie, Hofladenhack und Wochenmarkttomaten. Und ein Gläschen selbstgekochtes Tomatenmark 💕


Und auch Nudeln spielten eine große Rolle wie man sieht. Unter dem ganzen Käse verstecken sich übrig gebliebene Nudeln, Tomaten, Paprika und ein Guss aus Schmand und Eiern. Ein ähnliches Rezept habe ich mal als Spaghetti-Frittata mit Tomaten verbloggt. 

Zum Abschluss gibts noch mal Ofengemüse - ich liebe es einfach! Diesmal in einer Kombination aus roter Bete, dem anderen Knollensellerie, Möhren und Kartoffeln. Dazu gab es einen Dip aus Schmand, Quark, Zwiebelchen und etwas Salz. Das war unerwartet lecker (ich hatte meine Bedenken bzgl. des Selleries...). Das größte Problem war eigentlich, dass es richtig krass satt gemacht hat 😅


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 17. Oktober 2018

Mal wieder Ofengemüse - mit Gurken-Schmand-Dip

Ja ich weiß - Ofengemüse habe ich schon ein paar Mal in den unterschiedlichsten Mischungen verbloggt. Aber es ist soooo einfach und dabei immer so was von lecker! Das muss einfach immer wieder betont werden. Warum nun also noch ein Post dazu? Weil ich was Neues ausprobiert habe und finde, das gehört festgehalten. In diesem Ofengemüse ist nämlich Blumenkohl verarbeitet. Zuerst dachte ich, das wird nichts. Die Kartoffeln brauchen ja relativ lang auf dem Blech und die zarten Röschen vom Blumenkohl sind bis dahin sicherlich total verkohlt. Aber dank Umrühren (eher Umschichten 😁) war das überhaupt kein Problem.



1 Blumenkohl
1 kg Kartoffeln
6-8 Möhren

Salz, Pfeffer, evtl. Chilipulver
Olivenöl

Für den Dip: 

1 Becher Schmand
1 Becher Hüttenkäse
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Gurke
Salz, Pfeffer
etwas Dill

Die Kartoffeln und die Möhren schälen, beides vierteln. Falls die Stücke zu groß sind noch einmal halbieren. Den Blumenkohl in kleine Röschen teilen und waschen. Alles auf ein gefettetes Backblech geben, mit Salz, Pfeffer und evtl. etwas Chilipulver vermischen und mit Olivenöl übergießen. Etwa 40 Minuten bei 180°C im Ofen backen, nach der Hälfte der Zeit einmal umrühren. 

Für den Dip den Schmand mit dem Hüttenkäse verrühren. Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden, die Gurken schälen und klein raspeln. Beides unter den Schmand-Hüttenkäse-Mix rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und Dill nach Geschmack unterrühren. 

Dieses Ofengemüse ist genauso fix gemacht, wie jedes andere, aber die Kombination mit dem Blumenkohl ist das wirklich besondere. Zusammen mit dem Gurkendip (der aus der Not heraus entstanden ist - Ihr erinnert Euch vielleicht an die Tafeltüte mit den 6 Gurken drin? 😏) ist das wirklich ein Gericht, was ich Euch absolut ans Herz legen möchte. Das Aufwändigste ist noch das Gemüse schälen, der Rest macht sich quasi von allein. 

Das war übrigens so lecker, dass es das innerhalb von kürzester Zeit gleich zweimal gab 😋



Sonntag, 14. Oktober 2018

Pflaumenkompottkuchen

Letzte Woche kam meine Mum vorbei. Schließlich hatte ihr allerliebster Lieblingsenkelsohn Geburtstag gehabt, während sie im Ausland war - da musste ganz ganz dringend noch ein Geburtstagsgeschenk übergeben werden. Und was wäre ein Geburtstags-nachhol-Kaffeetrinken ohne Kuchen? Zumindest ein kleiner Kuchen sollte also her. Nur woraus? So wirklich was da hatte ich nicht, zu trocken sollte er auch nicht werden und extra einkaufen wollte ich nicht. 

Dann fiel mir das Pflaumenkompott ein. Das Kompott hatte ich gekocht um die Tafelpflaumen zu retten. Die mussten schnellstmöglich weg (einen Großteil habe ich eingefroren, aber irgendwann ist halt auch der größte Tiefkühler voll...). Den Rest habe ich zu Kompott verarbeitet und in den Kühlschrank gestellt. Und nun sollte sein großer Auftritt kommen. Kombiniert mit Mürbeteig und Streusel könnte das durchaus was werden - so mein Gedanke...



Für das Kompott:
1,5 kg Pflaumen
2 EL Zucker

Für den Mürbeteig: 
100 g Zucker
200 g kalte Butter
300 g Mehl (hier T550)
1 Ei
1 Prise Salz

Für die Streusel:
300 g Mehl (hier T550)
150 g kalte Butter
150 g Zucker
1 Prise Salz

Für das Kompott die Pflaumen waschen, halbieren, den Kern entfernen und in einen großen Topf geben. Den Zucker dazu geben und auf niedriger Stufe anstellen. Regelmäßig umrühren, damit nichts ansetzt. Flüssigkeit muss nicht zugegeben werden, weil die Pflaumen genug Saft enthalten. Ungefähr 20-30 Minuten unter regelmäßigem Umrühren köcheln lassen. Wenn Ihr es fein mögt, dann alles noch durchpürieren. 

Das Kompott kann man gut 1-2 Tage vorher zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren oder einkochen. 

Das Mehl auf eine glatte Arbeitsfläche geben, eine Mulde in die Mitte drücken und das Ei hinein setzen. Die Butter in Flöckchen dazu geben, den Zucker und das Salz darüber streuen. Alle Zutaten schnell zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten. Eine Form fetten - ich nutze eine rechteckige Springform mit 24 x 35 cm* . Den Teig nun entweder auf einer mit Mehl bestäubten Fläche ausrollen und in die Form heben oder die faule Version - direkt in die Form geben und mit den Händen glatt drücken. Für 30 Minuten kalt stellen. 

Zwischenzeitlich Mehl, Butter, Zucker und eine Prise Salz in eine Schüssel wiegen und mit den Händen zu Streuseln verkneten. 

Den Ofen auf 180°C vorheizen. 

Das Blech mit dem Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen, mehrmals mit einer Gabel einstechen. Das Kompott darauf verteilen. Es sollte den kompletten Teig etwa 1-1,5 cm hoch bedecken. Dann die Streusel darauf verteilen und in den Ofen schieben. Für ca. 25 Minuten backen. 



Ich war mir tatsächlich nicht sicher, ob das was wird. Aber das Ergebnis war umwerfend. Ein richtig schön matschiger, nicht zu süßer Kuchen. Ich fands echt lecker (und habe viel zuviel davon gegessen 😆). Aber auch alle anderen die probiert haben, fanden ihn sehr gut. Vielleicht ist diese Version ja auch für Euch mal eine Abwechslung beim Thema Pflaumenkuchen!

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