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Freitag, 7. Juli 2017

Meine Ernährung in der Stillzeit - 1000 Tage (Werbung)

Wie die meisten von Euch ja wissen, bereichert seit nunmehr 7 Monaten das Babymädchen unsere Familie. Ich stille jetzt also seit fast 6 Jahren nahezu dauerhaft, davon sogar 1 1/2 Jahre Tandem. 



Bei meinem Sohn war ich natürlich noch ziemlich unwissend. Gefühlt fehlen in unserer Gesellschaft einfach die Vorbilder. Wie oft sieht man tatsächlich stillende Mütter in der Öffentlichkeit? Präsenter sind irgendwie Flaschen. Und weil wir Stillen nun einmal nicht "in die Wiege gelegt bekommen", müssen wir das lernen. So ganz klappte das nicht am Anfang - 3 Monate lang haben wir mit Stillhütchen gestillt... Eine sehr anstrengende Zeit, die ich definitiv nicht vermisse! Das einzig Gute hier war meine damalige Hebamme. Auf meine Frage hin, ob ich auf irgendetwas verzichten muss in der Stillzeit, antwortete sie mir recht harsch, dass das Unsinn sei. Was sollten beispielsweise Mütter in anderen Ländern machen, deren Grundnahrungsmittel potentiell blähend sind? Komplett aufhören zu Essen? Das beruhigte mich sehr und ich aß alles worauf ich Lust hatte. 

Dass das auch komplett anders aussehen kann, erfuhr ich Monate später. Da lernte ich eine meiner heute besten Freundinnen kennen. Sie hatte ihre damals ca. 9 Monate alte Tochter gerade abgestillt, weil sie fast nur noch von Süßem gelebt hatte. Sie lebt vegetarisch und hat sicherheitshalber auf alles verzichtet, was evtl. zu irgendeiner Reaktion führen könnte... Erdbeeren, Zitrusfrüchte, Bohnen, Zwiebeln, Kohl... Viel blieb da nicht mehr über und ich ärgere mich wirklich heute noch, dass wir uns quasi einen Monat zu spät kennen gelernt haben. 

Natürlich habe ich seit dieser Zeit viel gelesen, sowohl Bücher, als auch sehr viel in einschlägigen FB-Gruppen mit ähnlich denkenden Mamis. Sagen wir mal so - meine Meinung steht fest und ich lass mich da kaum noch belehren 😉. Aber was ist mit allen Bald-Mamis und Mamis, die noch nicht so weit sind, die mir vielleicht unter einem Gericht mit Porree kommentieren "Oh Gott, das arme Baby!!!" (tatsächlich so geschehen 😕)? Hier kommt die Seite "1000 Tage" ins Spiel. 












Die Aktion "1000 Tage" ist eine Initiative der Deutschen Familienstiftung und Milupa (mit denen ich so erstmal nix am Hut habe). Hier finden Bald-und Neu-Mamis Antworten auf Fragen wie z.B. Wie ernähre ich mich in der Schwangerschaft und in der Stillzeit? Welche erste Beikost ist geeignet? Was muss ich bei Allergierisiken beachten? Zusätzlich findet man Expertenhinweise, interessante Fakten und ansprechende Rezepte. Klar hab ich an der ein oder anderen Stelle andere Gedanken, aber der grundsätzliche Tenor gefällt mir gut. Ich zitiere aus dem Expertentipp "Blähungen und Verdauungsprobleme beim Baby": 

"Bei voll gestillten Kindern kann auch die Ernährung der Mutter einen Einfluss haben. Allerdings brauchen Sie nicht von vornherein auf bestimmte Lebensmittel wie Kohlgemüse oder Hülsenfrüchte zu verzichten, denn jedes Baby reagiert anders. Wenn Sie ein bestimmtes Lebensmittel im Verdacht haben, lassen Sie es für ein paar Tage weg und beobachten Sie, ob es Ihrem Baby besser geht."

Ganz genau das ist meine Meinung. Also liebe Bald-/Neu-Mamis - esst Kohl, esst Porree, esst Erdbeeren, esst Orangen! Abwechslung im Speiseplan von Anfang an, der Geschmackssinn von Babys ist nämlich sehr fein und schmeckt bereits in der Muttermilch Unterschiede. Es wird vermutet, dass ein abwechslungsreicher Speiseplan in Schwangerschaft und Stillzeit später zu einer größeren Akzeptanz unterschiedlicher Lebensmittel führt (dazu kann ich leider nix sagen, gefühlt stecken meine Großen seit ewig in der "nackte-Nudeln-sonst-nix"-Phase). 

Und falls Babys Po wund ist, muss es nicht zwangsläufig an der Ernährung liegen (das ist nur meist die einfachste Erklärung). Möglich wäre auch, dass die Windel zu lange dran war, ein Pilz, die Zähne schieben, eine Erkältung kündigt sich an ... 

Bevor ich Euch allerdings die Rezepte uneingeschränkt empfehlen kann, musste ich natürlich mindestens eines ausprobieren. Letztlich ist es aber eher eine Rezeptinspiration geworden, statt einem nachkochen... Im Original war es nämlich Möhrencouscous mit Kräuterfisch, bei mir ist Möhrencouscous mit Bratwurst draus geworden 😄




Für 4 Portionen:

600 g Möhren
200 g Couscous
2 Zwiebeln
300 ml Wasser
etwas Zucker
Salz und Pfeffer

außerdem 6 Bratwürste, alternativ Frikadellen oder ähnliches 

Die Zwiebeln und die Möhren putzen. Die Zwiebeln fein würfeln, die Möhren etwa in 0,5 cm große Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und das Gemüse zugeben. Mit einer großzügigen Prise Zucker bestreuen und unter Rühren etwa 8 Minuten lang dünsten. 

Den Couscous zum Gemüse geben und 300 ml Wasser angießen und einmal aufkochen. Die Platte auf niedrigste Stufe stellen, Deckel auf den Topf und dann ca. 8 Minuten lang ausquellen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. (alternativ kann auch Gemüsebrühe statt Wasser verwendet werden, dann aber weniger salzen zum Schluss). 

Die Bratwürste in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden. In einer Pfanne Öl erhitzen und die Bratwurstscheiben darin rundherum braun anbraten. 




Geschmeckt hat das wirklich gut, allerdings war der Couscous etwas trocken. Ich finde ein Zaziki oder Joghurtdip würde gut dazu passen. Ich hatte am zweiten Tag noch ein paar Reste mit Spiegelei und Remoulade, das war auch sehr empfehlenswert. 

Wer sich jetzt das originale Rezept anschaut, merkt, dass ich nicht nur den Fisch ausgetauscht habe, auch von Zwiebeln ist dort nichts zu lesen. Die Kombination Möhre und Zwiebel ist aber einfach unschlagbar - ohne wäre mir das zu langweilig gewesen. Und ich verweise gern nochmal auf das Zitat oben, also keine Angst vor Zwiebeln 😊 


Und falls doch mal der Verdacht auf Bauchweh da ist, hilft in vielen Fällen die passive Unterstützung des Verdauungstraktes durch Tragen (im Tragetuch oder einer ergonomischen Tragehilfe), Fliegergriff, Fahrrad fahren mit den Beinchen vom Baby oder eine Bauchmassage 😏
Freitag, 30. Juni 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Juni 2?

Die letzten vier Wochen waren sehr stressig. Das merkt man daran, dass ich ungewollt, einfach mal 2 Wochen überhaupt gar nix von mir hab hören lassen. Nicht mal eine Tafelzusammenfassung gab es. Das Babymädchen war erst krank und nun quälen die Zähne. Ein erster Erfolg ist aber zu sehen - die unteren beiden Schneidezähne sind durch! 💪 Nur 1. will sie am liebsten auf mir leben, 2. schläft sie nur recht kurz allein und 3. sind da ja auch noch zwei andere Chaoten und ein Haushalt. Ergo, der Blog kommt momentan viel zu kurz. Jetzt habe ich die Kleine gerade dem Papi in die Hand gedrückt, die beiden Großen ins Bett verfrachtet und schreib die Tafelzusammenfassung der letzten 4 Wochen, in der Hoffnung, dass ich zwischendurch nicht einfach einschlaa  zzzzzzzz..... Nein Spaß 😂






























Hier also auf einen Blick beide Tüten der letzten 4 Wochen. Ich muss vorweg sagen, dass ich großzügig aussortiert habe. Durch das Klammermini hab ich momentan echt wenig Lust zu kochen (ist Euch vielleicht aufgefallen). Und mein Gedächtnis ist wahnsinnig schlecht momentan - ich vergesse wirklich, dass ich noch Sachen machen wollte, da geb ich schöne Zutaten lieber an jemanden weiter, dessen Gedächtnis nicht so lückenhaft ist, dass die Zutaten im Kühlschrank schlecht werden! 

Aber nun zu den Sachen, die ich behalten habe. Die CiniMinis haben meinen Freund sehr glücklich gemacht, er liebt die, ich kaufe sie aber nicht. Maximal die Billigversion für die Kiddies (ich mag Nestle so wenig wie möglich unterstützen!). Vitalis hat mich sehr erfreut, weil ich das roasted Müsli mal als Probepackung hatte und als sehr lecker empfand, ich kaufe es aber nicht, weil viel zu teuer. Joghurts, Süßkram, Waffeln und Co wurden meist zwischendurch genascht 😉 Und natürlich gab es auch wieder einen Brötchentag. Wir hatten Subway-Brote in der Tüte, da konnte ich nicht widerstehen...

Aus den Limetten habe ich die LimeCurd-Mousse Torte noch einmal gemacht. Und zu der Freundin mitgenommen, die die frischen Eier dafür sponsorte. Sogar die Kiddies haben begeistert mit gemampft. Es ist kein Krümel übergeblieben. 


Auch der Tortellini-Auflauf hat so gut geschmeckt, dass es ihn direkt noch einmal gab. Allerdings in der "was-weg-musste"-Version. Mit Suppengemüse, gekochten Nudeln, Créme Fraîche und Frischkäse. Das war auch sehr gut. 

Mit diesen leckeren Cevapcici habe ich bei meinem Freund natürlich offene Türen eingerannt - Cevapcici zählen eindeutig zu seinen Lieblingsgerichten. Dazu selbst gemachter Djuvec-Reis (allerdings mit gekauftem Ajvar). Das Hack habe ich zwar frisch im Hofladen geholt, die Paprika, Zwiebeln und der Reis waren allerdings aus der Tafeltüte. Das Rezept findet Ihr übrigens bei Malte.



Hier habe ich eine leckere Idee für hart gewordene Brötchen umgesetzt. Ich habe den Kühlschrank leer gemacht und dabei Chili-Grillkäse, Leberkäse und verschiedenes Gemüse gefunden. Aus dem Gemüse gab es einen Salat, Leberkäse und Grillkäse habe ich angebraten. Und der Grillkäse hat so viel Flüssigkeit hinterlassen, dass ich ein hart gewordenes Brötchen aufschnitt und darin anbriet. Es waren am Ende große Chili-Brotcroutons. 

Die Buttermilch und einen Teil der Zwiebeln habe ich in meinem Lieblingsessen Buttermilchkartoffeln verarbeitet. Und ein Ei durfte da natürlich auch nicht fehlen. Das Bild hat übrigens jemanden zum Nachkochen inspiriert 😍


Neue Hefe hab ich übrigens auch drin gehabt (dabei hab ich noch ein bißchen was eingefroren im Tiefkühler...). Das rief auf jeden Fall nach Pizza und Zwiebel und Paprika durften auch mit spielen 😏

In der zweiten Tüte hatte ich übrigens einen XXL-Basilikumtopf, Tomaten und Knoblauch. Dass das in die mediterrane Richtung gehen wird, war mir schon klar, als ich dann aber auf der Facebook-Seite von Riesa ein Video sah, wusste ich was es wird. Ein Nudelsalat mit selbst gemachtem Basilikumpesto, Tomaten und Mozzarella. Ich hab Vollkornnudeln benutzt, damit die endlich mal wegkommen und mich hat der Salat absolut überzeugt!


Abends darf es dann auch mal etwas gemäßigter zugehen. Hier mit einer Knabberschale - Gemüse was sich noch so fand (Paprika aus der Tüte) und dazu ein fertiger Kräuterquark (auch Tüte). Das der Quark nicht selbstgemacht war, wurde übrigens sofort moniert. Ich glaub mein Freund ist etwas verwöhnt mittlerweile 😂 

Meine Mum hab ich in der Zeit übrigens auch besucht und fragte ob ich was mitbringen soll. Mein Vorschlag "Erdbeertörtchen" wurde begeistert aufgenommen. Allerdings in der faulen Version - mit den fertigen Mini-Biskuit-Böden aus der Tüte, selbstgemachtem Vanillepudding, regionalen frischen Erdbeeren und Tüten-Tortenguss (den ich nicht mehr nachkaufen werde, mittlerweile meide ich Carrageen). Geschmeckt haben die Törtchen natürlich trotzdem. Ich glaub meine Mum hat allein die Hälfte gegessen 🙈


Tja und obwohl es relativ viel mit Paprika gab, lag am Ende doch immer noch welche rum. Da kam der männlicherseits geäußerte Wunsch nach Bauerntopf sehr gelegen. Es gab ihn diesmal halt in der mega-paprika-lastigen Variante ^^ Und nein, man braucht kein Fix dafür. Niemals! Salz, Pfeffer und ein paar Kräuter. Das reicht.

Vielleicht habt Ihr es auf Instagram mitbekommen, mein Partner will momentan ab einer gewissen Uhrzeit keine Kohlenhydrate mehr essen. Wenn wir also später Abendessen, muss es Low Carb sein, sonst jammert er. Ich bin überhaupt kein Fan von solchen "ich lass xyz weg", aber was solls. Eine Idee war dieser gebackene Schafskäse mit Knoblauch (Tüte) und Tomaten.


Eine andere Low Carb-Idee war diese Pilzpfanne mit Zwiebeln (Tüte) und Thymian. ich hatte Champignons, Pfifferlinge und Austernpilze abends günstig für 50-70 Cent die 250 g Packung bekommen und hab einfach drauf los gekocht. Ehrlicherweise hätte ich Nudeln oder einfach ein Baguette dazu ganz toll gefunden...

Ihr merkt sicher, dass mich dieses Thema etwas annervt. Als mein Freund nun einen Tag keinen Hunger hatte und die Kiddies früh schliefen, hab ich nur für mich ein leckeres Kartoffel-Möhren-Untereinander gekocht. Und was passierte? Er schielte dauerhaft auf meinen Teller und fragte nach den Möhrchen. Letztendlich hab ich die Kartoffeln rausgegessen und er hatte Möhrchen... Auch voll Low Carb und so ... *seufzttief*


Eine letzte Low-Carb-Idee habe ich allerdings noch, auch wenn ich in Zukunft wohl einfach um 16 Uhr Abendessen machen werde... Ich hatte dafür Gemüse (Zucchini, Tomaten, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch) angebraten, mit etwas Gemüsebrühe abgelöscht und kurz köcheln lassen. Dann das ganze in eine Auflaufform gefüllt, Schafskäse in Scheiben darüber verteilt und Seelachs (aufgetaut, dann gesalzen und gepfeffert) darüber und 20 Minuten im Ofen gebacken. Leider hatte der Fisch Gräten, was es meinem Freund sehr verleidet hat... Aber ansonsten war das wirklich gut, hier habe ich auch keine Sättigungsbeilage vermisst, das war genauso gut wie es war. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 11. Juni 2017

Lime Curd Mousse Torte

Da hatte sich letztens in meiner Tafeltüte ein ganzes Netz Limetten versteckt. 1 kg teilweise schon etwas angeschrumpelte Limetten... Was macht man damit, wenn man  - so wie ich - gerade keinen Alkohol trinkt und Caipis ohne Ende damit flach fallen? Man greift zu Plan B und macht LimeCurd draus. Glücklicherweise war ich bei einer Freundin die eigene Hühner hält und konnte mir deshalb "arschfrische" Eier für das Curd sichern. Als Dank hatte ich es dann am nächsten Tag zum Spielplatz mit und es passte ganz fantastisch zu den ebenfalls von mir mitgebrachten Waffeln. 

Aber dann waren immer noch 1 1/2 Gläser von dem Curd da und die wollte ich unbedingt in Kuchenform bringen. Und wen habe ich damit wieder gefüttert? Richtig - die Mädels in der Krabbelgruppe *g*.





Lime Curd

Lime Curd ist eine Abwandlung vom bekannteren Lemon Curd, wird aber ähnlich zubereitet. Da meine Limetten ihren "Lebenshorizont" schon etwas überschritten hatten, war es gar nicht so einfach den Saft herauszubekommen. Mit Hängen und Würgen kam ich auf 200 ml ... Man kann auch noch Zesten für mehr Geschmack mit hinein tun, allerdings sind dafür frische Früchte besser geeignet. 

200 ml Limettensaft (am besten frisch gepresst)
125 g Butter
300 g Zucker
6 Eier (am besten zimmerwarm)
optional: 1 TL Limettenzesten

Wichtig - es wird im Wasserbad gearbeitet. Ich nehme dafür einen Topf, den ich ca. zu einem viertel mit Wasser fülle und eine Plastikrührschüssel die größer ist als der Topf und so nicht im Wasser liegt, aber komplett aufliegt. Letztlich muss da aber wohl jeder seine eigene Technik finden, es lohnt sich auf jeden Fall. 

In der Schüssel im Wasserbad die Butter bei mittlerer Hitze schmelzen, dann vom Wasserbad nehmen und die Butter leicht abkühlen lassen. Den Zucker und den Limettensaft (optional auch die Zesten) mit der Butter verrühren. 

Die Eier in einer extra Schale miteinander verschlagen und langsam mit einem Schneebesen unter die Butter-Zucker-Saft-Mischung rühren (wenn die Buttermasse noch zu heiß ist, dann flockt das Eiweiß aus!)

Die Schüssel wieder ins Wasserbad stellen und weiter rühren bis die Masse anzieht und eine puddingartige Konsistenz entsteht. Dann in ausgekochte Gläser füllen, heiß verschließen und nach dem Abkühlen im Kühlschrank aufbewahren. 

Witzige Story dazu am Rande: Ich dachte mir so lange kann das ja nicht dauern mit dem LimeCurd und setzte das in der Zeit an, wo die Kids im Kindergarten waren. Ich hatte ja noch über eine Stunde Zeit bis ich sie abholen musste. Als es ans "unter Rühren warten aufs Anziehen" ging, hatte ich immer noch ca. 25 Minuten Zeit. Und das blöde Zeug zog nicht an. Ich rührte wie eine Blöde. Die Zeit arbeitete gnadenlos gegen mich und ich schwankte zwischen "scheiß drauf, ab in den Müll", "egal, dann halt in flüssiger Form" und "menno, ich will das aber in gut haben". In meiner Verzweifelung (ich war mittlerweile bereits 10 Minuten zu spät zum Kinder abholen), füllte ich nochmal Wasser in meinen Topf nach, stellte den Herd auf die niedrigste Stufe und ging los. Als ich nach etwas über einer halben Stunde wieder da war mit den Kiddies - hatte mein Curd genau die richtige Konsistenz 😁 Glück gehabt würde ich sagen. 


LimeCurd Mousse Torte 

Das Rezept ist für eine 26er Springform ausgelegt. Ich verwende in der Torte übrigens Gelatine, einfach weil ich sie noch im Haus habe und aufbrauchen will, bevor ich mich mit Agar-Agar auseinandersetze. Ich gehe davon aus, dass die Torte mit letzterem genauso gut wird. 

Für den Mürbeteigboden

100 g Butter
50 g Zucker
150 g Mehl
1 Ei
1 TL Backpulver

Für die Torte

4 Eiweiß
150 g Zucker
150 g Lime Curd
4 Blatt Gelatine
200 ml Schlagsahne

Außerdem etwa 50 g Lime Curd für die Dekoration

Die Zutaten für den Mürbeteig miteinander verkneten, in Frischhaltefolie wickeln und für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen. Dann eine Springform mit Backpapier auslegen, den Rand etwas fetten und den Teig darin verteilen (man könnte ihn ausrollen und reinlegen, ich zupfe ihn hinein und verteile ihn dann mit den Händen). Bei 180°C für 15 Minuten backen und dann komplett auskühlen lassen. 

Die Gelatine in kaltem Wasser etwa 10 Minuten einweichen. Dann in einem kleinen Topf 50 g vom Curd erwärmen, die Gelatine ausdrücken und in das Curd rühren. Dann die 100 g kaltes Lime Curd ebenfalls mit unterrühren. 

Das Eiweiß steif schlagen und dabei den Zucker einrieseln lassen. Die Baisermasse dann mit dem Lime Curd vermischen. Die Sahne steif schlagen und ebenfalls unterheben. Die Masse dann auf dem Mürbeteigboden verteilen, glatt streichen und für mindestens 8 Stunden in den Kühlschrank stellen. Vor dem Servieren die Oberfläche mit LimeCurd bestreichen. 

Ja ok, die Torte ist etwas süß, gleichzeitig aber auch wirklich erfrischend. Die einen fanden sie "fluffig und unglaublich lecker" andere sagten offen, dass "es nicht unbedingt [ihr] Lieblingskuchen werden wird". Ich schätze das einfachste wird sein, wenn Ihr die Torte ausprobiert und Euch eine eigene Meinung bildet 😁 (Und mit Lemon Curd funktioniert das Ganze natürlich auch!). 







Mittwoch, 7. Juni 2017

Tortellini-Auflauf

Momentan bin ich faul. Zeitweilig ist mir einfach zu warm für alles, an anderen Tagen war soviel Geschwisterstreit zu schlichten, dass die Nerven einfach runter sind und zusätzlich ist da ja noch das zahnende, schubende sechs-Monats-Babymädchen... Da hab ich dann wirklich keine Motivation mehr mich in die Küche zu stellen und zu kochen. Ich denke, die meisten von Euch kennen diese Tage ebenfalls. Und jetzt die gute Nachricht: Ich habe ein Rezept für Euch!!! 10 Minuten Vorbereitungszeit, den Rest macht der Backofen und schon gibt es leckeres Essen!



Für 2 Personen: 

500 g gekühlte Käse-Tortellini
4 Tomaten
200 ml Sahne
1/2 Zwiebel
1 TL Senf
jeweils 1 TL getrockneter Basilikum, Oregano und Thymian
1 Eigelb
1 TL Stärke
Pfeffer, Salz und Zucker n. B. 
1 Kugel Mozzarella

Den Backofen vorheizen auf 200°C. Eine Auflaufform einfetten und mit den gekühlten Tortellini auslegen. Die Tomaten waschen, halbieren, in feine Streifen schneiden und mit den Tortellini vermischen. 

Die Zwiebel fein hacken. Die Sahne mit der Zwiebel, dem Senf, den Kräutern, der Stärke und dem Eigelb verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen und dann unter Rühren erwärmen bis alles andickt. Die Sauce über die Tortellini-Tomaten-Mischung verteilen. 

Den Mozzarella klein schneiden und über dem Auflauf verteilen. Für 35 Minuten im Ofen backen lassen. 



Das war soooo lecker! Wirklich. Und total fix gemacht. Das Rezept ist auch durchaus wandelbar - fertige Tortellini gibt es ja mit unterschiedlichsten Füllungen. Sehr lecker stelle ich mir z.B. Spinat-Tortellini und ein wenig Feta drin vor. Figurbewusste können einen Teil der Sahne auch durch Gemüsebrühe ersetzen. Auf jeden Fall gilt: unbedingt ausprobieren!











Freitag, 2. Juni 2017

Was wurde aus der Tafeltüte Juni 1?

Immer wenn ich mich ransetze um die Zusammenfassung zu schreiben, fällt mir auf, wie sehr ich momentan meinen Blog vernachlässige. Das aktive Babymädchen, mein Balkongarten 2.0 und vor allem die beiden Großen mit denen ich soviel wie möglich rausgehe bei dem momentanen schönen Wetter, fordern einfach ihren Tribut. Abends falle ich einfach nur noch scheintod ins Bett und will schlafen *g* Ihr kennt das sicherlich. Um so mehr freut es mich, dass Dank Pinterest dennoch viele Leute meinen Blog aufrufen und statt neuem, halt in älteren Rezepten stöbern (momentan total angesagt ist übrigens der Gurkensalat 😉 ). Und weil ich auch Instagram völlig vernachlässige, werdet Ihr in dieser Tafelzusammenfassung auch wieder Bilder sehen, die es bei Instagram vorher nicht zu sehen gab 😀.


Auch diesmal habe ich natürlich ein bißchen was aussortiert. Die Markknochen zum Beispiel, weil ich einfach keine Zeit hatte sie zu verarbeiten. Und einen Großteil der Bananen. Und die Pfannkuchen, weil sie mit Pflaumenmus gefüllt war und hier nur die mit Marmelade gegessen werden (ich bin die einzige die auch Pflaumenmus lecker findet und 6 Berliner sind mir doch etwas viel...). Die Cornys fand mein Freund total geil, jetzt ist er total auf dem Müsliriegeltrip 😂 Den Krautsalat hab ich mit zum Grillen bei meiner Mutter genommen und fand ihn echt lecker. Ich habe ihn nahezu alleine aufgegessen...

Natürlich gab es auch dieses Mal ganz einfach Brot. Ganz entspannt das Zwiebelbaguette aufgebacken, belegt mit Salat, Tomate und Käse und dann mit der neuesten InTouch und was zum Trinken an den Tisch gesetzt. Ich liebe diese 5 Minuten Auszeit für mich 💕 

Ähnlich war das mit diesen gefüllten Pita-Taschen. Die Pitas liegen schon eine ganze Weile hier herum. Eigentlich ziemlich gruselig, dass die immer noch essbar waren... Gefüllt hatte ich sie mit diversem Gemüse (hatte ich sowieso gerade geschnippelt, weil mein Freund einen Salat bekam und die Kids einen Naschteller) und Falafel die im Kaufland runtergesetzt waren (böses MHD war ran 🙈). Dazu die Reste vom selbst gemachten Kräuterquark vom Vortag. 



Der Kräuterquark war über geblieben als ich dieses Gericht gemacht hatte. Meine Freundin Tina kannte mein Lauchgemüse noch nicht und wollte mir nicht glauben, dass es total einfach zuzubereiten ist (das glaubt sie mir ja eh nie). Und weil mein Freund kein Lauchgemüse mag, bekam er halt Kräuterquark dazu. 

Wo wir schon beim Thema sind "nicht mögen". Ich hatte eine etwas über 1 kg schwere Schweineleber in der Tafeltüte. Ich esse Innereien tatsächlich recht gern und bin der Meinung, dass alles vom Tier so gut es geht verwertet werden sollte. Dazu habe ich mir meine Schwester eingeladen und es gab Leber, Kartoffelbrei und Apfel-Zwiebel-Gemüse. 


Die Reste der Leber landeten dann in einem Resteessen 😁 Übrig gebliebene Nudeln angebraten, übrig gebliebenes Apfel-Zwiebel-Gemüse warm gemacht und mit den Nudeln vermischt und die Leber klein geschnitten, angebraten und ebenfalls drunter gemischt. Das war mindestens genauso lecker wie mit Kartoffelbrei, aber mal eine völlig andere Interpretation. 

Jetzt setzte akute Koch-Faulheit ein, weil es soooo warm war. Ganz toll fand ich in dieser Zeit allerdings diesen Tortellini-Auflauf. Der war in 5 Minuten zusammengerührt, musste dann noch 30 Minuten in den Ofen und fertig war das Abendessen. Das Rezept dazu kommt auf jeden Fall ganz bald in den Blog, das war nämlich wirklich lecker!


Für die Krabbelgruppe habe ich diese Woche auch wieder etwas gemacht. In meinem Kühlschrank hatte ich nämlich 16 Eier von der Tafel plus 6 die noch von einer selbst gekauften Packung da waren. Weil ich aber frische Eier brauchte, fragte ich eine Freundin mit eigenen Hühnern ob sie ein paar für mich hätte. Sie gab mir 18! Habt Ihr mit gerechnet? Deshalb habe ich Rührei gemacht 😊

Außerdem gab es Pizzaschnecken. Mein Freund hatte nämlich welche "bestellt" als Dankeschön für eine Lehrerin. Ich hab Pizzaschnecken aus 1 kg Mehl gemacht - die Hälfte hat er mitgenommen, die andere Hälfte ich. Die Tomatensauce war übrigens selbst gekocht aus den Tafeltomaten.

Was ich übrigens gelernt habe: Maulwurfkuchen sollte man auf jeden Fall kühl stehen lassen, sonst sehen die abgeschnittenen Stücke leicht verunfallt aus (Beweisbild nebenstehend). Geschmeckt hat er glücklicherweise trotzdem. Und zu wenig war es auch - mein Sohn fragte später ob noch welche da ist und ich musste ihn enttäuschen oO.

Die Limetten wurden in meinem Kopf sofort zu Limetten Curd. Deshalb brauchte ich auch die frischen Eier. So wirklich saftig waren die Limetten nicht mehr, aber mit ordentlich Kraft habe ich 200 ml Saft zusammen bekommen. Und dann Curd gekocht. Und es ist sowas von GUT 😍 Ich hab gestern gefühlt ein halbes Glas allein geleert!


Außer dem Curd hatte ich für den Spielplatz noch meinen heiß geliebten Bananen-Schokoladen-Kuchen gebacken (Bananen darf man momentan echt nicht länger als zwei Tage liegen lassen ...). Dieser hier ist übrigens in der superluxusdeluxeextraschokoladigen Version - mit einer halben Packung Nuss-Nougat-Kuvertüre die noch weg musste und einem großen angeknabberten Schokoweihnachtsmann von Lindt. Ich sag mal so, beschwert hat sich keiner 😁

Abends wollte ich dann unbedingt noch das Gemüse aus der Tafeltüte verarbeiten, was noch da war um Platz zu schaffen. Ich kaufte noch fix einen Becher Sahne und fertige Schupfnudeln und kochte uns eine sehr leckere Schupfnudelpfanne mit Gemüse. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Dienstag, 23. Mai 2017

HelloFresh - eine Probewoche mit Kochbox (Werbung)

Ich stelle jetzt einmal die Vermutung auf, dass HelloFresh mittlerweile fast jeder kennt. Es gab eine Zeit, in der in fast jedem Päckchen von Amazon und Co. eine dieser 20 € Rabatt-Karten lag... fragt nicht, wie viele dieser Gutscheine ich von Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern bekommen habe 😂. Mein Interesse war durchaus geweckt. 

Zum ersten Mal näher auseinandergesetzt habe ich mich im Zuge eines Foodiemeetups in Berlin mit HelloFresh. Ein paar Mädels waren vor Ort, präsentierten Gerichte die nach einer der Rezeptkarten zubereitet worden waren und so auch in den Boxen zu finden sind. Zum Abschluss gab es als Goodie noch eine kleine Box mit einem Gericht ausgelegt für 2 Personen und der Einladung zu einem kleinen Gewinnspiel. Man sollte dieses Gericht kochen, auf Instagram mit einem entsprechenden Hashtag posten und derjenige dessen Bild die meisten Likes erhielt, durfte 3 Kochboxen unter seinen Followern verlosen. Ich bin immer noch total stolz auf meine Follower - diese Kochboxen durfte nämlich ich verlosen 😏  Ich muss zugeben, ein bißchen neidisch war ich schon auf die Gewinner...

Nun allerdings ergab sich die Gelegenheit die Box einmal in der 3-Gerichte-Variante zu testen. Da ich das Konzept sehr interessant finde, habe ich nicht lange gezögert und zugesagt. Gerade in Situationen wo man wenig Zeit hat, keine Lust hat lange in der Küche zu stehen oder man auch schlichtweg keinen Bock hat Einkaufen zu gehen, finde ich die Box sehr sinnvoll. Und obwohl wir mittlerweile 5 Personen sind, habe ich die Version für 2 Personen genommen. Die Kinder sind momentan sehr mäkelig und begnügen sich zumeist mit Toast und Würstchen. Wenn ich nicht gerade Pfannkuchen, Nudeln oder Waffeln mache, essen wir also eh allein. Außerdem sind die Portionen gerade so groß, dass bei spontan erwachendem Probier-Interesse genug da ist um zu teilen. 



So sah die Box aus. Enthalten sind drei Tüten, etwas Werbung, eine Tasche mit den Produkten die in die Kühlung müssen und die Rezeptkarten. In jeder Tüte sind die Lebensmittel für ein Gericht. Gekennzeichnet sind die Gerichte durch gleiche Farben an der Rezeptkarte und dem Aufkleber auf den Tüten. 



Ich erhielt die Box, packte die Kühlschranksachen so verpackt in den Kühlschrank, lies die Beutel mit den übrigens Zutaten so verschlossen und deponierte sie in meiner Vorratskammer (das war im Übrigen keine gute Idee, wie sich später herausstellen sollte). 

Als erstes inspizierte ich die Rezeptkärtchen und stellte dabei fest, dass ein Gericht dabei war, dass mein Partner unter gar keinen Umständen essen wird - er mag nämlich keinen Bulgur. Ich zückte sofort mein Handy und fragte meine Freundin Tina ob sie am nächsten Tag vorbeikommen wollte zum gemeinsamen Kochen und Essen. Sie war Feuer und Flamme.



 Mit Unterstützung in der Küche startete ich also mit dem ersten Gericht:






Für 2 Personen

150 g Bulgur
1 Gurke
75 g Wildkräuter (enthalten war eine Mischung, ich denke Lollo Rosso oder Eisbergsalat geht auch)
10 g Basilikum frisch
1/2 Zitrone
2 x Camembert á jeweils 125 g
25 g Preiselbeermarmelade
Salz und Pfeffer

Zuerst das Gemüse und die Kräuter waschen. 300 ml Wasser im Wasserkocher erhitzen und den Backofen auf 200°C vorheizen. 

In einem Topf 1 EL Öl erhitzen, den Bulgur zugeben und 1-2 Minuten anrösten. Dann das heiße Wasser zufügen, 1/2 TL Salz dazugeben und auf niedrigster Stufe mit Deckel etwa 10 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und noch 5 Minuten quellen lassen. 

Ein Backblech mit Backpapier belegen, die Camemberts drauf legen und etwa 7 Minuten im Backofen backen. 

Die Gurke längs halbieren und mit einem Löffel entkernen. Die Kerne in eine hohes Rührgefäß geben und die Gurkenhälften in ca. 1 cm breite Stück schneiden. Die Zitrone auspressen, zu den Gurkenkernen geben und mit 2 EL Öl, etwas Salz und Pfeffer mit dem Pürierstab fein mixen. 

Die Basilikumblätter vom Stängel abziehen und klein hacken. Den Bulgur etwas auflockern. In einer Schüssel Bulgur, Wildkräuter, Basilikum, Gurkenscheiben und Dressing vermischen. 

Den Salat auf Tellern anrichten, je einen Camembert drauf legen und dazu die Preiselbeermarmelade genießen. 



Ein Gaumenschmaus sage ich Euch! Wir waren beide sehr begeistert vom Geschmack und meine Freundin - die von sich selbst sagt, dass sie überhaupt nicht kochen kann - war sich sicher, dass sie dieses Gericht auch allein hätte zubereiten können. Das ist doch mal eine Aussage, nicht? 

Total beschwingt von diesem leckeren Essen wollte ich am nächsten Tag direkt das zweite Gericht zubereiten. Und jetzt kommen wir zu dem Punkt, warum meine Faulheit sehr dumm war. Es sollte eine Spargelpasta geben und ich öffnete die Tüte voller Vorfreude. 



Man sieht es vielleicht ein kleines bißchen im Bild - eine der Tomaten war geplatzt und in den 3 Tagen seit der Lieferung angegammelt. Auch der Spargel hat mir die nicht gekühlte Lagerung nicht wirklich verziehen. Ich musste großzügig abschneiden... Wenn ich die Sachen ausgepackt hätte, wäre mir die kaputte Tomate aufgefallen. Und den Spargel hätte ich direkt gekühlt gelagert. So habe ich mich sehr über mich selbst geärgert 😩 , dann das eklige entsorgt und mit etwas weniger Gemüse das Gericht zubereitet. 



250 g Spaghetti
1 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
50 g schwarze Oliven
150 g Kirschtomaten
150 g grüner Spargel
125 g Feta
1/2 Zitrone
Salz und Pfeffer

Die Nudeln in gesalzenem Wasser al dente kochen.

Währenddessen Zwiebel und Knoblauch abziehen, die Zwiebel in Streifen schneiden, den Knoblauch fein würfeln. Die Kirschtomaten waschen und halbieren. Die Oliven ebenfalls halbieren. Den Spargel nach Bedarf schälen (normalerweise reicht es unten etwas abzuschneiden) waschen und dann in 3-4 cm lange Stücke schneiden. Den Feta grob würfeln. 

Öl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebel und Knoblauch 1-2 Minuten glasig darin anbraten. Dann den Spargel zugeben, Deckel aufsetzen und weitere 4 Minuten braten. Anschließend Tomaten und Oliven zugeben und nochmals 1-2 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Den Feta zugeben und leicht schmelzen lassen. 

Die Spaghetti abgießen und in den Topf zurück geben. Die Zitrone auspressen und den Saft mit den Nudeln vermischen. Spaghetti und Gemüse auf Tellern anrichten, nach Wunsch noch mit Olivenöl beträufeln. Fertig. 



Das etwas Gemüse "gefehlt" hat, störte überhaupt nicht. Das Foto ist allerdings nicht so gut geworden, das lag wohl daran, dass ich den Feta etwas lange habe schmelzen lassen. Geschmacklich war auch die Spargelpasta sehr sehr gut!.

Direkt am nächsten Tag gab es dann auch schon das letzte Gericht aus der HelloFresh-Box. Ein Foto der Zutaten habe ich hier vergessen, ist sicherlich auch besser so, die frischen Lebensmittel haben mir auch hier nicht so wirklich verziehen, dass ich sie einfach so weggestellt habe... Vom Wirsing musste ich recht viel wegschneiden 🙈 Den Speck der eigentlich dazu sollte, habe ich übrigens weggelassen, weil mein Partner keinen isst. Der mit gelieferte Speck landete einfach in einem anderen Gericht, ich war so frei 😏



1/4 Kopf Wirsing
1 Zwiebel
200 ml Sahne
250 g Spätzle (Kühlabteilung oder selbstgemacht)
5 g Schnittlauch (frisch oder TK)
75 g Bergkäse
Salz und Pfeffer

Den Strunk aus dem Wirsing entfernen und in 2 cm große Rauten schneiden. Die Zwiebel abziehen und fein würfeln. 

Öl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel mit einer Prise Zucker darin glasig andünsten. Den klein geschnittenen Wirsing dazu geben und etwa 2 Minuten mit braten. Mit der Sahne und 50 ml Wasser ablöschen. 15 Minuten bei mittlerer Stufe köcheln lassen, dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

In einer weiteren Pfanne ebenfalls Öl erhitzen. Die Spätzle dazugeben und ca. 6 Minuten unter mehrmaligem Wenden anbraten. Die Pfanne vom Herd nehmen und zur Seite stellen. 

Den Bergkäse grob reiben. Falls der Schnittlauch frisch ist, diesen in feine Röllchen schneiden. 

Die Spätzle mit dem Wirsing vermischen, den Bergkäse darüber geben und alles verrühren. Auf Tellern anrichten und mit den Schnittlauchröllchen bestreuen. 



Auch Gericht Nummer drei war wirklich wirklich lecker. Ich hatte übrigens Tiefkühlschnittlauch genommen, weil mein Schnittlauch mir die Lagerung richtig übel genommen hatte...


Fazit: 

Die HelloFresh-Boxen bringen Abwechslung in den Kochalltag. Wir hatten die Box "Zeit sparen" und tatsächlich waren alle Gerichte innerhalb von 30 Minuten zubereitet. Alternativ gibt es noch die Boxen "Neues entdecken", "Veggie Gerichte" und "Leichter Genuss". 

Die Rezeptkarten sind übersichtlich, die Gerichte sehr lecker. Ich denke die Rezepte werde ich sicherlich wieder kochen. Einschränken würde ich das eigentlich nur, weil nur eines von drei Gerichten für die Kids interessant war (die Spätzle musste ich teilen). 

Der größte Knackpunkt für mich bei den HelloFresh-Kochboxen ist tatsächlich der Preis. Eine Box mit 3 Gerichten für 2 Personen kostet etwas über 40 €. Man hat also einen durchschnittlichen Preis für ein Gericht von 8 €. In Ausnahmesituationen wie z. B. im Wochenbett oder wenn absehbar sehr wenig Zeit zum Kochen/Einkaufen sein wird, finde ich die Kochboxen absolut sinnvoll und eine schöne Entlastung. 

Wenn Ihr jetzt Lust bekommen habt die Boxen selbst mal auszuprobieren, dann habe ich noch ein kleines Geschenk für Euch. Mit dem Code HELLOLLE (gültig bis zum 31.07.2017) erhaltet Ihr insgesamt 30 € Rabatt - jeweils 15 € auf die erste Box und 15 € auf die zweite Box. Hier könnt Ihr die Boxen ansehen und online bestellen - kündbar sind die Boxen übrigens wöchentlich. Oder Ihr schaut einfach mal auf dem Facebookaccount bzw. dem Instagramaccount von HelloFresh vorbei und lasst Euch von den Rezeptideen inspirieren 😏