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Sonntag, 24. Juni 2018

Buttercremetorte

Ich bin mit einer Geschichte über Buttercremetorte aufgewachsen. Als meine Mama nämlich schwanger mit mir war, LIEBTE sie Buttercremetorte. Nahezu täglich vernichtete sie ein ordentliches Stück und konnte gar nicht genug bekommen davon. Noch am Tag vor meiner Geburt gab es leckere Buttercremetorte - als meine Oma nach meiner Geburt allerdings mit einem großen Stück gratulieren wollte, da war der Hype vorbei. Meiner Mutter war sofort schlecht und über 30 Jahre war an Buttercremetorte nicht zu denken... 

Bis ich anfing zu backen. Und natürlich sieht sie, was ich so für Sachen bastel. Im letzten Jahr war da auch mal eine Buttercremetorte dabei. Meine erste, ein Versuch, mit Buttercreme aus selbst gekochtem Pudding. Seitdem war die Antwort auf meine Frage, was ich mitbringen soll zum Kaffee fast immer "Buttercremetorte" 😏 Fragt mich nicht warum ich dann bei gefühlten 30 Grad im Schatten auf die Idee gekommen bin, eine solche vorzubereiten, Tatsache ist - der Hieper ist gestillt! 


Der Aufwand für die Torte war natürlich etwas größer, als wenn ich einfach einen Blechkuchen zusammen gezimmert hätte. Aber ich gehe davon aus, dass das jedem klar sein sollte. Für Euch habe ich das Rezept aufgeschrieben, was ich eventuell anders machen würde, schreibe ich Euch dazu. 

Die Buttercreme


Das wichtigste an einer Buttercremetorte ist natürlich die Buttercreme. Ich hatte einen Vanillepudding vorbereitet. Beim nächsten Mal würde ich allerdings einen Teil der Milch durch Saft oder püriertes Kompott ersetzen, damit die Buttercreme fruchtiger wird. So fand ich sie fast etwas langweilig. 

500 ml Milch (Vorschlag: zum Teil oder komplett durch Saft ersetzen)
90 g Zucker
1 TL Vanilleextrakt
1 Prise Salz
45 g Stärke
3 Eigelbe
320 g weiche Butter

Von der Milch etwa 200 ml abnehmen und mit der Stärke und dem Zucker verrühren. Die Eigelbe unterrühren und zur Seite stellen. 

Den Rest der Flüssigkeit mit dem Salz und dem Vanilleextrakt in einem Topf aufkochen. Die Hitze reduzieren und vorsichtig unter Rühren die Milch-Stärke-Ei-Mischung zugeben. So lange weiterrühren, bis der Pudding dick wird. 

Frischhaltefolie direkt auf den Pudding legen und abkühlen lassen. Ohne die Frischhaltefolie bildet sich eine Haut - ihr kennt das sicher 😉 Der Pudding kann auch gut einen Tag vorher vorbereitet werden und im Kühlschrank auf seinen Einsatz warten. 

Die weiche Butter weiß aufschlagen. Das geht am besten mit einer Küchenmaschine mit dem Flachrührer, es dauert aber ca. 5-10 Minuten. Dann Esslöffelweise den kalten Pudding zugeben und unterrühren. Nach Belieben kann die Buttercreme auch noch eingefärbt werden (bei mir hat sie einen rosa Touch bekommen, weil ich Lust drauf hatte). 

Der Mürbeteigboden


Die Kombination von Mürbeteig und Biskuitteig liebe ich sehr. Bei unserem Bäcker gibt es eine wahnsinnig leckere Himbeerschnitte, bei dem die Kombination einfach umwerfend ist. Ich habe den Mürbeteig blind gebacken - was in meiner Vorstellung definitiv einfacher und besser aussehend war - und danach den Biskuitteig. Erst dann habe ich sie zusammen gesetzt. 

Mich würde interessieren, ob man den Mürbeteig mit dem Biskuitteig auch direkt zusammen backen kann. Da muss ich auf jeden Fall noch mal ran und testen. Da diese Variante hier funktioniert hat, schreibe ich sie erst einmal so auf. Ihr könnt dann ja auch selber rumprobieren, wie das eventuell passt und funktioniert. 

250 g Mehl
75 g Zucker
1 Ei
125 g kalte Butter

Mehl und Zucker mischen und als Häufchen auf die Arbeitsfläche packen. Eine Kuhle in die Mitte drücken, das Ei hineingeben und die kalte Butter in Flöckchen dazu. Mit den Händen schnell zu einem Teig verarbeiten und zu einer Kugel rollen. Mit Frischhaltefolie einwickeln und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen. 

Den Teig in 2 Hälften teilen. Einen Tortenring auf 26 cm einstellen, die erste Hälfte ausrollen, mehrmals mit einer Gabel einstechen und im Tortenring bei 175 Grad für etwa 15 Minuten backen. Damit der Teig keine Blasen wirft, kann man mit zB. getrockneten Erbsen beschweren. 

Das mit den Erbsen hab ich übrigens gemacht. Allerdings war mein Teig wohl etwas zu dick ausgerollt. Ich musste nach dem Backen überall die Erbsen aus dem Teig popeln. Das war nicht witzig. Und mein Mürbeteig sah aus wie Filinchen... 


Die zweite Hälfte vom Mürbeteig ebenfalls ausrollen und wie bei Teil 1 backen. Beide Böden abkühlen lassen.  

Der Biskuitboden


Beim Biskuit bin ich bei meinem bewährten Rezept geblieben. Ich brauchte allerdings zwei Böden, da ich ja auch zwei Mürbeteigböden hatte. Entweder wiegt man nach, wieviel Teig genau man herstellt, damit man etwa gleich dicke Böden erhält. Oder man rührt von vornherein zweimal den Teig an (so habe ich es gemacht). 

Für einen Boden braucht man:

150 g Butter (am besten zimmerwarm)
150 g Zucker
3 Eier
150 g Mehl
1 Prise Salz 1 TL Backpulver

Die Butter mit dem Zucker verrühren, bis die Masse schön schaumig ist. Die Eier einzeln zugeben und jeweils ca. 30-60 Sekunden rühren. Das Mehl mit dem Salz und dem Backpulver mischen und unterrühren. 

Bei 180°C für etwa 15-20 Minuten backen lassen. 

Wie gesagt, Ihr braucht 2 Böden. Oder Ihr backt nur einen und teilt ihn in der Mitte vorsichtig, dann habt Ihr eine deutlich niedrigere Torte am Ende. Das bleibt also vollkommen Euch überlassen. 

Der Zusammenbau


Damit die ganze Geschichte nicht zu trocken wird, habe ich noch selbst gekochtes Erdbeer-Rhabarber-Kompott mitspielen lassen. 

Zuerst habe ich auf meine Tortenplatte etwas Buttercreme gegeben, damit meine Torte am Ende nicht verrutscht. Darauf kam der erste Mürbeteigboden, darauf der erste Biskuitboden. Den Biskuitboden habe ich mit einem Holzstäbchen diverse Male eingestochen (ist das schon ein Poke-Cake?) und dann mit dem Erdbeer-Rhabarber-Kompott bestrichen. 

Natürlich war mein Kompott mit relativ großen Stückchen. Vielleicht wäre es besser gewesen es zu pürieren für den Kuchen? Oder man hätte direkt Saft genommen? Oder mein Biskuit war doch zu dick. Leider hat das mit dem Kompott nämlich nicht so gut geklappt, der Biskuit war doch teilweise etwas zu trocken 😶

Auf das Kompott kam dann eine Schicht Buttercreme, darauf dann der zweite Mürbeteigboden und der zweite Biskuitboden, den ich wieder eingestochen und mit Kompott bestrichen habe. Oben drauf kam wieder Buttercreme und schließlich auch drumherum. Danach habe ich die Buttercreme glatt gestrichen und die Torte in den Kühlschrank gestellt. Eine Nacht durfte sie durchziehen und am nächsten Tag haben wir sie dann gegessen. 

Das Fazit


Die Torte war zwar sehr mächtig, aber durchaus lecker. Ich habe eine Menge davon gegessen, was ich rückblickend etwas bereue - bei den Unmengen an verarbeiteter Butter, wisst Ihr sicher weshalb... 😁 Auch wenn nicht alles so geklappt hat, wie ich es mir vorgestellt habe, ist die Torte durchaus gut angekommen.  






Sonntag, 17. Juni 2018

One-Pot-Spinat-Gnocchi

Eines der Gerichte aus der letzten Kühlschrank-leer-koch-Aktion fand ich so gut, dass ich es für Euch (und natürlich auch mich) aufschreiben muss. Entstanden ist es aus einer Laune heraus. Ich liebe nämlich Spinat und Ei sehr, frisches Gemüse war kaum noch im Haus, im Tiefkühler lagen allerdings noch zwei angefangene Packungen TK-Spinat und im Kühlschrank lagen noch 2 Packungen Gnocchi. Ich dachte mir, was mit Kartoffeln gut schmeckt und was mit Nudeln gut schmeckt, dass muss mit Gnocchi (also Kartoffel-Nudeln 😊) einfach nur famos sein. Gleichzeitig spart man natürlich Abwasch, weil es eine One-Pot-Geschichte werden sollte. 



Für 3-4 Personen: 

2 Zwiebeln
1 dicke Knoblauchzehe
500 g TK-Spinat
1 Becher Sahne
200 ml Brühe
Salz, Pfeffer, evtl. etwas Chili

800 g fertige Gnocchi (entweder Kühltheke oder selbstgemachte)

Die Zwiebeln und den Knoblauch pellen und fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, die Würfel und eine Prise Zucker dazu geben und auf niedriger Temperatur 3-4 Minuten unter Rühren anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen und den Spinat zugeben. Bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und kurz aufkochen. 

Die Sahne zugießen und mit Salz und Pfeffer abschmecken (auch etwas Chili passt hier sehr gut) und aufkochen. Dann die Gnocchi zugeben und unter Rühren ca. 5 Minuten warm werden lassen. Das Rühren auf keinen Fall vergessen, die Gnocchis setzen sonst unten am Topfboden an (Erfahrungswerte auf die man verzichten kann 😩...). 

Das war es schon. Ein schnelles Rezept, was aber wirklich lecker, günstig und sättigend ist. Ich denke dazu passt bestimmt ein weich gekochtes Ei/Spiegelei/Rührei sehr gut, allerdings hab ich es diesmal einfach so genossen. Beim nächsten Mal probiere ich die Kombination dann aus - aber vielleicht seid Ihr ja schneller als ich. Dann bitte ich um einen Kommentar wie das ist 😏
Freitag, 15. Juni 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Juni 2?

Die letzten zwei Wochen waren sehr anstrengend. Mein Partner hatte die letzten Abschlussprüfungen und wir wissen ja alle wie stressig die Lernzeit davor ist, wie man mit den Nerven am Ende ist und überhaupt ... Gleichzeitig habe ich versucht meinen wirklich extrem vollen Kühlschrank leer zu bekommen und habe versucht kaum zuzukaufen (hat nicht so ganz geklappt, wenn ich überlege, was ich allein in Energydrinks investiert habe 🙈 was tut man nicht alles um den Mann zu unterstützen). 

Aber die zwei Wochen haben sich gelohnt: Mein Partner hat seine Prüfungen alle bestanden!!! Und mein Kühlschrank ist deutlich leerer 😛 (ja ich weiß selbst, dass die bestandene Prüfung viel viel viel cooler ist. Ich freue mich auch so sehr für ihn!). 



Weiter gegeben habe ich diesmal den Süßkram nahezu komplett, außerdem den Milka Schoki-Aufstrich, den veganen Aufschnitt, einen Teil der Wurst, einiges vom Joghurt - wobei meine Tochter mit Begeisterung den Großteil der Dany Sahne allein verputzt hat 😉 - und die Hälfte der Radieschen habe ich auch weggegeben. Großer Fehler wie sich später herausstellte...


Direkt verarbeitet habe ich die Tomaten, weil die erfahrungsgemäß schnell schimmeln, wenn ich sie von der Tafel bekomme. Mit Nudeln und dem Mozzarella aus der Tüte, ergänzt mit ein paar Blättchen von Mr. Basilikum - ein perfekter Tomate-Mozzarella-Nudelsalat. Mr. Basilikum ist übrigens mein gepäppelter Basilikum aus der Tafeltüte vor 6 Wochen (glaube ich). Dem gehts nämlich nach wie vor prächtig 😍

Kommen wir zu den Radieschen. Nach meinem Radieschentrauma von 2015 wollte ich vorbeugen und habe direkt Radieschen abgegeben. Und dann habe ich auf Anraten meiner Instagramcommunity diesen Radieschendip mit Creme Fraiche und Frischkäse gemacht. DER IST GEIL! Nie wieder Angst vor Radieschen! Und die Crostini waren eine klasse Sache um das altbackene Baguette aus der Tafeltüte zu verarbeiten. 



Zu den Crostinis gab es noch einen Salat mit gebratenem Spargel und den restlichen Tomaten. Der Spargel war diesmal übrigens nicht wirklich toll, er hatte schon einige schimmlige Stellen die ich großzügig weggeschnitten habe. Mein Freund war sehr begeistert und hat die ganze Schüssel fast allein weggemampft. 

Da der Spargel wirklich weg musste - er wurde ja nicht besser durchs im Kühlschrank liegen - gab es den Rest Spargel als Gratin. Allerdings habe ich noch mit einem Bund grünem Spargel ergänzt. Sonst hätte man den Spargel darin wohl suchen müssen 😆 Weil das Ergebnis absolut überzeugt hat, ist auch das Gnocchi-Spargel-Gratin mit Paprika-Rahm-Sauce schon im Blog. Und natürlich habe ich in der Paprika-Sauce ganz schön angeschrumpelte Tafelpaprika verarbeitet. 




Ein absolutes Kühlschrank-leer-Gericht war das hier. Pilze, gefüllte Tortellini und ein paar angebratene Würstchen und ein bißchen Creme Fraiche. Es war nicht unbedingt eines der besten Gerichte die ich jemals gekocht habe. Eigentlich rangiert es sogar recht weit unten. Aber wir waren satt und ich weiß, dass ich das so nicht noch mal kochen würde. Aus Fehlern lernt man ne?

Im Gegensatz dazu waren diese Nudeln mit "scharfer" Möhrencreme so richtig richtig lecker. Nur halt nicht scharf, weil ich viel zu vorsichtig mit der Harissa gewürzt habe. Was solls - es war auch in der milden Variante super. Und schmeckte übrigens auch einem bekennenden Möhrenhasser 😉




Dieses Gericht war ein absolutes "Boah ich hab keine Lust mehr zu kochen und es ist schon so spät!". Also fix Kartoffeln geschnippelt, mit Gewürzen in den Ofen geworfen und 30 Minuten später mit fertigem Dip verspeist. Positiv überrascht hat mich hier der Knobi-Dip von Popp. Den hatte ich in der Tafeltüte, der hat echt nicht wenig Kalorien, aber er war echt geil mit den Ofenkartoffeln!

Mehr Lust auf Kochen hatte ich bei diesem Bauerntopf. Er war quasi das Belohnungsessen für meinen Freund, nachdem er seine Angstprüfung Anatomie gerockt hat 👌 Das Hackfleisch war ich extra im Hofladen kaufen und es war so lecker sag ich Euch. 

Ich weiß, der Brotauflauf sieht alles andere als appetitlich aus. Aber die äußere Unappetitlichkeit macht er mit inneren Werten wett - er hat nämlich großartig geschmeckt. Ein zuviel gekauftes Baguette, Debreziner-Würstchen aus der vorletzten Tafeltüte, eine Ei-Parmesan-Basilikum-Mischung und natürlich Käse harmonierten ganz wunderbar miteinander. Und das Beste: Das Ganze schmeckte am nächsten Tag aufgebraten auch noch gut. 

Ich muss zugeben, wenn man nicht großartig einkauft, dann wird es zum Ende hin recht kreativ in der Küche. Ich bin selbst ganz erstaunt, was ich da noch für leckere Sachen zurecht gezaubert habe. Wie z. B. diesen geilen Couscoussalat mit Joghurt-Kräuter-Dip. Die Kichererbsen hatte ich vor ewig mal in der Tafeltüte, die Frühlingszwiebeln waren aus der aktuellen Tüte und der Joghurt aus der letzten Tüte glaube ich ^^ Das Rezept kommt demnächst noch für Euch in den Blog. 




Warum zeige ich Euch jetzt eigentlich die One-Pot-Spinat-Gnocchis? Na weil da Zwiebeln drin sind, genauer gesagt die letzten von den Tafelzwiebeln. Zwiebeln benutze ich ja fast für jedes Gericht, deshalb hatte ich da gar nicht gezögert und mir gut welche mitgenommen. 

Nicht schön, aber selten ist der heutige Abschluss der Zusammenfassung: ein Kirschgrütze-Joghurt-Kuchen. Die Grundlage bildete ein Biskuit, darauf eine mit Gelatine fest gemachte Joghurt-Schicht und darüber eine - ebenfalls mit Gelatine verfestigte - Schicht Kirschgrütze. Die Grütze habe ich nach dem Rezept von Herzelieb aus selbst geernteten Süßkirschen gekocht. Der Kuchen war sowas von gut - dabei wäre es fast ein Fehlschlag geworden. Mein Backpulver war nämlich alle und ich wollte durch Natron ersetzen. Leider hatte ich viel zu viel Natron drin - der Biskuit war zu salzig. Deshalb hab ich ihn abgemacht so gut es ging und noch einen Boden mit neu gekauftem Backpulver gebacken. Den muss ich unbedingt noch mal Backen!



Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Mittwoch, 13. Juni 2018

Crostini mit Radieschen-Dip

Ich erinnere mich heute noch mit leichtem Grauen an vor zwei Jahren, als ich in jeder Tafeltüte ca. 4-6 Bund Radieschen hatte. Grundsätzlich mag ich die recht gerne, aber irgendwann konnte ich sie einfach nicht mehr sehen. Ich habe mich zwar damit auseinander gesetzt, was man noch so damit anstellen kann (und es sind wirklich leckere Sachen dabei herausgekommen, siehe hier), aber am allerliebsten knabbere ich sie einfach so und freue mich drüber. 

Nun fängt es aber gefühlt schon wieder an, dass ich ewig viele Radieschen bekomme. In der aktuellen Tafeltüte waren 5 Bund drin! Aus Angst, dass ich sie wieder irgendwann über habe, sind 3 Bund zu Freunden und Familie gegangen... Allerdings hatte ich die Rechnung ohne meine tollen Instagramfollower gemacht. Es kamen so viele tolle Anregungen, was ich mit den kleinen scharfen Knollen noch so anfangen kann... Jetzt tut es mir fast Leid, dass ich sie weggegeben habe. 

Eines dieser Rezepte wurde sogar bereits ausprobiert und es hat auf ganzer Linie bestanden. Ich konnte gar nicht genug bekommen von den Crostinis mit Radieschen-Dip und habe am Ende Schüssel ausleckend am Tisch gesessen 😁

1 Baguette (vom Vortag)
1 Bund Radieschen
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
100 g Frischkäse natur
150 g Créme Fraîche
Salz und Pfeffer

Das Baguette in dünne Scheiben schneiden, auf ein Rost legen und bei 200°C im vorgeheizten Ofen für etwa 5 Minuten anrösten. 

Die Radieschen klein raspeln (geht super in der Küchenmaschine mit Raspelaufsatz). Die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden. Den Frischkäse mit der Créme Fraîche in einer Schüssel verrühren, die geraspelten Radieschen und die Frühlingszwiebelringe unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

Den Radieschen-Dip auf die angerösteten Baguettescheiben geben und genießen. 


Das ist ein rundherum tolles Rezept. Die Radieschen sind wunderbar verwertet und das leicht harte Baguette vom Vortag hat auch ein besseres Ende als im Mülleimer gefunden. 

Zu den Crostinis hatten wir noch einen einfachen Salat mit angebratenem Spargel und leichtem Essig-Öl-Dressing. Perfekt. Das Gute ist doch oftmals ganz einfach zu haben 💕
Sonntag, 10. Juni 2018

Gnocchi-Spargel-Gratin mit Paprika-Rahm-Sauce

Irgendwie vergeht die Spargelsaison immer viel zu schnell oder? Am Anfang warte ich immer bis die Preise akzeptabel werden. Dann gehen die endlich und nach einmal zwinkern ist der Spargel schon wieder aus den Regalen verschwunden 😒 Deshalb bekommt Ihr jetzt noch kurz vor knapp noch ein leckeres Spargelrezept - bis nächstes Jahr hätte ich das nämlich längst vergessen und dafür ist es leider viel zu lecker gewesen. 



2 rote Paprika 
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 EL Mehl
250 ml Brühe
100 ml Sahne
2 Bund Spargel (hier 1x weiß und 1x grün)
400 g Gnocchi
Salz und Pfeffer
150 g Cheddar

Die Paprika putzen und klein würfeln. Die Zwiebel und die Knoblauchzehen ebenfalls putzen und fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen und alles darin mit etwas Zucker ca. 3 Minuten auf niedriger Stufe andünsten. Mit der Brühe und der Sahne ablöschen und etwa 10 Minuten köcheln lassen. 

Den weißen Spargel schälen, das holzige Ende abschneiden und in mundgerechte Stücke schneiden. Den grünen Spargel waschen und die Enden abbrechen. Ebenfalls in mundgerechte Stücke schneiden. Öl in einer großen Pfanne erhitzen. Darin den Spargel mit einer Prise Zucker anbraten. Nach etwa 5 Minuten die Gnocchi zugeben und alles weitere 5-7 Minuten braten bis der Spargel bißfest ist (regelmässig umrühren, damit nichts anbrennt und die Temperatur nicht zu hoch wählen!). 

Die Paprikasauce mit Salz und Pfeffer abschmecken und klein pürieren. Die Gnocchi-Spargel-Mischung in eine Auflaufform füllen, mit der Paprikasauce bedecken und mit dem Käse bestreuen. Bei 200°C für 20 Minuten überbacken. 



Wir hatten Gnocchi dazu, weil ich die kurz vorher sehr günstig in meiner geliebten Mindesthaltbarkeitsecke bekommen hab (70 % Rabatt - noch Fragen? 🙈). Dazu würden aber meiner Meinung nach auch Schupfnudeln oder ganz normale gekochte Nudeln passen, vielleicht wären auch Kartoffeln eine gute Idee. Ich bin gespannt, was Ihr ausprobiert und welche Varianten von Euch umgesetzt werden. 



Sonntag, 3. Juni 2018

Nektarinen-Joghurt-Muffins

Hach was liebe ich die faule Küche. Je einfacher ein Rezept ist, desto besser. Für unser Mädelsdonnerstags-Frühstück hatten wir letztens ein Spielplatzdate ausgemacht. Und da machen sich Brötchen und Co. nicht so gut. Deshalb war es mal wieder Zeit für Muffins. Wie bei den Rhabarber-Erdbeer-Muffins bereits erwähnt, ist das einfach super praktisch. Die Hände können schmutzig sein, man braucht keine Teller oder Besteck dafür und die Portionen sind nicht so groß. 

Nun aber zurück zu meiner Faulheit. Einfacher geht ein Rezept nämlich fast nicht mehr - bei diesen Muffins ist eine Zutat Naturjoghurt, in meinem Fall ein 150 g Becher. Diesen Becher habe ich als Grundlage genommen für alle weiteren Zutaten (Öl, Zucker, Mehl). Das hat wunderbar funktioniert. Bei einem größeren Becher würde ich evtl. noch ein Ei mehr benutzen. Wenn also mal keine Küchenwaage in der Nähe ist, oder ihr keinen Bock auf abwiegen habt, bekommt Ihr hier das perfekte Rezept.


Für ungefähr 14-16 Stück

1 Becher Naturjoghurt (150 g)
1 Becher Öl
2 Becher Zucker
3 Becher Mehl 
2 Eier
3 Nektarinen
1 Päckchen Backpulver (hier 1/2 Backpulver, 1/2 Natron)
1 Päckchen Vanillezucker

Den Naturjoghurt mit Öl, Zucker, Vanillezucker und Eiern verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und unterrühren. 

Die Nektarinen waschen, halbieren, klein würfeln und unter den Teig heben. 

Eine Muffinform fetten oder mit Papierförmchen auslegen und den Teig einfüllen (nicht zu voll machen, die Muffins gehen noch auf beim backen). 

Im vorgeheizten Backofen bei 175°C für etwa 20 Minuten backen. 

Kurz abkühlen lassen und mit Puderzucker bestreut servieren. 


Statt Vanillezucker habe ich einen Rest Vanillesaucenpulver benutzt, das noch angefangen in der Küche herum lag. Ich dachte mir, bevor ich es weg werfe, kann ich es auch in den Muffins verstecken. Es passte gut, aber da ich sowas normalerweise nicht kaufe/benutze habe ich Euch direkt eine Alternative aufgeschrieben. 

Der Teig hat bei mir für 12 Muffins und eine kleine Kuchen-Backform gereicht. Die Muffins habe ich mitgenommen zum Spielplatz, den Kuchen gabs dann später zuhause. 

Geschmeckt haben die Muffins fantastisch. Überhaupt nicht trocken oder krümelig, sondern wundervoll saftig, nicht zu süß und richtig lecker mit den Nektarinen darin. Das Rezept musste daher unbedingt in den Blog - ich werde es nämlich selbst ganz sicher noch einmal backen! 😉


Freitag, 1. Juni 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Juni 1?

Mich hat es letzte Woche aus den Latschen gehauen - Husten, Schnupfen, Kopfweh, Gliederschmerzen... Ich hasse krank sein. Alles ist zu laut, der Haushalt bleibt liegen und mein armer kleiner Blog kommt viel zu kurz. Normalerweise will ich mindestens 2 bis 3 Rezepte zwischen den Tafelzusammenfassungen verbloggen. Das habe ich natürlich nicht hinbekommen. Hätte ich es versucht, wäre wahrscheinlich ein von Fehlern überquellender Text entstanden, der weder Euch etwas gebracht hätte noch mit dem ich zufrieden gewesen wäre 🙈 Wenigstens die Falafelbratlinge habe ich geschafft im Blog unterzubringen, habt Ihr sie schon gesehen? 


Die letzte Tafeltüte war wieder schön gemischt. Viel Gemüse, viel Joghurt und überhaupt sehr tolle Sachen. Weggegeben habe ich die Pilze, einen Teil der Wurst, den Kartoffelsalat und das Müsli. Wir waren an dem Wochenende nach der Tafeltüte unterwegs und gerade die Pilze waren schon sehr verarbeitungsnötig (gibt es dieses Wort überhaupt?). Im Kühlschrank habe ich immer noch den Kloßteig und die Veggie-Fischstäbchen. Ich kam einfach noch nicht dazu, sie zuzubereiten. 

Spontan hatte ich die Idee umgesetzt Pancakes mit Banane zu machen. Die Zutaten dafür sind Bananen, Haferflocken und Ei. Statt Haferflocken habe ich allerdings Haferkleie genommen und das Ergebnis war nicht so toll. Ich musste sie allein essen... 

Falls Ihr denkt, dass Ihr dieses Bild schon kennt - ja ich habe wieder Bruschetta gemacht. Das ist so wundervoll einfach und schnell gemacht. Basilikum habe ich ja immer da (der Topf war in dieser Tüte drin und lebt mittlerweile seit 4 Wochen hier!), das Brot aus der Tafeltüte kam weg und Tomaten und Zwiebeln waren ja diesmal auch drin. 


Ein absoluter All-Time-Favorite bei uns sind Nudeln mit Ratatouille-Sauce. Dabei ist es nämlich absolut egal, ob das Gemüse schon schrumpelig ist oder andere Schönheitsfehler hat. Es ist sogar relativ egal wieviel man vom Gemüse dazu packt - ich habe diesmal zB. noch die Aubergine von der Tafel dazu gemogelt und eine angetrocknete Zucchini war auch mit dabei. Und fragt nicht, wie die Paprika aussahen 😏 

Und wo wir schon bei Paprika sind... Irgendwie waren das extrem viele die da rumlagen. Also gab es noch gefüllte Paprika. Allerdings die Version ohne Hackfleisch oder Reis. Auf die Weise konnte ich nämlich auch noch gleich das Vollkorntoast verarbeiten, was hier mit dem A... nicht angeschaut wurde. Zwei Fliegen mit einer Klappe und die gefüllten Veggie-Paprikas sind absolut zu empfehlen. 


Das wir wieder Spargel in der Tafeltüte hatten, wurde direkt mit einem leckeren Kartoffel-Spargel-Gratin gefeiert. Es war mindestens so lecker wie beim letzten Mal. Wenn nicht gar noch besser. Ich würde es uns immer wieder kochen, schade, dass das Ende der Spargelzeit ja schon in Sicht ist *schnief*. 

Übrigens habe ich wieder mal ein schönes Schnäppchen gemacht. Frischer Spinat für 0,49 € - wer kann da schon nein sagen. Ich konnte also meine Quinoa-Vorräte wieder etwas dezimieren, dank des leckeren Quinoa-Spinat-Topfes. Und meine Schwester hat sich auch wieder eine Portion abgeholt, sie liebt das Gericht nämlich genau so sehr wie ich. 


Dieser veggie-Schupfnudel-Topf war auch mal wieder Ausdruck von Faulheit. Die Schupfnudeln habe ich angebraten, danach Möhren, Zwiebeln, Lauch und ein paar Pilze dazu gegeben, alles gar kochen lassen und ein wenig Brühe und Créme Fraîche dazu. Kaum Aufwand und lecker war es dennoch. So mag ich das. 

Mein Favorit der letzten zwei Wochen waren allerdings diese Falafelbratlinge. Das Kichererbsenmehl hatte ich in der letzten Tafeltüte und jetzt kam ich dazu es zu benutzen. Zu den Bratlingen gab es einen Joghurtdip und einen Salat. Das Rezept habe ich auch sofort gebloggt. Das sagt ja glaube alles nicht wahr? 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.