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Freitag, 8. Februar 2019

Was wurde aus der Tafeltüte Februar 2?

Ihr habt sicher mitbekommen, dass ich wieder nur ein Rezept zwischen den Zusammenfassungen verbloggt habe, nicht wahr? Mich hat in der letzten Woche die Mitteilung, dass Google+ gelöscht wird, völlig aus der Bahn geworfen. Mein Blog läuft über blogspot, ebenfalls ein Unternehmen von Google. Und mit der Löschung von Google + werden alle Kommentare die jemals in meinem Blog mit einem solchen Konto erstellt wurden, mit gelöscht. Das dürften mehr als 3/4 aller Kommentare im Blog sein. Mich ärgert das. Aus diesem Grund bin ich aktuell am gucken, wie ich am besten meinen Blog auf einen eigenen Server umziehen kann und mit Wordpress statt Blogspot neu durchstarte. Der Server steht schon, die Domain ist gesichert, an der Umsetzung werde ich aber wohl noch etwas sitzen, weil ich ein absoluter Technik-Noob bin und von Programmieren, Hosten und Co. überhaupt keine Ahnung habe *seufz* Es kann aber nur besser werden - und dann bin ich deutlich unabhängiger 😁

Die letzte Tafeltüte war wieder schön bunt gemischt:


Weiter gegeben habe ich einen Großteil vom Süßkram (ich habe ihn an 3 verschiedene Leute verteilt und noch was bei meiner Schwester auf Arbeit gelassen 🙈), behalten hab ich nur die Chips, das Studentenfutter, einmal Spekulatius und die Weihnachtskalender. Außerdem durften der fertige Kartoffelsalat und die Wurst weiter. Für die Cremes habe ich liebe Menschen gefunden, die sich darüber gefreut haben und ein Großteil vom Obst habe ich an meinen Kumpel weiter gegeben (Mandarinen und Orangen werden hier echt selten gegessen, weil man die ja schälen muss 😯, Apfel geht da schon deutlich besser). 

Die Bananen habe ich behalten, weil unsere Jüngste die momentan sehr gern isst. Allerdings lagen sie dann doch nur rum und wurden dunkler und dunkler... Im Endeffekt habe ich sie - zusammen mit ein paar selbst gekauften Bananen - ganz knapp vor der Mülltonne gerettet. Der Mann hatte sie schon in der Hand!! Glücklicherweise hatte ich total Bock auf Bananenbrot. Verarbeitet habe ich dann gleich noch ein paar Spekulatiuskekse und schwupps - plötzlich essen alle braune Bananen. In Kuchenform sind die einfach viel attraktiver 😏

Aus dem Spinat habe ich für mich und meine Schwester den leckeren Quinao-Spinat-Topf gemacht. Dazu ein leckeres weiches Ei - perfekt. Leider waren die Eier etwas lange im Wasser und sie waren mit Augen zudrücken vielleicht gerade noch wachsweich ... 🙈


Wo wir schon bei Eiern sind: ein Teil der Eier ist auch in diesen fluffigen Pancakes mit Ahornsirup gelandet. Was man halt so macht, wenn man Sonntags aufsteht, kein Brot im Haus hat, niemand Lust hat zum Bäcker zu laufen und alles für Pancakes im Haus ist. Macht doch jeder so, nicht wahr?

Dieses Bild hat einige Diskussionen bei Instagram ausgelöst - gehört in Chili con Carne Möhre oder nicht? Ich hab damit mal angefangen, weil ich im Chili sin Carne auch gerne Möhren verwende. Es gibt günstig mehr Masse und gibt dem Gericht eine angenehme Süße die toll mit der leichten Schärfe und dem Salz harmoniert. Probiert es unbedingt mal aus und gönnt Eurem Chili auch Möhren 💕 (im Chili sind übrigens die Tomaten aus der Tafeltüte gelandet!).


Einmal süß habe ich noch - es gab wieder leckeren Milchreis! Dieses Mal im Frühlingslook an Osterglocken (meine Lieblingsblumen). Dazu ordentlich Zimt-Zucker und eine große Menge Apfelmus (selbstgekocht, nicht im Bild 😛) und fertig ist das leckere Mittagessen mit dem ich meine Schwester garantiert glücklich mache 💕

Rosenkohl spaltet ja die Gesellschaft (gefühlt). Es gibt nur Rosenkohlliebhaber oder Rosenkohlhasser - nichts dazwischen. Dementsprechend konnte ich mit diesem Rosenkohlragout mit Kartoffelrösti nur ungefähr bei der Hälfte meiner Familie positive Reaktionen hervorlocken... Wenigstens wurden die Rösti gerne vernichtet.




Und dann waren da noch diese wahnsinnig leckeren Burger Brötchen. Im Dezember habe ich sie schon einmal gebacken und war begeistert wie schön fluffig und weich die Buns geworden sind. Allerdings hatte ich es versäumt sie zu fotografieren. 

Da mein Tiefkühlschrank gleichzeitig aus allen Nähten platzt, habe ich die Gunst der Stunde genutzt, die eine Packung marinierte Schweinesteaks zu verarbeiten. 

Die Marinade habe ich abgewaschen, dann die Steaks abgetrocknet, selbst mariniert und Pulled Pork draus gekocht. Dazu die tollen Burgerbrötchen gebacken und Schwupp - zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen 😏


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Sonntag, 3. Februar 2019

Grünkohl

Zur Winterzeit gehört für mich fest der Grünkohl. Zwar könnte ich den eigentlich das ganze Jahr über machen, weil ich sowieso zu 99 % gefrorenen Grünkohl dafür verwende, aber nur im Winter schmecken herzhafte seelenwärmende Kohlgerichte so gut! Als Kind habe ich Grünkohl übrigens verabscheut! Erst in meinen Teenie-Jahren habe ich Grünkohl (von Mutti gekocht!) probiert und festgestellt, dass der echt mega lecker ist. In meiner Blauäugigkeit bin ich dann davon ausgegangen, dass Grünkohl also immer gut schmeckt. Ein festliches Weihnachtsessen bei einem meiner Ex-Freunde belehrte mich eines besseren... Stolz erzählte der Koch, wie viel Schmalz er verarbeitet hat. Das Ergebnis war eine mindestens 2 cm dicke Fettschicht auf dem Grünkohl 😶. Dieses Essen hat mich nachhaltig geprägt in Bezug auf Grünkohl, es gibt nur noch selbst gekochten von mir oder Mutti 😀



Für ungefähr 6 Portionen:

1 1/2 kg TK-Grünkohl
6 Zwiebeln
1 kg Kassler
5 EL Senf
1/2 Stück Schmalz
Gemüsebrühe n. B. ca. 1 - 1 1/2 Liter 

1 Handvoll Perlgraupen

Die Zwiebeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Das Schmalz im Topf schmelzen, die gewürfelten Zwiebeln zugeben und glasig andünsten. Den Grünkohl zugeben und mit der Brühe soweit aufgießen, dass der Kohl gerade so bedeckt ist. 

Den Senf unterrühren und den Kassler reinlegen. Einmal aufkochen lassen, dann runterschalten und für 2-3 Stunden auf niedriger Stufe köcheln lassen. Lasst unbedingt den Deckel drauf - Grünkohl neigt zum spritzen. Zwischendurch ab und zu umrühren. 

Eine Hand voll Perlgraupen zugeben und mit kochen bis diese weich sind. Abschließend noch einmal mit Salz und Senf abschmecken. Optional kann man auch noch ein paar Mettenden zum Ende zu hin zugeben und warm werden lassen. 




Grünkohl schmeckt aufgewärmt übrigens noch besser als direkt gegessen. Dann ist er richtig schön durchgezogen und perfekt. Meist koche ich ihn daher schon am Abend vorher. Beim aufwärmen muss man nur aufpassen, dass der ganze Spaß nicht anbrennt. Also am besten daneben stehen bleiben und regelmäßig umrühren.

Freitag, 25. Januar 2019

Was wurde aus der Tafeltüte Januar 2?

Das war eine aufregende letzte Woche für meine Mittlere. Sie hatte Geburtstag und konnte schon seit Tagen (ich will nicht Wochen sagen, eigentlich hat sie seit vor Weihnachten gehibbelt 🙈) nicht richtig schlafen, weil sie SO AUFGEREGT war 😀 Nun habe ich also eine Fünfjährige im Haus. Und nächstes Jahr dann zwei Schulkinder. Die Zeit rast echt... Ich habe mir deshalb zwischendurch Momente gegönnt, in denen ich ganz bewusst auf meine Kids achte - so klein sind sie nie wieder und schneller als man wahrscheinlich möchte, sind sie aus dem Haus und machen ihr eigenes Ding. Meine Mittlere wird da höchstwahrscheinlich ganz vorn mit dabei sein, sie hat jetzt schon ihren eigenen Kopf, in den sie sich weder reingucken noch reinreden lässt.

Doch genug Sentimentalität - eine Tafeltüte wartet!


Ich finde, das war eine schöne Tüte. Die Chips haben die Kids und ich vernichtet, die Spekulatius liegen hier noch und die Mini-Stollen findet man aktuell auf meiner Hüfte (das wars wert 💕). Die Fertig-Eintöpfe habe ich weitergegeben, ebenfalls einen Teil vom Obst und vom Joghurt. Die kleinen Yakult-Fläschchen sind alle leer (Mann und Kinder haben sich da nicht sonderlich angestrengt) und was ich mit der Götterspeise mache, weiß ich noch überhaupt nicht. Das ist eine 1 kg-Packung, welche für ungefähr 25 Liter Götterspeise in Tropic-Geschmack reicht oO Vielleicht lade ich einfach mal ganz Quedlinburg auf Götterspeise ein oder so 🙈

Am Tafeltag direkt war ich abends arbeiten (so wie heute auch wieder). Nach dem Heimkommen habe ich mir Brote belegt - das Brötchen und das Subway-Baguette kurz aufgebacken im Ofen und das Brötchen mit der Zwiebelmettwurst belegt, das Baguette mit Gemüse, Käse und verschiedenen Saucen aus dem Kühlschrank. Glücklicherweise habe ich etwas mehr gemacht, ich durfte nicht allein aufessen....

Am nächsten Tag gab es das "Wirbelwindbaguette" direkt noch mal, es schmeckt einfach sowas von gut in dieser Kombination. Allerdings verwendete ich diesmal die Aufback-Steinofenbaguettes. 


In dieser leckeren Kartoffelsuppe habe ich das Suppengrün aus der Tafeltüte verwendet. Außerdem war sie die perfekte Resteverwertung für meine Rest-Kohlköpfe von den Kohlrouladen... Dazu gab es die Chili-Würstchen aus der Tafeltüte (die übrigens sehr lecker sind!). 

Und natürlich sollte es keine Tafelzusammenfassung (mehr) ohne Ofengemüse geben. In dieser Variante hatte ich Rosenkohl (vor Ewigkeiten mal blanchiert und eingefroren), Kartoffeln, Möhren (Tafeltüte) und kleine Hackbällchen. Dazu gab es einen Knoblauchdip. Mich mochte zwar an diesem Tag aus Gründen keiner mehr, aber ich würde es sofort wieder tun essen.


Süßes gabs natürlich auch, in erster Linie deshalb, weil mein Mini rumgekränkelt hat und weinte, weil er die Eierkuchen in der Schulkantine verpasst. Eierkuchen... Ob er jetzt wieder weiß, dass die bei Mama eh viel besser schmecken? Verwendet hab ich Milch und Eier aus der Tafeltüte. 

Und nochmal Milch aus der Tafeltüte - diesmal für Milchreis (mein Kopf schrieb grad Grießbrei, ich glaube, dass war ein Freud´scher Verschreiber - ich hab echt Lust auf Grießbrei. Leider isst den meine Schwester nicht, mit der ich versuche Mittwochs Zeit zu verbringen bei Mittagessen und Filmchen gucken...). Dazu gab es selbst gemachtes Apfelmus und natürlich Zimtzucker. 


Und wenn wir schon bei süß sind - was sagt Ihr zu der Geburtstagstorte vom Mittelmädchen? Die Ganache habe ich mit der ganzen angesammelten Weihnachtsschokolade zubereitet. Der Quark in der Erdbeer-Quark-Schicht war auch schon mindestens einen Monat über dem MHD und die Eier waren auch aus der Tafeltüte. Ganz ehrlich - sieht man dem Kuchen nicht an und schmeckte man natürlich auch nicht. 

Er war sehr sehr lecker und ich bin sehr stolz auf mich, dass zum ersten Mal so ein Naked Cake einigermaßen geklappt hat bei mir. Gefallen hat mir das Endergebnis leider nicht so gut, meine Tochter war allerdings sehr begeistert!


Das Fleisch für dieses Gulasch habe ich beim Aufräumen in meinem Tiefkühlschrank gefunden. Und weil da dringend mal ein paar Sachen raus müssen, habe ich das direkt zum Anlass genommen um leckeres Szegediner Gulasch zu kochen. Man gönnt sich ja sonst nichts. Zum Ausgleich waren die Kartoffeln dann aus der Tafeltüte 😁

Den Abschluss macht heute ein gestern spontan zubereiteter Tortellini-Auflauf mit Paprika und Mais. Der war in erster Linie gedacht, um die den Kühlschrank belagernden Tortellinis wegzubekommen. Glücklicherweise hat das Ergebnis dann auch noch echt gut geschmeckt (trotz Unfähigkeit meinerseits das Rezept richtig zu lesen und einem daraus resultierendem doofen Fehler XD). 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.
Mittwoch, 23. Januar 2019

Kohlrouladen

Der Winter ist für mich absolute Kohlzeit. Rosenkohl, Rotkohl, Grünkohl, Weißkohl - ich liebe sie alle! Meine Familie leider weniger... Was ich allerdings immer auf den Tisch bringen kann, sind Kohlrouladen! Wenn die kleinen Dinger nur nicht immer so einen Aufwand machen würden 😭 Aber so alle Jubeljahre (maximal 1-2 mal im Jahr) tue ich mir die Arbeit an und stehe stundenlang in der Küche um leckere Kohlrouladen zu machen. Der Plan ist dann eigentlich ein paar auf Vorrat zu machen und sie einzufrieren. Die Realität sieht dann aber so aus, dass ich Angst habe, jemand könnte zu kurz kommen, alle zubereite und dann gibt es 3 Tage Kohlrouladen am Stück und Freunde und Familie bekommen auch noch was ab 😌

Als Grundrezept nehme ich das Rezept meiner Mutter. Dieses kann aber beliebig ergänzt werden, mit beispielsweise Ketchup, Tomatenmark, Paprika, Zwiebeln... Erlaubt ist, was schmeckt. Wichtig ist nur, dass die Masse nicht zu dünn wird, im Zweifel müsstet Ihr also etwas mehr Paniermehl nutzen. 


Grundrezept: 

1 Kohlkopf (es empfiehlt sich Weißkohl, funktionert aber auch mit Rotkohl oder Wirsing)
1 kg Hackfleisch
1 TL Senf
1/2 Tasse Semmelmehl
1/2 Tasse Milch
1 Ei
1 Zwiebel

Außerdem

Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Tomate
1 Paprika
Mehlschwitze (1 EL Butter, 2 EL Mehl)
1 Becher saure Sahne

Küchengarn

Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen. Die äußeren Blätter vom Kohlkopf entfernen und entsorgen. Den restlichen Kohlkopf in den Topf legen und köcheln lassen. Nach 2-3 Minuten herausnehmen, die garen Blätter abschneiden und in kaltes Wasser legen, den Kohlkopf zurücklegen und so weiter verfahren, bis alle "großen Blätter" ab sind. 

Hinweis: Ich rechne pro Kohlroulade mit 2 Blättern und 100 g Hackfleisch. Man benötigt für die Menge an Hackfleisch ungefähr 24 Kohlblätter. 

Von den Kohlblättern die dicke Blattrippe runterschneiden (also angleichen, dass alles dieselbe Höhe hat). 

Das Hackfleisch mit Senf, Semmelmehl, Milch, Ei und der geschälten und klein gewürfelten Zwiebel vermengen. 

Ein kleines Kohlblatt nehmen. Etwa 100 g Hackfleischmasse hineingeben und einrollen. Ein größeres Blatt nehmen, die kleine Roulade hineinlegen und ebenfalls aufwickeln. Zum fixieren mit Küchengarn festbinden. 

Öl in einem großen Topf erhitzen. Die Kohlrouladen von allen 4 Seiten scharf anbraten. Es kann ruhig etwas ansetzen oder auch schon zu dunkel aussehen. Solange die Rouladen nicht schwarz werden, ist alles gut. Bratet maximal soviele gleichzeitig an, dass der Boden des Topfes bedeckt ist. Rühren ist nicht, denn dabei würden die Kohlrouladen nur kaputt gehen. Die fertig angebratenen Rouladen zur Seite stellen, bis alle fertig sind. 

Dann etwas Wasser (am besten das Kochwasser vom Kohl!) hinzugeben und den Bodensatz lösen. Danach die Kohlrouladen in den Topf schichten. Eine Zwiebel, eine Tomate und eine Paprika putzen, alles klein würfeln und ebenfalls in den Topf geben. Alles mit Wasser (ich verweise noch mal auf das Kohlkochwasser 😏) auffüllen, bis alles gerade bedeckt ist. Je nach Wassermenge Gemüsebrühpulver zugeben, bei mir waren es ungefähr 1 1/2 Liter und dementsprechend 3 EL Brühpulver. 

Alles aufkochen, runterschalten und 2-3 Stunden auf niedriger Stufe köcheln lassen. Die Rouladen aus der Sauce nehmen und zur Seite stellen. Die Sauce durch ein Sieb passieren. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze zubereiten und die passierte Sauce damit andicken. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und einen Becher saure Sahne unterrühren. Die Kohlrouladen wieder in die Sauce geben und servieren. Dazu passen Salzkartoffeln.

Am besten schmecken Kohlrouladen, wenn man sie noch mal aufwärmt. Ich habe sie einen Tag vorher zubereitet und am nächsten Tag noch einmal aufgekocht. Sie lagen also einen Tag in der Sauce und konnten schön durchziehen. 

Ach ja - ich bin der Typ so wenig wie möglich Füllung, so viel wie möglich Kohl. Ihr müsst für Euch ausprobieren, ob die Roulade in der Gewichtung für Euch passt, oder Ihr lieber mehr Füllung und weniger Kohlblatt nehmen möchtet.
Dienstag, 15. Januar 2019

Pulled Meat (aus dem Slowcooker)

Momentan stehe ich total auf Pulled Meat - egal ob Schwein, Rind oder Gans - es schmeckt immer großartig. Für mich ist es eine optimale Verwertung von Fleisch, dass ich so nicht zubereiten würde, weil es hier niemand isst. Ich habe schon einiges ausprobiert in der Hinsicht. Natürlich ganz klassisch den Schweinenacken (mit und ohne Knochen) am Stück. Das geht super. Aber beispielsweise auch schon eingefrorene marinierte Schweinenackensteaks aus meiner Tafeltüte. Ich habe die Steaks auftauen lassen, die Marinade abgewaschen, die Steaks abgetrocknet und aufeinander gelegt, dann mit Rub eingerieben und am nächsten Tag in den Slowcooker gehauen. Und es hat nicht nur funktioniert, es hat genauso gut geschmeckt wie mit dem Schweinenacken! 

Ein anderes Experiment war übrig gebliebenes Gänsefleisch, die ich mit BBQ-Sauce vermischt und nochmal aufgekocht habe. Auch das war lecker! Und Bulled Beef (also Rindfleisch) habe ich auch schon getestet. Ich bin mittlerweile der Überzeugung, dass man mit diesem Grundrezept von Gabi fast alles in leckeres Bulled Meat verwandeln kann 😉 .




Ich nutze für dieses Rezept meinen 3,5 l Slowcooker. Ich habe auch schon problemlos die doppelte Menge (also knapp über 2 kg Fleisch) darin zubereitet. Die Menge reicht für etwa 8-10 Burger.

1,2 kg Fleisch (Schweinenacken oder ähnliches)

Für den Rub

1 EL geräuchertes Paprikapulver (alternativ Paprika edelsüß)
1 TL Knoblauchgranulat
1 TL Zwiebelgranulat
1/2 TL Pfeffer
1/4 TL getrockneter Oregano
1 TL Salz
1 EL Zucker (am besten brauner)
1/2 TL Chilipulver (optional!!)

Außerdem

150 ml Apfelsaft
25 ml Apfelessig
300-400 ml Barbecuesauce

Die Zubereitung beginnt schon einen Tag vorher, Ihr solltet also genau planen, wann Ihr Pulled Meat essen wollt!

Zuerst die Zutaten für den Rub vermischen und das Fleisch damit gründlich einreiben. In eine verschließbare Box geben und über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

Am nächsten Tag das Fleisch in den Keramikeinsatz vom Slowcooker legen, Apfelessig und Apfelsaft dazu gießen und mindestens 7 Stunden auf HIGH garen. Länger ist hier überhaupt kein Problem, das längste was mein Fleisch mal gegart hat waren glaube 10 Stunden... Gabi empfiehlt übrigens, das Fleisch zwischendurch mal zu wenden. Das habe ich noch nie gemacht und trotzdem hatte ich immer butterzartes Fleisch.  

Das Fleisch aus dem Slowcooker nehmen und abgedeckt etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Es empfiehlt sich hier Alufolie oder eine verschließbare Schüssel. Mit zwei Gabeln das Fleisch auseinander zupfen und mit der Barbecuesauce vermischen. 

Fertig ist das Pulled Meat. Ganz fantastisch schmeckt es natürlich mit selbst gemachten Burger Buns (Rezept folgt) und frischem Cole Slaw (also Kohlsalat), aber im Zweifel reichen auch frische Brötchen und ein bißchen Salat, Zwiebel und Tomate 😏. 



Für mich war es anfangs schwierig, für das Rub Knoblauch und Zwiebel als Granulat zu nutzen. Ich bin ein Fan von frischem Knoblauch/Zwiebel. Ich habe allerdings eingesehen, dass sich das schlecht macht bei einem Rub und ausschließlich für Pulled Meat Granulat angeschafft. Ich lagere es in einem Schraubdeckelglas, weil es schnell Wasser zieht und dann verklumpt. Ich werde bald welches nachkaufen müssen .... 😉

Eine Bemerkung noch zum Schluss: Wichtig ist natürlich eine gute Barbecuesauce. Empfehlenswert wäre natürlich eine schöne selbstgemachte Sauce, aber auch gekaufte ist super. Allerdings ist die Auswahl natürlich riesig. Eine Kaufempfehlung kann ich Euch leider nicht geben, ich habe bereits die günstigste verwendet wo 400 g unter 1 € kosten und ich hab auch schon hochpreisige verwendet, wo man bei 5 € für 400 g ist. Letzteres schmeckt natürlich etwas besser, aber es ist kein gravierender Unterschied. Nehmt einfach eine Barbecuesauce die Ihr mögt. 

Und ein Satz noch zum Schluss, weil es mich immer wieder fasziniert - mein Mann mag weder Schweinefleisch (als Steak oder Braten ein Graus für ihn!) noch Barbecuesauce (dieses Raucharoma findet er schrecklich), aber bei Pulled Pork gibts kein Halten mehr für ihn!









Freitag, 11. Januar 2019

Was wurde aus der Tafeltüte Januar 1?

Puh - die dritte Tafelzusammenfassung hintereinander ohne dass ich zwischenzeitlich ein Rezept gebloggt habe... Ich merke, das mit der Neuorganisation läuft noch nicht so ganz. Ihr habt es vielleicht in der letzten Tafelzusammenfassung gelesen - mein Arbeitsvertrag wurde für das gesamte Jahr 2019 verlängert 💃 Ich freue mich riesig, die Arbeit macht mir Spaß und ich komme mal raus. Das ganze mit den Kindern, dem Haushalt und dem Blog unter einen Hut zu bekommen, erfordert allerdings momentan noch einiges Ausprobieren bei mir. Aber ich bin optimistisch, dass wir hier bald unseren Rhythmus finden und ich dann auch wieder meinen Blog mit frischen Rezepten versorge. Die obermegaleckeren Burger Buns zum Beispiel MÜSSEN so langsam gebloggt werden! Sonst könnt Ihr die ja gar nicht nach backen 😉

Doch nun zur letzten Tafeltüte: 


Die war voll! So richtig richtig voll!! Man merkte die Feiertage eindeutig. An meine Freunde habe ich eine prall gefüllte Tüte weiter gegeben, weil ich gar nicht wusste, wie ich diese Menge verarbeiten soll 😆 Gefreut haben sie sich unter anderem über Brot, Schokolade, Wurst, grüne Bohnen, Kuchen, Joghurt und Kartoffelpufferteig. 

Das allerbeste an dieser Tüte waren ja eindeutig die Erdnussflips, die waren ungefähr 15 Minuten nach Erstellen dieses Fotos bereits leer... Von der Milch hingegen habe ich immer noch 2 Packungen im Kühlschrank stehen. Glücklicherweise hält die sich ja deutlich länger als angegeben. Auch von dem Joghurt den ich behalten habe, ist noch etwas da. Und auch die Backmischung für Käse-Streusel-Kuchen liegt noch im Vorrat. Eigentlich doof die zu behalten, sowas klappt bestimmt auch ohne Backmischung. Ich gehe da nochmal in mich, ob die nicht doch vielleicht zu meiner Schwester darf.

Die Ananas und das Toastbrot haben wir zum Jahreswechsel vernichtet. Während andere Raclette, Fondue und was weiß ich nicht hatten, haben wir ganz entspannt Hawaii-Toasts vernichtet und Passengers geschaut (sehr zu empfehlen der Film). Ein ganz unaufgeregter Silvesterabend, den wir alle sehr genossen haben. 

Die Hotdog-Brötchen haben die Kids übrigens so gar nicht losgelassen. Sie wollten U N B E D I N G T Hotdogs!!! Also haben wir Hotdogs gegessen - eigentlich mit Brötchen, warmem Würstchen, Ketchup, Hotdogsauce, selbst eingelegtem dänischen Gurkensalat und Röstzwiebeln. Die Kids hatten Brötchen mit Wurst und Ketchup. Seufz... Banausen!! Allesamt 😯


Besser kam da meine Gnocchi-Verwertung an. Diese Variante mit Weißkohl, Paprika und polnischer saurer Sahne (alles aus der Tafeltüte) war allerdings nur so semi-erfolgreich. Die Gnocchis wurden rausgepickt, die Sauce gelöffelt, das Gemüse liegen gelassen... 

Besser fanden sie eindeutig diese Gnocchi-Version mit Mischgemüse, Sahne (Tafeltüte) und Fischstäbchen dazu 😏 Das Gericht war total einfach zu machen und ich überlege noch, ob es in den Blog kommt. Die Kombination mit Fischstäbchen war super. 




Anfang Januar (am 06.01. um genau zu sein), war es wieder Zeit für einen Dreikönigskuchen. Ich hab ihn bereits das 5. Jahr in Folge gebacken und das zweite (oder dritte?) Jahr haben DynamiteCakes und ich mit Euch zusammen auf Instagram gebacken. Nächstes Jahr wird natürlich wieder gebacken 💕 Mein verwendetes Ei war übrigens aus der Tafeltüte. 

Eine große Freude habe ich meinem Mann mit seinem Lieblingsessen gemacht. Leckeren Djuvecreis mit Cevapcici (gerettet von der Fleischtheke mit 50 % Rabatt). Im Djuvecreis habe ich auch gleich einige der Tafelpaprikas verarbeitet. Und natürlich mein selbst gemachtes Ajvar verwendet!.


Überhaupt hatten wir in der letzten Zeit relativ viel Fleisch, fällt mir grad so auf. Ich sammel dass ja gern raus und überlasse Hackbällchen und Co gern dem Mann und den Kids, aber auf dem Foto sind die Sachen dann doch zu sehen... Bei diesen Köttbullar habe ich die Packung Pilze aus der Tafeltüte verarbeitet. Der Mann war nicht traurig drüber 😏

Für mich gab es an diesem Tag (na gut an zwei Tagen) leckere Möhrencreme für die ich die letzten Gummelmöhrchen aus dem Kühlschrank und den Rest Sahne verwendet habe. Mir war von vornherein klar, dass mein Liebster diese Version nicht essen wird, deshalb die Köttbullar als Alternative. Die Kinder hatten nackte Nudeln (bzw. Ketchup und Hackbällchen dazu) und so waren am Ende alle glücklich 😁


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.



Freitag, 28. Dezember 2018

Was wurde aus der Tafeltüte Dezember 2?

Ihr habt sicherlich gemerkt, dass es hier eine ungewollte Blogpause gab. Für mich war der Dezember sehr stressig. Ich habe zusätzlich zu den sowieso anfallenden Arbeiten (Kinderbetreuung, Haushalt...) und den Dezember-geschuldeten (freiwilligen) Aufgaben wie Weihnachtskarten basteln und verschicken, Geschenke besorgen etc. gearbeitet. Eine kleine Ministelle, 12 Stunden die Woche im Kaufland um die Ecke. Einfach nur Regale aufräumen, abends, wenn mein Partner zuhause ist. 

Geklappt hat das Recht gut, sowohl Mann als auch Kids haben die Situation gut gemeistert, allerdings kam ich an manchen Tagen erst heim, wenn die großen Kids schon im Bett waren. Die Organisation ist gar nicht so einfach gewesen und irgendwo musste ich letztlich Abstriche machen, damit ich nicht ins vorweihnachtliche Burn-Out verfalle. Ich denke, dafür habt Ihr ganz bestimmt Verständnis 💕 Aktuell steht die Entscheidung noch aus, ob der Vertrag verlängert wird. Ich hätte überhaupt kein Problem damit - die Arbeit macht mir Spaß - allerdings hängt das ja leider nicht von mir ab. Gestern habe ich die Verlängerung für ein Jahr unterschrieben!!! Und im Januar klappt das dann - trotzdem - mit dem Bloggen wieder 😏



Die letzte Tafeltüte war toll, allerdings habe ich in weiser Voraussicht ein bißchen was weiter gegeben. Unter anderem den Großteil an Äpfeln, Mandarinen und Orangen, ein paar Radieschen, einen Teil vom Süßkram, einmal Müsli, ein paar Joghurts und etwas Wurst. Im Kühlschrank liegen noch immer die Baked Potatoe und die Tortellini - es hat sich einfach nicht ergeben sie zuzubereiten. Spannend fand ich die Pflegeprodukte, allerdings war der Geruch "Eisbonbon" überhaupt nicht meins. Glücklicherweise fand sich über Instagram jemand, der den Geruch mag - die beiden Flaschen Creme habe ich also verschickt 😏 .

Die Milchbrötchen haben die Kids sich geschnappt und vernichtet, die Advenskalender stehen noch immer in der Speisekammer (höchstwahrscheinlich landen sie früher oder später in einem Kuchen). In der linken Ecke seht Ihr übrigens eine Tüte der Weihnachtsaktion von Rewe. Hierbei zahlt man 5 (?) €, die Tüten werden dann gesammelt und der Tafel übergeben. Enthalten sind haltbare Sachen wie Nudeln, Würste im Glas, Tomatensuppe, Schokolade und Co. von der Rewe-Eigenmarke. Ich finde die Aktion super (wer hätte das gedacht 🙈). 

Das Kochen blieb leider in den letzten zwei Wochen etwas auf der Strecke, weshalb ich gar nicht so viel zum Zeigen habe. 


Eines der wenigen Sachen ist dieser Nudelauflauf Mac and Cheese Style. Dafür hab ich einige Reste aus dem Kühlschrank genommen (Paprikalyoner, die keiner essen mochte, angeschrumpelte Paprika von der Tafel, Käsereste und zu lang gekochte Nudeln) mit einer Sauce vermischt und gebacken. Das war so gut, ob man das wieder hinbekommen würde? Schwierig bei solchen Rumfort-Essen...

Aus der Tafeltüten-Milch habe ich eine große Portion Milchreis zubereitet. Mein Schwesterchen kam zum Mittagessen vorbei - da ist das fast schon Pflicht. Wobei es den jetzt recht oft gab in letzter Zeit, wird mal wieder Zeit für Eierkuchen 😁




Kurz vor Weihnachten habe ich eine Gemüse-Weg-Aktion gestartet und mir leckeres Ofengemüse gemacht. Der Mann hat sich lieber Brote gemacht, er mag Ofengemüse immer noch nicht... Leider musste ich deshalb wieder alles allein essen 😂 Ach ja, ein paar Bratwurstbällchen hab ich noch ins Gemüse geschummelt. 

Pulled Pork habe ich in den letzten zwei Wochen gleich zweimal gemacht. Beide Male mit frisch gekauftem Fleisch (einmal allerdings mit 50 % Rabatt gekauft). Dazu gab es einmal leckere Buttermilch-Burger-Buns (ratet mal, woher die Buttermilch kam 😅) und einmal mit Brötchen. Dazu Rotkohl-Krautsalat und Salatblättchen aus der Tafeltüte. 



Und zum Abschluss - ja das war es dann wirklich schon - habe ich noch diese leckeren Spaghetti mit Kürbissauce. Die Sauce habe ich aus Zwiebel, Knoblauch, 1/2 Hokkaidokürbis, Gemüsebrühe und Creme Fraiche gemacht, der Mann hat sich eingeweckte Bolognesesauce warm gemacht (warm machen lassen) und die Kinder hatten direkt nackte Nudeln. Tja nu, wer nicht will, der hat schon. 


Ich hoffe Euch hat die - echt kurze - Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.