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Samstag, 22. September 2018

Urlaub auf dem Teller - kulinarische Länderküche mit Thalia (Werbung)

Heute nehme ich Euch kulinarisch mit in den Urlaub. Ich liebe die Türkei. In meiner Jugendzeit waren wir ein paar Mal dort und ich habe mich in Land und Leute verliebt. Eine der schönsten Erinnerungen ist, wie wir mit unserer Gastfamilie, dem Grill und dem Essen einfach rausgefahren sind und in einem idyllischen Waldstück an einem Wasserfall gegrillt haben. Die Kulisse - atemberaubend. Das Essen - fantastisch. Die Erinnerung - unbezahlbar. 

Wie gerne würde ich dieses Land wieder besuchen. Ja trotz der aktuellen politischen Diskussion, denn die Menschen die dort leben sind nicht ihr Staatschef. Ich will hier nicht zu sehr auf meine politischen Ansichten und die aktuell mehr als fragwürdigen Entwicklungen in Europa eingehen, aber meiner Meinung nach haben einige Staaten momentan deutliche Probleme. Ich fürchte einzelne europäische Länder sind von den derzeitigen Entwicklungen in der Türkei nicht mehr weit entfernt. Ich wünsche mir daher, dass nicht nur die Türkei den Weg in die Demokratie (zurück) findet und rechte Hetze, Kriegstreiberei und nationalistisches Gedankengut zurück auf den Müllhaufen der Geschichte kommen, wo sie hingehören!!!

Zurück zur Türkei. Die Leute dort habe ich als warmherzige, gastfreundliche Menschen kennen gelernt, als aufgeschlossen und interessiert. Wie gern würde ich mir meine Familie schnappen, einen Flug buchen und morgen schon mit ihnen am Meer Köfte essen. Leider bleibt dies (vorerst) ein Traum, denn unsere Kids sind noch recht klein und es gibt genug andere Dinge die bezahlt werden müssen, da ist eine Fernreise aktuell nicht sonderlich hoch auf der Prioritätenliste. 

Was mir bleibt, ist die kulinarische Erinnerung an unsere Türkeiurlaube. Nein, damit meine ich nicht den bekannten Döner - der übrigens eine deutsche Erfindung ist. Ich meine die großartige Vielfalt der türkischen Küche. Viele Kulturen hatten (und haben) Einfluss auf das, was hier gekocht wird, das merkt man an der Reichhaltigkeit der verwendeten Gewürze, den unterschiedlichen Rezepten und den Unmengen an Variationen. 

Ein Gewürz was ich extrem mit der Türkei in Verbindung bringe, ist der Schwarzkümmel. Mit dem hier eher bekannten "Echten Kümmel" hat das allerdings bis auf die Form nicht viel gemeinsam. Gerade geschmacklich ist da ein krasser Unterschied - echten Kümmel mag ich überhaupt nicht, Schwarzkümmel liebe ich 😀 Und was für mich auch absolut zu türkischem Essen gehört ist der Knoblauch! Für mich ist das irgendwie der Grundstock türkischer Gerichte 😏


Da ich allerdings türkisches Essen nur aus dem Urlaub kenne, kann ich nicht auf "erprobte Rezepte von Mutti" zurück greifen. Darauf verzichten möchte ich aber auch nicht, ist doch jeder Bissen ein Stück Urlaubserinnerung. Hier kommen meine Kochbücher ins Spiel. Meine Kochbuchsammlung kann sich ja durchaus sehen lassen und ein nicht geringer Teil widmet sich verschiedenen Länderküchen. Zwei davon drehen sich ausschließlich um türkische Rezepte. Für Euch habe ich aus dem Buch "Türkei vegetarisch" gleich zwei Rezepte mit gebracht. 

Als erstes Rezept habe ich türkisches Fladenbrot (auch bekannt als Pide) gemacht. Und dazu passend einen Feta-Joghurt-Dip serviert. Ein Träumchen sag ich Euch. Etwas nüchtern fand ich es am Ende leider, aber rückblickend glaube ich, dass ich das Salz im Teig vergessen habe 🙈 Ich hab einfach etwas Salz auf den Dip gestreut, man ist ja erfinderisch nicht wahr? 


1/2 Würfel Hefe (20 g)
1 TL Zucker
450 g Mehl
2 TL Salz
4 EL Olivenöl
1 Eigelb
Schwarzkümmelsamen n. B. (Tipp - die gibt es online oder im türkischen Lebensmittelladen. Ich habe sie allerdings auch schon in diversen Bioläden gesehen und gekauft 😏 )

300 ml lauwarmes Wasser mit dem Zucker und der Hefe verrühren und etwa 15 Minuten stehen lassen um die Hefe zu aktivieren. 

In einer großen Schüssel das Mehl mit dem Salz vermischen, eine Kuhle in die Mitte drücken und die Hefe-Lösung und 1,5 EL Olivenöl hineingießen. Für etwa 5-10 Minuten verkneten, bis ein lockerer Teig entstanden ist. Mit einem Küchenhandtuch abdecken und eine Stunde bei Raumtemperatur gehen lassen (der Teig sollte sich sichtbar vergrößert haben). 

Den Teig auf eine mit Mehl bestreute Arbeitsfläche geben und noch einmal durchkneten.
Der Teig reicht für 1 großes, 2 mittlere oder 4 Kleine Brote - je nachdem was man möchte, den Teig aufteilen, z. B. in 2 Brote mit etwa 15 cm Durchmesser. 

Die geformten Brote auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit etwas Mehl bestreuen (Platz zwischen den Broten lassen!). Mit einem Handtuch abdecken und noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen. 

Einen Finger in Olivenöl tauchen und damit ein Gittermuster in die Brote drücken. Das Eigelb mit 1,5 EL Olivenöl verrühren und damit die Brote einpinseln. Mit Schwarzkümmelsamen (alternativ Sesam) bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 220°C etwa 20 Minuten backen. Bei kleineren Broten verkürzt sich die Backzeit auf ungefähr 17/18 Minuten. Ein großes Fladenbrot braucht vermutlich ungefähr 22/23 Minuten (hier hab ich leider keine Erfahrungswerte). 



Der dazu kombinierte Feta-Joghurt-Dip (im Buch unter Joghurt-Käse-Creme - Haydari) passte sehr gut. Allerdings sollte man Dip und Brot etwa zeitgleich ansetzen, da die Creme noch gut an Geschmack gewinnt und daher 1-2 Stunden durchziehen sollte. Und macht am besten gleich die doppelte Menge, irgendwie war es viel zu wenig 😆

200 g Fetakäse (hier aus Kuhmilch)
200 g stichfesten Joghurt, 10 % Fett
1 Knoblauchzehe
1 EL Dill (frisch oder TK)
1 EL Olivenöl

Den Käse mit einer Gabel klein drücken und in eine Schüssel geben. Den Joghurt zugeben und alles verrühren, bis eine möglichst homogene Masse entstanden ist. 

Den Knoblauch schälen und so fein wie möglich hacken. Die Knoblauchwürfel, den Dill und das Olivenöl unter die Creme rühren. Im Kühlschrank durchziehen lassen. 


Und wenn Ihr nun auch Lust habt kulinarisch die Welt zu entdecken, dann schaut doch mal bei Thalia Buchhandlung vorbei. Dort findet Ihr unter dem Punkt Länderküche viele Kochbücher, die Euch in die unterschiedlichsten Ecken der Welt mitnehmen. Ich persönlich kaufe übrigens (online) sehr gern bei Thalia. Dort kann ich Paybackpunkte sammeln (man nimmt ja mit, was man bekommt, nicht wahr?) und auch in Punkto Service müssen sie sich nicht verstecken. Lieferkostenfrei, sobald ein Buch im Warenkorb ist (sonst ab 25 €) und anstandslose Reklamationen sprechen für sich. 

Einzig bei der Versandgeschwindigkeit muss ich einen Punkt Abzug geben. Aber nur bei vorbestellten Filmen, die hat man nämlich leider nicht direkt am Veröffentlichungstermin im Briefkasten, sondern eher 1-2 Tage später. Aber ganz ehrlich, es gibt schlimmeres. Meist finden wir eh erst am Wochenende die Zeit um neue Filme in Ruhe schauen zu können. 

Positiv finde ich übrigens, dass man mit etwas Glück eine Rabattaktion mitnehmen kann und ordentlich spart (verratet es bitte meinem Mann nicht, bei seinem Geburtstagsgeschenk habe ich das ausgenutzt und über 10 € weniger bezahlt 😉). 





Freitag, 21. September 2018

Was wurde aus der Tafeltüte September 1?

Die letzten zwei Wochen sind wieder verflogen und es war vergleichsweise ruhig auf Instagram von mir. Das lag unter anderem daran, dass ich einen Großteil der Tafelsachen haltbar gemacht habe. Mittlerweile bin ich deshalb wieder "Out of Gläser" 🙈 und ich überlege ernsthaft, ob ich noch eine letzte Glasbestellung mache... Unabhängig davon hat sich mein Vorrat im Kellerregal spitze entwickelt. Ich werde demnächst mal einen Plan machen, was jetzt genau alles da ist und versuche Euch auf dem Laufenden zu halten, was das Aufbrauchen angeht. 



Ich habe auch dieses Mal wenig weiter gegeben - unter anderem die Kosmetik, die getrockneten Ananas, die fertigen Salate, ein wenig Joghurt und die Orangen. Gefreut habe ich mich sehr über die Lindt-Schokolade, von der kann ich aktuell nicht genug bekommen 😀 Die Mini-Frikadellen haben leider gar nicht geschmeckt, die Fruchtschorle kam leider auch nicht gut an. Gefreut habe ich mich natürlich am meisten über das viele Obst und Gemüse. 

Allerdings musste das recht fix verarbeitet werden, gerade die Pfirsiche und die Nektarinen wären mir sonst einfach nur vergammelt. An dieser Stelle vielen vielen Dank an die zahlreichen Vorschläge und geschickten Rezepte bei Instagram - das hat tatsächlich sehr geholfen. Aus den Pfirsichen habe ich eine Pfirsich-Eistee-Marmelade gekocht. Leider hat mein 2:1 Gelierzucker nicht gereicht und ich habe mit 1:1 Gelierzucker gestreckt - war aber wohl zu wenig, sie ist etwas flüssig geraten ... 

Das Nektarinen-Tomaten-Chutney war eines der Rezepte die mir geschickt wurden - allerdings eigentlich mit Pfirsichen drin. Da die aber alle schon in der Marmelade waren, durften die Nektarinen rein. 


Die vielen vielen Gurken mussten natürlich ebenfalls schnell weg. Ergänzt habe ich sie noch durch meine eigenen - morgens bin ich runter ins Gewächshaus und habe alles abgeerntet was noch dran war und die völlig mehltauverkrusteten Pflanzen rausgeholt und entsorgt. Da wäre eh nichts mehr dran gewachsen ... Nächstes Jahr muss ich eindeutig früher einschreiten, wenn Mehltau zu sehen ist. 

Gemacht habe ich einerseits einen dänischen Gurkensalat, für den ich das Rezept direkt zugeschickt bekommen habe (und welches ich zugesichert habe, nicht zu verraten - sorry) und Senfgurken. Von den Senfgurken habe ich bereits 3 Gläser wieder vernichtet, die sind sowas von lecker 😍


Die Paprikas sind nahezu komplett in meinem ofengebackenen Ajvar gelandet. Insgesamt habe ich vier Portionen davon gemacht - zwei milde und zwei scharfe. Ich sag Euch die Variante mit meinen selbst gezogenen Zitronenchilis brennt ordentlich 😂

Und wofür braucht man leckeres selbst gemachtes Ajvar? Natürlich für Djuvecreis 💕 Ich habe das Ajvar extra in kleine Gläser gefüllt, damit ich für eine Portion Djuvecreis ein Glas benutzen kann. Bei gekauftem Ajvar habe ich oftmals das Problem, dass einfach zu viel drin ist. Und dann steht das angefangene Glas ewig im Kühlschrank oder wird schlimmstenfalls irgendwann schlecht... 

(Ich möchte noch fix betonen, dass ich weder bei Ajvar noch bei Djuvecreis Originalrezepte garantieren kann, aber es schmeckt gut, das reicht mir!). 


Der Mann kränkelte übrigens, zusätzlich zu dem Einkochmarathon, auch noch herum in der letzten Zeit... Wir hatten also Süppchen, damit es gesundheitlich schnell wieder aufwärts geht. An Tag 1 eine leckere Gemüsesuppe mit Nudeln und Bratwurstbällchen. Verarbeitet habe ich den Knollensellerie, zwei Stangen Lauch und einen Teil der Möhrchen. 

Und an Tag 2 gab es einen selbst gekochten Hühner-Nudel-Topf. Verwendet habe ich dafür tiefgefrorene Hühnerflügel, die ich mit 50 % Rabatt gekauft hatte und dann eingefroren hab. Außerdem ist der Rest vom Porree und ein Teil der Möhrchen aus der Tafeltüte drin gelandet. 


Der Brokkoli und die Möhrchen luden ja regelrecht zu meiner geliebten One-Pot-Pasta ein. Allerdings waren die Möhren aufgrund der Suppen dann doch schon aufgebraucht und ich musste neue kaufen. Luxusprobleme, ich weiß 😏

Wo wir schon bei geliebten Gerichten sind - zum Leidwesen des Mannes gab es auch wieder Ofengemüse. Mit Blumenkohl, Kartoffeln und Möhrchen. Das war mal wieder ein geiles Ofengemüse sag ich Euch. Dazu gab es einen Schmanddip mit Gurkenraspeln und Hüttenkäse. Also quasi alles was der Kühlschrank so hergab. Das war zusammen eine sowas von leckere Kombination, dass ich überlege schon wieder über Ofengemüse zu bloggen 😁


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.

Dienstag, 18. September 2018

Tomatensauce wie bei Oma (DDR-Sauce)

Mein Großer ist ja etwas (sehr!) mäkelig. Keine Ahnung wo er das her hat, wahrscheinlich ist es einfach nur eine Phase und es wird irgendwann besser. Wir hatten Wochen da ging nix anderes als nackte Nudeln und Würstchen ... Bei meiner Mutter allerdings, da isst er wie ein Scheunendrescher. Und als es ganz ganz schlimm hier war mit der Mäkelei, da habe ich mir das Rezept für eines ihrer Rezepte geben lassen - Nudeln mit Tomatensauce wie bei Oma. 

Mittlerweile hat dieses Rezept auch unabhängig von etwailiger Maulerei seinen Weg in unseren Speiseplan gefunden, denn 1. essen das hier tatsächlich alle, 2. ist es schnell zubereitet und 3. habe ich dafür meistens alles im Haus. Was liegt also näher, als das Rezept für Euch aufzuschreiben? 



Für 4 Personen:

1 Packung Nudeln
1 Fleischwurst, ca. 400 g (hier am liebsten Geflügel)
1 Zwiebel (kann man auch weg lassen)
1 Glas Tomatensauce, ca. 600 ml (am liebsten natürlich selbst gekochte
1 EL Tomatenmark
1/2 Becher Schmand (oder Créme Fraîche/Sahne, ich nutze was im Haus ist)
Salz, Pfeffer, etwas Zucker

Die Nudeln nach Packungsanleitung in Salzwasser garen. 

Die Fleischwurst in Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen und die Fleischwurstwürfel darin rundherum braun anbraten. Die Zwiebel fein würfeln, dazu geben und kurz mit dünsten. Mit der Tomatensauce ablöschen. Das Tomatenmark und den Schmand unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker abschmecken. 

Mit den Nudeln servieren. 

Das hier ist natürlich eine kinderfreundliche Grundversion. Wer möchte kann auch noch mit Basilikum oder Oregano abschmecken. Auch die Zwiebel kann man ohne Probleme weg lassen. Bei der Wurst kann man ebenfalls variieren, ich habe fast immer eine Fleischwurst im Kühlschrank liegen, für den Fall spontanen Nudelverlangens der Kinder. Die hält sich recht lange auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Verwenden kann man aber auch zum Beispiel Jagdwurst oder Salami die weg muss. 
Freitag, 14. September 2018

Ofengebackenes Ajvar

Wenn ich meinem Partner eine Freude machen möchte, dann gibt es Cevapcici. Er liebt diese kleinen Würstchen sehr. Und was passt besser dazu als Djuvecreis? Djuvecreis ist eine Art kroatisches Risotto bestehend in erster Linie aus Langkornreis, Erbsen und Ajvar. Und um das Ajvar geht es hier heute. 

Ich weiß Ajvar ist im Supermarkt recht günstig, ein großes Glas kostet teilweise keinen Euro. Warum nun also diese Paste selbst herstellen? Ganz einfach, 1. weil man dann genau weiß was drin ist und 2. der Geschmack ist sowas von großartig! Ich habe die Reste aus dem Topf geleckt 😍 Wenn man allerdings Ajvar selbst machen möchte, dann unbedingt im Sommer - nur jetzt sind die essenziellen Paprikaschoten bezahlbar. Ich hatte sogar Glück und ergatterte letztens 50 % reduzierte Spitzpaprika. Dazu verwendete ich noch die Paprika und die Aubergine aus der letzten Tafeltüte. 


Wichtig ist, dass Ihr einen großen ofenfesten Topf verwendet!

8 große ROTE Paprika - Spitzpaprika oder Gemüsepaprika 
1 Aubergine
5 Knoblauchzehen
1 Peperoni
100 ml Wasser
200 ml Apfelessig
250 ml Sonnenblumenöl
2 TL Salz
2 TL Zucker
etwas Pfeffer

Die Paprikas halbieren, entkernen und grob würfeln. Die Aubergine schälen und ebenfalls grob würfeln. Die Knoblauchzehen putzen und halbieren. Die Peperoni je nach Schärfegrad entkernen oder komplett verwenden (ich hatte eine recht milde Peperoni und hab sie inkl. Kerne verwendet), die Peperoni grob würfeln. Alles in einen großen ofenfesten (!) Topf geben. 

Apfelessig, Wasser, Öl und Gewürze über das Gemüse geben und alles einmal aufkochen. Etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen, dann eine Schöpfkelle Flüssigkeit abnehmen (wird nicht mehr benötigt, kann aber zum kochen genutzt werden). Den Topf in den vorgeheizten Ofen stellen und bei 200°C für 2 bis 2 1/2 Stunden backen. Zwischendurch regelmäßig umrühren.

Den Topf aus dem Herd nehmen und alles gut durchpürieren. Am besten direkt in Gläser füllen und bei 90°C für 30 Minuten einkochen. Heraus bekommt man etwas über 750 g Ajvar.

vorher
nachher






















Ich muss zugeben, ich habe mich ziemlich erschreckt, wie wenig ich am Ende heraus bekommen habe. Ich stand etwa 40 Minuten schnibbelnd in der Küche, der Topf war hoch voll mit Gemüse und nach dem Backen war da kaum noch was drin... Aber erwähnte ich den umwerfenden Geschmack dieses Ajvars? Der macht alles wieder wett 💕 Ich halte definitiv die Augen offen, ob ich noch mal relativ günstig an frische Paprika heran komme und werde dann noch mal eine Portion einkochen. 

Dank meinem hauptsächlich besuchten Lebensmittelmarkt und der Tafel habe ich mittlerweile 3 Portionen Ajvar eingekocht. Einmal habe ich das Ganze etwas zu lange drin gelassen und auch nicht umgerührt (ich war aufgehalten worden beim Kinder abholen). Das Ergebnis ist das relativ dunkle Ajvar, da ich trotzdem alles püriert habe. Es schmeckt trotzdem! "Normal" ist aber eher die hellere Variante. Achtet also bitte darauf, dass Ihr regelmäßig umrührt. 

Zum Thema Schärfegrad noch einmal - das milde Ajvar habe ich mit einer normalen roten Peperoni gemacht, das scharfe Ajvar mit einer Zitronenchili aus meiner Ernte. Und letzteres hat es wirklich in sich. Ich stehe voll drauf 💕

vegetarischer Djuvecreis

Freitag, 7. September 2018

Was wurde aus der Tafeltüte August 2?

An dieser Stelle versorge ich Euch ja regelmäßig mit News und kleinen Geschichten aus unserem Leben - und heute weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll 😃 Zuerst das familiäre würde ich sagen. Mein Mann hat heute Geburtstag 💕 Im Ofen backt gerade ein Zitronenkuchen für ihn, sein Geschenk steht auf seinem Schreibtisch und ich bin dankbar, dass ich ihn habe. Trotz aller Höhen und Tiefen, die wir bereits durchlebt haben, hab ich diesen ollen Grummelbär nämlich sehr sehr lieb. Ich hoffe, wir werden noch viele Geburtstage gemeinsam verbringen...

Und nun die News. Falls Ihr heute eine Closer in die Finger bekommt, könnte es sein, dass Euch beim durchblättern mein Anlitz entgegen lächelt 😀 Bin ich jetzt eigentlich offiziell prominent, weil ich in dieser Zeitschrift bin? Ich hab die immer auf eine Stufe mit der InTouch gesehen 🙈 Ich bin selbst schon ganz gespannt auf den Beitrag dort.  Manchmal bin ich echt doof - es ist natürlich erst die nächste Ausgabe 🙈

So und nun zu den wirklich wichtigen Dingen - die Tafelzusammenfassung wegen der Ihr sicher hier seid. 


Die Kids haben sich natürlich mal wieder tierisch über die Mini-Schokoküsse gefreut. Keine Chance daraus einen Schokokusskuchen zu machen, um die Biskuitböden zu verarbeiten 😌 Ich fand die Lindt Schokolade mit den ganzen Mandeln mal richtig lecker - die habe ich nahezu allein weggenascht. Nicht fotografiert habe ich übrigens den Radieschendip, mit dem ich den Großteil der Radieschen und einen Teil der Frühlingszwiebeln verarbeitet habe. 

Als ich das riesige Stück Fleisch sah, war sofort klar - das ist Rohmaterial für Pulled Beef (kein Pulled Pork, es ist ja schließlich Rindfleisch). Allerdings ist das Rezept was ich nutze auf etwa 1,2 kg Fleisch ausgelegt und ich hatte hier stolze 3,5 kg liegen. Eine kurze Prüfung meiner Vorräte ergab, dass ich alles für Szegediner Gulasch im Haus hatte. Also hab ich spontan eben dieses gekocht. Es war wie gewohnt sehr lecker, auch wenn es nur Nudeln dazu gab, statt der von uns geliebten Böhmischen Knödel

Und der Rest wurde dann tatsächlich zu Pulled Beef. Ich habe dasselbe Rezept wie für unser Pulled Pork verwendet und eine schärfere BBQ-Sauce benutzt. 


Am Pulled Beef haben wir schätzungsweise 2 Tage gegessen. Auf Brötchen, auf Toast und die letzten Reste dann mit ein Ratatouille und Reis dazu. Auch wenn gerade die letzte Kombination echt gewöhnungsbedürftig klingt - sie war erstaunlich lecker! Ich würde es sofort wieder essen. 

Übrigens der große "Klotz" neben dem Rindfleisch ist eine 900 g Stück Chilisalami am Stück (kostete original knapp 9 €!). Geschmacklich war die wohl sehr gut, das Abschneiden war nur nicht so toll - meine Holzbrettchen haben jetzt alle rote Flecken 🙈 Klar dass die Salami auch auf die Toasts Hawaii drauf mussten. 


Wenig appetitlich sahen diese Birnen schon am Tafeltag aus. Dass ich sie allerdings noch 2 Tage stehen gelassen hatte vorm Verarbeiten, hat ihnen nicht wirklich gut getan... Ich hab alles was noch einigermaßen gut aussah abgeschnitten, die Äpfelchen dazu und zack Apfel-Birnen-Mus (ein)gekocht (vorne im Bild unten zu sehen). 

Die Paprika und die letzte Aubergine aus der Tafeltüte habe ich auch eingemacht. Daraus habe ich nämlich wahnsinnig aromatisches ofengebackenes Ajvar gekocht. Ein Traum sag ich Euch - das Rezept kommt demnächst in den Blog, damit Ihr es hoffentlich noch fix ausprobieren könnt. Die mittigen 4 Gläser mit dunkelrotem Inhalt sind das Ajvar. 


Am letzten Samstag war ich im Hofladen und habe spontan 800 g Hackfleisch mitgenommen, ohne zu wissen was ich damit mache. Am Sonntag meinte mein Mann denn, er hat Lust auf Köttbullar. Welch Zufall dass ich Hack da hatte XD Und die Pilze aus der Tafeltüte waren auch noch gut, durften also ebenfalls mit spielen.

Den Knollensellerie habe ich mit Kartoffeln und Möhrchen gekocht - das Ergebnis war ein sehr leckerer Eintopf. Reingepackt habe ich außerdem noch eine Packung Würste, die schon eine Weile im Kühlschrank lagen. Das MHD habe ich nicht nachgeguckt, aber sie sahen gut aus, rochen noch spitze und geschmeckt haben sie klasse. 


Und wo wir schon bei MHD und so sind, dieses Fleisch lag nahezu die gesamten zwei Wochen im Kühlschrank. Die Kinder hatten Nudeln, der Mann war satt und ich hatte ein Hüngerchen. Also habe ich die Packung aufgemacht, dran gerochen und sie einfach angebraten. Geschmeckt haben sie mir fantastisch, irgendwie erinnerten sie mich geschmacklich an Leber. Das Fleisch war sehr zart - ich überlege immer noch, ob das an der Biermarinade lag. 

Zum Abschluss gibt es noch feines Soulfood - mit der Milch aus der Tafeltüte habe ich nämlich mega leckeren schlotzigen Milchreis gekocht. Dazu gabs fix selbst gekochtes Apfelmus aus meinen selbst gesammelten Äpfeln. 


Ich hoffe Euch hat die Tafelzusammenfassung gefallen und freue mich über Lob, Kritik, Anregungen oder einfach einen Gruß. Und falls Ihr zum ersten Mal mit lest und mehr erfahren wollt zum Thema Tafel - hier gehts zum FlashbackDas erste Mal Speisekammer ASL und der Wechsel zur TafelQLB.




Sonntag, 2. September 2018

Selbstgemachtes Ketchup

Seit mittlerweile gut 2 Monaten koche ich regelmäßig Tomatensauce ein, schätzungsweise 16 Liter haben sich da etwa angesammelt. Komischerweise habe ich so eine "Mein-Schatz"-Haltung - ich sehe 3 Gläser von etwas, denke darüber nach was zu benutzen und weine direkt, weil es dann ja leer wäre... So ging es mir gerade am Anfang mit der Sauce. Die Vorstellung sie zu benutzen, war an besondere Events geknüpft, weil so viel hab ich davon ja nicht und deshalb muss jeder Tropfen genossen werden. Und am Ende bleibt dann was über, was man auf einen Altar stellen und anbeten kann... Na gut, das ist jetzt leicht übertrieben, aber vom Gefühl her, war ich auf gutem Wege dahin. Deshalb freut es mich um so mehr, dass ich dieses Empfinden langsam ablege und mich darauf freue, die Sauce zu benutzen (und schon neugierig bin, wie lange ich damit reiche!). 

Tja und weil ich nicht mehr das Gefühl habe, ich muss sämtliche Tomaten in Tomatensauce verhamstern, habe ich diese Woche mal was anderes ausprobiert. Ketchup lieben meine Kinder alle sehr (wobei das sicherlich nicht nur meine Kinder betrifft, sondern das eher so eine allgemeine Liebe ist 😏). Es gibt unzählige Rezepte zum Thema Ketchup im Netz, aber ich habe mich nur lose daran orientiert und mein eigenes Ding gemacht. 


3 kg Tomaten
2 Knoblauchzehen
2 kleine Zwiebeln
200 g brauner Zucker
200 ml Apfelessig
2 EL Salz
180 ml Olivenöl

Ich hab es mir natürlich wieder einfach gemacht und in Kauf genommen, dass das Ganze dann am Ende länger einkochen muss. Im Rezept an dem ich mich orientierte wurden die Tomaten geviertelt und die Kerne herausgeschnitten. Ich hatte allerdings extrem viele Mini-Tomätchen und keine Lust mir soviel Arbeit zu machen. Mit größeren Tomaten mag das allerdings gehen ... 

1 1/2 kg Tomaten halbieren und mit der Schnittkante nach oben auf ein Backblech legen. Die Knoblauchzehen und die Zwiebeln schälen. Die Zwiebeln grob würfeln, die Knoblauchzehen ganz lassen und beides zu den Tomaten legen. 1/2 EL Salz darüber streuen und die Hälfte des Öls darüber gießen. Bei 180°C Umluft für 30 Minuten backen. Alles in einen Mixer geben und fein pürieren. 

Die zweite Hälfte der Tomaten halbieren und auf das Backblech legen. Mit 1/2 EL Salz bestreuen und dem restlichen Öl begießen. Ebenfalls bei 180°C Umluft für 30 Minuten backen und danach pürieren. 

Die Masse jetzt durch ein Sieb passieren um Kerne und Schalen auszusieben. Das überbleibende Tomatenpüree in einen Topf geben. Zucker, Apfelessig und das restliche Salz zugeben und unterrühren. Aufkochen und unter regelmäßigem Umrühren einkochen lassen, bis das Ketchup die gewünschte Konsistenz hat. 


Ich will Euch da keine Illusionen machen - das Einkochen dauert seine Zeit. Insgesamt war mein Topf gut und gerne 2 Stunden bei mittlerer Hitze zu Gange. In dieser Zeit habe ich mir mehr als einmal eine Cooking Chef/Thermomix oder sowas gewünscht, der für mich rührt 🙈 Die Masse in meinem Topf hat sich in der Zeit etwa halbiert, etwas über 1 kg Ketchup habe ich am Ende raus gehabt. Hocharomatischen leckeren Ketchup! Farblich geht er ins orangene aufgrund der vielen verwendeten gelben Tomaten. 

Da sich das Ketchup im Kühlschrank nur etwa 1-2 Wochen hält, habe ich die Masse direkt in kleine Weck-Gläschen abgefüllt und bei 90°C für etwa 30 Minuten eingekocht. Sobald ein Glas auf ist, hat man eine schaffbare Menge, die verbraucht werden muss. 

Ich finde den puren Geschmack des Ketchup sehr lecker, mit den Minimengen die noch zu wenig für ein Weck-Glas waren, habe ich meinem Sohn und mir Brote geschmiert. Selbst mein kleiner Feinschmecker fand es super. 

Dies ist übrigens nur ein Grundrezept. Ich denke man kann da ganz wundervoll variieren - mit Curry, Chilischoten und anderen Gewürzen, mit passendem Obst oder vielleicht auch mit anderem kräftigerem Essig. Nutzt einfach was Ihr im Haus habt 😏
Mittwoch, 29. August 2018

Gefüllte Paprika - VeggieVersion

Wenn es um gefüllte Paprika geht, kennen die meisten nur eine Version: Da muss Hackfleisch rein! Lange Zeit dachte ich ähnlich, im fleischärmsten Fall habe ich das Hackfleisch mit Reis gemischt, damit es nicht so mächtig war, aber Hack musste rein. Gut Vegetarier bin ich nicht und werde ich in nächster Zeit wohl auch nicht werden, aber dass Paprika nicht immer mit Fleisch gefüllt werden muss, dass ist mir nicht erst seit der mit Brot gefüllten Version klar geworden. 

Was liegt also näher als wieder etwas herumzutesten? Paprika waren im Angebot, ich hatte also reichlich Früchte da, die verarbeitet werden wollten. Gleichzeitig grinsen mich die Mini-Zucchini aus meinem Gewächshaus an, die ich zu früh ernten musste, weil sie nicht mehr weiter gewachsen sind. Das Ergebnis war dann so lecker, dass ich es natürlich mit Euch teile. Vielleicht möchtet Ihr ja in Zukunft auch etwas weniger Fleisch essen und eine vegetarische Variante kommt da gerade recht. 


Für 4 Personen:

1 große Tasse Basmatireis, ca.  (alternativ Langkornreis)
1 kleine Zucchini
1 Knoblauchzehe
1 mittlere Zwiebel
6-8 Paprikaschoten (kommt auf die Größe an)
1 Päckchen passierte Tomaten (400 g)
1/2 Becher Schmand
Salz, Pfeffer, Oregano, etwas Zucker
1 Stück Fetakäse

Den Reis mit 2 Tassen Wasser in einen Topf geben, 1 TL Salz hinzugeben und weich kochen. 

Die Zucchini waschen in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch pellen und ebenfalls fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, die Gemüsewürfel dazugeben, eine Prise Zucker dazu geben und auf niedriger Stufe etwa 5-8 Minuten dünsten. Den Reis dazu geben und alles vermischen. Mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.


Die Paprika waschen, den Deckel abschneiden und die Kerne weg schneiden. Die Reismischung in die Paprikaschoten füllen. Den Feta in Scheiben schneiden und nach Geschmack auf die Schoten legen. Den Deckel drauf legen und in eine Auflaufform stellen. 


Die passierten Tomaten in einen Topf geben, den Schmand zugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Einmal aufkochen und dann in die Auflaufform gießen. Im vorgeheizten Backofen für 40 Minuten bei 180 Grad backen. 




Diese Version war ein voller Erfolg. Rückblickend war einzig das Verhältnis Reis:Käse nicht so optimal. Als Riesenkäsefan der ich bin, würde ich beim nächsten Mal noch etwas (deutlich mehr!) gewürfelten Feta mit der Reisfüllung vermischen 😏