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Sonntag, 29. März 2015

Grünkohlcurry mit Möhren

Der Winter ist vorbei und ich habe eines meiner liebsten Gerichte GAR NICHT gekocht :( Die Rede ist von meinem heißgeliebten Grünkohl. Als ich nun letztens auf dem Markt stand und dort noch frischer, selbst geernteter Grünkohl lag, konnte ich mich einfach nicht zurückhalten. Mir spukte die ganze Zeit ein Rezept aus Jetzt! Gemüse* im Kopf herum. Das größte Problem war allerdings, das ich keine genauen Zutaten und natürlich auch keine Mengen im Kopf hatte.. Ich kaufte einfach - für mein Gefühl - eine Menge und wog dann Zuhause nach. Tja statt 1 kg hatte ich aber nur 250 g erwischt, das Gefühl kann arg täuschen ^^ Das Curry gab es trotzdem, war halt weniger und es gab noch ein "Ausweichgericht" damit auch alle satt werden. 


1 kg Grünkohl
400 g Möhren
100 g getrocknete Aprikosen
1 weiße Zwiebel
2 EL Currypulver
1 EL Mangochutney oder
Aprikosenkonfitüre
100 g Joghurt
Pfeffer und Salz
4 cm Zimtstange







Mittwoch, 25. März 2015

Aus SpeisekammerASL wird TafelQLB

Hallo Ihr Lieben. Das wir umgezogen sind, hat der ein oder andere bestimmt schon mitbekommen. Zu wenig Platz und extremer Schimmel in unserer alten Drei-Zimmer-Wohnung haben diesen Schritt unumgänglich gemacht. Wir mussten einige Sachen ganz oder zumindest teilweise entsorgen, wie z. B. die eine Hälfte der Küchenzeile (die andere Hälfte erhält ein Gnadenbrot bei meiner Freundin), die Rückwand vom Kinderkleiderschrank und die Schubladenböden vom Bett. Es hat sich an einigen Stellen Schimmel gefunden, wo wir ihn nicht erwartet hätten - und rückblickend betrachtet sind wir einfach nur froh, dass wir endlich aus dieser Wohnung raus sind. 

Mit dem Umzug haben wir allerdings den Landkreis gewechselt, sodass wir einen kompletten Neuantrag stellen mussten. Nach diversen Verzögerungen ging es am Ende doch recht schnell. Der Umzug allerdings hat ein Riesenloch in unser Budget gerissen, ich hoffe wir erholen uns im Laufe der nächsten Monate davon... 

Durch den Wechsel des Landkreises bin ich jetzt nicht mehr berechtigt in Aschersleben zur Speisekammer zu gehen. Deshalb war ich am 13.03. zum ersten Mal mit meiner Freundin bei der Quedlinburger Tafel (Harzer Tafeln) und was soll ich sagen - es ist vieles gleich aber noch mehr anders oO. 

Aber von vorn: 

Restaurant mit Herz
Die AWO hat in der Quedlinburger Innenstadt den "Laden ohne Kasse". Mit auf dem Gelände sind die "Kleiderkammer" (hier kann Kleidung und Accessoires zu günstigen Preisen erworben werden, z. B. ein Pulli für 30 Cent oder eine Jacke für 1,00 €) und das "Restaurant mit Herz". Im Restaurant gibt es von Montag bis Freitag die Möglichkeit für eine geringe Gebühr ein warmes Mittagessen zu bekommen (das sah auf den ersten Blick zwar sehr fleischlastig aus, aber grundsätzlich ist es eine tolle Idee), außerdem bekommt man hier Kaffee, Kakao, Tee, belegte Brötchen und Kuchen. Alles zu erschwinglichen Preisen. Wer mehr zahlen kann, darf das natürlich auch ;)

Im Restaurant gibt es eine Spielecke für Kinder, natürlich Tische und Stühle und Toiletten. Wartezeit kann man hier also gut überbrücken.

Mittwoch, 18. März 2015

Gutes Brot

Ich sitze hier gerade mit einer Scheibe meines selbst gebackenem Sonnenblumenkernbrotes und denke nach. In einer meiner Liebsten Gruppen auf Facebook geht es gerade heiß her, das Thema ist "Wo kauft Ihr Euer Brot?". 

Ich möchte nun gar nicht mit dem Zeigefinger auf jemanden zeigen und sagen "Du bist böse, weil DU Discounter-Brot kaufst". Jeder der hier ab und zu mit liest, weiß, dass wir nicht viel Geld zur Verfügung haben, deshalb verstehe ich die Versuchung die von billigem Brot ausgeht nur zu gut. Gerade wenn die Familie etwas größer ist und am Tag 1 Laib Brot weggeht, scheut man den Weg zum (teureren) Bäcker.

Allerdings möchte ich ein paar Punkte zu Bedenken geben:

1. Ein gutes Brot braucht Mehl, Salz, Wasser und Hefe/Sauerteig. In Discounterbrot stecken aber deutlich mehr Zutaten, z. B. Invertzuckersirup, Karamellsirup, Natriumacetate. Cystein, Ascorbinsäure und Backfette sind nicht deklarationspflichtig, sind aber wichtig, damit die Teige nicht in den Maschinen kleben bleiben, die Gärprozesse schneller ablaufen und die Teiglinge sich besser verarbeiten lassen. Interessant ist dazu der erste Abschnitt im Artikel "Ist Brot vegan?" bei Vegpool. 

2. Brot Backen ist ein Lehrberuf, ein Handwerk um genau zu sein. Ein Bäcker lernt welche Rohstoffe er wofür nutzt, wie die Teige angesetzt, begleitet und weiterverarbeitet werden (siehe Back-dir-deine-Zukunft). Jeder der schon einmal einen Elektriker oder einen Installateur im Hause hatte, weiß, dass gutes Handwerk seinen Preis hat. 

3. Deutschland ist das Land des Brotes. Nirgends sonst gibt es so eine breite Auswahl an Sorten. Das deutsche Brot soll sogar ins immaterielle Weltkulturerbe aufgenommen werden.

Und dann kaufen wir aufgetaute Teiglinge, die nicht einmal in Deutschland produziert wurden...

Samstag, 14. März 2015

Schokoladen-Bananen-Kuchen

Diese Woche war ich zum ersten Mal bei den Harzer Tafeln in Quedlinburg (ein ausführlicher Bericht folgt nächste Woche). Mitbekommen habe ich eine MENGE gelb-braune Bananen. Und wenn ich sage eine Menge, dann meine ich es auch so... Gefühlt lag da eine ganze Staude und ich wusste nicht wohin damit. Das größte Problem ist, dass hier keiner braune Bananen isst. Und wenn man sie noch liegen lässt, wird es nur schlimmer... Aber glücklicherweise gibt es ja die liebe Menschen die Rat wissen. Als ich das nämlich auf Instagram erwähnte, gab mir die liebe Frl. Moonstruck den Tipp, die Bananen einfach einzufrieren und für Fake Eis zurückzulegen. 

Ich stand also ca. eine Stunde in der Küche und schälte Bananen, sortierte zu matschige Stellen aus, sortierte die grenzwertigen Stücke Banane in eine Schüssel und schnitt den Rest in Scheiben die ich dann fein säuberlich zwischen Backpapier packte und einfror. Ich bin gespannt ob das so geklappt hat, das werde ich erst erfahren wenn ich die ersten Scheiben nutze ;) Auf jeden Fall hatte ich noch eine halb volle Schüssel grenzwertige Bananen die zu schade zum wegwerfen war, die aber niemand freiwillig pur gegessen hätte. Tja und weil ich eh Besuch erwartet habe, fiel mir mal wieder der tolle Schokoladen-Bananen-Kuchen von Ilka ein. 

Für einen Gugelhupf 22 cm 

120 g Butter
180 g Zucker
4 Eier
2 TL Backkakao
2 TL Natron
1 TL Backpulver
1 TL Vanilleessenz
300 g Mehl
3 reife Bananen
100 g Schokoraspel


Donnerstag, 12. März 2015

Spätzle mit Mangold-Sahne-Sauce

Letzten Samstag waren wir auf dem wunderbaren Markt von Quedlinburg. Hier bekommt man fast alles was das Herz begehrt: Nudeln, Eier, Fleisch, Brot, Obst oder Gemüse - und alles auch noch in toller Qualität. Hängen geblieben bin ich dann beim Demeter-Stand. Leider hatte ich nur eine grobe Idee was ich kaufen wollte und beim Anblick der wunderbaren Auslage hatte ich dann schon fast vergessen was ich eigentlich wollte. Mitgenommen habe ich am Ende: Grünkohl, Mangold, Fenchel, Orangen, Äpfel, eine Haferwurzel und Topinampur. Der Grünkohl wurde dann gleich am Sonntag in einem Grünkohl-Möhren-Curry verarbeitet, die Orangen und Äpfel sind so gut wie vertilgt - der Rest aber liegt hier und will auch irgendwie verarbeitet werden... 





Mangold habe ich bisher noch nie benutzt in der Küche. Ich habe schon von diversen Seiten gehört, dass die Verarbeitung genauso ist wie beim Blattspinat - den habe ich allerdings bisher auch noch nicht frisch verarbeitet :) Für mich ist es also eine absolute Neuheit in der Küche. Und wenn man schon was neu probiert, dann bitte relativ puristisch, damit der Geschmack auch getestet werden kann. 

Für 2 Personen: 

1 Mangold (ca. 400 g)
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
200 g Schlagsahne
Salz & Pfeffer n. B. 

300 g Spätzle (oder andere Nudeln)

evtl. Parmesan





Dienstag, 10. März 2015

Pizza

Im Netz gibt es unzählige Rezepte für Pizzaboden, ob Quark-Öl-Teig, Hefeteig oder sogar auf Blätterteig. Da drauf werden dann Salami und ähnliches gestapelt und dann Pizza genannt. Vieles habe ich ausprobiert und alle Versuche hatten 2 Gemeinsamkeiten: der Teig ließ sich kaum verarbeiten und alle Pizzen schmeckten "kuchig".

In der Deli 3/2014 war das Titelgericht Pizza und ich wollte diesem Rezept eine - letzte - Chance geben. Zum ersten Mal habe ich allerdings extra für diese Pizzen Pizzamehl (Typ 00)  gekauft. Das ist geringfügig teurer als normales, wird aber laut dieser Seite empfohlen


Der Grundteig - reicht für 7 Pizzen:

1 kg Pizzamehl (Typ 00)
10 g frische Hefe

600 ml kaltes Wasser
16 g Salz
Mehl zum Arbeiten

Die Hefe in das Wasser bröckeln und etwa 5 Minuten rühren bis sich die Hefe aufgelöst hat. Das Pizzamehl sieben, das Salz zugeben und die Hefe-Wasser-Mischung dazugeben. 

Per Hand oder von der Küchenmaschine solange kneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist, der sich leicht vom Schüsselrand löst (ca. 10 Minuten). Luftdicht abgedeckt etwa 1 1/2 Stunden bei Raumtemperatur stehen lassen. 

Den Teig zur Rolle formen und in 7 etwa gleich große Stücke teilen. Die Stücke zu Kugeln formen, mit einem Küchenhandtuch bedecken und nochmals eine Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 250°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Teigkugeln rund ausrollen , belegen und im unteren Backofendrittel für 6-10 Minuten backen. 



Belegt werden kann die Pizza ganz nach Wahl, zum Beispiel mit Tomatensauce, Salami, Mais, Kochschinken, Zwiebeln, Ananas, Käse... Ich mache immer einen Mozzarella-Käse-Rand, indem ich mir Mozzarella so aufschneide, dass ich dünne lange Streifen habe. Diese lege ich außen auf die Pizza und schlage dann den Rand um. 

Meine Tomatensauce koche ich übrigens auch selbst. 

Tomatensauce:

1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Dose Pizzatomaten
1 - 2 EL Tomatenmark 
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer, Zucker nach Geschmack
1 EL Pizzagewürz (alternativ Oregano und Basilikum)

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und klein schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und beides bei niedriger Temperatur glasig andünsten. Mit den Pizzatomaten ablöschen. Tomatenmark, Lorbeerblatt, Salz, Zucker und Pizzagewürz zugeben und etwa 30 Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt entfernen und die Sauce pürieren. 



Ich weiß nicht woran es letztlich lag - am tollen Rezept oder am Pizzamehl - allerdings ist dieses Pizzarezept bisher mein absoluter Favorit! Da kommt Tiefkühlpizza nicht gegen an. Seit dem ersten Versuch gab es sie bereits 2 weitere Male, und das in nur 3 Monaten ^^ Glaubt mir für einen Foodblogger ist das echt viel *g*. Beim nächsten Mal versuche ich das Mehl zu mischen, mal sehen wie der Teig dann wird :)

Sonntag, 8. März 2015

Nudel Paella

Seit ein paar Tagen wohnt hier das Buch Greenbox* von Tim Mälzer. Am Samstag bin ich nun zum ersten Mal dazu gekommen es durchzublättern und hab mich total in die Nudel-Paella verliebt. Die musste ich sofort ausprobieren (natürlich mit diversen Änderungen...). Eine ausführliche Rezension des Buches bereite ich natürlich auch noch vor, aber erstmal muss ich ein paar mehr Rezepte austesten ;)


Für 4-6 Personen:

2 Paprikaschoten
2 Zwiebeln
1 kleine Stange Lauch
2 Möhren
2 Knoblauchzehen
200 g Erbsen (TK)
1 l Gemüsebrühe
1/2 TL Kurkuma
300 g Spaghetti oder Fadennudeln
1 TL Harissa



Freitag, 6. März 2015

Vegetarisch gefüllte Paprika

Hey Ihr Lieben. Erst mal möchte ich Euch kurz einen Zwischenstand zum Thema Fasten geben:

Ich stoße immer wieder auf Unverständnis, weil ich Gummibärchen entsage, aber um Kuchen und Eis keinen Bogen mache. Vielleicht hilft es hier, wenn ich kurz den Hintergrund nochmal beleuchte: Ich bin ein Stress- und Langeweilenascher. Das heißt, wenn mir alles zuviel wird, hau ich mir ne Tüte Gummibärchen hinter. Ohne Probleme. Das sind 200 g purer Zucker den ich mir da einpfeife :( Und danach ist mir meist übel und ich hab ein schlechtes Gewissen, weil figurzuträglich ist das nicht wirklich... Für mich ist die Fastenzeit deshalb die Möglichkeit diesen Kreislauf zu durchbrechen. Wenn ich mich allerdings ewig in die Küche stelle um einen Kuchen zu backen, dann habe ich dafür gearbeitet. Ich habe lange darüber nachdenken können und es ist kein kurzfristiger Fressflash mehr. 

Der Verzicht auf Fleisch und Wurst ist nicht halb so schlimm wie auf meine heißgeliebten Gummibärchen sag ich Euch... Wobei letztens saßen wir beim Chinaimbiss und mein Freund hatte gebackenes Hähnchen auf seinen Nudeln .. Das esse ich ja auch total gern. 

Um so glücklicher bin ich, dass hier gerade einiges neues Lesefutter in Form von Rezensionsexemplaren eingezogen ist, z. B. Greenbox*, Jetzt! Gemüse* und die Kleine Veganerbibel* (ausführliche Rezensionen dazu kommen so schnell wie möglich). 

Und wie der Zufall so spielt, hatte ich Ciabatta liegen und ne Menge Paprika (von der Speisekammer Aschersleben) und wollte meiner Lust auf gefüllte Paprika endlich nachgeben. Ich wälzte also in allen bereits vorhandenen und neuen Büchern nach einer schönen Idee für vegetarisch gefüllte Paprika und wurde in Jetzt! Gemüse fündig. Die Füllung besteht aus einer Brotmischung. Erst habe ich kurz drüber nachgedacht doch Reis zu nehmen, aber dann wollte ich das einfach ausprobieren, es klang zu verlockend.

Für 2 (hungrige) Personen:

4 bunte Paprikaschoten
400 g frische Tomaten 
4 Scheiben Weißbrot
1 Bund Petersilie
2 Knoblauchzehen
4 EL geriebener Parmesan
schwarzer Pfeffer
7 EL Olivenöl

Vorweg: Man kann statt frischer Tomaten auch eine Dose Pizzatomaten nehmen, ich habe statt Weißbrot ein 3/4 Ciabatte genommen, statt Parmesan Gouda und die 2 EL Kapern die laut Rezept noch rein sollten, habe ich weggelassen, weil ich sie nicht mag! Welche Variante Ihr zubereitet, bleibt aber Euch überlassen. 

Dienstag, 3. März 2015

Stromboli mit Rotkohl-Möhren-Füllung

Noch vor meiner Blogpause gab es bei uns unglaublich leckere Strombolis mit Hackfüllung (das Rezept ist noch in der Vorbereitung, kommt aber definitiv ;) ). Da die Strombolis relativ günstig sind (und bei uns das Geld momentan mehr als knapp ist...), hatte ich sie schon länger wieder auf dem Schirm. Allerdings mit einer veganen Füllung. Und weil ich nix in der Richtung gefunden habe, hab ich mir einfach selbst was zusammen gekocht.

Für den Hefeteig:

20 g Frischhefe
300 ml lauwarmes Wasser
1 EL Honig
600 g Mehl
2 TL Salz
50 ml Olivenöl

Für die Füllung:

1/2 Rotkohl
2 Zwiebeln
4-5 Möhren
50 ml Balsamicoessig weiß
Zucker, Salz und Pfeffer


Die Frischhefe in dem Wasser auflösen, den Honig dazugeben und etwa 5 Minuten stehen lassen. Das Mehl mit dem Salz mischen, das Hefewasser und das Olivenöl zugeben und etwa 5-10 Minuten kneten bis ein leicht klebriger Teig entstanden ist. Diesen abdecken und etwa 45 Minuten stehen lassen, bis das Volumen sich verdoppelt hat. 

Nun die Füllung vorbereiten. Die Zwiebel abziehen, die Möhren schälen  und beides würfeln. Vom Rotkohl die äußeren Blätter und den Strunk wegschneiden, dann in relativ kleine Würfel schneiden. Fett in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel mit etwas Zucker auf geringer Stufe karamellisieren lassen, dann die Möhren und den Rotkohl zugeben und kurz mit schmoren. Mit dem Balsamicoessig ablöschen. Etwa 20-25 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen, dann mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. 

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Hefeteig auf einer dünn bemehlten Fläche nicht zu dünn ausrollen. Auf Backpapier legen und mit der Hälfte der Gemüsemasse mittig belegen. Den überstehenden Teig in Streifen schneiden und "einflechten" (siehe Foto). 

Mit der anderen Hälfte des Teiges genauso vorgehen. Beide Stromboli mit Olivenöl bestreichen und etwa 25 Minuten im Ofen backen. 



Ich fand diese Version sehr sehr lecker. Mein Freund war nicht so überzeugt - O-Ton "Ich  mag keinen Gänsebraten!". Ähm ja, da ist wieder das Problem, dass man mit Rotkohl Gänsebraten und Klöße verknüpft, selbst wenn das Teil fast vegan ist (wer den Honig durch 1 EL Zucker ersetzt, hat tatsächlich einen veganen Stromboli). 


Die Reste der Füllung habe ich mir übrigens angebraten und dann mit verquirltem Ei übergossen. Das Ergebnis sah aus wie ein Blumenbouquet - blau und gelb gibt halt grün ^^. 







Sonntag, 1. März 2015

Die neue Küche, die Fastenzeit und ich

Hallo Ihr Lieben, da bin ich wieder! Der Umzug ist so gut wie geschafft (ein paar letzte Kisten stehen noch im Keller die ausgeräumt werden müssen), aber wir schlafen, kochen, essen und leben hier bereits sehr gut. Meine neue Küche ist unglaublich schön, soviel Platz und überhaupt <3 Ich glaube ich könnte noch stundenlang weiter schwärmen, aber ich lass einfach ein paar Bilder sprechen: 


Damit überhaupt funktionierte, was wir uns da überlegt hatten, waren vorher noch Handwerker im Haus. Wir hatten nämlich nicht genug Stromkreise in der Küche, man hätte maximal ein Gerät nutzen können - nix mit gleichzeitig Geschirrspüler und Waschmaschine. Das ist jetzt alles kein Problem mehr. Auch die Küchenaufbauer haben ganze Arbeit geleistet und das Ergebnis ist einfach ein Traum (die rote Platte wollte mein Freund übrigens unbedingt für mich haben. Recht hatte er, es ist ein toller Eyecatcher!). Auch die Küchenmaschine hat bereits ihren festen Standplatz. Bisher habe ich sie allerdings noch nicht benutzt, mal sehen wie sich das so macht direkt unter der Schräge. 



Ganz begeistert bin ich ja auch von meiner Arbeitsplatte. Sie ist so ein wunderschöner Fotountergrund <3 Allerdings muss ich mir da noch was überlegen, wird ja auf Dauer langweilig, wenn es immer derselbe Fotohintergrund ist ^^. 

Ihr merkt sicher schon, ich bin gut angekommen und fühle mich unglaublich wohl. Und obwohl wir noch einiges zu tun haben (der Keller steht noch voll und die Speisekammer ist ein einziges Chaos!), habe ich für mich entschieden dieses Jahr wieder die Fastenzeit mitzunehmen. Auf Facebook hatte ich bereits angekündigt, dass ich seit Aschermittwoch bewusst auf ein paar Dinge verzichte. Die Klassiker schlechthin sind Süssigkeiten und Alkohol, allerdings trinke ich sowieso nicht und "Süßigkeiten" ist mir zu schwammig. Deshalb bin ich direkt ins Detail gegangen und habe gesagt: keine GUMMIBÄRCHEN, keine CHIPS, keine SCHOKOLADE, kein FLEISCH und keine WURST. 

Ok wer mich kennt, weiß das der Verzicht auf Schokolade mir nicht sonderlich schwer fällt, so gern esse ich die nämlich gar nicht. Aber Gummibärchen und Chips sind hart. Erst letztens stand ich im Kaufland, hatte unglaublichen Hunger und der vor mir hat zwei Tüten Haribo Tropicana aufs Band gepackt - am liebsten hätte ich mir eine geschnappt :( 

Nun aber zu dem was mir wichtig ist. Fleisch und Wurst. Vorweg - Ich esse gern Fleisch. Allerdings bin ich der Meinung, dass wir zuviel davon zu uns nehmen und uns vor allem nicht bewusst machen was dahinter steckt. Massentierhaltung, Antibiotika, ungesunde Fette und und und - es gibt viele Gründe Fleisch zu meiden oder zumindest bewusst zu genießen (vorzugsweise mit Fleisch aus artgerechter Haltung). Ich möchte in der Fastenzeit heraus finden wie schwer mir der komplette Verzicht fällt. 

Es gab bereits Situationen wo ich mit tropfendem Zahn da saß. Beispielsweise als wir letztens Döner bestellt haben und ich meinen vegetarischen - sehr leckeren - Döner am liebsten in die Ecke geworfen hätte, weil ich weiß wie gut das krosse Fleisch von dort ist. Oder als ich mit meiner Schwester im Ikea war und die Köttbullar mich sooo angelacht haben (glücklicherweise hatte meine Schwester ein Schnitzel, das reizte mich gar nicht).

Auch positive Erlebnisse gab es bereits. Meine Freundin hat mich zur Feier des Geburtstags ihres Sohnes nämlich zum Raclette eingeladen. Für viele ist dies DAS Fleischgericht schlechthin (auch für mich lange Zeit). Auf meine Bitte hin hat sie allerdings alle möglichen Dinge bereit gestellt, sodass ich fröhlich ausprobieren konnte. Neben Tomate-Mozzarella-Bruschetta gab es ein Pilz-Zwiebel-Pfännchen und ein Kartoffel-Ei-Pfännchen. Fotos habe ich leider keine gemacht, vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ein andern mal.

Mein Freund akzeptiert die ganze Fastensache übrigens nur zähneknirschend, weil wir momentan natürlich sehr viel vegetarisch essen. Ich koche nunmal und mache natürlich das was für mich passt. Mal sehen wie es weiter geht, 4 1/2 Wochen liegen ja noch vor mir.

Wie schwierig der Verzicht ist, fiel mir am Donnerstag erst wieder auf. Ich habe nämlich Budapester Salat gekauft und abends auf mein Brötchen geschmiert. Plötzlich steht mein Freund lachend neben mir und sagt "Aha Du fastest also und isst kein Fleisch ne?". Erst verstand ich überhaupt nicht wovon er sprach und plötzlich dämmerte mir, dass im Budapester Salat ja Fleischbrät ist! Verdammt! Das angeknabberte Brötchen wollte ich dann nicht mehr aufessen, mir war direkt der Appetit vergangen :(